Der Österreichische Schul- und Breitenschachkongress wandert für seine 5. Auflage nach Kufstein und findet vom 13.-14. März 2026 im Hotel Alpenrose statt. Wie bei den ersten Kongressen handelt es sich um eine Plattform für alle Personen, die sich für Schachunterricht interessieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Inhalten, die man sofort in die Tat umsetzen kann. Um dem diversen Publikum von Lehrenden verschiedener Schultypen, Freizeitpädagoginnen und Freizeitpädagogen, sowie Ehrenamtlichen gerecht zu werden, gibt es zwei verschiedene parallele Programme:
1. Die Ausbildung zum/zur Österreichischen SchachlehrerIn
Der Ö-Schachlehrer ist eine Ausbildung des ÖSB, erstellt von Boris Bruhn, Katharina Koller und Hans-Jürgen Koller. In diesem Kurs werden die Grundlagen der Schachdidaktik für Anfängerinnen und Anfänger vermittelt. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig!
2. Vortragsreihe / Workshops
Die Vorträge und Workshops in dieser Reihe werden von Expertinnen und Experten aus Österreich geleitet. Dieses Mal liegt der Fokus auf Vortragenden aus Tirol. Es gibt ein großes Spektrum an verschiedenen Themen – Mädchen und Frauen im Schachsport, Arbeiten mit inhomogenen Gruppen und vieles mehr!
Weitere Informationen findet man in der Ausschreibung und erhält man bei Hans-Jürgen Koller (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). (wk, Text/Foto: Hans-Jürgen Koller)
Download Ausschreibung (PDF)
Am 8. und 9. Februar 2026 stand die ÖSB-Geschäftsstelle ganz im Zeichen der Jugendförderung! Mit Großmeister Sergej Movsesian und Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk waren gleich zwei herausragende Persönlichkeiten des internationalen Schachs zu Gast, die ihr Wissen und ihre Erfahrung in intensiven Trainingseinheiten an unsere besten Nachwuchstalente weitergaben. Organisiert und betreut von Gert Schnider und Martin Huber konnten unsere stärksten Mädchen und Buben zwei Tage lang mit den erfahrenen Stars trainieren.
Training mit Sergej Movsesian
Den Auftakt machte am Sonntag GM Sergej Movsesian, ehemaliger Top-10-Spieler der Weltrangliste mit einer Höchst-Elozahl von 2751. In seinem Training gewährte er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur Einblicke in seine eigene Karriere, sondern legte den Schwerpunkt vor allem auf praktische Aspekte des Schachspiels.
Im Mittelpunkt standen typische Fehlerquellen im praktischen Spiel, sowohl schachlicher als auch psychologischer Natur. Movsesian betonte die Bedeutung einer strukturierten Variantenberechnung und warnte davor, gegnerische Ideen zu unterschätzen. Ebenso ging er auf Zeitmanagement ein und erläuterte ein Modell nach Arthur Jussupow, das helfen soll, Entscheidungsprozesse am Brett besser zu strukturieren.
- Grundsätzlich nicht mehr als 15-20 Minuten nachdenken:
- In den ersten 5 Minuten: Züge suchen
- In den nächsten 10 Minuten: tiefer rechnen
- In den letzten 5 Minuten: Varianten checken
Neben konkreten Trainingsinhalten gab Movsesian zahlreiche allgemeine Tipps: regelmäßiges Training, das Verfolgen von Topturnieren sowie das Verständnis, dass in praktischen Partien oft einfache und solide Entscheidungen erfolgreicher sind als spektakuläre Ideen. Besonders wichtig sei es, unabhängig von der Elozahl stets das eigene beste Schach zu spielen.
Die anschließende Fragerunde bot den Jugendlichen die Möglichkeit, persönliche Einblicke zu erhalten, von Sergejs ersten Schachschritten im Alter von vier Jahren bis hin zu seinen Erfahrungen als Spieler und Trainer auf höchstem Niveau.
Training mit Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk
Am späten Sonntagnachmittag stieß nach ihrem Einsatz in der Frauenbundesliga auch Ex-Weltmeisterin GM Alexandra Kosteniuk zur Trainingsgruppe. Nach ihrem Sieg gegen Karina Cyfka wechselte sie direkt in das Nachwuchstraining.
Kosteniuk leitete die Einheit mit großer Intensität und spürbarer Begeisterung. Ihr Ansatz war geprägt von Motivation, Klarheit und viel persönlicher Nähe zu den jungen Spielerinnen und Spielern. Besonders geschätzt wurde dabei ihre offene Art: Auch abseits des Trainings nutzten die Kinder die Gelegenheit zum Smalltalk, so zum Beispiel auf dem gemeinsamen Weg zum Restaurant. Die 12. Weltmeisterin war sehr nahbar und kommunikativ.
Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf der Bedeutung des Endspieltrainings. Kosteniuk verglich das Schachlernen mit dem Erlernen einer Sprache, vieles müsse man nicht sofort können, sondern Schritt für Schritt lernen. Gerade im jungen Alter sei das Endspieltraining besonders effektiv, da es das Verständnis für Figurenkoordination fördere und sich positiv auf das Mittelspiel auswirke. Besonders in Schnell- und Blitzschach sei solides Endspielwissen ein entscheidender Vorteil.
Sie empfahl, regelmäßig typische Endspielstellungen zu wiederholen, etwa mithilfe von Karteikarten, und betonte die Bedeutung täglichen Trainings. Auch Übungen zum Blindschach und zur Visualisierung wurden angesprochen. Ihr zentrales Anliegen blieb jedoch stets die Freude am Spiel: „Es gibt keinen Grund, nicht Großmeisterin oder Großmeister zu werden“, gab sie den Teilnehmenden mit auf den Weg.
Ein intensiver Schachtag am Montag
Am Montag wurde das Programm fortgesetzt. Bereits um 10 Uhr begann der nächste Trainingsblock, in dem die Inhalte des Vortages vertieft wurden. Zur Mittagszeit sorgte ein gemeinsames Schnitzelessen für neue Energie, bevor es mit weiteren Trainingseinheiten weiterging. Auch hier blieb der persönliche Austausch ein wichtiger Bestandteil des Trainings.
Nachhaltige Eindrücke für den Nachwuchs
Das Trainingswochenende bot den jungen Talenten nicht nur wertvolle schachliche Impulse, sondern auch die seltene Gelegenheit, zwei große Persönlichkeiten der Schachwelt hautnah zu erleben. Die Kombination aus hochklassigem Training, offenen Gesprächen und persönlicher Atmosphäre machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten und wirkt sicher auch als große Motivation auf unseren Nachwuchs.
Der Österreichische Schachbund bedankt sich herzlich bei Alexandra Kosteniuk und Sergej Movsesian für ihr Engagement und die inspirierenden Trainingstage in Wien sowie bei unserem General Partner Freedom24 für die großzügige Unterstützung, um dieses Training möglich zu machen! (ssc, Fotos: Sandra Schmidt)
Am Ende der Wiener Semesterferien durfte die 1. FBL ein neues Spiellokal erkunden.
Im 19. Stock des Tech Gate bot sich mit dem Sky Stage eine wunderbare Aussicht auf Wien und der Ausrichter KJSV mit Team hatten alles getan, damit sich die Spielerinnen sehr wohlfühlten.
Einen herzlichen Dank an den KJSV, der neben diesen fantastischen Spielbedingungen auch dafür sorgte, dass mit der Hilfe von Alexander Spritzendorfer und Johann Rameder, die Partien im Internet live übertragen wurden.
Aus sportlicher Sicht gab es folgendes zu berichten:
Runde 4: Freitag, 6.2.2026 - 16:00 Uhr
Der Tabellenführer SC Victoria Linz hatte Glück gegen das junge Team des Veranstalters vom SV Gamlitz KJSV nicht zu stolpern. Durch 2 Niederlagen lag man rasch 0:2 zurück und erst eine Glanzleistung der Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk auf Brett 1 ermöglichte noch ein 2:2 Remis.
Nicht besser erging es dem bisherigen Zweiten von SV Wulkaprodersdorf im Kampf Osten gegen Westen mit dem SK Dornbirn. Diese hatten bereits eine Runde davor dem ASVÖ Pamhagen 1 auf die Verliererstraße gebracht und taten dies nun wieder. Mit 3 ½ fiel der Sieg sogar noch höher aus.
Nutznießer war das Tiroler Team von Schach ohne Grenzen, welches mit einem glatten 4:0 Sieg als erster Verfolger der Oberösterreicher aufscheint.
Schlimm erwischte es auch das Team von SV - Das Wien - St.Veit/Glan, das gegen SK DolomitenBank Lienz ebenso ohne Einzelpunkt blieb.
Die längste Partei des Tages lieferten die Slowenin Zala Urh im Dienste von SV Raika Rapid Feffernitz und die Italienerin Marina Brunello von Schach ohne Grenzen, welche siegreich für die Italienerin endete.
Runde 5: Samstag, 7.2.2026 - 14:00 Uhr
Die Runde ist gekennzeichnet von hohen Siegen der Teams, wobei das 3:1 von Schach ohne Grenzen noch als das niedrigste einzustufen ist.
Als Einzelpartie erwähnenswert ist das Schweizer Duell auf Brett 1 im Wettkampf SK Dornbirn gegen SC Victoria Linz zwischen Mariya Manko und Alexandra Kosteniuk, welches in einem Remis endete.
Auch Zala Urh von SV Raika Rapid Feffernitz konnte diesmal ihre Partie gegen Elina Danielian von ASVÖ Pamhagen 1 im Remis halten.
Runde 6: Sonntag, 8.2.2026 - 10:00 Uhr
Mit dem Team der Tiroler Landespräsidentin Ina Anker von Schach ohne Grenzen gibt es einen unerwarteten Tabellenführer vor dem Abschlusswochenende.
Das Team bewies jedoch an diesem Wochenende mannschaftliche Geschlossenheit und erspielte 15 von 16 möglichen Einzelpunkten an den 3 Tagen, lediglich am Samstag gab es eine Einzelniederlage.
So wie am Freitag reichte es für den bisherigen Tabellenführer SC Victoria Linz auch am Sonntag nur zu einem 2:2 Remis, womit oben erwähnter Tabellenumsturz erst möglich wurde.
Spannung verspricht das Abschlusswochenende dadurch zu werden, da der Tabellenführer noch gegen die beiden burgenländischen Teams auf den Plätzen 3 und 4 von ASVÖ Pamhagen 1 und SV Wulkaprodersdorf anzutreten hat.
Auch das Burgenland Derby am Schlusstag birgt vielleicht noch einiges an Brisanz für die Podestplätze.
Die wohl leichteste Aufgabe der Top 4 hat jedoch das Team des ÖSB-Präsidenten SC Victoria Linz, welches noch gegen die beiden Schlusslichter der Tabelle an den ersten beiden Tagen zu spielen hat.
Von Spannung geprägt, könnte auch noch die Paarung Mayrhofen/Zell/Zillertal gegen SV Raika Rapid Feffernitz am Schlusstag sein, gilt es doch dabei vermutlich, die Abstiegsfrage zu klären.
Beste Spielerinnen des Wochenendes sind Marina Brunello, Zoya Schleining und Marharyta Khrapko, alle drei vom neuen Tabellenführer, sowie Aleksandra Maltsevskaya, Ann Matnadze Bujiashvili von ASVÖ Pamhagen 1 und Barbara Skuhala von SV Gamlitz KJSV mit je drei Siegen.
Die Runden 7-9 werden nach den Osterferien vom 17.-19.4.2026 im St. Veiter Fuchspalast gespielt.
Dort finden die Runden dann wieder gemeinsam mit der 1. Open Bundesliga statt und der Spielbeginn ist auch dort Freitag um 16:00 Uhr, Samstag um 14:00 Uhr, Sonntag um 10:00 Uhr. (ssc, Text: Gerald Hametner, Fotos: Sara Marinovic)
Paarungen & Ergebnisse
Stream
Von 20. bis 22. Februar 2026 findet der ECU101-Kurs „Die SMART-Methode, um Schach beizubringen“ als Online-Zoom-Webinar statt. Der deutschsprachige Kurs richtet sich an Lehrerinnen/Lehrer, Schulschach-Leiterinnen/Leiter sowie Trainerinnen/Trainer und vermittelt praxisnahe didaktische Methoden, um Schach erfolgreich als pädagogisches Werkzeug einzusetzen.
Unter der Leitung von Lothar Handrich, Referent für Breiten- und Schulschach im Österreichischen Schachbund, erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fundierte Kompetenzen zur Gestaltung motivierender Schachstunden. Nach erfolgreichem Abschluss wird das ECU School Chess Teacher Certificate verliehen.
Weitere Informationen und Anmeldung siehe Ausschreibung.
Download Ausschreibung
Im Hinblick auf die bald wieder startende Saison der Österreichischen Jugend-Landesmeisterschaften sowie der Österreichischen Jugendmeisterschaften hat die Jugendkommission eine Umfrage erstellt.
Ziel dieser Umfrage ist es, die häufigsten Fragen rund um Qualifikationswege zu den einzelnen Bewerben auf Landes-, Bundes-, Kontinental- und Weltebene zu sammeln. Auf Basis dieser Rückmeldungen soll ein übersichtliches Q&A-Dokument entstehen, das die wichtigsten Themen verständlich und kompakt beantwortet.
Dieses Q&A wird anschließend auf der Website veröffentlicht. Dadurch werden nformationen schneller zugänglich und der organisatorische Aufwand für Vereine, Eltern und Funktionäre soll reduziert werden soll. (ssc)
Hier geht zur Umfrage - Link
Am 6. Februar startet die Frauenbundesliga in das nächste Drittel der Saison 2025/26. Nach den ersten drei Runden im Dezember konnten sich die Favoritinnen des SC Victoria Linz durchsetzen und führen aktuell die Tabelle an.
Der ASVÖ Pamhagen 1 musste sich im direkten Duell gegen den SC Victoria Linz geschlagen geben und liegt derzeit auf Rang fünf. Die Verfolgerinnen vom SV Wulkaprodersdorf entschieden ebenfalls ihre ersten drei Begegnungen für sich und befinden sich punktgleich an der Spitze – lediglich die Zweitwertung verweist sie aktuell auf Platz zwei.
Termine 1. Frauenbundesliga:
- 6. Februar 2026, 16:00 Uhr
- 7. Februar 2026, 14:00 Uhr
- 8. Februar 2026, 10:00 Uhr
Der Organisator Joachim Wallner ist bereits heute im Einsatz und holt die ersten Spielerinnen persönlich vom Flughafen ab. Die Freude darüber, erstmals als Ausrichter der 1. Frauenbundesliga zu fungieren, ist beim KJSV deutlich spürbar.
Für den Verein ist dieses Wochenende etwas ganz Besonderes, denn seit vielen Jahren wurde die Frauenbundesliga nicht mehr in Wien ausgetragen. Alle Vereine wurden eingeladen und der KJSV hofft auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie eine großartige Atmosphäre vor Ort.
Zuschauerinnen und Zuschauer sind selbstverständlich herzlich willkommen! (ssc, Foto: Peter Kranzl)
Spielort:
Sky Stage Tech Gate Vienna
Donau-City-Straße 1
1220 Wien
Ausrichter: KJSV
Alle Partien werden live übertragen:
Lichess
Chess.com
ChessBase
LiveBilder
Ergebnisse & Paarungen

Die finalen Runden der Saison 2025/2026 der 2. Frauen-Bundesliga West fanden dieses Wochenende (23. und 24. Januar 2026) gleichzeitig mit der 2. BL West der offenen Klasse in Kufstein statt.
Leider konnte der SK Dolomitenbank Lienz 2 keine Mannschaft stellen, sodass nur der SK Dornbirn 2 gegen Steinitz Salzburg (½ – 3 ½), Schach ohne Grenzen gegen den SK Dornbirn 2 (2½ – 1½) und Steinitz Salzburg gegen Schach ohne Grenzen (½ – 3½) spielten.
Die Siegerinnen dieser Liga sind somit die Spielerinnen von Schach ohne Grenzen! (ssc, Text u. Fotos: Ina Anker)
Der ÖSB gratuliert den Siegerinnen von Schach ohne Grenzen herzlich.
Ergebnisse der 2. Frauenbundesliga West 2025/2026 auf Chess-Results
Alle Fotos der 2. Frauenbundesliga West 2025/26 in Kufstein auf Google Drive
Liebe Schachfamilie,
es freut mich sehr, Euch heute die Ausschreibungen für die Österreichischen Staatsmeisterschaften 2026 im Standard-, Schnell- und Blitzschach präsentieren zu dürfen.
Die Staatsmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach (Einzel und Mannschaft) werden dieses Jahr im Rahmen des PlusCity Grand Prix von 14. bis 17. Mai 2026 ausgetragen. Die entsprechenden Ausschreibungen wurden bereits in einem separaten Artikel veröffentlicht und sind zur besseren Übersicht weiter unten nochmals zusammengefasst. Zur noch einfacheren Teilnahme haben wir die Beginnzeiten am Freitag und Samstag nun auf 14:00 Uhr (statt 13:00 Uhr) festgesetzt. Wie immer spielen wir an zwei Tagen im geöffneten Einkaufszentrum (an diesen beiden Tagen Blitz & Team Blitz) sowie am Feiertag und Sonntag (Rapid & Team Rapid). Restaurants und Cafés sind immer geöffnet, ebenso gibt es an allen vier Tagen gratis überdachte Parkplätze in der PlusCity.
Der PlusCity Grand Prix verfügt 2026 über einen Gesamtpreisfonds von 80.000 €. Davon sind 10.000 € speziell für die Österreichischen Staatsmeisterschaften reserviert, betraglich jeweils gleich für Open und Frauen. Bei der Aufteilung des Preisfonds auf die diversen Bewerbe wurden wie bereits angekündigt der Teambewerb besonders berücksichtigt – in jetzt vier statt bisher zwei Kategorien können nun auch Amateurteams hohe Geldpreise gewinnen.
Zeitplan PlusCity Grand Prix – Staatsmeisterschaften:
- 14.05.2026: Offene Staatsmeisterschaft im Schnellschach
- 15.05.2026: Offene Staatsmeisterschaft im Blitzschach
- 16.05.2026: Offene Team-Staatsmeisterschaft im Blitzschach
- 17.05.2026: Offene Team-Staatsmeisterschaft im Schnellschach
Die Österreichischen Staatsmeisterschaften 2026 im Standardschach finden erneut im Oberbank Donau Forum in Linz statt. Diese hervorragend geeignete Spielstätte wird wieder ideale Bedingungen für unsere nationalen Titelkämpfe bieten, ganz egal wie heiß der Sommer wird ;-)
In dieser Location werden neben den Topspielerinnen und Topspielern Österreichs über 100 Teilnehmende beim Challenger-Open erwartet, in das auch die Österreichische Frauen Staatsmeisterschaft integriert ist. Der Turnierzeitraum ist von 15. bis 23. August 2026 angesetzt.
Der Preisfonds für die Staatsmeisterschaft beträgt erneut 14.800 €, mit diesem Betrag befinden wir uns mit an der Spitze Europas. Das begleitende Open verfügt über einen Preisfonds von 20.000 €, darin enthalten sind 5.500 € für die Frauen Staatsmeisterschaft.
Beim Challenger-Turnier 2026 werden erstmals zehn Preise für die Höchstplatzierten vergeben, ergänzt durch vier Ratingkategorien bis 1600, 1800, 2000 und 2200. Nach der erstmaligen Austragung im Vorjahr werden wir diesem Jahr mit drei „Challengern“ in der geschlossenen Staatsmeisterschaft spielen, damit sind wir quasi „im System“ und planen, dieses Wunschformat der Spielerinnen und Spieler weiterhin so auszutragen.
Zeitplan Standardschach-Staatsmeisterschaften 2026:
- 15.08.2026
14:00 Uhr Anwesenheitskontrolle
14:30 Uhr Eröffnung
15:00 Uhr Runde 1
- 16.08. - 22.08.2026
jeweils 15:00 Uhr Runden 2–8
- 23.08.2026
10:00 Uhr Runde 9, anschließend Siegerehrung
Die Organisation der Staatsmeisterschaften zählt natürlich zu den Kernaufgaben des ÖSB und entsprechend investieren wir enorme Ressourcen. Mit der fantastischen Location PlusCity, Garant für enorme Öffentlichkeitswirkung, den herausragenden technischen Bedingungen in der Oberbank und unseren hohen Preisfonds gehören unsere Staatsmeisterschaften mit Sicherheit zu den attraktivsten Europas und ich möchte mich ausdrücklich bei der PlusCity, unserem General Partner Freedom 24, der Oberbank AG und dem Österreichischen Schachförderverein bedanken! Dazu dem engagierten Team um OÖLV Präsident Günter Mitterhuemer, ohne all diese Unterstützung wären die Turniere auf diesem Niveau nicht möglich!
Ich freue mich somit auf spannende Wettkämpfe, hochklassiges Schach und zahlreiche Teilnehmende bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften 2026.
Mit sportlichen Grüßen,
Michael Stöttinger
Präsident
PS: Das Nenngeld in der Oberbank beträgt dieses Jahr kuriose 81,- € Warum? Um Verwechslungen mit Spielern auszuschließen, die für die PlusCity Turniere 79,- € bezahlen (Blitz und Rapid). Manchmal fehlt nämlich der Verwendungszweck bei der Überweisung und das sorgt dann für Missverständnisse.
Ausschreibung: Blitz- und Schnellschach-Staatsmeisterschaften (Einzel + Team)
Ausschreibung: Staatsmeisterschaft
Ausschreibung: Challenger-Open + Frauen Staatsmeisterschaft
Der Schachverein Raiffeisen Gamlitz veranstaltet in der Karwoche 2026 das 2. Reblaus Open A- und B-Turnier sowie im Anschluss das Osterkorb-Blitzturnier.
Das Reblaus Open A und B findet von Palmsonntag, 29.03.2026, bis Donnerstag, 02.04.2026, statt. Spielort ist die Mehrzweckhalle Gamlitz, Erzherzog-Johann-Weg 160, 8462 Gamlitz. Der Spielbeginn ist an allen Spieltagen jeweils um 18:00 Uhr. Die bestplatzierten Spieler werden mit regionalen Sachpreisen (Weine bzw. Fruchtsäfte) ausgezeichnet.
Am Karfreitag, 03.04.2026, wird ab 18:00 Uhr in derselben Spielstätte das Osterkorb-Blitzturnier ausgetragen. Als Preise werden Geschenkkörbe mit regionalen Produkten vergeben.
Eine gemeinsame Anmeldung für beide Turniere zu ermäßigten Konditionen ist möglich. Beide Turniere sind FIDE-gewertet, es gelten die FIDE-Regeln.
Weitere Informationen zu Turniermodus, Anmeldung und Unterkunftsmöglichkeiten finden Sie auf der Website des Veranstalters:
https://www.schachvereingamlitz.at/
Die Turniere sind außerdem auf Chess-Results veröffentlicht. (wk, Text/Logo: Helmut Meixner)
Das erste Mädchensichtungstraining des Österreichischen Schachbundes, welches am 25.1.2026 stattfand, war ein voller Erfolg und bestätigte die gute Idee unserer neuen Bundestrainer Gert Schnider und Martin Christian Huber, die zu diesem besonderen Training eingeladen hatten. Ziel des Tages war es, die Mädchen sowie ihre Eltern kennenzulernen, umfassend zu informieren und nachhaltig zu motivieren.
Insgesamt 22 Mädchen nahmen an diesem ereignisreichen Trainingstag teil, der mit einem straffen, aber abwechslungsreichen Programm gefüllt war. Zu Beginn stellten sich die beiden Bundestrainer vor und erläuterten den Ablauf des Tages. Anschließend ging es für die Mädchen direkt an die Bretter: In den Altersklassen U10 und U12 wurde jeweils ein 5-rundiges Schnellschachturnier mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten plus 5 Sekunden Inkrement gespielt.
Während die Mädchen konzentriert ihre Partien austrugen, erhielten die Eltern parallel wichtige Informationen rund um den Jugendkader, Spiel- und Fördermöglichkeiten, Trainingsprogramme sowie Empfehlungen und Perspektiven für zukünftige Kaderspielerinnen.
Die Mädchen spielten zunächst drei Runden vor der Mittagspause und jede Partie wurde konsequent ausgespielt, Remisangebote waren dabei fast kein Thema. Der Ehrgeiz war deutlich spürbar, aber auch der Spaß kam keineswegs zu kurz.
In der Mittagspause wurde gemeinsam gegessen, gelacht und getobt, bevor es anschließend im Seminarraum mit einem vielseitigen Trainingsprogramm weiterging. Auf dem Trainingsplan standen unter anderem Taktikaufgaben aus der Stufenmethode (Stufen 1–3) von Rob Brunia und Cor van Wijgerden, bei denen innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Aufgaben korrekt gelöst werden mussten. Es folgte ein anspruchsvolles Gedächtnistraining, bei dem kurz projizierte Stellungen auf der Leinwand aus dem Kopf mithilfe von Bleistift und Papier rekonstruiert werden mussten.
Ein weiterer Programmpunkt waren mathematische Übungen (Multiplikations- und Subtraktionsaufgaben), die das arithmetische und prozedurale Faktenwissen messen. Innerhalb von 90 Sekunden galt es, so viele Aufgaben so präzise wie möglich zu lösen, eine Herausforderung, an der selbst so mancher Erwachsene gescheitert wäre. Jubelrufe bei den Multiplikationsaufgaben („Jaaa!“) wechselten sich mit kollektiven Seufzern bei den Subtraktionen („Neeein!“) ab und sorgten für eine lockere Atmosphäre.
Besonders unterhaltsam wurde es beim Koordinatentraining auf Lichess. Bundestrainer Gert Schnider ging dabei eine Wette mit Parinitha ein: Sollten mehr als 20 Aufgaben richtig gelöst werden, würde er 10 Liegestütze machen. Mit beeindruckenden 23 richtigen Lösungen gewann Parinitha souverän sehr zur Freude aller Anwesenden, während der Bundestrainer seinen Wetteinsatz sportlich einlöste.
Im Anschluss folgte ein Eröffnungstraining, bei dem das Schottische Gambit vorgestellt wurde. Bildhafte Begriffe wie Revolverspringer, Arche-Noah-Falle, Röntgenangriff oder Großmutterspringer sorgten für viele Aha-Momente und bleiben den Mädchen sicherlich in Erinnerung. Danach wurde noch das Benennen von Feldfarben anhand von Koordinaten geübt. Bevor die letzten beiden Runden des Schnellschachturniers gespielt wurden, sahen sich die Teilnehmerinnen gemeinsam eine Partie von Jasmin Schloffer aus den Österreichischen U8-Meisterschaften von 2008 an, bei der die Buben und die Mädchen in einem Turnier zusammengespielt haben. Wir haben diese Partie auf unseren Lichessaccount auch nochmal hier zur Verfügung gestellt: OesterreichSchach
Gegen 18:15 Uhr endete ein intensiver und erfolgreicher Trainingstag. Beide Bundestrainer zeigten sich äußerst zufrieden. Gert Schnider resümierte: „Ich war sehr begeistert davon, dass so viele Mädchen gekommen sind und bin beeindruckt von ihrer Ausdauer und Motivation.“
Auch Martin Christian Huber bestätigte den positiven Eindruck: „Alle haben im Training sehr gut mitgearbeitet. Ich hatte den Eindruck, dass es den jungen Schachspielerinnen viel Spaß gemacht hat und hoffe, dass auch die Eltern und Erziehungsberechtigten die Präsentation als informativ empfunden haben.“
Aufgrund der durchweg positiven Resonanz wird das Projekt fortgesetzt. Der nächste Termin ist bereits für den 22. März fixiert. Ganz ohne Hausaufgaben ging es jedoch nicht nach Hause: Neben Taktikaufgaben lautete der wohl wichtigste Auftrag, eine Freundin, die noch kein Schach spielt, für das Spiel zu begeistern. Einen besonderen Dank verdient der Verein SC Donaustadt, der uns seine tollen Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. (ssc, Fotos: Sandra Schmidt)
