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34. Internationales Schach Open Aschach an der Donau

Schachklassiker zum Jahresende begeistert trotz Grippewelle

Vom 26. Dezember bis 31. Dezember 2025 ging in Aschach an der Donau das 34. Internationale Schach Open über die Bühne. Mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus mehreren Nationen, die sich auf vier Bewerbe verteilten, war das traditionsreiche Turnier auch heuer wieder hervorragend besucht. 

Überschattet wurde die Veranstaltung allerdings von einer starken Grippewelle, die im Laufe der Turnierwoche ihren Höhepunkt erreichte. Zahlreiche Spieler mussten krankheitsbedingt kurzfristig absagen oder das Turnier vorzeitig abbrechen, sodass einige Ausfälle zu verzeichnen waren. Dennoch ließen sich die verbliebenen Teilnehmer die Spielfreude nicht nehmen. Bei herrlichem Winterwetter mit viel Sonnenschein wurde an den Brettern mit großem Einsatz und hoher Konzentration gekämpft.2026 01 07 Aschach Donau Open 2

Besonders erfreulich war die starke Präsenz der Jugend, die vor allem in der Gruppe A beeindruckend auftrat und dort zeitweise sogar das Geschehen dominierte. Die mit über 70 Teilnehmern sehr stark besetzte A-Gruppe wurde erstmals seit über 30 Jahren wieder von einem FIDE-Meister angeführt: FM Brilej Jaka aus Slowenien übernahm früh die Führung. Ihm dicht auf den Fersen war der langjährige Aschach-Dauergast und Großmeister Marko Tratar (ebenfalls Slowenien). Auf Rang drei lauerte der ehemalige österreichische Bundesjugendtrainer Siegfried Baumegger.

Bereits nach vier Runden war klar, wie ausgeglichen das Feld war: Kein einziger Spieler blieb ohne Punkteverlust. Nach der fünften Runde setzte sich Brilej Jaka mit 4,5 Punkten als alleiniger Führender an die Spitze. In Runde sechs kam es dann zum mit Spannung erwarteten Spitzenduell zwischen Baumegger und Brilej, das Baumegger für sich entscheiden konnte. In der Schlussrunde begnügte sich Baumegger rasch mit einem Remis, während Brilej Jaka und der Ukrainer Zakharchyn ihre Partien gewinnen konnten und damit zu Baumegger aufschlossen. 2026 01 07 Aschach Donau Open 3

Dank der besseren Wertung sicherte sich schließlich FM Brilej Jaka den Turniersieg, vor dem Ukrainer Zakharchyn und Siegfried Baumegger. Besonders erfreulich aus österreichischer Sicht war der hervorragende 7. Platz des jungen Oberösterreichers Kim Thomas Jakob, der mit starken Leistungen aufhorchen ließ. Als beste Dame der Gruppe A wurde die Ukrainerin Anna Hryhorieva ausgezeichnet, die mit einer soliden Turnierleistung 50 Prozent der möglichen Punkte erreichte.

Auch die Gruppe B bot spannenden Schachsport. Das Feld mit knapp 60 Teilnehmern wurde zu Beginn klar von Dumancic Stanko dominiert, der mit vier Siegen aus den ersten vier Runden einen Traumstart hinlegte. In der fünften Runde musste er jedoch eine entscheidende Niederlage gegen Stefan Habacher hinnehmen. Habacher nutzte den Schwung, gewann anschließend auch gegen Michael Aigner und sicherte sich damit den Turniersieg – mit einem halben Punkt Vorsprung auf Dumancic Stanko und Leonhard Pabisch.2026 01 07 Aschach Donau Open 4

In der Gruppe C setzte sich Hoti Mehmet klar in Szene. Mit konstant starken Leistungen dominierte er das Feld und stand bereits eine Runde vor Turnierende als alleiniger Turniersieger fest. Den zweiten Platz belegte Robert Hofmann, gefolgt von Franz Mamarina auf Rang drei. Zusätzlich wurde im Rahmen des Turniers auch der Bezirksmeistertitel vergeben. Dieser ging an Christoph Kondrak vom Schachklub Hartkirchen, der sich erfolgreich gegen die Konkurrenz aus dem Bezirk durchsetzen konnte. Insgesamt präsentierte sich das 34. Internationale Schach Open in Aschach trotz widriger Umstände erneut als hochklassiges, spannendes und bestens organisiertes Turnier, das einmal mehr Lust auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr machte. (ssc, Text: Günter Mitterhuemer)

Fotos: Peter Kranzl

Ergebnisse bei chess-results

IM-Norm und Titelgewinn beim Krakauer Schachfestival

Große Erfolge für den österreichischen Schachnachwuchs beim XXXVI. Międzynarodowy Festiwal Szachowy in Krakau:

FM Peter Balint (15) erzielte seine zweite IM-Norm, während Florentin Stickler (14) mit einem starken Turnierverlauf voraussichtlich die 2300-Elo-Marke überschreitet und damit in Kürze den Titel FIDE-Meister tragen wird.

Peter Balint blieb im 9-rundigen Turnier ohne Niederlage und erspielte mit fünf Siegen seine zweite IM-Norm und das innerhalb von nur drei Wochen. Bereits kurz vor Weihnachten hatte er beim Vienna GM-Turnier seine erste IM-Norm erzielt.

Zum Turnier in Krakau sagte Peter Balint:

 „Ein sehr schönes Winterturnier gibt es schon seit Jahren in Krakau, immer um den Jahreswechsel. Letztes Jahr unternahm ich die Reise sogar mit einem Gips am Bein, und wie immer hat es sich gelohnt! Es war mein drittes Turnier im Dezember, leider muss ich aber jetzt bis Februar auf mein nächstes Open warten – hoffentlich hält mein Schwung bis dahin an!“

Ebenfalls sehr erfolgreich präsentierte sich der 14-jährige Florentin Stickler. Mit großem Kampfgeist und 5,5 Punkten aus 9 Partien gewann er > 50 Elo-Punkte und überschritt damit voraussichtlich die 2300-Elo-Grenze, womit ihm in Kürze der Titel FIDE-Meister (FM) verliehen wird.

Wir haben jeweils eine sehenswerte Partie auf dem LiChess-Account des Österreichischen Schachbundes vorgestellt:
👉 lichess.org

Endstand & Turnierdetails:
👉 chess-results.com

Der Österreichische Schachbund gratuliert beiden Nachwuchsspielern herzlich zu diesen herausragenden Leistungen. (ssc, Bilder: Archiv Peter Ballint)

FM Peter Balint mit seiner 2. IM-Norm

Österreichisches Jugendschachgütesiegel 2026

Die Jugendkommission des Österreichischen Schachbundes verleiht ab dem Jahr 2026 jeweils für ein Kalenderjahr das Österreichische Jugendschachgütesiegel an Schachvereine und -sektionen in den folgenden vier Stufen:

  1. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Bronze (ab 80 Punkten)
  2. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Silber (ab 160 Punkten)
  3. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Gold (ab 250 Punkten)
  4. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Platin (ab 360 Punkten)

Teilnahme:
Einsendung der von uns festgelegten Kategorien an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis 28.02.2026. Die Auswertung erfolgt von einer Jury mit Personen aus der Jugendkommission. Die Verkündung der erreichten Ränge erfolgt im April via ÖSB. Die Ausgezeichneten werden via Mail verständigt.

In vier Rubriken können maximal 100 Punkte erlangt werden. Die Details können aus dem PDF-Dokument entnommen werden: Österreichisches Jugendschachgütesiegel 2026 (ssc, Text: Jugendkommission ÖSB)

 

Einladung zum Sichtungstraining für Mädchen am 25. Jänner 2026 im Haus des Sports

Liebe Schachspielerinnen, liebe Eltern und Erziehungsberechtigte!

Der Österreichische Schachbund lädt schachbegeisterte Mädchen mit Turnierschacherfahrung des Jahrgangs 2014 und jünger herzlich zu einem kostenlosen Sichtungstraining im Haus des Sports in Wien ein. Im Training lernen die Mädchen spannende Aspekte des Schachspiels kennen, bearbeiten interessante Aufgaben und spielen Trainingspartien gegeneinander. Außerdem erhalten die Teilnehmerinnen und ihre Eltern Informationen zum effektiven Schachtraining, zu den österreichischen Jugendkadern und zu vielen weiteren Themen. Ziel des Sichtungstrainings ist es, talentierte Spielerinnen kennenzulernen, ihre Begeisterung fürs Schach zu stärken und ihnen mögliche Förderwege aufzuzeigen.

  • Termin: Sonntag, 25. Jänner 2026, 10:00–18:00 Uhr
  • Ort: Prinz-Eugen-Straße 12, 1040 Wien, 1. Stock
  • Kosten: Der ÖSB übernimmt die Kosten.
  • Anmeldung: Bitte an Martin Huber E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Telefon: 0664 503 17 28

Wir freuen uns auf eine spannende, informative sowie lehrreiche Veranstaltung!

 

Mit freundlichen Grüßen

IM Martin Huber Bundestrainer Mädchen und Frauen

IM Gert Schnider Bundesjugendtrainer

(ssc, Text: Martin Huber, Gert Schnider)

Neujahrsgrüße

Wir wünschen allen Spielerinnen und Spielern, Trainerinnen und Trainern, Funktionärinnen und Funktionären, Vereinen sowie allen Freundinnen und Freunden des Schachs ein erfolgreiches, gesundes und inspirierendes neues Jahr.

Möge das kommende Jahr von spannenden Partien, fairen Wettkämpfen und gemeinschaftlichem Engagement für unseren Schachsport geprägt sein. Wir danken allen, die mit Leidenschaft, Einsatz und Ideenreichtum zur Weiterentwicklung des Schachs in Österreich beitragen.

Auf ein Jahr voller kluger Züge – am Brett wie auch darüber hinaus. Gerne verweisen wir an dieser Stelle auf die Neujahrsgrüße von Sport Austria mit einem KI-Video zur Bedeutung des Sports. (wk)

WM Rapid/Blitz: Carlsen erneut doppelt erfolgreich

Die FIDE-Weltmeisterschaften im Rapid- und Blitzschach 2025 in Doha/Katar boten vom 26.-30. Dezember Schach auf höchstem Niveau. Ein international hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld sorgte für spannende Partien in den Speed-Disziplinen des Schachsports.

Im Rapidturnier über 13 Runden (15 Minuten plus 10 Sekunden pro Zug) dominierte Magnus Carlsen das Geschehen und sicherte sich souverän seinen sechsten Weltmeistertitel in dieser Disziplin. In der Frauenkonkurrenz setzte sich Aleksandra Goryachkina im Stichkampf gegen Zhu Jiner durch.

Österreich war auch im Open-Rapid-Feld vertreten: GM Kirill Alekseenko erreichte mit 6,0 Punkten Rang 49, IM Konstantin Peyrer belegte mit 4,5 Punkten Platz 141. In der Frauenwertung kam IM Olga Badelka mit 4,0 Punkten auf Rang 52.

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Im Blitzturnier über 19 Runden (3 Minuten plus 2 Sekunden) unterstrich Carlsen seine Ausnahmestellung und gewann seinen bereits neunten Weltmeistertitel. Bei den Frauen verteidigte Bibisara Assaubayeva erfolgreich ihren Titel.

Auch aus österreichischer Sicht gab es solide Leistungen: Alekseenko sammelte im Blitz 7,0 Punkte und wurde 51., Peyrer erzielte 5,5 Punkte und belegte Rang 105. Besonders stark präsentierte sich Olga Badelka, die mit 9,5 Punkten den 21. Platz erreichte und damit ihre Setzlistenposition (Nr. 65) deutlich übertraf.

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Die Weltmeisterschaften in Doha verdeutlichten einmal mehr die hohe internationale Konkurrenz und boten den österreichischen Spielerinnen und Spielern wertvolle Erfahrung auf höchstem Niveau – ein wichtiger Impuls im Hinblick auf die Saison 2026. Insgesamt waren in allen vier Turnieren 780 Spielerinnen und Spieler aus 69 Nationen am Start. ÖSB Präsident Michael Stöttinger war in Doha vor Ort und hat am Schlusstag für Wesley So sympolisch den ersten Zuge ausgeführt. (wk, Foto: FIDE)

Website FIDE, Turnierseite,
Ergebnisse bei Chess-Results

Normen für Dotzer und Balint beim GM-Turnier in Wien

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Das Großmeisterturnier in Wien endete einen Tag vor Weihnachten und brachte aus österreichischer Sicht erfreuliche Ergebnisse. IM Lukas Dotzer erzielte seine zweite Großmeister-Norm, FM Peter Balint erreichte seine erste IM-Norm.

Dotzer startete mit 4,5 Punkten aus 5 Partien sehr erfolgreich ins Turnier. Nach einer Niederlage in Runde 6 gegen Robert Ernst stabilisierte er sich mit Remisen gegen Adam Kozak und Peter Balint. In der Schlussrunde stand er damit vor einer Must-win-Partie gegen Marius Fromm, die er für sich entscheiden konnte. Dieser Erfolg sicherte ihm seine zweite Großmeister-Norm; die erste konnte er wenige Wochen zuvor in der kroatischen Liga erzielen. Zudem darf er sich über einen Elo-Zuwachs von 18 Punkten freuen.

Peter Balint begann das Turnier ebenfalls solide mit 3 Punkten aus 5 Partien. Nach einer Niederlage in Runde 6 gegen Valentin Baidetskiy remisierte er seine letzten drei Partien gegen Sanjin Culum, Lukas Dotzer und Jan Subelj. Mit insgesamt 4,5 Punkten erreichte er in diesem stark besetzten Teilnehmerfeld seine erste IM-Norm.

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Valentin Baidetskiy hielt sich bis zur siebenten Runde realistische Chancen auf eine Großmeister-Norm offen. In der Schlussphase des Turniers musste er jedoch Niederlagen gegen Marius Fromm und Jergus Pechac hinnehmen und erreichte in der letzten Runde ein Remis gegen Sanjin Culum.

Ein solides Turnier spielte Robert Ernst mit fünf Remisen sowie einem Sieg gegen Lukas Dotzer. Laurenz Borrmann fand nicht richtig ins Turnier und konnte nicht an seinen Erfolg bei der U18-Europameisterschaft anknüpfen. 

Die Endrangliste lautet:

1. Dotzer – 6,5
2. Pechac – 6,5
3. Subelj – 5
4. Balint – 4,5
5. Fromm – 4,5
6. Kozak – 4,5
7. Baidetskiy – 4,5
8. Culum – 4
9. Ernst – 3,5
10. Borrmann – 1,5

Insgesamt kann das Turnier als gelungen bewertet werden. Neben den zwei erreichten Normen sammelten die österreichischen Spieler wertvolle Erfahrung gegen starke internationale Konkurrenz. Auch auf dem ÖSB-Lichess-Account wurde über das Turnier berichtet, inklusive Analyse der Partien Dotzer - Subelj und Kozak - Balint.

Ergebnisse bei Chess-Results

ÖSB Lichess Blog

Live-Übertragung der Partien

Freedom24 Ladies Cup 2025 – Weltklasse-Frauen-Schach begeistert Wien

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Von 17. bis 19. Dezember 2025 stand Wien ganz im Zeichen des internationalen Frauenschachs. Beim Freedom24 Ladies Cup 2025 trafen sechs der weltweit stärksten Spielerinnen in den Disziplinen Schnellschach und Blitzschach aufeinander. Die Eröffnungsrunden wurden im festlichen Rahmen des Wiener Rathauses ausgetragen, während die Entscheidungspartien im Spiegelsaal des Hauses des Sports stattfanden. Als besondere Aufmerksamkeit an die Spielerinnen wurde die Siegerehrung in das weltberühmte 3-Sterne-Restaurant „Steirereck“ verlegt.

Als Ehrengast zur Eröffnung konnte Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig begrüßt werden, ein bekennender Schachfan, der vor Kurzem auch den XV. Weltmeister Vishy Anand im Wiener Rathaus begrüßt hat. Bürgermeister Ludwig führte auch den symbolischen ersten Zug des Turniers aus.

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Das hochklassig besetzte Einladungsturnier wurde von Freedom24 gesponsert und von Michael Stöttinger, Präsident des Österreichischen Schachbundes, organisiert. Die Idee, zwischen Frauenbundesliga und Rapid-&-Blitz-WM noch ein Turnier in Wien auszutragen, hatte ursprünglich FIDE-CEO Emil Sutovsky. Trotz der schon etwas knappen Zeit und der zu Weihnachten sehr gut gebuchten Bundeshauptstadt konnte das Turnier wie geplant umgesetzt werden. Der Freedom24 Ladies Cup bildete somit einen zusätzlichen sportlichen Höhepunkt im dicht gedrängten internationalen Turnierkalender zum Jahresende und unterstrich Österreichs Rolle als bedeutender Austragungsort für internationales Spitzenschach.

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Angeführt wurde das Teilnehmerinnenfeld von den ukrainischen Großmeisterinnen und Olympiasiegerinnen Anna Muzychuk und Mariya Muzychuk. Anna Muzychuk zählt zu den erfolgreichsten Spielerinnen der Schachgeschichte und war bereits Weltmeisterin im Blitz- und Schnellschach, während ihre Schwester Mariya 2015 den Titel der Frauen-Schachweltmeisterin errang. Ergänzt wurde das Feld durch die international erfahrene deutsche Großmeisterin Dinara Wagner, die slowenische Spitzenspielerin Laura Unuk, das junge internationale Ausnahmetalent Eline Roebers sowie die österreichische Nummer 1 Olga Badelka.

Alle Teilnehmerinnen standen unmittelbar vor dem Turnier in der Österreichischen Frauenbundesliga im Einsatz und nutzten den Freedom24 Ladies Cup als hochklassige Standortbestimmung und Vorbereitung. Bereits wenige Tage nach dem Turnier richtet sich der Fokus vieler Spielerinnen weiter nach vorne: Zwischen Weihnachten und Neujahr stehen bei der Schnell- und Blitzschach-Weltmeisterschaft in Dubai die nächsten internationalen Titelkämpfe auf dem Programm.

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Nach drei intensiven Turniertagen und zahlreichen spannenden Partien in beiden Spielformaten sicherte sich Dinara Wagner den Gesamtsieg des Freedom24 Ladies Cup 2025. Die Muzychuk-Schwestern bestätigten mit den Plätzen zwei und drei einmal mehr ihre Zugehörigkeit zur absoluten Weltspitze.

Gesamtwertung (Kombination aus Rapid und Blitz):
IM Dinara Wagner – 13,0 Punkte
GM Mariya Muzychuk – 12,0 Punkte
GM Anna Muzychuk – 11,5 Punkte
IM Eline Roebers – 10,5 Punkte
IM Laura Unuk – 8,0 Punkte
IM Olga Badelka – 5,0 Punkte

Großmeister Felix Blohberger übernahm die Kommentierung auf YouTube, wie immer sympathisch und professionell. Als Schiedsrichterin war Magdalena Judek aus Polen im Einsatz. Es war der erklärte Wunsch der Veranstalter, für ein Frauenturnier dieser Kategorie eine internationale Schiedsrichterin einzusetzen.


Foto: BMWET/Enzo Holey


Prominenter Besuch zum Finaltag

Zur letzten Runde des Turniers durfte der Freedom24 Ladies Cup weitere hochrangige Gäste begrüßen. Bundesminister Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer, FIDE-CEO Emil Sutovsky, FIDE Arbiter Chairman Dr. Ivan Syrovy sowie Freedom-„DACH“-Chef Dominik Mayr verfolgten die Finalpartien vor Ort im Spiegelsaal des Hauses des Sports. Für einen besonderen Akzent sorgte der Wirtschaftsminister selbst, der sich abseits des offiziellen Turniergeschehens in einer Freundschaftspartie gegen Olga Badelka an das Schachbrett setzte und damit sein persönliches Interesse am Schachsport unter Beweis stellte. Der Besuch der nationalen und internationalen Schach- und Sportprominenz verlieh dem Finaltag zusätzliche Aufmerksamkeit und unterstrich die Bedeutung des Turniers weit über die Fachwelt hinaus. Die Spielerinnen zeigten sich über die in Wien gebotenen Bedingungen begeistert, eine Fortsetzung ist jedenfalls gewünscht.

Fotos: BMWET/Enzo Holey


„Der Freedom24 Ladies Cup verbindet nationale und internationale Spitzenleistungen und bringt Weltklasse-Schach nach Wien. Er ist zugleich Bühne für Spitzensport, Werbung für Breitenschach und ideale Vorbereitung auf die kommenden Weltmeisterschaften. Die Entscheidung, ein Frauenturnier auszutragen, folgt aus dem klaren Bekenntnis des ÖSB zur Unterstützung des Mädchen- und Frauenschachs“, resümierte ÖSB-Präsident Michael Stöttinger. (wk, Fotos: BMWET/Enzo Holey / Johanna Seiser (Grandmaster)

Aktuelle Turnierinformationen, Paarungen und vollständige Ergebnisse sind online abrufbar unter:
https://www.chessmanager.com/en-us/tournaments/5077405628366848

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Die glückliche Dinara Wagner mit FIDE CEO Emil Sutovsky, ÖSB Präsident Michael Stöttinger und Freedom24 Dach - Chef Dominin Mayr

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Die Siegerehrung im „Steirereck“ sorgte für Begeisterung! Die Eigentümer - Birgit und Heinz Reitbauer - haben erfreulicherweise eine schachspielende Tochter (trainiert von Selina Jeitler!) - ein echtes Schachlokal somit 😉

Halbzeit beim GM-Turnier in Wien: Dotzer und Balint auf Normkurs

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Fünf Runden wurden beim Großmeister-Turnier im Haus des Sports bereits absolviert, und es gibt bereits den ein oder anderen Kandidaten für eine mögliche Norm. Besonders stark sticht die Leistung von IM Lukas Dotzer hervor, der in den ersten fünf Runden nur einen halben Punkt abgab und alle übrigen Partien gewinnen konnte.

Lukas startete mit Siegen gegen die IMs Baidetskiy und Culum, remisierte gegen GM Pechac und gewann anschließend eine beeindruckende Angriffspartie gegen GM Subelj. Nach fünf Runden weist er eine hervorragende Elo-Performance von 2846 auf und hat sehr gute Aussichten auf eine GM-Norm.

FM Balint startete mit Remisen gegen IM Borrmann und FM Ernst ins Turnier, konnte anschließend gegen GM Kozak und IM Fromm gewinnen und verlor lediglich in der vierten Runde gegen GM Pechac. Nach fünf gespielten Runden hat er eine Elo-Performance von 2526. Auch Valentin Baidetskiy hält sich mit 3 aus 5 Punkten die Chancen auf eine GM-Norm offen.

Für eine IM-Norm benötigen die Teilnehmer 4,5 Punkte, für eine Großmeister-Norm 6,5 Punkte.

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Weniger gut läuft das Turnier aus österreichischer Sicht bisher für Laurenz Borrmann (1 aus 5) und Robert Ernst (1.5 aus 5).

Nach fünf Runden hat das GM-Turnier in Wien die Halbzeit erreicht. Lukas Dotzer führt die Tabelle mit 4,5 Punkten an, gefolgt von Pechac (3,5 Punkte) sowie Subelj, Balint und Baidetskiy (jeweils 3 Punkte).

Die sechste Runde startete heute, am Samstag, dem 20.12., um 16:00. Die siebte und achte Partie ist um 15:00, nur die letzte Partie startet um 10:00. (fb)

Nationalspieler GM Felix Blohberger berichtet auf YouTube über das Turnier (Englisch): You-Tube Bericht Blohberger

Ergebnisse bei Chess-Results

Live-Übertragung der PartienLive Chess.com

Weltmeisterliches Training bringt Motivationsschub

Am 15. und 16. Dezember hatten wir gemeinsam mit sieben jungen Österreicherinnen und Österreichern die Gelegenheit, in Wien im Haus des Sports mit zwei Weltmeisterinnen zu trainieren. Die 15. Schachweltmeisterin, GM Mariya Muzychuk aus der Ukraine, berichtete am Montag über ihr eigenes Training und ihre Kindheit und gab uns viele wertvolle Tipps, wie man effizient trainiert und sich kontinuierlich verbessert. Beeindruckend war vor allem ihre Energie: Nach einigen Taktikbeispielen und spannenden Partien von Mariya waren wir alle bereits ziemlich müde – sie hätte hingegen sicher noch weitere sieben Stunden Training durchgehalten.

Bei einem gemeinsamen Abendessen hatte unsere Jugend anschließend die Möglichkeit, sich mit den Muzychuk-Schwestern auszutauschen und auch unseren ÖSB-Präsidenten kennenzulernen.

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Am Dienstag lernten wir dann von Mariyas älterer Schwester GM Anna Muzychuk, zweifacher Blitzweltmeisterin (2014 und 2016) sowie Schnellschachweltmeisterin 2016, viel darüber, wie man taktische Motive erkennt, Stellungen richtig analysiert und wann dynamisches Spiel angebracht ist. Zudem spielten wir zwei Stellungen aus ihren eigenen Partien aus, die Anna anschließend gemeinsam mit uns analysierte. Dabei ging sie sehr aufmerksam auf die Züge und Vorschläge unserer Spielerinnen und Spieler ein und erklärte anschaulich, wie man die richtigen Entscheidungen trifft.

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Diese beiden Tage waren äußerst inspirierend und haben unseren jungen Spielerinnen und Spielern viel Motivation für ihr weiteres Training und ihre Schachkarrieren mitgegeben. Wir danken dem österreichischen Schachförderverein und dem ÖSB herzlich für diese großartige Gelegenheit.

Gert Schnider und Martin Christian Huber (wk)