In Samarkand (Usbekistan) ist die 46. Schacholympiade eröffnet worden. Insgesamt nehmen 207 Teams im Open-Bewerb und 191 Mannschaften im Frauenbewerb teil. Die erste Runde verlief für die meisten favorisierten Mannschaften erwartungsgemäß, brachte aber auch bereits einige bemerkenswerte Überraschungen.
Für einen besonderen Auftakt sorgten die zeremoniellen ersten Züge von FIDE-Interimspräsident und fünffachem Weltmeister Viswanathan Anand sowie Vertretern des usbekischen Schachverbandes. Die Olympiade ist dabei nicht nur ein sportliches Großereignis, sondern auch ein Treffpunkt der Schachkulturen aus aller Welt. Die farbenprächtigen Mannschaftsoutfits und ein eigens eingerichteter EXPO-Bereich, in dem Spieler und Fans zusammentreffen, unterstreichen diesen besonderen Charakter.
Sportlich sorgte vor allem Thailand für eine Überraschung: Prin Laohawirapap bezwang am Spitzenbrett den indischen Topspieler Arjun Erigaisi mit den schwarzen Steinen. Indien kam dennoch zu einem 3:1-Mannschaftssieg. Auch das 2:2 von Botswana gegen das deutlich höher eingeschätzte Brasilien war eine der großen Überraschungen der Auftaktrunde.

Foto: FIDE
Österreichs Herren starteten in der Besetzung Felix Blohberger, Lukas Dotzer, Konstantin Peyrer und Valentin Baidetskyi mit einem 3:1-Sieg gegen Palästina. Den Ehrenpunkt für Palästina erzielte Ahmed Abdel Wahab am Spitzenbrett gegen Blohberger, dem in besserer Stellung ein Fehler unterlief, der eine Figur und schließlich die Partie kostete. Österreichs Frauen spielten ihre nominelle Überlegenheit beim 4:0 gegen Aruba deutlich aus. Im Einsatz waren Jasmin-Denise Schloffer, Chiara Polterauer, Emilia Deak-Sala und Elisabeth Hapala.
In der zweiten Runde standen zahlreiche Topstars erstmals am Brett. Der usbekische WM-Herausforderer Javokhir Sindarov führte sein Team zu einem klaren 3,5:0,5-Erfolg gegen Peru und sorgte mit einer spektakulären Kombination für eines der Highlights des Tages. Deutschland feierte mit Vincent Keymer einen überzeugenden 3,5:0,5-Sieg gegen Usbekistan 3. Titelverteidiger Indien musste sich gegen Indonesien hingegen mit einem hart umkämpften 2,5:1,5 begnügen; Weltmeister Gukesh wurde dabei vom erst 17-jährigen Indonesier Satria Duta auf Remis gehalten.
Auch in der Frauenkonkurrenz setzten die Favoritinnen erste deutliche Akzente. Indien, China, die USA und Gastgeber Usbekistan starteten mit überzeugenden Siegen. Für eine Überraschung sorgte Montenegro mit einem 2:2 gegen das an Nummer zwei gesetzte Georgien.

Alekseenko, Dotzer, Peyrer, Baidetskyi. Fotos: Emilia Castelao.
Das ÖSB-Frauenteam hatte gegen Neuseeland mehr Mühe als erwartet, kam aber in gleicher Besetzung wie in der ersten Runde zu einem 2,5:1,5-Erfolg. Den entscheidenden Punkt sicherte Elisabeth Hapala. Die Herren dominierten, angeführt von Kirill Alekseenko, gegen Südafrika und gewannen sicher mit 4:0.
Heute warten die ersten großen Kaliber. Die Schützlinge von Coach Ferenc Berkes treffen auf die Nummer drei des Turniers, Usbekistan. Die Frauen, gecoacht von Martin Christian Huber, bekommen es mit der Nummer zwölf, den Niederlanden, zu tun. (wk, Fotos: Emilia Castelao)
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Ergebnisse bei Chessresults
Vom 16. bis 27. September 2026 wird Samarkand zum Zentrum der internationalen Schachwelt. In der traditionsreichen usbekischen Stadt, die einst an der Seidenstraße als Treffpunkt von Kulturen, Ideen und Handelswegen diente, findet die 46. FIDE-Schacholympiade statt. Mit 208 Mannschaften im Open und 192 Teams im Frauenbewerb verzeichnet die Veranstaltung einen neuen Teilnehmerrekord. Noch nie zuvor waren bei einer Schacholympiade insgesamt 400 Nationalmannschaften am Start.
Über elf Runden werden die Olympiasieger ermittelt. Im Open zählt Titelverteidiger Indien ebenso zu den Favoriten wie die USA, China, Deutschland und Gastgeber Usbekistan. Auch im Frauenbewerb ist ein hochklassiges und ausgeglichenes Teilnehmerfeld zu erwarten. Die besondere Herausforderung der Olympiade liegt dabei nicht nur in der individuellen Spielstärke, sondern vor allem in der mannschaftlichen Konstanz: Über zwei Wochen gilt es, Runde für Runde geschlossen aufzutreten und auch in schwierigen Matches wichtige Mannschaftspunkte zu sammeln.

Titelverteidiger Indien
Der Österreichische Schachbund ist in Samarkand mit zwei ambitionierten Teams vertreten. Das Open-Team geht als Nummer 28 der Setzliste ins Turnier und wird von GM Ferenc Berkes als Kapitän betreut. Zum Aufgebot gehören GM Kirill Alekseenko, GM Felix Blohberger, GM Valentin Baidetskyi, IM Konstantin Peyrer und IM Lukas Dotzer. Mit einer starken Mischung aus internationaler Erfahrung und aufstrebenden österreichischen Spitzenspielern soll der Sprung unter die besten 30 Mannschaften gelingen.

Olga Badelka führt das ÖSB-Frauenteam an
Das österreichische Frauenteam ist auf Position 34 gesetzt und wird von Bundesfrauentrainer Martin Christian Huber begleitet. Die Mannschaft bilden IM Olga Badelka, WIM Jasmin-Denise Schloffer, WFM Emilia Deak-Sala, WIM Elisabeth Hapala und WFM Chiara Polterauer. Auch für das Frauenteam lautet das erklärte Ziel, sich in dem äußerst starken internationalen Feld unter den Top 30 zu behaupten.

Die Schacholympiade ist weit mehr als ein sportlicher Top-Event. Sie bringt Spielerinnen und Spieler, Trainer, Funktionäre und Schachfreunde aus nahezu allen Teilen der Welt zusammen und macht Samarkand für knapp zwei Wochen zur Hauptstadt des Weltschachs. Neben den beiden Hauptbewerben stehen die FIDE-Olympiade für Menschen mit Behinderungen sowie der FIDE-Kongress auf dem Programm. Präsident Michael Stöttinger wird den ÖSB beim Kongress vertreten, der angesichts der anstehenden Wahlen mit den drei Kandidaten Wadim Rosenstein, Jan Henric Buettner und Timur Turlov viel Spannung verspricht.

Interimspräsident Vishy Anand kandidiert im Ticket von Teimour Turlov
Für die österreichischen Mannschaften beginnt damit eine spannende Herausforderung auf höchstem internationalem Niveau. Der ÖSB wünscht beiden Teams viel Erfolg, starke Partien und möglichst viele Punkte auf dem Weg zu den angestrebten Top-30-Plätzen! (wk, Text-Info/Fotos: FIDE)
Zeitplan:
| Runde |
Datum |
Ortszeit |
MEZ |
| 1 |
16.09.2026 |
15:00 |
12:00 |
| 2 |
17.09.2026 |
15:00 |
12:00 |
| 3 |
18.09.2026 |
15:00 |
12:00 |
| 4 |
19.09.2026 |
15:00 |
12:00 |
| 5 |
20.09.2026 |
15:00 |
12:00 |
| 6 |
21.09.2026 |
15:00 |
12:00 |
| 7 |
23.09.2026 |
15:00 |
12:00 |
| 8 |
24.09.2026 |
15:00 |
12:00 |
| 9 |
25.09.2026 |
15:00 |
12:00 |
| 10 |
26.09.2026 |
15:00 |
12:00 |
| 11 |
27.09.2026 |
11:00 |
08:00 |
Turnierseite, FIDE
Ergebnisse bei Chess-Results
Schach wird immer jünger, Spitzenleistungen werden immer früher erbracht. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und früher ins gezielte Training einzusteigen, haben IM Martin Christian Huber und ich eine Trainingsgruppe für Mädchen U8–U12 ins Leben gerufen und dazu fünf motivierte und spielstarke Mädchen – Leonore Pichler (Jahrgang 2019), Maryna Feseniuk (2018), Viktoria Burstein (2017) sowie Avni Antolovic und Parinitha Hemanth Gowda (beide 2014) – eingeladen.
Am 13.9. gab es im ÖSB-Office im Haus des Sports das erste Treffen mit den Mädchen und ihren Eltern. Wir haben viele Aufgaben gelöst, Taktik- und Visualisierungstraining gemacht sowie ein paar Partien gespielt. Nach etwa fünf Stunden Training haben die beiden älteren Mädchen noch fleißig weiter geblitzt. Weitere Termine online und offline werden folgen.
Um weitere Talente zu entdecken und gezielt zu fördern, wird es nach den Österreichischen Jugendmeisterschaften im Schnell- und Blitzschach Ende Oktober in St. Veit auch ein Sichtungstraining für Mädchen und Jungs der Altersklassen U8 und U10 geben. (WK, Text/Fotos: Gert Schnider)
17 Schachfreunde trafen sich im Best Western Hotel am Walserberg zum Bulletturnier der ChessSports Association. Gespielt wurde im rasanten Modus 1 Minute + 2 Sekunden pro Zug – jeder gegen jeden. Und am Ende waren die „Mostis“ wieder einmal eine Klasse für sich: Florian Mostbauer holte sich mit 14 Punkten den Turniersieg vor Maximilian Mostbauer (13,5) und Nils Hake (13). Unter den Teilnehmern auch eine Legende des österreichischen Schachs - IM Harald Casagrande.
Eine große Talentprobe liegte der zehnjährige Oberösterreicher Benedikt Niedermayer ab, der auf Platz fünf landete und die beiden Internationalem Meister hinter sich ließ.
Ein großes Lob gebührt Harald Schneider-Zinner, der als Turnierleiter souverän durch den Bewerb führte und nebenbei selbst noch mitspielte. Ebenso ein Dankeschön an Günter Vorreiter, der als Turnierdirektor und Hausherr für den hervorragenden Spielort und beste Bedingungen sorgte.
Was besonders hängen bleibt: Fairness, Disziplin und eine wunderbar familiäre Atmosphäre. Genau so macht Schach Spaß, gerne mehr von solchen Turnieren! (wk, Text und Fotos: Peter Kranzl)
Ergebnisse
Ausgerechnet 64 Teilnehmer – da ist beste Schachatmosphäre garantiert! In der ersten und letzten Woche der Sommerferien ging es für 10- bis 18-jährige Schach-Enthusiasten auf die Mönichkirchner Schwaig bzw. nach Großschönau im Waldviertel zu den seit 35 Jahren bewährten Schachcamps von Martin Stichlberger.
Den weitesten Weg nach Niederösterreich hatten diesmal nicht die Jugendlichen aus Tirol, sondern sogar aus Deutschland, Spanien und Belgien. Und tatsächlich schnappte Diego Grosse aus Belgien beim großen Abschluss-Schnellschachturnier im Juli den heimischen Spielern knapp den Sieg weg.
Eine märchenhafte Geschichte: Denn bereits sein Vater war beim allerersten Schachimedes-Camp 1991 (!) unter den Top 3 des Turniers gelandet! Den August-Sieg holte sich der starke Wiener Sebastian Prummer (KJSV); er konnte damit seinen Vorjahrestitel souverän verteidigen.
Camp Juli: (7 Runden)
1. Diego GROSSE (Belgien) 6
2. Richard KNITTEL-TEMPL (Ottakring) 6
3. Paul WEINRICJHTER (SV BG 16) 5,5
4. Paula KNITTEL-TEMPL (Ottakring) 5,5
5. Vincent HERR (GRG 23) 5
6. Adrian KOPTA (SV BG 16) 4,5
7. Eloy KARASEK (Ottakring) 4,5
8. Daniil SUKHANOV (SK Parndorf) 4,5
9. Maximilian NEUHOLD (Ottakring) 4
10. Leo MITTERAUER (GRG 16) 4
Camp August: (7 Runden)
1. Sebastian PRUMMER (KJSV) 7
2. David SCHIRMBECK (Stockerau) 6
3. Gabriel WILDNER (AHS Wien-West) 4,5
4. Jonas REINSTALLER (SK Kufstein) 4,5
5. Frederic MORITZ (BRG 3) 4,5
6. Elias BALLIK (BRG 18) 4,5
7. Thorben SOFFA (Allersberger SC) 4,5
8. Eloy KARASEK (Ottakring) 4,5
9. Marilena SPANGL (Sieghartskirchen) 4
10. Georg PESCHKE (KJSV) 4
Natürlich geht es bei den Schachimedes-Camps um gutes Schach, aber eben bei Weitem nicht nur um Schach. Nach dem konzentrierten Training am Vormittag beginnt der Spaß: Blitzturnier, Mannschaftsturnier, Tandemschach und das legendäre „Schweinsturnier“ (mit explodierenden Feldern, Gummibärchen und rückwärtslaufenden Bauern) standen ebenso auf dem Programm wie Schatzsuche, Rätselrallye, Fußball, Volleyball, Kletterparcours, Schwimmen; abends folgten dann Karaoke, Mörderspiel, Werwolf sowie Spiele- und Quizabende. Apropos Quiz – finden Sie die abgekürzten Worte? a) 00 ist die kR b) 2841 EP hat MC c) 18446744073709551615 WK hätte es seinerzeit bedurft.
Für die Betreuer bedeutete das: viel Freude, wenig Schlaf. Das bewährte Trainerteam mit Ursula Fraunschiel, Veronika Exler (die live vom frischen Vizestaatsmeistertitel sowie ihrem Rauswurf aus dem Olympiateam berichtete), Selina Jeitler sowie den „Stichls“ Tim und Martin waren jedenfalls gefordert. Schach ist rund um die Uhr so präsent, dass (höchst erstaunlich!) sogar oft das Handy unwichtig wird! Aber: Schach darf nie das Einzige sein, denn schließlich sind ja – Ferien! (wk, Bericht und Fotos: Martin Stichlberger)
Link: Schachimedes (mit Fotogalerie)
Download Bericht (PDF mit Fotos)
Neben den beiden klassischen Open-Bewerben gab es heuer natürlich wieder das traditionelle Blitzturnier, erstmals auch ein Chess960-Schnellschachturnier und mit dem Gloggnitzer Supercup eine Gesamtwertung über das gesamte Schachwochenende. Damit war für alle, die vom Schach gar nicht genug bekommen konnten, reichlich Gelegenheit, Punkte zu sammeln und möglichst viele Partien zu spielen.
Was sich aber auch bei der 10. Auflage nicht geändert hat, war die angenehme Atmosphäre. Freundschaftlicher und fairer Umgang am Brett, viele bekannte Gesichter und auch einige neue Teilnehmer sorgten wieder für ein gelungenes Schachwochenende. Unser Schiedsrichter IA Kaweh Kristof hatte das Geschehen gewohnt souverän im Griff, diesmal mithilfe von Magdalena Mörwald, die ihre 2. ÖS-Norm bei uns absolvierte, während Franz und sein Team vom Gasthof Diewald einmal mehr dafür sorgten, dass zwischen den Partien niemand hungrig bleiben musste. Seit dem 8. Schwarzatal Open hat das Turnier in Raach eine Heimat gefunden, die mittlerweile einfach zum Turnier dazugehört.
Im A-Bewerb trafen 44 Spieler aufeinander, darunter erneut eine Reihe starker Titelträger und erfahrener Turnierspieler. Besonders erfreulich war dabei auch die große Leistungsdichte, die für spannende Entscheidungen bis zum Schluss sorgte. Ungeschlagen durchsetzen konnte sich der Turnierfavorit GM Andreas Diermair, der mit 4,5/5 vor FM Carlos Allaria Salgado mit 4, und Iliia Bohomolets Lunin mit ebenfalls 4 Punkten das Turnier für sich entschied.
Auch im B-Bewerb wurde bis zur letzten Runde um jeden halben Punkt gekämpft. Das Turnier war mit einer bunten Mischung aus Routiniers, Nachwuchsspielern und zahlreichen Spielern aus der Region wieder ein schönes Beispiel dafür, was das Schwarzatal Open ausmacht: Schachspieler aller Spielstärken verbringen gemeinsam ein Wochenende am Brett. Im B-Bewerb schaffte es Navid Bezaatpour sich mit ebenfalls 4,5 Punkten vor einen halben Punkt vor dem Zweitplatzierten Dr. Michael Peschl und dem Dritten Bernhard Wölfler durchzusetzen.
Ein besonderes Highlight des Jubiläums war natürlich das zusätzliche Rahmenprogramm. Das Blitzturnier sorgte am Donnerstagabend für schnelle Entscheidungen und jede Menge Action, während beim Chess960-Schnellschach am Samstag nicht nur die Spielstärke, sondern auch Kreativität und Improvisation gefragt waren. Gerade die ungewohnte Ausgangsstellung machte so manche Partie zu einer besonderen Herausforderung.
Mit dem Gloggnitzer Supercup gab es heuer außerdem erstmals eine Gesamtwertung über das gesamte Wochenende. Wer sowohl im Open als auch im Blitz- und Chess960-Turnier aktiv war, konnte zusätzlich Punkte sammeln - ein Anreiz, der von einigen Vielspielern natürlich gerne angenommen wurde. Die Wertung gewinnen konnte der Turniersieger aus dem A-Bewerb GM Andreas Diermair.
Nach fünf Tagen, zahlreichen Partien und einem Wochenende voller Schach bleibt vor allem eines: Das Jubiläumsopen hat gezeigt, dass das Schwarzatal Open auch nach zehn Auflagen nichts von seinem besonderen Charakter verloren hat. Von der ersten Partie am Mittwoch bis zu den letzten Entscheidungen am Sonntag wurde gekämpft, analysiert, diskutiert und gelacht!
Der Schachklub Gloggnitz bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, bei unserem Schiedsrichterteam Kaweh Kristof und Magdalena Mörwald, bei Franz und seinem Team vom Gasthof Diewald sowie bei allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Jubiläums beigetragen haben.
Die weiteren Turniertabellen, sowie Details von den anderen Bewerben sind auf ChessResults unter diesem Link zu finden: https://s3.chess-results.com/tnr1291777.aspx?lan=0&art=0&SNode=S0
Liebe Schachfamilie!
Ich freue mich besonders, euch heute die Ausschreibung für den PlusCity GrandPrix 2027 präsentieren zu dürfen. Wie immer haben wir uns bemüht, die Veranstaltung noch ein bisschen attraktiver zu machen, und das sollte uns ganz gut gelungen sein:
Terminlich dürfte der 27.-30. Mai 2027 sehr günstig sein, unmittelbar nach dem GrandSwiss der FIDE sollten zahlreiche Weltklassespieler für Blitz und Rapid verfügbar sein, der Feiertag am Donnerstag macht die Teilnahme auch für die Stammgäste aus dem Ausland wieder viel einfacher.
Als besonderen Höhepunkt darf ich die Teilnahme des XV. Weltmeisters und FIDE Deputy President Vishy Anand ankündigen: Vishy wird an allen 4 Turnieren teilnehmen und somit beide Einzel- und Teambewerbe (in einem VIP-Team) spielen. Auch beim Rahmenprogramm für die Schachjugend werden wir die Schachlegende integrieren und somit Turnierteilnehmern und Nachwuchs die Gelegenheit bieten, gegen einen der besten Schachspieler aller Zeiten anzutreten.
Wie immer werden im Rahmen des Open die österreichischen Team-Staatsmeisterschaften Rapid und Blitz ausgetragen, bei der Teilnehmerzahl rechnen wir nun mit jedenfalls 100 Teams und haben gerade die Team-Bewerbe auch bei den Kategoriepreisen weiter aufgewertet: Neben den besten Frauenteams gibt es nun auch eine eigene Kategorie für die besten Senioren (50+), ein Zeichen des Respekts für die vielen Hobby-Teams aus Österreich und den Nachbarländern, die seit Jahren teilnehmen.
Aufgrund des Feedbacks der Spielerinnen, Spieler und Schiedsrichter sowie den Beratungen der Veranstalter werden 2027 folgende Verbesserungen umgesetzt:
- Nur mehr 11 statt 13 Runden Blitz – das reicht völlig aus, um würdige Siegerinnen und Sieger zu küren.
- Nur mehr ein Ersatzspieler bei den Team-Bewerben, das sorgt für administrative Erleichterungen und schränkt niemanden ein.
- Starre Reihung nach Elo bei den Teambewerben, auch das sorgt für administrative Erleichterungen und schnellere Abwicklung der Runden.
- Ab jetzt auch 4 Preise pro Kategorie in den Blitzbewerben (nach dem Motto: besser zahlreichere als höhere Preise)
- Für alle Kategoriepreise: Ab 2027 werden in den Blitz-Bewerben die FIDE Blitz-Ratings, in den Rapid-Bewerben die FIDE Rapid Ratings zuerst herangezogen, bei jenen, die kein FIDE Blitz/Rapid Rating haben, gilt nun FIDE Standard vor AUT-Standard.
- Die FIDE Blitz & Rapid Ratings haben sich soweit entwickelt, dass wir die FIDE Standard-Ratings nicht mehr benötigen, um faire Bedingungen für die Kategoriepreise zu garantieren.
- Garantierte Teilnahme für bis zu 500 Spieler und 125 Teams – nach der Rekordteilnahme 2026 werden wir die Turnierfläche noch einmal vergrößern, aber mit 500 strikt begrenzen.
Es gilt First Come, First Served und wir empfehlen somit wie immer eine frühzeitige Anmeldung!
Das ganze PlusCity GrandPrix Team, allen voran Turnierdirektor Günther Mitterhuemer und Chief Arbiter Ivan Syrovy, freut sich bereits auf das größte und stärkste Blitz- und Rapidturnier Mitteleuropas 2027 und auf eure Teilnahme!
Damit verbleibe ich einstweilen mit sportlichen Grüßen,
Michael Stöttinger
Präsident
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Vom 22. bis 29. August 2026 fand im Haus der Begegnung in Innsbruck zum dritten Mal das TIROL OPEN statt. Spielerinnen und Spieler aus zahlreichen Nationen (13) lieferten sich spannende Duelle in drei Wertungsklassen. Im A-Open setzte sich GM Harshit Raja (IND) – wie schon im Vorjahr - punktegleich mit FM Tobias Kolb (GER) durch, wobei beide Spieler jeweils 7 Punkte erzielten. Mit dieser Leistung bewiesen beide ihre enorme Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer über das gesamte Turnier hinweg. Die Plätze drei und vier sicherten sich GM Niki Stanec (AUT) und GM Philipp Schlosser (GER) mit jeweils 6,5 Punkten und zeigten damit einmal mehr ihre Klasse bei internationalen Turnieren. Super Leistungen dann von den jungen Spielern FM Timur Kocharin (GER), FM Arthur Kruckenhauser (AUT) und Elia Cafasso (AUT). Gleichzeitig wurde die Tiroler Einzelmeisterschaft ausgetragen, bei der FM Arthur Kruckenhauser (Schach ohne Grenzen) den Landesmeistertitel vor Noah Benedikt (5,5 Pkte, SC Absam) und Philip Hengl (5,5 Pkte, SC Absam) errang.
Auch im B-Open ging es eng her: Marcel Auer (AUT) gewann mit 7 Punkten. Punktegleich erspielte sich Stefano Damele (ITA) den zweiten Rang. Den dritten Platz belegt der Tiroler Jugendspieler Christoph Neuhauser - Pokal, Preisgeld und ein Geschenk (Chessbase-DVD) von FM Raja ließen Christoph strahlen. Die Frauen-Plätze belegten Milana Hyassat, vor Magdalena Wielander und Vanessa Heinrich (alle AUT).
Die Gruppe C wurde tollerweise von einem Tiroler Jugend-Spieler gewonnen: Julian Strasser erspielte 7 Punkte, vor Omer Hogr (AUT) und einem weiteren Tiroler Kaderspieler Luka Schwarzl. Die Frauen-Plätze erspielten Violetta Hyassat, Mia Oberleiter und Andrea Ihnen (alle AUT).
Der Landesverband Tirol blickt auf ein rundum gelungenes Turnier zurück und freut sich, dass das Tirol Open auch 2027 wieder in den letzten beiden Augustwochen im Haus der Begegnung in Innsbruck stattfinden wird. (WK, Text: Ina Anker, Fotos: LV Tirol)
Turnierseite LV-Tirol, Ergebnisse Chess-Results

Am 20. September lädt der 1. Halleiner Schachklub zum Halleiner Schnellschachturnier 2026 ins Gemeindezentrum Rif-Taxach ein. Gespielt werden sieben Runden im Schweizer System.
Schnelles Spiel, kurze Bedenkzeit und attraktive Preise: Am Sonntag, dem 20. September 2026, steht in Hallein ein Turniertag ganz im Zeichen des Schnellschachs. Das Halleiner Schnellschachturnier beginnt um 10:00 Uhr, die Anwesenheitskontrolle findet ab 9:30 Uhr statt.
Auf dem Programm stehen sieben Runden nach Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 3 Sekunden pro Zug. Das Turnier wird mit Swiss-Manager ausgewertet und zählt zur österreichischen Elowertung im Schnellschach. Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler mit einer ÖSB-Personennummer.
Auch bei den Preisen ist für Spannung gesorgt: Die drei Erstplatzierten erhalten 150, 100 und 75 Euro in bar. Für die besten drei U16-Spieler gibt es Gutscheine im Wert von 40, 30 und 20 Euro. Zusätzlich werden Preise für die besten Spielerinnen bzw. Spieler unter 1500 Elo (40 Euro) und unter 1300 Elo (30 Euro) vergeben. Pro Teilnehmer kann nur ein Preis gewonnen werden.
Das Nenngeld beträgt 15 Euro, für Schüler und Jugendliche U16 10 Euro. Anmeldungen sind bis 18. September 2026 per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.
Austragungsort ist das Gemeindezentrum Rif-Taxach, Rifer-Hauptstraße 37, 5400 Hallein. Die Turnierleitung übernimmt Berti Rudolf MAS, als Schiedsrichter ist RS Felix Kipman im Einsatz. (wk, Info/Foto: R. Berti)
Ergebnisse auf Chess-Results, Ausschreibung
Die Staatsmeisterschaft 2026 endet mit der Titelverteidigung von Dominik Horvath. In einem packenden Titelkampf setzt sich der Burgenländer knapp gegen Laurenz Borrmann und Valentin Baidetskyi durch. Borrmann gelingt mit einer sensationellen Leistung eine GM-Norm. Den Titel der Frauen gewinnt Olga Badelka souverän vor Veronika Exler und Oberösterreichs Nachwuchshoffnung Alina Donets. Das Oberbank Open sichert sich der Deutsche Ruben Gideon Köllner. Die Challenger für die Staatsmeisterschaft 2027 sind Jakob Postlmayer, Florentin Stickler und David Schernthaner.

In der siebenten Runde legt Borrmann gegen Lukas Leisch mit Schwarz seinen vierten Sieg nach und ist damit nicht nur weiterhin alleiniger Spitzenreiter, sondern auch auf GM-Norm-Kurs. Horvath bleibt ihm mit einem Sieg gegen Stefan Kindermann auf den Fersen, während Baidetskyi gegen Bohberger remisiert und etwas an Boden verliert. Dotzer feiert gegen Florian Schwabeneder seinen zweiten Sieg.
Die achte Runde bringt, wie schon die vierte, drei Weißsiege. Baidetskyi gewinnt gegen Schwabeneder, Horvath gegen Dotzer und Ernst gegen Leisch. Horvath schließt an der Spitze zu Borrmann auf, der es gegen Kindermann verabsäumt, die GM-Norm vorzeitig zu sichern. Eine Gewinnstellung entgleitet ihm und endet schließlich im Remis.
Spannung prägt die Schlussrunde. Blohberger und Kindermann kommen gegen Leisch und Ernst mit ihren ersten Siegen zu einem versöhnlichen Abschluss. Im Kampf um den Titel wählt Borrmann gegen Dotzer in leicht besserer Stellung eine Abwicklung, die forciert zu einer Zugwiederholung führt und ihm die GM-Norm sichert. Ein sensationeller Erfolg für den eloschwächsten Teilnehmer des Turniers. Horvath bemüht sich gegen Schwabeneder lange um den Sieg, muss sich aber mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Die bessere Zweitwertung bringt ihm trotzdem die Titelverteidigung. Borrmann darf sich über Silber freuen, Baidetskyi über Bronze. Auf den Plätzen folgen Blohberger (5 Punkte) und Dotzer (4,5) vor Ernst (4), Kindermann und Balint (je 3,5), Leisch (3) und Schwabeneder (2,5).
Im Oberbank Open lässt sich der Deutsche Köllner in den Schlussrunden mit Remisen gegen Badelka und Stickler den Sieg nicht mehr nehmen. Auf den Plätzen zwei bis vier landen punktegleich Postlmayer, Stickler und Schernthaner. Sie lösen damit die Tickets als Challenger für die Staatsmeisterschaft 2027.
In der Gruppe der Spielerinnen und Spieler mit jeweils sechseinhalb Punkten landet Olga Badelka auf dem sechsten Gesamtrang und gewinnt damit den Staatsmeistertitel der Frauen. Die Silbermedaille holt sich Veronika Exler mit sechs Punkten, Bronze geht an die Lokalmatadorin Alina Donets (5 Punkte). Sie überschreitet während der Meisterschaft die 2100-er Elogrenze und ist mit 12 Jahren die jüngste WFM Österreichs. Auf den Plätzen folgen Emilia Deak-Sala und Chiara Polterauer (je 5), Reka Horvath (4,5) sowie Nino Urbanec, Katharina Pötscher, Lea Stadlinger und Parinitha Hemanth Gowda (alle 4).

Die Organisation wurde mit Unterstützung von ÖSB-Präsident Michael Stöttinger vom Landesverband Oberösterreich, angeführt von Präsident Günter Mitterhuemer, wieder bestens durchgeführt.Die Siegerehrung haben Dominik Mayr (Freedom 24) und Präsident Michael Stöttinger vorgenommen. Ein großer Dank gilt den Sponsoren, allen voran der Oberbank, Freedom24, dem Österreichischen Schachförderverein und dem Linzer Brucknerhaus, ohne deren Unterstützung ein Event in dieser Form nicht möglich wäre. (wk: Fotos: Chris Holzinger)
Ergebnisse auf Chessresults: Staatsmeisterschaft, Challenger
Fotos: Johanna Seiser, Chris Holzinger, Peter Kranzl: Fotos, Video 1, Video 2
Live-Übertragung (Partien)
ChessBase: Staatsmeisterschaft, Challenger
Chess.com
Lichess: Staatsmeisterschaft, Challenger