Vorherigen Sonntag, am 11. Jänner, fand das 3. Spids Kinderschachturnier – in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendschachverein Wienerwald – in Pressbaum im Sacré Coeur statt. Ein Event, welches von über 100 Kindern samt Eltern besucht wurde und selbst Bürgermeister Josef Rothensteiner war vor Ort.
In 7 spannenden Runden kämpften knapp 100 Kinder um den Sieg. Am Ende konnte sich Andrei Marakhovskii in einer aufregenden Finalpartie gegen Dragan Rasic durchsetzen und mit 7 Siegen das Turnier beenden. Dicht gefolgt von Dragan Rasic, Anton Kofler und Thomas Hawa auf dem 2., 3. & 4. Platz. Als bestes Mädchen beendete Mina Arnaut das Turnier auf dem 8. Platz. Den Preis für den besten Spieler U12 gewann Yaron Decker-Jakober und das beste Mädchen U12 wurde Amelie Specht. In der U10 hatte Daniel Benkö die Nase vorne und bei den Mädchen Wang Shufan. In der U8 gewann Ivanov Oleksandr und bestes Mädchen U8 wurde Perrine Eowyn Klaus. Doppelnennungen wurden ausgenommen.
Um 10:00 Uhr wurde der erste Zug gespielt. Konzentration hoch und sich steigernde Spannung in den ersten Runden. Nach 4 hart umkämpften Partien ging es in die Mittagspause mit Spaghetti Bolognese. Weiters wurden die Kinder mit köstlichen Snacks und selbstgemachten Mehlspeisen verköstigt. Nach der Mittagspause folgten die letzten 3 Runden. Die Sieger standen fest.
Wir bedanken uns bei allen Spielerinnen und Spielern sowie deren Eltern für das großartige Mitmachen. (ssc, Text: Florian Schmidt, Bilder: Ela Altuntas)
Am 9. Jänner 2026 sowie am 10. und 11. Jänner 2026 wurden in Monte-Carlo (Monaco) die European Women’s Blitz and Rapid Chess Championships 2025 ausgetragen. Das Turnier war hochklassig besetzt und versammelte zahlreiche Großmeisterinnen und internationale Titelträgerinnen aus ganz Europa.
Gold für Nino Batsiashvili im Schnellschach
Die European Women’s Rapid Chess Championship 2025 gewann GM Nino Batsiashvili (Georgien) mit einer beeindruckenden Aufholjagd. Vor der letzten Runde lag sie noch einen vollen Punkt hinter GM Alexandra Kosteniuk (Schweiz). Mit einem Sieg im direkten Duell gelang ihr jedoch der entscheidende Schritt zum Titel. Beide Spielerinnen beendeten das Turnier mit 9 Punkten, wobei Batsiashvili dank des gewonnenen direkten Vergleichs die Goldmedaille sicherte.
Silber ging an GM Alexandra Kosteniuk, während sich IM Sofio Gvetadze (Georgien) aus einer sechsköpfigen Verfolgergruppe mit jeweils 8 Punkten dank der besten Feinwertung die Bronzemedaille holte.
Aus österreichischer Sicht erreichten unsere beiden Teilnehmerinnen in diesem stark besetzten Feld folgende Platzierungen:
IM Olga Badelka belegte Rang 18 und
WFM Emilia Deak-Sala erreichte Platz 84.
Eine Partie von IM Olga Badelka gegen IM Meri Arabidze aus Runde 3 ist auf dem Lichess-Account des Österreichischen Schachbundes vorgestellt.
Top-10-Erfolg für Österreich im Blitzschach
Bereits am 9. Jänner 2026 wurde die European Women’s Blitz Chess Championship 2025 ausgetragen. Den Titel sicherte sich die erst 19-jährige IM Eline Roebers (Niederlande), die als Nummer 1 der Setzliste ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und 10 Punkte in 13 Runden erzielte.
Die weiteren Podestplätze:
Silber: GM Bella Khotenashvili (Georgien), ebenfalls 10 Punkte
Bronze: IM Oliwia Kiolbasa (Polen) mit 9,5 Punkten nach Feinwertung
Für Österreich sorgte IM Olga Badelka für einen hervorragenden 9. Platz und erzielte damit ein Top-10-Resultat, eine seltene Platzierung für Österreich bei einer europäischen Frauenmeisterschaft.
Der Österreichische Schachbund gratuliert allen Medaillengewinnerinnen. (ssc, Quelle/Bilder: ECU)
Am 9. Jänner 2026 starteten in Monte-Carlo (Monaco) die European Women’s Blitz and Rapid Chess Championships 2025. Den Auftakt bildete die European Women’s Blitz Chess Championship, die im Hotel Novotel ausgetragen wurde.
Das Blitzturnier wurde im Schweizer System über 13 Runden gespielt, mit einer Bedenkzeit von 3 Minuten plus 2 Sekunden Inkrement pro Zug ab dem ersten Zug. Mit 127 Teilnehmerinnen, darunter 92 Titelträgerinnen, war das Turnier stark besetzt.
Aus österreichischer Sicht sorgte Olga Badelka für ein gutes Ergebnis. Sie startete von Setzlistenplatz 30 und erreichte mit 8 Siegen und 2 Remis den 9. Platz. Damit konnte sie ein Blitz-Elo-Plus von 51 Punkten verbuchen.
Ebenfalls für Österreich am Start war Emilia Deak-Sala, die ihr Potenzial im Blitzwettbewerb nicht voll ausschöpfen konnte. Bereits am 10. Jänner bietet sich jedoch die nächste Gelegenheit zur Revanche bei der European Women’s Rapid Chess Championship.
Die Rapid-Europameisterschaft wird am 10. und 11. Jänner 2026 ebenfalls im Hotel Novotel in Monte-Carlo ausgetragen. Gespielt werden 11 Runden im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 10 Sekunden Inkrement pro Zug.
Der gesamte Preisfonds der beiden Bewerbe beträgt 46.500 Euro, davon 15.200 Euro für die Blitz-Europameisterschaft und 31.300 Euro für die Schnellschach-Europameisterschaft.
Der Österreichische Schachbund gratuliert Olga Badelka zu ihrer starken Leistung und wünscht beiden Spielerinnen viel Erfolg für die anstehenden Rapid-Partien.
Die ersten fünf Runden der European Women’s Rapid Chess Championship können am 10. Jänner ab 14:15 Uhr live verfolgt werden. (ssc, Titelbild: Archiv ÖSB)
Schachklassiker zum Jahresende begeistert trotz Grippewelle
Vom 26. Dezember bis 31. Dezember 2025 ging in Aschach an der Donau das 34. Internationale Schach Open über die Bühne. Mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus mehreren Nationen, die sich auf vier Bewerbe verteilten, war das traditionsreiche Turnier auch heuer wieder hervorragend besucht.
Überschattet wurde die Veranstaltung allerdings von einer starken Grippewelle, die im Laufe der Turnierwoche ihren Höhepunkt erreichte. Zahlreiche Spieler mussten krankheitsbedingt kurzfristig absagen oder das Turnier vorzeitig abbrechen, sodass einige Ausfälle zu verzeichnen waren. Dennoch ließen sich die verbliebenen Teilnehmer die Spielfreude nicht nehmen. Bei herrlichem Winterwetter mit viel Sonnenschein wurde an den Brettern mit großem Einsatz und hoher Konzentration gekämpft.
Besonders erfreulich war die starke Präsenz der Jugend, die vor allem in der Gruppe A beeindruckend auftrat und dort zeitweise sogar das Geschehen dominierte. Die mit über 70 Teilnehmern sehr stark besetzte A-Gruppe wurde erstmals seit über 30 Jahren wieder von einem FIDE-Meister angeführt: FM Brilej Jaka aus Slowenien übernahm früh die Führung. Ihm dicht auf den Fersen war der langjährige Aschach-Dauergast und Großmeister Marko Tratar (ebenfalls Slowenien). Auf Rang drei lauerte der ehemalige österreichische Bundesjugendtrainer Siegfried Baumegger.
Bereits nach vier Runden war klar, wie ausgeglichen das Feld war: Kein einziger Spieler blieb ohne Punkteverlust. Nach der fünften Runde setzte sich Brilej Jaka mit 4,5 Punkten als alleiniger Führender an die Spitze. In Runde sechs kam es dann zum mit Spannung erwarteten Spitzenduell zwischen Baumegger und Brilej, das Baumegger für sich entscheiden konnte. In der Schlussrunde begnügte sich Baumegger rasch mit einem Remis, während Brilej Jaka und der Ukrainer Zakharchyn ihre Partien gewinnen konnten und damit zu Baumegger aufschlossen.
Dank der besseren Wertung sicherte sich schließlich FM Brilej Jaka den Turniersieg, vor dem Ukrainer Zakharchyn und Siegfried Baumegger. Besonders erfreulich aus österreichischer Sicht war der hervorragende 7. Platz des jungen Oberösterreichers Kim Thomas Jakob, der mit starken Leistungen aufhorchen ließ. Als beste Dame der Gruppe A wurde die Ukrainerin Anna Hryhorieva ausgezeichnet, die mit einer soliden Turnierleistung 50 Prozent der möglichen Punkte erreichte.
Auch die Gruppe B bot spannenden Schachsport. Das Feld mit knapp 60 Teilnehmern wurde zu Beginn klar von Dumancic Stanko dominiert, der mit vier Siegen aus den ersten vier Runden einen Traumstart hinlegte. In der fünften Runde musste er jedoch eine entscheidende Niederlage gegen Stefan Habacher hinnehmen. Habacher nutzte den Schwung, gewann anschließend auch gegen Michael Aigner und sicherte sich damit den Turniersieg – mit einem halben Punkt Vorsprung auf Dumancic Stanko und Leonhard Pabisch.
In der Gruppe C setzte sich Hoti Mehmet klar in Szene. Mit konstant starken Leistungen dominierte er das Feld und stand bereits eine Runde vor Turnierende als alleiniger Turniersieger fest. Den zweiten Platz belegte Robert Hofmann, gefolgt von Franz Mamarina auf Rang drei. Zusätzlich wurde im Rahmen des Turniers auch der Bezirksmeistertitel vergeben. Dieser ging an Christoph Kondrak vom Schachklub Hartkirchen, der sich erfolgreich gegen die Konkurrenz aus dem Bezirk durchsetzen konnte. Insgesamt präsentierte sich das 34. Internationale Schach Open in Aschach trotz widriger Umstände erneut als hochklassiges, spannendes und bestens organisiertes Turnier, das einmal mehr Lust auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr machte. (ssc, Text: Günter Mitterhuemer)
Große Erfolge für den österreichischen Schachnachwuchs beim XXXVI. Międzynarodowy Festiwal Szachowy in Krakau:
FM Peter Balint (15) erzielte seine zweite IM-Norm, während Florentin Stickler (14) mit einem starken Turnierverlauf voraussichtlich die 2300-Elo-Marke überschreitet und damit in Kürze den Titel FIDE-Meister tragen wird.
Peter Balint blieb im 9-rundigen Turnier ohne Niederlage und erspielte mit fünf Siegen seine zweite IM-Norm und das innerhalb von nur drei Wochen. Bereits kurz vor Weihnachten hatte er beim Vienna GM-Turnier seine erste IM-Norm erzielt.
Zum Turnier in Krakau sagte Peter Balint:
„Ein sehr schönes Winterturnier gibt es schon seit Jahren in Krakau, immer um den Jahreswechsel. Letztes Jahr unternahm ich die Reise sogar mit einem Gips am Bein, und wie immer hat es sich gelohnt! Es war mein drittes Turnier im Dezember, leider muss ich aber jetzt bis Februar auf mein nächstes Open warten – hoffentlich hält mein Schwung bis dahin an!“
Ebenfalls sehr erfolgreich präsentierte sich der 14-jährige Florentin Stickler. Mit großem Kampfgeist und 5,5 Punkten aus 9 Partien gewann er > 50 Elo-Punkte und überschritt damit voraussichtlich die 2300-Elo-Grenze, womit ihm in Kürze der Titel FIDE-Meister (FM) verliehen wird.
Wir haben jeweils eine sehenswerte Partie auf dem LiChess-Account des Österreichischen Schachbundes vorgestellt: 👉 lichess.org
Die Jugendkommission des Österreichischen Schachbundes verleiht ab dem Jahr 2026 jeweils für ein Kalenderjahr das Österreichische Jugendschachgütesiegel an Schachvereine und -sektionen in den folgenden vier Stufen:
Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Bronze (ab 80 Punkten)
Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Silber (ab 160 Punkten)
Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Gold (ab 250 Punkten)
Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Platin (ab 360 Punkten)
Teilnahme: Einsendung der von uns festgelegten Kategorien an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis 28.02.2026. Die Auswertung erfolgt von einer Jury mit Personen aus der Jugendkommission. Die Verkündung der erreichten Ränge erfolgt im April via ÖSB. Die Ausgezeichneten werden via Mail verständigt.
In vier Rubriken können maximal 100 Punkte erlangt werden. Die Details können aus dem PDF-Dokument entnommen werden: Österreichisches Jugendschachgütesiegel 2026 (ssc, Text: Jugendkommission ÖSB)
Liebe Schachspielerinnen, liebe Eltern und Erziehungsberechtigte!
Der Österreichische Schachbund lädt schachbegeisterte Mädchen mit Turnierschacherfahrung des Jahrgangs 2014 und jünger herzlich zu einem kostenlosen Sichtungstraining im Haus des Sports in Wien ein. Im Training lernen die Mädchen spannende Aspekte des Schachspiels kennen, bearbeiten interessante Aufgaben und spielen Trainingspartien gegeneinander. Außerdem erhalten die Teilnehmerinnen und ihre Eltern Informationen zum effektiven Schachtraining, zu den österreichischen Jugendkadern und zu vielen weiteren Themen. Ziel des Sichtungstrainings ist es, talentierte Spielerinnen kennenzulernen, ihre Begeisterung fürs Schach zu stärken und ihnen mögliche Förderwege aufzuzeigen.
Termin: Sonntag, 25. Jänner 2026, 10:00–18:00 Uhr
Ort: Prinz-Eugen-Straße 12, 1040 Wien Achtung! Neue Adresse: Anton-Sattler-Gasse 92-96, 1220 Wien (Stand: 14.01.2026)
Kosten: Der ÖSB übernimmt die Kosten.
Anmeldung: Bitte an Martin Huber E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Telefon: 0664 503 17 28
Wir freuen uns auf eine spannende, informative sowie lehrreiche Veranstaltung!
Wir wünschen allen Spielerinnen und Spielern, Trainerinnen und Trainern, Funktionärinnen und Funktionären, Vereinen sowie allen Freundinnen und Freunden des Schachs ein erfolgreiches, gesundes und inspirierendes neues Jahr.
Möge das kommende Jahr von spannenden Partien, fairen Wettkämpfen und gemeinschaftlichem Engagement für unseren Schachsport geprägt sein. Wir danken allen, die mit Leidenschaft, Einsatz und Ideenreichtum zur Weiterentwicklung des Schachs in Österreich beitragen.
Auf ein Jahr voller kluger Züge – am Brett wie auch darüber hinaus. Gerne verweisen wir an dieser Stelle auf die Neujahrsgrüße von Sport Austria mit einem KI-Video zur Bedeutung des Sports. (wk)
Die FIDE-Weltmeisterschaften im Rapid- und Blitzschach 2025 in Doha/Katar boten vom 26.-30. Dezember Schach auf höchstem Niveau. Ein international hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld sorgte für spannende Partien in den Speed-Disziplinen des Schachsports.
Im Rapidturnier über 13 Runden (15 Minuten plus 10 Sekunden pro Zug) dominierte Magnus Carlsen das Geschehen und sicherte sich souverän seinen sechsten Weltmeistertitel in dieser Disziplin. In der Frauenkonkurrenz setzte sich Aleksandra Goryachkina im Stichkampf gegen Zhu Jiner durch.
Österreich war auch im Open-Rapid-Feld vertreten: GM Kirill Alekseenko erreichte mit 6,0 Punkten Rang 49, IM Konstantin Peyrer belegte mit 4,5 Punkten Platz 141. In der Frauenwertung kam IM Olga Badelka mit 4,0 Punkten auf Rang 52.
Im Blitzturnier über 19 Runden (3 Minuten plus 2 Sekunden) unterstrich Carlsen seine Ausnahmestellung und gewann seinen bereits neunten Weltmeistertitel. Bei den Frauen verteidigte Bibisara Assaubayeva erfolgreich ihren Titel.
Auch aus österreichischer Sicht gab es solide Leistungen: Alekseenko sammelte im Blitz 7,0 Punkte und wurde 51., Peyrer erzielte 5,5 Punkte und belegte Rang 105. Besonders stark präsentierte sich Olga Badelka, die mit 9,5 Punkten den 21. Platz erreichte und damit ihre Setzlistenposition (Nr. 65) deutlich übertraf.
Die Weltmeisterschaften in Doha verdeutlichten einmal mehr die hohe internationale Konkurrenz und boten den österreichischen Spielerinnen und Spielern wertvolle Erfahrung auf höchstem Niveau – ein wichtiger Impuls im Hinblick auf die Saison 2026. Insgesamt waren in allen vier Turnieren 780 Spielerinnen und Spieler aus 69 Nationen am Start. ÖSB Präsident Michael Stöttinger war in Doha vor Ort und hat am Schlusstag für Wesley So sympolisch den ersten Zuge ausgeführt. (wk, Foto: FIDE)
Das Großmeisterturnier in Wien endete einen Tag vor Weihnachten und brachte aus österreichischer Sicht erfreuliche Ergebnisse. IM Lukas Dotzer erzielte seine zweite Großmeister-Norm, FM Peter Balint erreichte seine erste IM-Norm.
Dotzer startete mit 4,5 Punkten aus 5 Partien sehr erfolgreich ins Turnier. Nach einer Niederlage in Runde 6 gegen Robert Ernst stabilisierte er sich mit Remisen gegen Adam Kozak und Peter Balint. In der Schlussrunde stand er damit vor einer Must-win-Partie gegen Marius Fromm, die er für sich entscheiden konnte. Dieser Erfolg sicherte ihm seine zweite Großmeister-Norm; die erste konnte er wenige Wochen zuvor in der kroatischen Liga erzielen. Zudem darf er sich über einen Elo-Zuwachs von 18 Punkten freuen.
Peter Balint begann das Turnier ebenfalls solide mit 3 Punkten aus 5 Partien. Nach einer Niederlage in Runde 6 gegen Valentin Baidetskiy remisierte er seine letzten drei Partien gegen Sanjin Culum, Lukas Dotzer und Jan Subelj. Mit insgesamt 4,5 Punkten erreichte er in diesem stark besetzten Teilnehmerfeld seine erste IM-Norm.
Valentin Baidetskiy hielt sich bis zur siebenten Runde realistische Chancen auf eine Großmeister-Norm offen. In der Schlussphase des Turniers musste er jedoch Niederlagen gegen Marius Fromm und Jergus Pechac hinnehmen und erreichte in der letzten Runde ein Remis gegen Sanjin Culum.
Ein solides Turnier spielte Robert Ernst mit fünf Remisen sowie einem Sieg gegen Lukas Dotzer. Laurenz Borrmann fand nicht richtig ins Turnier und konnte nicht an seinen Erfolg bei der U18-Europameisterschaft anknüpfen.
Insgesamt kann das Turnier als gelungen bewertet werden. Neben den zwei erreichten Normen sammelten die österreichischen Spieler wertvolle Erfahrung gegen starke internationale Konkurrenz. Auch auf dem ÖSB-Lichess-Account wurde über das Turnier berichtet, inklusive Analyse der Partien Dotzer - Subelj und Kozak - Balint.