Mit dem neuen Jour fixe schafft der Österreichische Schachbund ein regelmäßiges Austauschformat für alle im österreichischen Schach aktiven Personen. Ziel ist es, Wissen zu teilen, Synergien zu nutzen und gemeinsam neue Impulse für Breiten- und Spitzenschach zu setzen.
Ziele des Jour fixe:
- Bessere Vernetzung der aktiven Personen im österreichischen Schach
- Vorstellung von Best-Practice-Beispielen für Breiten- und Spitzenschach
- Diskussion von Ideen zur Mitgliedergewinnung
- Beantwortung von Fragen zur Arbeit im ÖSB sowie zum Jugend- und Kaderbereich
Termine und Organisation:
Der Jour fixe findet jeden zweiten Donnerstag im Monat ab 19:00 Uhr statt.
Die ersten Termine sind:
- 12. Februar
- 12. März
- 9. April
Ort:
Teilnahme:
- Offen für alle Interessierten
Tagesordnung 1. Termin:
- Begrüßung, Vorstellung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und des Konzepts
- Einführung durch Bundesjugendtrainer Gert Schnider
- Vorstellung ausgewählter Best-Practice-Modelle
- Gemeinsame Diskussion und Erfahrungsaustausch
- Offene Fragerunde an den ÖSB und die Trainer
- Sammlung von Wünschen und Vorschlägen für den nächsten Jour fixe
Gert Schnider, Bundesjugendtrainer
Martin Christian Huber, Bundestrainer für Mädchen und Frauen
Sandra Schmidt, Generalsekretärin des Österreichischen Schachbundes
(ssc, Foto: Sandra Schmidt)
Liebe Schachfamilie,
ich freue mich besonders, Euch heute die Ausschreibung zu meinem persönlichen Lieblingsturnier präsentieren zu dürfen:
Der PlusCity Grand Prix ist das wahrscheinlich größte, stärkste und bestdotierte Blitz- und Schnellschachturnier Europas und findet in diesem Jahr von 14. bis 17. Mai 2026 statt!
Die Terminauswahl war wie immer recht kompliziert, wir brauchen ja ein verlängertes Wochenende nach Ligaschluss und leider gibt es zahlreiche Kollisionen. Zu Christi Himmelfahrt ist es aber noch am besten und so haben wir uns für diesen Termin entschieden.
Auch diesmal erwarten wir wieder Schachlegenden und Superstars, dazu aber auch mehrere hundert Hobbyspieler aus Österreich und zahlreichen weiteren Nationen.
Mit OÖ-Landespräsident Günter Mitterhuemer als Turnierdirektor, liegt der Grand Prix wie immer in erfahrenen Händen, an seiner Seite steht erneut das bewährte Schiedsrichterteam, geleitet von Dr. Ivan Syrovy, Chairman der FIDE-Schiedsrichterkommission.
Der Rekord-Preisfonds des Vorjahres wird nochmals aufgestockt und beträgt nun über 80.000 €, die vollständig in bar ausbezahlt werden, dazu kommen wie immer 2 iPhones, die nach der Siegerehrung der Einzelbewerbe verlost werden.
Beim Preisfonds haben wir dieses Jahr wie angekündigt den Team-Bewerb weiter verbessert, hier gibt es jetzt neu 4 Kategorien (bis 1800, bis 2000, bis 2200, bis 2400), damit sollen vor allem die zahlreichen Amateur-Teams die Möglichkeit bekommen, einen schönen Preis zu gewinnen.
Wie immer werden beim PlusCity Grand Prix die Österreichischen Staatsmeistertitel im Rapid-Team und Blitz-Team vergeben, in diesem Jahr im Rahmen der Einzelturniere auch die Österreichischen Einzelmeisterschaften (Open, Frauen) im Blitz und Rapid.
Dazu eine wichtige Neuerung:
Da wir die Team-Meisterschaft noch weiter öffnen möchten, gibt es jetzt folgende Erleichterung: Ein Team, das um den Staatsmeistertitel spielt, kann nun einen vereinsfremden Spieler aufstellen und dennoch um die Titel mitspielen! Außerdem können nun auch die Vereinsteams Fantasy Namen wählen, allfällige Platzierungen bei der Staatsmeisterschaft gehen dann aber natürlich an den Verein des betreffenden Teams. Damit möchten wir die Bildung von Teams über Vereinsgrenzen hinweg ermöglichen und wünschen bereits jetzt viel Spaß bei der Auswahl von möglichst kreativen Teamnamen.
Terminplan:
- 14.05. - Rapid
- 15.05. - Blitz
- 16.05. - Team Blitz
- 17.05. - Team Rapid
Detaillierte Informationen sind der Ausschreibung zu entnehmen.
Unser Schachfest wird erneut von rund 100.000 PlusCity-Besuchern verfolgt – eine unbezahlbare Werbung für unseren Sport und auch der mediale Effekt wird mit Sicherheit wieder sehr erfreulich sein.
Wir freuen uns auf ein weiteres unvergessliches Schach-Highlight mit Euch!
Auf Wiedersehen in der PlusCity,
Michael Stöttinger
Download Ausschreibung PlusCity Grand Prix (PDF, Deutsch und Englisch)
Der Österreichische Schachbund lädt zur Offenen Österreichischen Senioren- und Nestorenmeisterschaft 2026 ein, die von 11. bis 17. Mai 2026 im Fuchspalast in St. Veit an der Glan (Kärnten) gleich im Anschluss an den Mitropacup 2026 ausgetragen wird. Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler der Jahrgänge 1976 und älter (50+) bzw. Jahrgänge 1961 und älter (65+). Ab einer entsprechenden Teilnehmerzahl werden die beiden Altersklassen in getrennten Turnieren gespielt.
Gespielt werden sieben Runden nach Schweizer System mit nationaler und internationaler Elo-Wertung. Die Bedenkzeit beträgt 40 Züge in 90 Minuten, anschließend 30 Minuten bis zum Partierende, ergänzt durch ein Inkrement von 30 Sekunden pro Zug ab dem ersten Zug. Das Turnier beginnt am Montag, 11. Mai 2026, mit der Anwesenheitskontrolle um 13:30 Uhr, gefolgt von der Eröffnung und der ersten Runde um 14:00 Uhr. Die Runden zwei bis sechs finden von Dienstag bis Samstag jeweils um 14:00 Uhr statt, die siebente und letzte Runde wird am Sonntag, 17. Mai 2026, um 10:00 Uhr gespielt, anschließend erfolgt die Siegerehrung.
Als Spielort und offizielles Turnierhotel steht der Fuchspalast St. Veit/Glan zur Verfügung, in dem ein Zimmerkontingent reserviert ist. Die Organisation erfolgt durch den SV ASKÖ St. Veit/Glan in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Kärnten. Alle weiteren Details zu Anmeldung, Unterkunft und Turniermodalitäten sind der offiziellen Ausschreibung zu entnehmen. (wk)
Download Ausschreibung
Bled nimmt seit fast einem Jahrhundert einen besonderen Platz in der Geschichte des Weltschachs ein. Im Jahr 1931 fand genau hier eines der berühmtesten internationalen Turniere seiner Zeit statt, das der Weltmeister Alexander Aljechin gewann. In den folgenden Jahrzehnten empfingen die Bleder Schachturniere zahlreiche Schachlegenden, darunter auch die Ikonen Bobby Fischer und Michail Tal, die 1961 gemeinsam mit einer Reihe weiterer Meister ein wahres Schachspektakel schufen. Viele Partien der Bleder Turniere sind als große Meisterwerke in die Geschichte eingegangen und dienen auch heute noch jüngeren Generationen als Inspiration auf ihrem schachlichen Weg.

Den Höhepunkt der modernen Ära erlebte Bled 2002 mit der Organisation der 35. Schacholympiade, des größten Mannschaftswettbewerbs der Welt, sowie 2018, als es die Senioren-Weltmeisterschaft ausrichtete. All dies hat Bled als eines der bekanntesten und begehrtesten Schachziele Europas gefestigt.
Wiederbelebung der Tradition – eine persönliche Geschichte der Organisatoren
Wir Organisatoren des Schachklubs Tajfun – ŠK Ljubljana sind seit unserer Jugend eng mit dem Schach in Bled verbunden. In den 1990er-Jahren nahmen wir selbst an den Bleder Turnieren teil – unter uns die Großmeister Luka Lenič, Duško Pavasovič, Jana Krivec, Ana Srebrnič und Darja Kapš, die später gemeinsam das slowenische Nationalteam bei der Schacholympiade 2002 in Bled vertraten. Wenn wir heute zurückblicken, wird uns bewusst, wie unbezahlbar diese Momente waren: hervorragende Spielbedingungen, glanzvolle Tradition, die Magie des Ortes und das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Genau dieses Erlebnis möchten wir erneut Schachliebhabern aus aller Welt bieten.
Bled ist ein Naturjuwel. Es ist ein weltweit bekanntes Reiseziel, bei dem die Schönheit des Ortes nicht nur Kulisse, sondern Teil des Erlebnisses ist. Unser Ziel ist daher nicht nur die Wiederbelebung der erfolgreichen Schachvergangenheit von Bled, sondern die Schaffung eines neuen, modernen Festivals, das Schachfreunden erstklassige Spielbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten, Gemeinschaft und unvergessliche Erinnerungen bietet. Eine zentrale Rolle übernehmen dabei die Festivalbotschafter, der österreichische Großmeister Markus Ragger (AUT) und die slowenische Großmeisterin Laura Unuk (SLO), die die gesamte Woche vor Ort sein werden – für Analysen, Gespräche, Inspiration und gemeinsame Erlebnisse.
Philosophie des Festivals: Zwischen Wettkampf und Erlebnis
In der Schachwelt gibt es Turniere, die wir wegen des Wettkampfs besuchen, und Festivals, die wir wegen des Erlebnisses besuchen. Das Bled Chess Festival vereint beides. Es findet vom 9. bis 15. März 2026 im prestigeträchtigen Rikli Balance Hotel statt, das mit seinem Blick auf den See, die Insel und die Burg eine der schönsten Spielkulissen der Welt bietet. Unser Ansatz beruht auf der Idee, dass die inspirierendsten Schachgeschichten nicht immer von Superstars geschrieben werden, sondern vor allem von Schachliebhabern, die aus purer Leidenschaft spielen. Deshalb ist das Hauptturnier anders gestaltet als die meisten bekannten Schachveranstaltungen.
Offenes Amateurturnier für Spieler mit einer Wertungszahl von 2300 oder weniger
Das Hauptturnier im Standardschach steht jungen Talenten, Freizeitspielern, Senioren und generell allen offen, die Schach lieben – unabhängig vom Titel. Das Schweizer System (mit Baku-Beschleunigung) umfasst 9 Runden mit einer Bedenkzeit von 75 Minuten + 30 Sekunden pro Zug sowie einem zusätzlichen Zeitbonus von 15 Minuten nach dem 40. Zug. Beim FIDE-gewerteten Turnier können die Teilnehmer bis zu dreimal ein Bye nehmen. Die besten Spieler erwartet ein hohes Preisgeld in Höhe von insgesamt 6.000 €, das in verschiedene Kategorien aufgeteilt wird: allgemeine Wertung, Ratinggruppen, Frauen, Jugendliche, Senioren, Teams, Fairplay und Kampfgeist.
Neben dem Hauptturnier haben wir ein umfangreiches Rahmenprogramm vorbereitet – sowohl für Schachspieler als auch für Begleitpersonen (Eltern, Trainer, Freunde …). Wir möchten allen ein Erlebnis bieten, das über das Schachbrett hinausgeht:
- abendliche Schachtreffen mit Großmeistern
- Simultanvorstellung, Schnellschach-, Blitz- und „Chess960“-Turniere
- Seminar zur Schachpsychologie
- kulinarische Verkostungen
- geführte Tour der Burg Bled
- Bootsfahrt zur Insel
- morgendliche Spaziergänge um den See mit Großmeistern
Auf Grundlage verschiedener Aktivitäten bieten wir mehrere sorgfältig zusammengestellte VIP-Pakete an, die neben besonderen Erlebnissen auch günstige Unterkünfte in den offiziellen Hotels umfassen. Die Pakete sind so gestaltet, dass jeder – vom Einzelspieler bis zur Familie oder zum Klub – eine passende Option findet. Besonderen Wert legen wir darauf, dass alle Aktivitäten Gemeinschaft, Generationenverbindung und authentische Schachbegeisterung fördern.
Warum ist das Bled Chess Festival der perfekte Event für Schachspieler aller Generationen?
- Familien schätzen die Gemütlichkeit, Sicherheit und die Tatsache, dass alles – Hotel, Spielsaal, Stadt und Sehenswürdigkeiten – nur wenige Schritte voneinander entfernt ist.
- Kinder und Jugendliche finden einen inspirierenden Ort, an dem Schach ihre Neugier und Kreativität zusätzlich entfacht.
- Senioren genießen eine ruhige, entspannte Umgebung, in der sie sich dem Spiel, der Gemeinschaft und kulinarischen Erlebnissen widmen können.
- Freizeitspieler schätzen die entspannte Atmosphäre ohne Druck einer Elitekonkurrenz, aber mit hervorragenden Spielbedingungen.
- Ambitionierte Spieler können sich in einem anspruchsvollen, aber freundlichen Turnierumfeld beweisen.
- Es ist daher kein Zufall, dass das gesamte Festival unter dem Motto steht: „Spiele, entdecke, genieße.“
Für detaillierte Informationen besuchen Sie die Festival-Website: https://chess-festival.com/de/bled/.
Wir sehen uns in Bled! (wk, Text/Fotos: WGM Darja Kapš, Festivaldirektorin)

Vorherigen Sonntag, am 11. Jänner, fand das 3. Spids Kinderschachturnier – in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendschachverein Wienerwald – in Pressbaum im Sacré Coeur statt. Ein Event, welches von über 100 Kindern samt Eltern besucht wurde und selbst Bürgermeister Josef Rothensteiner war vor Ort.
In 7 spannenden Runden kämpften knapp 100 Kinder um den Sieg.
Am Ende konnte sich Andrei Marakhovskii in einer aufregenden Finalpartie gegen Dragan Rasic durchsetzen und mit 7 Siegen das Turnier beenden. Dicht gefolgt von Dragan Rasic, Anton Kofler und Thomas Hawa auf dem 2., 3. & 4. Platz. Als bestes Mädchen beendete Mina Arnaut das Turnier auf dem 8. Platz. Den Preis für den besten Spieler U12 gewann Yaron Decker-Jakober und das beste Mädchen U12 wurde Amelie Specht. In der U10 hatte Daniel Benkö die Nase vorne und bei den Mädchen Wang Shufan. In der U8 gewann Ivanov Oleksandr und bestes Mädchen U8 wurde Perrine Eowyn Klaus.
Doppelnennungen wurden ausgenommen.
Um 10:00 Uhr wurde der erste Zug gespielt. Konzentration hoch und sich steigernde Spannung in den ersten Runden. Nach 4 hart umkämpften Partien ging es in die Mittagspause mit Spaghetti Bolognese. Weiters wurden die Kinder mit köstlichen Snacks und selbstgemachten Mehlspeisen verköstigt. Nach der Mittagspause folgten die letzten 3 Runden.
Die Sieger standen fest.
Wir bedanken uns bei allen Spielerinnen und Spielern sowie deren Eltern für das großartige Mitmachen. (ssc, Text: Florian Schmidt, Bilder: Ela Altuntas)
Link zur Endrangliste.
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Link zu den Fotos
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Am 9. Jänner 2026 sowie am 10. und 11. Jänner 2026 wurden in Monte-Carlo (Monaco) die European Women’s Blitz and Rapid Chess Championships 2025 ausgetragen. Das Turnier war hochklassig besetzt und versammelte zahlreiche Großmeisterinnen und internationale Titelträgerinnen aus ganz Europa.
Gold für Nino Batsiashvili im Schnellschach
Die European Women’s Rapid Chess Championship 2025 gewann GM Nino Batsiashvili (Georgien) mit einer beeindruckenden Aufholjagd. Vor der letzten Runde lag sie noch einen vollen Punkt hinter GM Alexandra Kosteniuk (Schweiz). Mit einem Sieg im direkten Duell gelang ihr jedoch der entscheidende Schritt zum Titel. Beide Spielerinnen beendeten das Turnier mit 9 Punkten, wobei Batsiashvili dank des gewonnenen direkten Vergleichs die Goldmedaille sicherte.
Silber ging an GM Alexandra Kosteniuk, während sich IM Sofio Gvetadze (Georgien) aus einer sechsköpfigen Verfolgergruppe mit jeweils 8 Punkten dank der besten Feinwertung die Bronzemedaille holte.
Aus österreichischer Sicht erreichten unsere beiden Teilnehmerinnen in diesem stark besetzten Feld folgende Platzierungen:
IM Olga Badelka belegte Rang 18 und
WFM Emilia Deak-Sala erreichte Platz 84.
Eine Partie von IM Olga Badelka gegen IM Meri Arabidze aus Runde 3 ist auf dem Lichess-Account des Österreichischen Schachbundes vorgestellt.
Top-10-Erfolg für Österreich im Blitzschach
Bereits am 9. Jänner 2026 wurde die European Women’s Blitz Chess Championship 2025 ausgetragen. Den Titel sicherte sich die erst 19-jährige IM Eline Roebers (Niederlande), die als Nummer 1 der Setzliste ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und 10 Punkte in 13 Runden erzielte. 
Die weiteren Podestplätze:
Silber: GM Bella Khotenashvili (Georgien), ebenfalls 10 Punkte
Bronze: IM Oliwia Kiolbasa (Polen) mit 9,5 Punkten nach Feinwertung

Für Österreich sorgte IM Olga Badelka für einen hervorragenden 9. Platz und erzielte damit ein Top-10-Resultat, eine seltene Platzierung für Österreich bei einer europäischen Frauenmeisterschaft.
Der Österreichische Schachbund gratuliert allen Medaillengewinnerinnen. (ssc, Quelle/Bilder: ECU)
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Am 9. Jänner 2026 starteten in Monte-Carlo (Monaco) die European Women’s Blitz and Rapid Chess Championships 2025. Den Auftakt bildete die European Women’s Blitz Chess Championship, die im Hotel Novotel ausgetragen wurde.
Das Blitzturnier wurde im Schweizer System über 13 Runden gespielt, mit einer Bedenkzeit von 3 Minuten plus 2 Sekunden Inkrement pro Zug ab dem ersten Zug. Mit 127 Teilnehmerinnen, darunter 92 Titelträgerinnen, war das Turnier stark besetzt.
Aus österreichischer Sicht sorgte Olga Badelka für ein gutes Ergebnis. Sie startete von Setzlistenplatz 30 und erreichte mit 8 Siegen und 2 Remis den 9. Platz. Damit konnte sie ein Blitz-Elo-Plus von 51 Punkten verbuchen.
Ebenfalls für Österreich am Start war Emilia Deak-Sala, die ihr Potenzial im Blitzwettbewerb nicht voll ausschöpfen konnte. Bereits am 10. Jänner bietet sich jedoch die nächste Gelegenheit zur Revanche bei der European Women’s Rapid Chess Championship.
Die Rapid-Europameisterschaft wird am 10. und 11. Jänner 2026 ebenfalls im Hotel Novotel in Monte-Carlo ausgetragen. Gespielt werden 11 Runden im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 10 Sekunden Inkrement pro Zug.
Der gesamte Preisfonds der beiden Bewerbe beträgt 46.500 Euro, davon 15.200 Euro für die Blitz-Europameisterschaft und 31.300 Euro für die Schnellschach-Europameisterschaft.
Der Österreichische Schachbund gratuliert Olga Badelka zu ihrer starken Leistung und wünscht beiden Spielerinnen viel Erfolg für die anstehenden Rapid-Partien.
Die ersten fünf Runden der European Women’s Rapid Chess Championship können am 10. Jänner ab 14:15 Uhr live verfolgt werden. (ssc, Titelbild: Archiv ÖSB)
Chess-results
Live-Broadcast mit GM Alojzije Jankovic and IM Almira Skripchenko

Schachklassiker zum Jahresende begeistert trotz Grippewelle
Vom 26. Dezember bis 31. Dezember 2025 ging in Aschach an der Donau das 34. Internationale Schach Open über die Bühne. Mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus mehreren Nationen, die sich auf vier Bewerbe verteilten, war das traditionsreiche Turnier auch heuer wieder hervorragend besucht.
Überschattet wurde die Veranstaltung allerdings von einer starken Grippewelle, die im Laufe der Turnierwoche ihren Höhepunkt erreichte. Zahlreiche Spieler mussten krankheitsbedingt kurzfristig absagen oder das Turnier vorzeitig abbrechen, sodass einige Ausfälle zu verzeichnen waren. Dennoch ließen sich die verbliebenen Teilnehmer die Spielfreude nicht nehmen. Bei herrlichem Winterwetter mit viel Sonnenschein wurde an den Brettern mit großem Einsatz und hoher Konzentration gekämpft.
Besonders erfreulich war die starke Präsenz der Jugend, die vor allem in der Gruppe A beeindruckend auftrat und dort zeitweise sogar das Geschehen dominierte. Die mit über 70 Teilnehmern sehr stark besetzte A-Gruppe wurde erstmals seit über 30 Jahren wieder von einem FIDE-Meister angeführt: FM Brilej Jaka aus Slowenien übernahm früh die Führung. Ihm dicht auf den Fersen war der langjährige Aschach-Dauergast und Großmeister Marko Tratar (ebenfalls Slowenien). Auf Rang drei lauerte der ehemalige österreichische Bundesjugendtrainer Siegfried Baumegger.
Bereits nach vier Runden war klar, wie ausgeglichen das Feld war: Kein einziger Spieler blieb ohne Punkteverlust. Nach der fünften Runde setzte sich Brilej Jaka mit 4,5 Punkten als alleiniger Führender an die Spitze. In Runde sechs kam es dann zum mit Spannung erwarteten Spitzenduell zwischen Baumegger und Brilej, das Baumegger für sich entscheiden konnte. In der Schlussrunde begnügte sich Baumegger rasch mit einem Remis, während Brilej Jaka und der Ukrainer Zakharchyn ihre Partien gewinnen konnten und damit zu Baumegger aufschlossen. 
Dank der besseren Wertung sicherte sich schließlich FM Brilej Jaka den Turniersieg, vor dem Ukrainer Zakharchyn und Siegfried Baumegger. Besonders erfreulich aus österreichischer Sicht war der hervorragende 7. Platz des jungen Oberösterreichers Kim Thomas Jakob, der mit starken Leistungen aufhorchen ließ. Als beste Dame der Gruppe A wurde die Ukrainerin Anna Hryhorieva ausgezeichnet, die mit einer soliden Turnierleistung 50 Prozent der möglichen Punkte erreichte.
Auch die Gruppe B bot spannenden Schachsport. Das Feld mit knapp 60 Teilnehmern wurde zu Beginn klar von Dumancic Stanko dominiert, der mit vier Siegen aus den ersten vier Runden einen Traumstart hinlegte. In der fünften Runde musste er jedoch eine entscheidende Niederlage gegen Stefan Habacher hinnehmen. Habacher nutzte den Schwung, gewann anschließend auch gegen Michael Aigner und sicherte sich damit den Turniersieg – mit einem halben Punkt Vorsprung auf Dumancic Stanko und Leonhard Pabisch.
In der Gruppe C setzte sich Hoti Mehmet klar in Szene. Mit konstant starken Leistungen dominierte er das Feld und stand bereits eine Runde vor Turnierende als alleiniger Turniersieger fest. Den zweiten Platz belegte Robert Hofmann, gefolgt von Franz Mamarina auf Rang drei. Zusätzlich wurde im Rahmen des Turniers auch der Bezirksmeistertitel vergeben. Dieser ging an Christoph Kondrak vom Schachklub Hartkirchen, der sich erfolgreich gegen die Konkurrenz aus dem Bezirk durchsetzen konnte. Insgesamt präsentierte sich das 34. Internationale Schach Open in Aschach trotz widriger Umstände erneut als hochklassiges, spannendes und bestens organisiertes Turnier, das einmal mehr Lust auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr machte. (ssc, Text: Günter Mitterhuemer)
Fotos: Peter Kranzl
Ergebnisse bei chess-results
Große Erfolge für den österreichischen Schachnachwuchs beim XXXVI. Międzynarodowy Festiwal Szachowy in Krakau:
FM Peter Balint (15) erzielte seine zweite IM-Norm, während Florentin Stickler (14) mit einem starken Turnierverlauf voraussichtlich die 2300-Elo-Marke überschreitet und damit in Kürze den Titel FIDE-Meister tragen wird.
Peter Balint blieb im 9-rundigen Turnier ohne Niederlage und erspielte mit fünf Siegen seine zweite IM-Norm und das innerhalb von nur drei Wochen. Bereits kurz vor Weihnachten hatte er beim Vienna GM-Turnier seine erste IM-Norm erzielt.
Zum Turnier in Krakau sagte Peter Balint:
„Ein sehr schönes Winterturnier gibt es schon seit Jahren in Krakau, immer um den Jahreswechsel. Letztes Jahr unternahm ich die Reise sogar mit einem Gips am Bein, und wie immer hat es sich gelohnt! Es war mein drittes Turnier im Dezember, leider muss ich aber jetzt bis Februar auf mein nächstes Open warten – hoffentlich hält mein Schwung bis dahin an!“
Ebenfalls sehr erfolgreich präsentierte sich der 14-jährige Florentin Stickler. Mit großem Kampfgeist und 5,5 Punkten aus 9 Partien gewann er > 50 Elo-Punkte und überschritt damit voraussichtlich die 2300-Elo-Grenze, womit ihm in Kürze der Titel FIDE-Meister (FM) verliehen wird.
Wir haben jeweils eine sehenswerte Partie auf dem LiChess-Account des Österreichischen Schachbundes vorgestellt:
👉 lichess.org
Endstand & Turnierdetails:
👉 chess-results.com
Der Österreichische Schachbund gratuliert beiden Nachwuchsspielern herzlich zu diesen herausragenden Leistungen. (ssc, Bilder: Archiv Peter Ballint)

FM Peter Balint mit seiner 2. IM-Norm
Die Jugendkommission des Österreichischen Schachbundes verleiht ab dem Jahr 2026 jeweils für ein Kalenderjahr das Österreichische Jugendschachgütesiegel an Schachvereine und -sektionen in den folgenden vier Stufen:
- Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Bronze (ab 80 Punkten)
- Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Silber (ab 160 Punkten)
- Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Gold (ab 250 Punkten)
- Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Platin (ab 360 Punkten)
Teilnahme:
Einsendung der von uns festgelegten Kategorien an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis 28.02.2026. Die Auswertung erfolgt von einer Jury mit Personen aus der Jugendkommission. Die Verkündung der erreichten Ränge erfolgt im April via ÖSB. Die Ausgezeichneten werden via Mail verständigt.
In vier Rubriken können maximal 100 Punkte erlangt werden. Die Details können aus dem PDF-Dokument entnommen werden: Österreichisches Jugendschachgütesiegel 2026 (ssc, Text: Jugendkommission ÖSB)