Drei Runden sind bei den Staatsmeisterschaften in der Linzer Oberbank gespielt – und das Turnier hat bereits für einige Überraschungen gesorgt.
Gleich in der ersten Runde sorgten die beiden Letztgesetzten für Aufsehen. Robert Ernst feierte in einem prestigeträchtigen Duell einen Sieg gegen Lukas Dotzer, während Laurenz Borrmann gegen Lokalmatador Florian Schwabeneder den ganzen Punkt holte. Alle anderen Partien endeten mit Remis, darunter auch das Duell zwischen Felix Blohberger und Stefan Kindermann. Blohberger analysierte seine Partie anschließend ausführlich auf seinem YouTube-Kanal.
In der zweiten Runde legte Robert Ernst nach und feierte gegen Florian Schwabeneder seinen zweiten Sieg im Turnier. Gleichzeitig war es der erste Schwarzsieg der Staatsmeisterschaft. Ernst war damit der einzige Spieler, der in dieser Runde einen vollen Punkt holte.
In der dritten Runde wurde der Siegeslauf von Robert Ernst schließlich von Titelverteidiger Dominik Horvath gestoppt. Horvath gewann mit Schwarz und liegt nach drei Runden gemeinsam mit Ernst und Borrmann an der Spitze. Dahinter folgt gleich eine große Verfolgergruppe: Valentin Baidetskyi, Lukas Leisch, Stefan Kindermann, Peter Balint und Felix Blohberger haben bisher jede ihrer drei Partien remisiert und halten damit ebenfalls bei 1,5 Punkten.
Lukas Dotzer hält nach drei Runden bei einem Punkt. Florian Schwabeneder konnte in der dritten Runde erstmals anschreiben: Gegen Felix Blohberger erkämpfte sich der Lokalmatador mit Schwarz ein Remis.
Auch im Challenger ist das Rennen um die Spitzenplätze nach drei Runden noch völlig offen. Gleich neun Spieler sind weiterhin ohne Punkteverlust. Olga Badelka liegt mit einem halben Punkt Rückstand an der Spitze der Verfolgergruppe und führt gleichzeitig die Wertung der Staatsmeisterschaft der Frauen an.
Für Spannung ist damit weiterhin gesorgt – sowohl im Kampf um den Staatsmeistertitel als auch im Challenger bleibt nach drei von neun Runden noch alles offen. (wk)
Ergebnisse Chessresults: Staatsmeisterschaft, Challenger
Fotos: Johanna Seiser
Live-Übertragung
ChessBase: Staatsmeisterschaft, Challenger
Chess.com
Lichess: Staatsmeisterschaft, Challenger
Die 12-jährige Alina Donets und die 14-jährige Josephina Akiko Brunner liefern tolle Talentproben ab. Österreichs Mädchenschach befindet sich im Aufschwung und unsere beiden besten Spielerinnen haben gerade tolle Turnierergebnisse geliefert.
Im Juli konnte die 14-jährige Josephina Akiko Brunner beim 45. Internationalen Schachopen in St. Veit als Startnummer 103 mit 5 aus 9 den 52. Rang erreichen und damit 79 Elopunkte gewinnen.
Anfang August toppte die erst 12-jährige Alina Donets das noch deutlich und wurde beim 39. Sonnenterassenopen im Turnier unter 2100 Elo mit 7,5 aus 9 sensationell Zweite mit einer Eloleistung von 2220 und einem Zugewinn von 124 Elos.
Und nun beim soeben (15. August) zu Ende gegangenen Faaker See Open meldete sich Josephina wieder kräftig zu Wort und erreichte im A-Turnier mit 6,5 aus 9 den hervorragenden 6. Platz und ein Eloplus von 60 Punkten.
Alina spielt nun auch schon wieder, diesmal beim Oberbank Open in Linz, in dem auch die Frauen Staatsmeisterschaft 2026 ausgetragen wird. In Runde 1 konnte sie ihre tolle Form eindrucksvoll bestätigen und besiegte einen deutlich elostärkeren Gegner.
Gratulation und weiter so! (wk, Text/Foto: Gert Schnider)
Link:
Bericht mit kommentierten Partien auf Lichess
Ab morgen dreht sich im Oberbank-Donauforum in Linz wieder eine Woche lang alles um die österreichischen Staatsmeisterschaften im Standardschach. Vom 15. bis 23. August wird um Titel, Qualifikationen und ein Gesamtpreisgeld von fast 35.000 Euro gekämpft. Die Staatsmeisterschaft selbst ist mit 14.800 Euro dotiert, im parallel ausgetragenen Oberbank-Challenger-Open kommen weitere 20.000 Euro hinzu.
Im Zentrum steht erneut das Rundenturnier der Staatsmeisterschaft. Zehn Spieler kämpfen in neun Runden um den Titel. Angeführt wird das Feld von den beiden Großmeistern Dominik Horvath und Felix Blohberger, die mit Elozahlen von 2563 bzw. 2560 auch die beiden Topgesetzten sind. Dahinter folgen die Internationalen Meister Valentin Baidetskyi, Lukas Dotzer, Stefan Kindermann, Florian Schwabeneder und Lukas Leisch. Komplettiert wird das hochkarätige Teilnehmerfeld durch FM Peter Balint, FM Robert Ernst und IM Laurenz Borrmann. Der Titelkampf verspricht damit ein ausgesprochen ausgeglichenes Rennen.

Titelverteidiger Domink Horvath
Parallel dazu startet das Oberbank-Challenger-Open, das mit 103 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus zahlreichen Ländern erneut stark besetzt ist. An der Spitze der Setzliste stehen IM Ruben Gideon Köllner aus Deutschland, IM Jakob Postlmayer und GM Gerald Hertneck. Auch die österreichischen Nachwuchsspieler David Schernthaner, Daniel Kristoferitsch und Julian Leitgeb zählen zum erweiterten Favoritenkreis. Für zusätzliche Spannung sorgt die besondere Bedeutung des Turniers: Die drei bestplatzierten Spieler mit österreichischer FIDE-ID erhalten das Recht, 2027 im Rundenturnier der Staatsmeisterschaft zu spielen. Auf den Sieger warten 2.500 Euro, insgesamt werden im Open 20.000 Euro ausgeschüttet.
Auch die Frauen-Staatsmeisterschaft wird innerhalb des Challenger-Opens ausgetragen. Mit IM Olga Badelka, WIM Veronika Exler, WFM Emilia Deak-Sala und WFM Chiara Polterauer sind vier starke Spielerinnen ganz vorne in der Setzliste zu finden. Insgesamt sind zahlreiche österreichische Spielerinnen im Feld vertreten. Für die neue Staatsmeisterin stehen 2.000 Euro Preisgeld bereit, zusätzlich erhalten die zehn bestplatzierten Teilnehmerinnen jeweils einen Quartierkostenzuschuss von 500 Euro.

Titelverteidigerin Veronika Exler
Gespielt wird im klimatisierten Oberbank-Donauforum an der Linzer Donaulände – damit stehen auch bei sommerlichen Temperaturen beste Bedingungen für Spielerinnen, Spieler und Besucher zur Verfügung. Die Eröffnung beginnt morgen um 14:30 Uhr, die erste Runde folgt um 15:00 Uhr. Die weiteren Runden starten täglich um 15:00 Uhr, die Schlussrunde findet am Sonntag, 23. August, bereits um 10:00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Die Partien werden live übertragen.
Ermöglicht wird das hochklassige Turnier durch die Unterstützung des Oberösterreichischen Schachverbandes und der Partner des Österreichischen Schachbundes, allen voran Freedom24 und der Österreichische Schachförderverein. Die Staatsmeisterschaften im Oberbank-Donauforum zählen damit auch heuer zu den Höhepunkten des österreichischen Schachjahres. (wk)
Ergebnisse Chessresults: Staatsmeisterschaft, Challenger
Fotos: Johanna Seiser
Live-Übertragung
ChessBase: Staatsmeisterschaft, Challenger
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Lichess: Staatsmeisterschaft, Challenger
Für das kommende Schuljahr ab September sucht die Schüleraustausch-Organisation AFS noch Gastfamilien in Österreich, die für 3 oder 6 Monate einen jungen Menschen aus einem anderen Land bei sich aufnehmen. Da es dieses Jahr einige Jugendliche gibt, die leidenschaftlich gerne Schach spielen, wären sie besonders gut bei einer Familie, die das auch gerne macht, aufgehoben.
Konkret geht es um:
• Oskar aus der Türkei, Trimesterprogramm (3 Monate)
https://d22dvihj4pfop3.cloudfront.net/wp-content/uploads/sites/33/2026/03/11092334/TUR-Oskar-Steckbrief.pdf
• Benni aus Ägypten, Semesterprogramm (6 Monate)
https://d22dvihj4pfop3.cloudfront.net/wp-content/uploads/sites/33/2026/04/15103726/EGY-Benni-Steckbrief.pdf
Falls Ihr Interesse geweckt wurde und Sie Ihr Zuhause für ein paar Monate öffnen und ein internationales "Familienmitglied" auf Zeit aufnehmen möchten, finden Sie die Kontaktmöglichkeiten in den Steckbriefen. (ssc, Text: Laura Tarmastin)
Am Samstag, 12. September 2026, findet am Walserberg bei Salzburg eine Fortbildung für Trainerinnen und Trainer sowie Instruktorinnen und Instruktoren statt. Von 10:30 bis 17:00 Uhr stehen insgesamt acht Einheiten mit praxisnahen Themen für den Trainingsalltag auf dem Programm.
Als Referenten konnten Philipp Müller, A-Trainer und FIDE-Trainer sowie Landestrainer des Landesverbands Salzburg, und Harald Schneider-Zinner gewonnen werden. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der effektive Einsatz von Chessable & Co. im Vereinstraining, Erfahrungen aus internationalen Meisterschaften, das U8-Sichtungsmodell in Deutschland sowie die Planfindung in statischen und dynamischen Stellungen.
Die Fortbildung findet im Best Western Hotel am Walserberg statt. Anmeldungen sind bei Harald Schneider-Zinner unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. (ssc)
Ausschreibung
Ein Neustart mit Erfolg
Nach Jahren als EUYCC und Steirische Open ging das Turnier heuer erstmals als 1. Internationales Jugendschachturnier Mureck über die Bühne – mit einem neuen, offeneren Format: Gruppe A als offene U18-Wertung mit erstmals garantierten Geldpreisen und Gruppe B für Spielerinnen und Spieler bis U14 bzw. 1600 Elo. Der neu eingeführte Delegationsbonus und die verbesserte Unterkunftssituation (das Ferienlager zog vom Jugendgästehaus ins zentral am Hauptplatz gelegene Lehrlingshaus um) verbesserten sichtbar die Stimmung aller Beteiligten: 74 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Nationen – Österreich, Estland, Finnland, Ungarn, Rumänien, Slowenien und Zypern – kämpften neun Runden lang im Schweizer System um Punkte, Pokale und Preisgeld.
Als besonderes Highlight des Rahmenprogramms stand GM Markus Ragger den jungen Spielerinnen und Spielern als Gasttrainer zur Verfügung. Ergänzt wurde das Turnier durch das traditionelle Blitzturnier am 4. August sowie einen Ausflug in den Motorikpark Gamlitz am 6. August.
Gruppe A (Open U18) - 41 Spieler
Bemerkenswert: Der Turniersieg ging an einen Spieler, der eigentlich zu den Jüngsten im Feld zählte. Der erst zwölfjährige Jakob Krajnc aus Slowenien setzte sich mit 7 aus 9 Punkten und der besseren Feinwertung gegen ein Feld voller älterer und höher gerateter Gegner durch – eine der schönsten Geschichten des Turniers.
Bestes Mädchen: Katharina Pötscher (Gratwein-Straßengel, AUT), U18, 5,5 Punkte, Rang 10.
Auffällig war auch das starke Abschneiden der Nachwuchskategorien: Gleich drei der Top 5 kamen aus der U12/U14-Altersklasse und mischten damit die offene Wertung kräftig auf.
Gruppe B (U14/U1600) - 33 Spieler
Ähnlich spannend verlief die Entscheidung in Gruppe B: Der zehnjährige Jakob Levicar Magiera aus Slowenien gewann souverän mit 7,5 aus 9 Punkten vor Timo Schwarz und Marton Gergo Szobonya.
Bestes Mädchen: Caroline Schlossnikl, U12, 6 Punkte, Rang 4 – zugleich das beste Ergebnis einer Spielerin im gesamten Turnier.
3. Internationales Blitzturnier (4. August 2026)
Im Rahmenprogramm wurde traditionell auch der beste Blitzspieler bzw. die beste Blitzspielerin des Turniers ermittelt – 11 Runden im Schweizer System, 3 Minuten plus 2 Sekunden pro Zug. Matteo Gstrein rundete damit eine starke Turnierwoche ab: Nach Rang 4 in Gruppe A sicherte er sich mit 10,5 aus 11 Punkten den Blitztitel und ließ das Feld weit hinter sich.
Fazit
Das neue Format hat sich bewährt: ein international besetztes Turnier mit spannenden Geschichten – allen voran die Siege zweier U12- bzw. U10-Spieler in den jeweils offenen Wertungsgruppen. Die Kombination aus Turnier, Rahmenprogramm und dem parallel stattfindenden Ferienlager im neu bezogenen Lehrlingshaus kam positiv an.
Ausblick: Nächstes Jahr wechseln wir den Austragungsort nach Graz – voraussichtlich Ende August 2027. Infos dazu folgen demnächst. (ssc, Text: Philipp Raeke, Fotos: Paul Wendl)
Rangliste Group A
Rangliste Group B
Fotos
Wer ein Turnier zur internationalen Eloauswertung anmelden möchte, sollte bereits im Vorfeld einige wichtige Voraussetzungen beachten. Nur wenn diese erfüllt sind, kann das Turnier von der FIDE gewertet werden.
Die vollständigen Richtlinien befinden sich hier: Richtlinien FIDE-Wertung
Die wichtigsten Punkte im Überblick
1. Turnier rechtzeitig anmelden
Turniere, die für die FIDE-Eloauswertung vorgesehen sind, müssen spätestens sieben Tage vor Turnierbeginn per E-Mail beim FIDE-Rating Officer des ÖSB angemeldet werden. Bei Turnieren mit Turnierschach-Bedenkzeit, bei denen entweder eine Person mit mehr als 2700 FIDE-Standard-Ratingpunkten (Frauen: mehr als 2500) teilnimmt und/oder Spielernormen erreicht werden können, hat die Anmeldung jedoch spätestens fünf Wochen vor Beginn der ersten Runde per E-Mail beim FIDE-Rating Officer des ÖSB zu erfolgen.
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Jede Gruppe eines Events zählt als eigenes Turnier (Open A, Open B, etc.)
Tipp: Ob ein Turnier bereits angemeldet wurde, kann hier überprüft werden:
https://ratings.fide.com/rated_tournaments.phtml?country=AUT
2. Alle Teilnehmenden benötigen eine FIDE-ID
Alle Spielerinnen und Spieler, die im Turnier gemeldet werden, müssen über eine gültige FIDE-ID verfügen.
Tipp: Wenn bereits eine PNR vorhanden ist, kann die FIDE-ID bequem hier beantragt werden:
https://chess-results.com/OesbAnmeldung.aspx?art=4
3. Ohne rechtzeitige Anmeldung und FIDE-ID keine FIDE-Auswertung
Sind diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllt, kann das Turnier nicht international Elo-gewertet werden.
4. Änderungen bitte umgehend melden
Änderungen bei Turniertermin, Schiedsrichterteam oder Turniersystem sind unverzüglich per E-Mail bekanntzugeben.
Auch Korrekturen von Ergebnissen oder Spielerdaten nach Turnierende müssen gesondert per E-Mail gemeldet werden. (ssc)
Harald Schneider-Zinner gehört zu jener seltenen Gruppe von Schachautoren, deren Werke nicht aus einer nachträglichen Kommentierung der eigenen Turnierkarriere entstanden ist, sondern unmittelbar aus der täglichen Trainingspraxis. Seine ChessBase-Kurse spiegeln zudem seine Arbeit als Trainer wider, da bewusst auch Partien von relativ schwächeren Spielern hinzugezogen werden. Lukas Köpl hat sich seine Werke für ChessBase vorgenommen und diese anhand von Schwerpunkten gruppiert. (ssc, Text: Lukas Köpl, Fotos: ChessBase)
Weiterführender Beicht auf ChessBase
Das internationale Schachturnier in Mureck ist am 1. August erfolgreich gestartet. 74 Kinder aus 6 Nationen kämpfen um Punkte in den Gruppen A und B.
Einen kleinen Dämpfer gab es bereits am ersten Tag, als unser Schiedsrichter Paul Wendl krankheitsbedingt wieder abreisen musste – er fehlt seitdem als Schiedsrichter und für die Liveübertragung. Diese Aufgaben übernimmt nun Philipp Raeke, unterstützt von Daniel Kölber aus dem Ferienlager.
Davon abgesehen läuft bei bestem Wetter alles nach Plan. Das begleitende Ferienlager verzeichnet heuer mehr Teilnehmer aus ganz Österreich als in den Vorjahren. Es wird eifrig gespielt, und auch das Schachtraining kommt nicht zu kurz – eine Gruppe freut sich bereits auf das Training mit GM Markus Ragger. (ssc, Text: Philipp Raeke, Bild: Philipp Raeke)
Ergebnisse & Paarungen: chess-results.com
Liveübertragung: LiChess
Vom 26. Juli bis 1. August fand in Pardubice (Tschechien) die European Youth Team Chess Championship in den Kategorien U12 und U18 (Open und Girls) statt. Österreich war im U18-Open-Bewerb mit Peter Balint, Florentin Stickler, Julian Leitgeb und Theodor Gold vertreten. Das Team ging als Nummer 10 der Setzliste unter 18 Mannschaften ins Turnier.
In der ersten Runde wartete mit der Ukraine der Topfavorit des Turniers. Am Spitzenbrett traf Peter Balint auf den Europameister GM Roman Dehtiarov, der den Großmeistertitel als Direkttitel für seinen Europameistertitel verliehen bekam. Lediglich Theodor Gold gelang ein Remis, sodass sich die Ukraine mit 3,5:0,5 durchsetzte.

In den Runden zwei und vier wurde Österreich seiner Favoritenrolle gerecht und feierte Mannschaftssiege gegen die Slowakei sowie Tschechien 2. Dazwischen setzte es eine Niederlage gegen Polen, ehe in der fünften Runde mit einem 2:2 gegen das favorisierte Tschechien ein Mannschaftpunkt eingesammelt werden konnte.
Die beiden abschließenden Runden verliefen unglücklich: Gegen Slowenien und Israel musste sich das österreichische Team jeweils knapp mit 1½:2½ geschlagen geben. Dadurch fiel Österreich in der Endtabelle noch auf den 14. Platz zurück.
Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Peter Balint. Mit 5,5 Punkten erzielte er am Spitzenbrett eine herausragende Performance von 2599 Elo und gewann 16 Elo-Punkte hinzu. Damit war er der erfolgreichste Spieler am ersten Brett der gesamten Meisterschaft - eine Leistung auf Großmeisterniveau. Zwei seiner besten Partien sind auf unserem Lichess-Account OesterreichSchach vorgestellt.
Neben dem sportlichen Programm blieb wenig Zeit zur Erholung: Bei einem kurzen Ausflug zur nördlich von Pardubice gelegenen Burg Kunětická Hora konnte das Team etwas Energie tanken.
Den Europameistertitel sicherte sich schließlich die Ukraine vor der Türkei und Tschechien. (ssc, Bilder: Gert Schnider)
Endstand:
🥇Ukraine
🥈Türkei
🥉Tschechien
Alle Ergebnisse und Endtabelle: chess-results.com
Homepage Veranstalter
Live-Übertragung: LiChess, Chess.com

Die österrreichische Delegation vor der Burg Kunětická Hora