Für das kommende Schuljahr ab September sucht die Schüleraustausch-Organisation AFS noch Gastfamilien in Österreich, die für 3 oder 6 Monate einen jungen Menschen aus einem anderen Land bei sich aufnehmen. Da es dieses Jahr einige Jugendliche gibt, die leidenschaftlich gerne Schach spielen, wären sie besonders gut bei einer Familie, die das auch gerne macht, aufgehoben.
Konkret geht es um:
• Oskar aus der Türkei, Trimesterprogramm (3 Monate)
https://d22dvihj4pfop3.cloudfront.net/wp-content/uploads/sites/33/2026/03/11092334/TUR-Oskar-Steckbrief.pdf
• Benni aus Ägypten, Semesterprogramm (6 Monate)
https://d22dvihj4pfop3.cloudfront.net/wp-content/uploads/sites/33/2026/04/15103726/EGY-Benni-Steckbrief.pdf
Falls Ihr Interesse geweckt wurde und Sie Ihr Zuhause für ein paar Monate öffnen und ein internationales "Familienmitglied" auf Zeit aufnehmen möchten, finden Sie die Kontaktmöglichkeiten in den Steckbriefen. (ssc, Text: Laura Tarmastin)
Am Samstag, 12. September 2026, findet am Walserberg bei Salzburg eine Fortbildung für Trainerinnen und Trainer sowie Instruktorinnen und Instruktoren statt. Von 10:30 bis 17:00 Uhr stehen insgesamt acht Einheiten mit praxisnahen Themen für den Trainingsalltag auf dem Programm.
Als Referenten konnten Philipp Müller, A-Trainer und FIDE-Trainer sowie Landestrainer des Landesverbands Salzburg, und Harald Schneider-Zinner gewonnen werden. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der effektive Einsatz von Chessable & Co. im Vereinstraining, Erfahrungen aus internationalen Meisterschaften, das U8-Sichtungsmodell in Deutschland sowie die Planfindung in statischen und dynamischen Stellungen.
Die Fortbildung findet im Best Western Hotel am Walserberg statt. Anmeldungen sind bei Harald Schneider-Zinner unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. (ssc)
Ausschreibung
Ein Neustart mit Erfolg
Nach Jahren als EUYCC und Steirische Open ging das Turnier heuer erstmals als 1. Internationales Jugendschachturnier Mureck über die Bühne – mit einem neuen, offeneren Format: Gruppe A als offene U18-Wertung mit erstmals garantierten Geldpreisen und Gruppe B für Spielerinnen und Spieler bis U14 bzw. 1600 Elo. Der neu eingeführte Delegationsbonus und die verbesserte Unterkunftssituation (das Ferienlager zog vom Jugendgästehaus ins zentral am Hauptplatz gelegene Lehrlingshaus um) verbesserten sichtbar die Stimmung aller Beteiligten: 74 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sieben Nationen – Österreich, Estland, Finnland, Ungarn, Rumänien, Slowenien und Zypern – kämpften neun Runden lang im Schweizer System um Punkte, Pokale und Preisgeld.
Als besonderes Highlight des Rahmenprogramms stand GM Markus Ragger den jungen Spielerinnen und Spielern als Gasttrainer zur Verfügung. Ergänzt wurde das Turnier durch das traditionelle Blitzturnier am 4. August sowie einen Ausflug in den Motorikpark Gamlitz am 6. August.
Gruppe A (Open U18) - 41 Spieler
Bemerkenswert: Der Turniersieg ging an einen Spieler, der eigentlich zu den Jüngsten im Feld zählte. Der erst zwölfjährige Jakob Krajnc aus Slowenien setzte sich mit 7 aus 9 Punkten und der besseren Feinwertung gegen ein Feld voller älterer und höher gerateter Gegner durch – eine der schönsten Geschichten des Turniers.
Bestes Mädchen: Katharina Pötscher (Gratwein-Straßengel, AUT), U18, 5,5 Punkte, Rang 10.
Auffällig war auch das starke Abschneiden der Nachwuchskategorien: Gleich drei der Top 5 kamen aus der U12/U14-Altersklasse und mischten damit die offene Wertung kräftig auf.
Gruppe B (U14/U1600) - 33 Spieler
Ähnlich spannend verlief die Entscheidung in Gruppe B: Der zehnjährige Jakob Levicar Magiera aus Slowenien gewann souverän mit 7,5 aus 9 Punkten vor Timo Schwarz und Marton Gergo Szobonya.
Bestes Mädchen: Caroline Schlossnikl, U12, 6 Punkte, Rang 4 – zugleich das beste Ergebnis einer Spielerin im gesamten Turnier.
3. Internationales Blitzturnier (4. August 2026)
Im Rahmenprogramm wurde traditionell auch der beste Blitzspieler bzw. die beste Blitzspielerin des Turniers ermittelt – 11 Runden im Schweizer System, 3 Minuten plus 2 Sekunden pro Zug. Matteo Gstrein rundete damit eine starke Turnierwoche ab: Nach Rang 4 in Gruppe A sicherte er sich mit 10,5 aus 11 Punkten den Blitztitel und ließ das Feld weit hinter sich.
Fazit
Das neue Format hat sich bewährt: ein international besetztes Turnier mit spannenden Geschichten – allen voran die Siege zweier U12- bzw. U10-Spieler in den jeweils offenen Wertungsgruppen. Die Kombination aus Turnier, Rahmenprogramm und dem parallel stattfindenden Ferienlager im neu bezogenen Lehrlingshaus kam positiv an.
Ausblick: Nächstes Jahr wechseln wir den Austragungsort nach Graz – voraussichtlich Ende August 2027. Infos dazu folgen demnächst. (ssc, Text: Philipp Raeke, Fotos: Paul Wendl)
Rangliste Group A
Rangliste Group B
Fotos
Wer ein Turnier zur internationalen Eloauswertung anmelden möchte, sollte bereits im Vorfeld einige wichtige Voraussetzungen beachten. Nur wenn diese erfüllt sind, kann das Turnier von der FIDE gewertet werden.
Die vollständigen Richtlinien befinden sich hier: Richtlinien FIDE-Wertung
Die wichtigsten Punkte im Überblick
1. Turnier rechtzeitig anmelden
Turniere, die für die FIDE-Eloauswertung vorgesehen sind, müssen spätestens sieben Tage vor Turnierbeginn per E-Mail beim FIDE-Rating Officer des ÖSB angemeldet werden. Bei Turnieren mit Turnierschach-Bedenkzeit, bei denen entweder eine Person mit mehr als 2700 FIDE-Standard-Ratingpunkten (Frauen: mehr als 2500) teilnimmt und/oder Spielernormen erreicht werden können, hat die Anmeldung jedoch spätestens fünf Wochen vor Beginn der ersten Runde per E-Mail beim FIDE-Rating Officer des ÖSB zu erfolgen.
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Jede Gruppe eines Events zählt als eigenes Turnier (Open A, Open B, etc.)
Tipp: Ob ein Turnier bereits angemeldet wurde, kann hier überprüft werden:
https://ratings.fide.com/rated_tournaments.phtml?country=AUT
2. Alle Teilnehmenden benötigen eine FIDE-ID
Alle Spielerinnen und Spieler, die im Turnier gemeldet werden, müssen über eine gültige FIDE-ID verfügen.
Tipp: Wenn bereits eine PNR vorhanden ist, kann die FIDE-ID bequem hier beantragt werden:
https://chess-results.com/OesbAnmeldung.aspx?art=4
3. Ohne rechtzeitige Anmeldung und FIDE-ID keine FIDE-Auswertung
Sind diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllt, kann das Turnier nicht international Elo-gewertet werden.
4. Änderungen bitte umgehend melden
Änderungen bei Turniertermin, Schiedsrichterteam oder Turniersystem sind unverzüglich per E-Mail bekanntzugeben.
Auch Korrekturen von Ergebnissen oder Spielerdaten nach Turnierende müssen gesondert per E-Mail gemeldet werden. (ssc)
Harald Schneider-Zinner gehört zu jener seltenen Gruppe von Schachautoren, deren Werke nicht aus einer nachträglichen Kommentierung der eigenen Turnierkarriere entstanden ist, sondern unmittelbar aus der täglichen Trainingspraxis. Seine ChessBase-Kurse spiegeln zudem seine Arbeit als Trainer wider, da bewusst auch Partien von relativ schwächeren Spielern hinzugezogen werden. Lukas Köpl hat sich seine Werke für ChessBase vorgenommen und diese anhand von Schwerpunkten gruppiert. (ssc, Text: Lukas Köpl, Fotos: ChessBase)
Weiterführender Beicht auf ChessBase
Das internationale Schachturnier in Mureck ist am 1. August erfolgreich gestartet. 74 Kinder aus 6 Nationen kämpfen um Punkte in den Gruppen A und B.
Einen kleinen Dämpfer gab es bereits am ersten Tag, als unser Schiedsrichter Paul Wendl krankheitsbedingt wieder abreisen musste – er fehlt seitdem als Schiedsrichter und für die Liveübertragung. Diese Aufgaben übernimmt nun Philipp Raeke, unterstützt von Daniel Kölber aus dem Ferienlager.
Davon abgesehen läuft bei bestem Wetter alles nach Plan. Das begleitende Ferienlager verzeichnet heuer mehr Teilnehmer aus ganz Österreich als in den Vorjahren. Es wird eifrig gespielt, und auch das Schachtraining kommt nicht zu kurz – eine Gruppe freut sich bereits auf das Training mit GM Markus Ragger. (ssc, Text: Philipp Raeke, Bild: Philipp Raeke)
Ergebnisse & Paarungen: chess-results.com
Liveübertragung: LiChess
Vom 26. Juli bis 1. August fand in Pardubice (Tschechien) die European Youth Team Chess Championship in den Kategorien U12 und U18 (Open und Girls) statt. Österreich war im U18-Open-Bewerb mit Peter Balint, Florentin Stickler, Julian Leitgeb und Theodor Gold vertreten. Das Team ging als Nummer 10 der Setzliste unter 18 Mannschaften ins Turnier.
In der ersten Runde wartete mit der Ukraine der Topfavorit des Turniers. Am Spitzenbrett traf Peter Balint auf den Europameister GM Roman Dehtiarov, der den Großmeistertitel als Direkttitel für seinen Europameistertitel verliehen bekam. Lediglich Theodor Gold gelang ein Remis, sodass sich die Ukraine mit 3,5:0,5 durchsetzte.

In den Runden zwei und vier wurde Österreich seiner Favoritenrolle gerecht und feierte Mannschaftssiege gegen die Slowakei sowie Tschechien 2. Dazwischen setzte es eine Niederlage gegen Polen, ehe in der fünften Runde mit einem 2:2 gegen das favorisierte Tschechien ein Mannschaftpunkt eingesammelt werden konnte.
Die beiden abschließenden Runden verliefen unglücklich: Gegen Slowenien und Israel musste sich das österreichische Team jeweils knapp mit 1½:2½ geschlagen geben. Dadurch fiel Österreich in der Endtabelle noch auf den 14. Platz zurück.
Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Peter Balint. Mit 5,5 Punkten erzielte er am Spitzenbrett eine herausragende Performance von 2599 Elo und gewann 16 Elo-Punkte hinzu. Damit war er der erfolgreichste Spieler am ersten Brett der gesamten Meisterschaft - eine Leistung auf Großmeisterniveau. Zwei seiner besten Partien sind auf unserem Lichess-Account OesterreichSchach vorgestellt.
Neben dem sportlichen Programm blieb wenig Zeit zur Erholung: Bei einem kurzen Ausflug zur nördlich von Pardubice gelegenen Burg Kunětická Hora konnte das Team etwas Energie tanken.
Den Europameistertitel sicherte sich schließlich die Ukraine vor der Türkei und Tschechien. (ssc, Bilder: Gert Schnider)
Endstand:
🥇Ukraine
🥈Türkei
🥉Tschechien
Alle Ergebnisse und Endtabelle: chess-results.com
Homepage Veranstalter
Live-Übertragung: LiChess, Chess.com

Die österrreichische Delegation vor der Burg Kunětická Hora
Aus sieben der neun österreichischen Bundesländer kamen sie allesamt angereist, 27 Teilnehmer und eine Teilnehmerin an der 2. Auflage des Rudener Seniorenschachturnieres von 26. Juli bis 1. August 2026 für alle Ü60 (Frauen auch schon Ü50). Sie versammelten sich zu sieben nachmittäglichen schweizersystemischen Runden mit Standardbedenkzeit im Bildungszentrum der etwa 1.500 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Gemeinde Ruden im Jauntal in Unterkärnten. Neben Urlaubsfreude bei einfach leiwandem Wetter in der Kärntner Seen- und Berggegend kamen Freude und Begeisterung im Turnierareal keinesfalls zu kurz: Turnierdirektor Franz Kraßnitzer und Hauptschiedsrichter Gabriel Doujak versorgten mit ihrem Schachmaty-Ruden-Team die Teilnehmenden mit erträglichen Temperaturen, fairen Spielbedingungen, quasifamiliärer Atmosphäre, kulinarisch der nachmittäglichen Kaffeezeit angepassten Getränken und Leckereien sowie regionalen Genussprodukten bei der (beinahe) täglichen Verlosung zu Rundenstart.
Zum Monatsersten des August standen die finalen Platzierungen fest:
🥇CM Bruno Steiner (NÖ, ASK Kottingbrunn) mit 6 Punkten – ihm gehört von nun an der berühmte Holzläufer (nächstes Jahr wird es einen Turm geben)
🥈FM Mag. Guido Kaspret (Ktn, Schachmaty Ruden) mit 5,5 Punkten
🥉DI Peter Kutlesa (Stmk, Schach ohne Ausgrenzung) mit 5 Punkten
4️⃣ MK Heimo Töfferl (Ktn, IG Schach Wolfsberg) mit 5 Punkten
5️⃣ Mag. Karl Hofbauer (Stmk, SK TuS Krieglach) mit 4,5 Punkten
6️⃣ Dr. Rudolf Schindler (Ktn, SC Die Klagenfurter) mit 4,5 Punkten
7️⃣ MK Robert Wiedner (Bgld, SK Mattersburg) mit 4 Punkten
In den Kategorien wurden die Podien folgendermaßen belegt:
0-1700
🥇Mag. Karl Steinberger (Stmk, Gratwein-Straßengel) mit 3 Punkten
🥈Ewald Hellerschmid (Wien) mit 3 Punkten
🥉Heribert Redl (Wien) mit 3 Punkten
1701-1800
🥇Dr. Rudolf Schindler (Ktn, SC Die Klagenfurter) mit 4,5 Punkten
🥈Mag. Arnulf Maderner (Ktn, SK Wölfnitz) mit 4 Punkten
🥉Christian Janes (Tirol, Steinach/Brenner) mit 3,5 Punkten
1801-1900
🥇 Harald Weber (Ktn, Schachverein Wolfsberg) mit 4 Punkten
🥈 Wolfgang Heinisch (Stmk, Schach ohne Ausgrenzung) mit 4 Punkten
🥉 Norbert Sonnberger (Wien) mit 4 Punkten
Frauenpreis
🥇Daniela Zselezen (Steiermark, SK TuS Krieglach) mit 3 Punkten
Bei der Siegerehrung bedankten sich Franz Kraßnitzer (Organisator), Günter Doujak (Obmann des SV Union Raiba Ruden) sowie Petra Daxkobler (Frauenreferentin des Kärntner Schachverbandes) bei den Teilnehmenden. Alle gemeinsam freuen sich auf ein Wiedersehen beim
3. Rudener Senioren Open 2027 (SO, 25. Juli, bis SA, 31. Juli)
Ergebnisse: Chess-Results
Zahlreiche weitere Fotos und Berichte: Facebook, Instagram
Rückblick: Bericht 2025
(gd, Text/Fotos: Gabriel Doujak)
Vom 24. bis 30. Juli 2026 war die ehemalige Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk erneut zu Gast in Österreich. In einer intensiven Trainingswoche arbeitete sie sowohl mit dem Frauen-Kader als auch mit der Jugend des Österreichischen Schachbundes, bevor sie den Abschluss mit einem Simultanauftritt in der LentiaCity in Linz bildete.
Intensives Training mit dem Frauenkader
Den Auftakt bildete am 25. und 26. Juli ein Trainingswochenende mit dem Frauen A- und B-Kader im Haus des Sports in Wien. Am ersten Trainingstag nahmen Emilia Deak-Sala, Nikola Mayrhuber, Annika Fröwis sowie Elisabeth Hapala (online) teil. Am zweiten Tag stieß Chiara Polterauer zur Gruppe.
Inhaltlich spannte Kosteniuk einen breiten Bogen. Schwerpunkte waren die Entscheidungsfindung im Mittelspiel, Angriffsführung sowie theoretische Endspiele. Besonders intensiv wurde ihre eigene Partie gegen Alexander Onischuk aus dem Jahr 2005 analysiert https://www.chessgames.com/perl/chessgame?gid=1327780.
Das Training war abwechslungsreich gestaltet: Eigenständiges Lösen anspruchsvoller Aufgaben wechselte sich mit gemeinsamen Analysen und Diskussionsrunden ab. Ergänzt wurde das Programm durch Ausspielstellungen, in denen die Teilnehmerinnen das Gelernte unmittelbar in die Praxis umsetzen konnten.
Jugend sammelt wertvolle Impulse
Am 27. und 28. Juli stand die Jugend im Mittelpunkt. Ebenfalls im Haus des Sports in Wien trainierten Chenshan Wu, Isak Veladzic, Laura Zens, Josephina Brunner, Elisabeth Wießner, Katharina Pötscher und Alina Donets mit der ehemaligen Weltmeisterin.
Auch hier lag der Fokus auf Angriffsspiel und theoretischen Endspielen. Neben Einzelaufgaben mit anschließender gemeinsamer Analyse standen Ausspielstellungen, Punktepartien sowie ein systematischer Zugfindungsalgorithmus auf dem Programm. Darüber hinaus gab Kosteniuk den Nachwuchsspielerinnen und -spielern wertvolle Hinweise zur Gestaltung eines langfristig erfolgreichen Eröffnungsrepertoires.
Besonders in Erinnerung blieb eine anschauliche Analogie, mit der Kosteniuk das Wesen einer Schachpartie erklärte: Sie verglich eine Partie mit einem Musikstück, bei dem jede Stellung ihren eigenen Rhythmus besitzt. Wer einen Angriff beginnt, müsse diesen konsequent fortsetzen. Eine Figur am Königsflügel zu opfern und anschließend plötzlich am Damenflügel weiterzuspielen, sei wie eine falsche Note in einer Melodie und der Rhythmus gehe verloren.
Simultanveranstaltung in der LentiaCity
Den Abschluss ihres Österreich-Besuchs bildete am 29. Juli eine Simultanveranstaltung in der LentiaCity Linz. Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einer unterhaltsamen Runde Hand & Brain mit Unternehmer Karl Egger jun., Präsident Michael Stöttinger und Bundestrainer Martin Huber, stellte sich Alexandra Kosteniuk zehn talentierten Nachwuchsspielerinnen zum Simultan.
Mit dabei waren Alina Donets, Pia Langeder, Parinitha Hemanth Gowda, Stefanie Geworgyan, Marissa Blieberger, Juliane Jauk, Saanvi Vinaykumar, Sarah Nussbacher, Mila Nussbacher und Maria Sharapova.
Wie erwartet konnte Alexandra Kosteniuk alle 10 Partien für sich entscheiden. Viel wichtiger jedoch ist für die jungen Talente die seltene Gelegenheit, gegen eine ehemalige Weltmeisterin anzutreten.
Ein herzlicher Dank gilt der LentiaCity Linz, der Schwestermall der in der Schachszene bestens bekannten PlusCity, die diese besondere Veranstaltung als Unterstützer ermöglicht hat. (ssc, Bilder: ÖSB)
Vom 26. Juli bis 1. August 2026 findet in Pardubice (Tschechien) die European Youth Team Chess Championship in den Altersklassen U12 und U18 (jeweils Open und Mädchen) statt. Insgesamt treten in der U18-Open-Kategorie 18 Mannschaften gegeneinander an, darunter auch Österreich.
Österreich ist mit einer Durchschnitts-Elo von 2337 an Position 10 der Startrangliste gesetzt und führt damit die zweite Hälfte des Teilnehmerfeldes an. Die österreichische Mannschaft besteht aus:
- FM Peter Balint
- FM Florentin Stickler
- FM Julian Leitgeb
- FM Theodor Gold
Zum Auftakt wartete mit der Ukraine gleich der topgesetzte Titelkandidat. Die Mannschaft bringt eine Durchschnitts-Elo von 2404 an die Bretter und ging als Favorit in die Begegnung.
Den symbolischen ersten Zug der Europameisterschaft führte ECU-Vizepräsident Roman Muzik am ersten Brett von FM Peter Balint aus.
Die favorisierte Ukraine setzte sich schließlich mit 3,5:0,5 durch. Bereits am heutigen Tag bietet sich dem österreichischen Team die nächste Chance auf die ersten Mannschaftspunkte: In der 2. Runde trifft Österreich um 15:00 Uhr auf Slovakia 2.
Vom 26. bis 31. Juli werden die Runden 1 bis 6 jeweils um 15:00 Uhr ausgetragen. Die 7. und letzte Runde beginnt am 1. August um 13:00 Uhr. (ssc, Titelbild: ECU, Teamfoto: Gert Schnider)
Alle Paarungen und Ergebnisse: chess-results.com
Live-Übertragung: ChessBase, LiChess, Chess.com
Homepage Veranstalter
