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Olga Badelka gewinnt EM-Bronze für Österreich

Die Europäische Einzelmeisterschaft der Frauen 2026 ging heute zu Ende und aus österreichischer Sicht hätte das Turnier kaum erfolgreicher verlaufen können. Mit einer Bronzemedaille für Olga Badelka sowie einer starken Leistung von Emilia Deak-Sala durfte sich die österreichische Delegation über herausragende Ergebnisse freuen.

Olga Badelka gewinnt Bronze und qualifiziert sich für den World Cup

Olga Badelka startete mit hervorragenden 8 Punkten aus 10 Partien vom dritten Platz in die Schlussrunde. Zuvor hatte sie mit Siegen gegen GM Elina Danielian und GM Anna Ushenina in den Runden neun und zehn wichtige Punkte gesammelt und sich in die Spitzengruppe vorgearbeitet.

Vor der letzten Runde war die Ausgangslage äußerst spannend: Die spätere Siegerin WFM Anastasiia Hnatyshyn führte das Feld mit einem halben Punkt Vorsprung an, während Olga Badelka und IM Sabrina Vega Gutierrez mit jeweils 8 Punkten zu ihren engsten Verfolgerinnen zählten. Weitere drei Spielerinnen lagen nur einen halben Punkt dahinter, sodass noch sämtliche Medaillenentscheidungen offen waren.

Während die Begegnung am Spitzenbrett mit einem Remis endete, richteten sich die Blicke auf das Duell zwischen Olga Badelka und Sabrina Vega Gutierrez. Nach einer ausgeglichenen Partie blieb auch das entstandene Turmendspiel lange Zeit im Gleichgewicht. Keine der beiden Spielerinnen konnte Vorteile erzielen, sodass man sich nach insgesamt 60 Zügen auf Remis einigte.

Damit stand WFM Anastasiia Hnatyshyn als alleinige Siegerin der Europameisterschaft fest. Die Ukrainerin, die lediglich als Nummer 76 der Setzliste ins Turnier gestartet war, erzielte mit 9 Punkten und einer Performance von 2580 eine beeindruckende Leistung und krönte sich verdient zur Europameisterin 2026.

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Foto: Siegerin WFM Anastasiia Hnatyshyn (© ECU)

Hinter ihr folgten gleich drei Spielerinnen mit jeweils 8,5 Punkten, sodass die Buchholzwertung über die Vergabe der Medaillen entschied. Olga Badelka sicherte sich dabei den hervorragenden dritten Platz und damit eine EM-Bronzemedaille für Österreich.

Mit einer Turnierperformance von 2490 sowie einem Elo-Zuwachs von rund 14 Punkten verbessert sie ihr Live-Rating auf über 2400 Elo. Zusätzlich qualifiziert sie sich als eine der besten zehn Spielerinnen des Turniers für den kommenden FIDE Women’s World Cup.

Starker Auftritt von Emilia Deak-Sala

Auch Emilia Deak-Sala überzeugte mit einer starken Leistung. Die Österreicherin startete als Nummer 114 der Setzliste aus dem letzten Drittel des Teilnehmerfeldes und arbeitete sich bis auf den hervorragenden 57. Endrang vor.

Mit einer Performance von 2266 Elo gewann sie mehr als 50 Elo-Punkte hinzu. Darüber hinaus erfüllte sie u.a. mit ihrem starken Abschneiden die Voraussetzungen für eine WIM-Norm und durfte sich damit über einen weiteren wichtigen Meilenstein in ihrer schachlichen Entwicklung freuen. (ssc, Bilder: ECU)

Partienanalyse auf Lichess

Auf dem Lichess-Account des ÖSB haben unsere Bundestrainer je eine ausgewählte Partie von Olga Badelka und Emilia Deak-Sala analysiert.

Alle Ergebnisse und Paarungen: chess-results.com
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100 Jahre Schachklub Kufstein – Internationales Senn Open

Der Schachklub Kufstein feiert im Jahr 2026 sein 100-jähriges Vereinsjubiläum. Aus diesem besonderen Anlass veranstaltet der Traditionsverein vom 31. Juli bis 2. August 2026 erstmals das Internationale Senn Gruppe Open in Kufstein. Das Turnier verspricht ein attraktives Schachwochenende in einer der schönsten Städte Tirols und lädt Spielerinnen und Spieler aus dem In- und Ausland herzlich zur Teilnahme ein.

Gespielt wird in der Neuen Mittelschule Kufstein (Fischergries 30, 6330 Kufstein) über fünf Runden nach Schweizer System. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten plus 30 Sekunden Inkrement pro Zug. Das Turnier wird für die internationale Elozahl, die österreichische Elowertung sowie die deutsche DWZ ausgewertet.

Das Open wird in zwei Gruppen ausgetragen:
A-Turnier für Spielerinnen und Spieler ab 1600 Elo
B-Turnier für Spielerinnen und Spieler bis 1800 Elo

Für zusätzliche Spannung sorgt ein attraktiver Preisfonds von insgesamt 4.500 Euro. Im A-Turnier erhält der Sieger 700 Euro, weitere Geldpreise werden bis zum 8. Platz sowie in zahlreichen Sonderwertungen vergeben. Auch im B-Turnier warten Geldpreise auf die Bestplatzierten.

Der Schachklub Kufstein zählt zu den traditionsreichsten Vereinen Tirols und blickt auf eine hundertjährige Geschichte zurück. Mit dem Jubiläums-Open möchte der Verein dieses besondere Ereignis gemeinsam mit der österreichischen und internationalen Schachgemeinschaft feiern.

Der Österreichische Schachbund wünscht dem Schachklub Kufstein bereits jetzt viel Erfolg und viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Durchführung des Jubiläumsturniers. (wk)

Offizielle Website, Ausschreibung

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Turnier im Lernraum 14

Die Mittelschule im 14. Bezirk in Wien schaffte es mit ihrem Turnier-Projekt beim Jugendschachpreis Anfang des Jahres den 3. Platz zu erreichen. Um diesen Erfolg zu belohnen gab es am 27. Mai 2026 ein Event der Jugendkommission vor Ort an der Schule.

Nach einer kurzen Einführung in die Turnierregeln und einem 2 stündigen Training mit 5 Anfängern und knapp 20 geleitet von Selina und Flo folgte das Highlight des Tages.
Das große Turnier. Mit 20 Teilnehmer:innen versammelten wir uns im Turnsaal, wo aufgrund der knappen Zeit nur 4 Runden mit der Bedenkzeit 7+5 gespielt wurden. Ganz neu für die Kids, war die Schachuhr! Schnell konnten sie sich jedoch an die neuen Regeln und die Uhren gewöhnen und spielten vorbildlich und fair ihre Partien, die zum Teil durchaus auf schachlich hohem Niveau waren. 

Um 13 Uhr endete das Event und sowohl Schiedsrichter Gabriel und die Trainer:innen Flo und Selina als auch Kids und Lehrkräfte hatten einen spaßigen Vormittag miteinander verbracht!

Wir hoffen auch im kommenden Jahr auf tolle Einsendungen und weitere Events!

(Bilder: Luzia Jorda, Text sj)

Österreichische Jugendmeisterschaften U12 und U14 starten in Fürstenfeld

Am 4. Juni um 9:00 Uhr fällt in Fürstenfeld der Startschuss für die Österreichischen Jugendmeisterschaften der Altersklassen U12, Mädchen U12, U14 und Mädchen U14. Knapp 100 Nachwuchstalente aus ganz Österreich kämpfen in den kommenden Tagen um die nationalen Titel, Medaillen sowie die begehrten Qualifikationsplätze für internationale Meisterschaften.

Insgesamt qualifizieren sich in den vier Bewerben jeweils die ersten fünf Plätze für die Jugend-Weltmeisterschaften beziehungsweise die Jugend-Europameisterschaften. 

Gespielt werden sieben Runden im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten plus 30 Sekunden Zeitgutschrift pro Zug. Die Meisterschaften enden am 7. Juni.

U12: Stark besetztes Teilnehmerfeld

In der Altersklasse U12 führt Chicheng Leon Chen (Elo 2114) die Setzliste an. Dahinter folgen Filip Jevremovic (Elo 1983) und Chenshan Wu (Elo 1948). Alle drei zählen zu den größten österreichischen Nachwuchshoffnungen und werden den Österreichischen Schachbund im Juli auch bei der Jugend-Europameisterschaft im Blitz- und Schnellschach in Rzeszów (Polen) vertreten.

Mädchen U12: Enges Rennen um die Spitzenplätze

Bei den Mädchen U12 geht Parinitha Hemanth Gowda (Elo 1629) als Nummer eins der Setzliste ins Rennen. Zu ihren stärksten Konkurrentinnen zählen Avni Antolovic (Elo 1533) und Emilia Ehrengruber (Elo 1496). Auch die weiteren Spielerinnen liegen leistungsmäßig dicht beisammen, sodass spannende Kämpfe um die Medaillen zu erwarten sind.

U14: Noah Pleimer an der Spitze

In der Altersklasse U14 führt Noah Pleimer (Elo 2108) die Startrangliste an. Dahinter folgen Daniel-Yosuke Groessing (Elo 2064) und Anton Ruescher (Elo 1968).

Mädchen U14: Ausgeglichenes Spitzenfeld

Bei den Mädchen U14 startet Edna Abakah-Hagen (Elo 1575) als topgesetzte Spielerin. Laura Zens (Elo 1560) und Pia Langeder (Elo 1552) komplettieren das nahezu ausgeglichene Spitzentrio und zählen ebenfalls zu den Favoritinnen auf die Medaillenränge.

Der Österreichische Schachbund wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern spannende Partien, viel Erfolg und vor allem Freude am Schach. (ssc, Bild: ÖSB)

Alle Ergebnisse und Paarungen: chess-results.com

Übertragungen:

ChessBase: U12, M U12, U14, M U14

LiChess

Chess.com

Austrian Rapid Rallye 2025/2026: Harald Schneider-Zinner gewinnt die Gesamtwertung

Mit dem PlusCity Grand Prix in Pasching fand die Austrian Rapid Rallye 2025/2026 ihren würdigen Abschluss. Nach einer abwechslungsreichen Serie aus Online- und OTB-Bewerben steht nun die endgültige Gesamtwertung fest. Über die gesamte Saison hinweg bot die Rallye spannende Wettkämpfe, starke Teilnehmerfelder und zahlreiche Möglichkeiten, wertvolle Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln.

Harald Schneider-Zinner sichert sich den Gesamtsieg

Nach elf Monaten und zahlreichen Bewerben in ganz Österreich sowie auf lichess.org konnte sich Harald Schneider-Zinner den Gesamtsieg der ersten Austrian Rapid Rallye sichern. Mit konstant starken Leistungen über die gesamte Saison hinweg setzte er sich an die Spitze der Gesamtwertung.

Die Top 5 der Abschlusstabelle:

  1. Harald Schneider-Zinner
  2. Leonhard Herter
  3. Vladislav Kundianok
  4. Philipp Enöckl
  5. Siegfried Zörnpfenning

Sonderpreise für herausragende Leistungen

Neben den Hauptpreisen wurden auch mehrere Sonderwertungen ausgezeichnet. Diese Ehrungen unterstreichen die Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die breite Altersstruktur innerhalb der Rallye.

Die Sonderpreise gingen an:

  • Beste Frau: Maria Horvath
  • Bester U18-Spieler: Julian Jetzl
  • Bester Ü60-Spieler: Siegfried Zörnpfenning

Erfolgreicher Abschluss der Premierensaison

Mit dem Finale in Pasching geht die erste Austragung der Austrian Rapid Rallye zu Ende. Die Kombination aus Online- und Präsenzschach sorgte über die gesamte Saison hinweg für spannende Wettkämpfe und bot Spielerinnen und Spielern aus ganz Österreich zahlreiche Möglichkeiten, sich miteinander zu messen.

Die Austrian Rapid Rallye war als einmaliges Projekt für die Saison 2025/2026 konzipiert und findet in der kommenden Saison nicht erneut statt. Umso mehr bleibt die erste Austragung als interessantes Kapitel im österreichischen Turnierkalender in Erinnerung.

Die Event-Kommission bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Veranstaltern und Unterstützern, die zum Gelingen der Serie beigetragen haben. (ssc, Text: Leonhard Herter, Bild im Beitrag: Hans Leitner)

Zwischenstand bei der Europäischen Einzelmeisterschaft der Frauen

Die Europäische Einzelmeisterschaft der Frauen wird derzeit vom 25. Mai bis 5. Juni in Batumi (Georgien) ausgetragen. Mehr als 160 Spielerinnen kämpfen um den Titel. Nach sechs gespielten Runden steht am 31. Mai zunächst ein wohlverdienter Ruhetag auf dem Programm.

Für Österreich sind Olga Badelka und Emilia Deak-Sala am Start und beide können bislang mit ihren Leistungen überzeugen.

Olga Badelka hat nach sechs Runden 4,5 Punkte auf ihrem Konto. Nach einer Niederlage in der 3. Runde gegen FM Alexandra Zherebtsova zeigte sie eine beeindruckende Siegesserie und gewann ihre folgenden drei Partien. Mit dieser Aufholjagd liegt sie aktuell auf dem 11. Platz und befindet sich weiterhin in aussichtsreicher Position für die verbleibenden Runden.

Auch Emilia Deak-Sala präsentiert sich in guter Form. Bereits in der Auftaktrunde gelang ihr ein Remis gegen die topgesetzte IM Inna Gaponenko. Mit 3,5 Punkten ist sie derzeit auf Platz 66 im oberen Mittelfeld des Teilnehmerfeldes. Besonders erfreulich ist ihre bisherige Turnierleistung: Aktuell steht ein Elo-Plus von 26 Punkten zu Buche, verbunden mit einer starken Performance von 2239.

Für eine Überraschung an der Tabellenspitze sorgt die Ukrainerin Anastasiia Hnatyshyn. Die WFM startete von Rang 76 der Setzliste, gewann dann ihre ersten sechs Partien in Folge und führt das Turnier damit souverän an. Bereits einen ganzen Punkt beträgt ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Sabrina Vega Gutierrez, die mit 5 Punkten auf Rang zwei liegt.

Aus österreichischer Sicht bleibt die Ausgangslage nach sechs Runden jedenfalls vielversprechend. Mit noch fünf ausstehenden Partien sind für Olga Badelka und Emilia Deak-Sala weiterhin zahlreiche Chancen auf Spitzenplatzierungen vorhanden. (ssc, Fotos: ECU)

Alle Ergebnisse und Paarungen

Offizielle Homepage des Veranstalters

Liveübertragung:

ChessBase

Lichess

chess.com

20260530 Blick in den Turniersaal

ChessBase-Interview mit Michael Stöttinger und Dominik Mayr

Im Rahmen der ChessBase-Interviewreihe „Wissen ist Matt“ waren ÖSB-Präsident Michael Stöttinger und Dominik Mayr, Vizepräsident des Österreichischen Schachfördervereins, zu Gast bei Johannes Fischer.

In dem ausführlichen Gespräch sprechen die beiden Funktionäre über ihre Leidenschaft für das Schachspiel, die Herausforderungen und Chancen der Verbandsarbeit sowie die Bedeutung einer nachhaltigen Nachwuchsförderung. Weitere Themen sind die Entwicklung des österreichischen Schachs, der verantwortungsvolle Umgang mit finanziellen Ressourcen und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft des Schachsports.

Ein interessantes Interview für alle, die sich für die Arbeit hinter den Kulissen des österreichischen Schachs und die strategische Weiterentwicklung unseres Sports interessieren. (wk, Foto: ChessBase)

Website ChessBase
Zum Interview auf Youtube...

Ausschreibung Meisterschaften 2027 / 2028

Der Österreichische Schachbund (ÖSB) schreibt die Ausrichtung seiner Staatsmeisterschaften und Österreichischen Meisterschaften für die Jahre 2027 und 2028 aus, sofern diese nicht bereits vergeben wurden. Die Ausschreibung richtet sich an die Landesverbände des ÖSB.

Vereine, Personen oder Organisationen, die eine Meisterschaft ausrichten möchten, müssen ihre Bewerbung mit dem jeweiligen Landesverband abstimmen und über diesen einreichen.

Wir freuen uns auf Bewerbungen bis spätestens 1. September 2026. Die Vergabe erfolgt in der darauffolgenden Sitzung des ÖSB-Präsidiums. (wk)

Download: Ausschreibung

PlusCity Grand Prix 2026 lockte tausende Zuschauer zu den Staatsmeisterschaften

Bereits zum insgesamt siebten Mal fand in Pasching bei Linz der „PlusCity Grand Prix“ statt, diesmal nicht nur mit den bereits traditionellen Team-Meisterschaften im Blitz- und Rapidschach, sondern auch mit den Einzel-Staatsmeisterschaften. Zusätzlich wurden im Rahmen des Open erstmals die Staatsmeisterschaften Ü65, Ü50 und U20 ausgetragen.

Mit insgesamt 80.000 Euro Preisgeld ist der PlusCity Grand Prix das wichtigste Blitz- und Rapidturnier Europas. Insgesamt 50 Großmeister und mehr als 100 Titelträger bestätigten den Status des PlusCity GrandPrix als Turnier der Sonderklasse. Eigentlich auf 400 Spielerinnen und Spieler pro Tag limitiert, wurden aufgrund des enormen Andrangs noch am Turniertag alle verfügbaren Tische kurzfristig erweitert – das Ergebnis war ein Teilnehmerrekord von 426 Spielerinnen und Spielern am Donnerstag sowie rund 1.700 Spieler insgesamt bei fast 200 Teams.

Das engagierte Organisationsteam rund um ÖSB-Präsident Michael Stöttinger, den Präsidenten des oberösterreichischen Landesverbands Günter Mitterhuemer sowie Hauptschiedsrichter Ivan Syrovy sorgte gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern für einen professionellen und zugleich familiären Ablauf aller Bewerbe. Die Disziplin und Mitarbeit der Turnierteilnehmer waren hervorragend. Da es sich bei vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern um „Stammgäste“ handelt, wirft der ungewöhnliche Veranstaltungsort kaum noch Fragen auf. Das seit Jahren in gleicher Zusammensetzung arbeitende Schiedsrichterteam wickelte das Turnier trotz der enormen Teilnehmerzahl und der aufwendigen Logistik routiniert und effizient ab. Neben bekannten internationalen Schiedsrichtern wie Gerhard Bertagnolli, Magdalena Judek, Martin Dobrotka und Sandra Schmidt leistet ein engagiertes Team aus Oberösterreich seit Jahren einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen des Turniers: Die Veranstalter möchten sich besonders herzlich bei Bruno Hundertpfund, Didi Hiermann, Gerhard Riegler, Walter Schaller, Gerald Huemer, Helmut Wöss, Tatjana Nawratil und Johann Voraberger für die große Hilfe und ihr Engagement bedanken.

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Das internationale Schiedsrichter-Team unter der Leitung von Ivan Syrovy (Mitte). Vielen Dank für die herausragende Leistung! Vorne Mitte: Turnierhund Bella. Bild: Maria Emelianova

 

Auch der Weltschachbund  FIDE  war erneut beim PlusCity Grand Prix vertreten. Eine Abordnung des FIDE Management Boards nahm unter anderem am Blitzturnier als FIDE-Team teil, und FIDE-Generalsekretär  Lukasz  Turlej  aus Polen konnte bei der Siegerehrung des Team-Rapid-Bewerbs zu seiner besonderen Freude das Team „Polish Power“ als Turniersieger ehren.

Zur Nachwuchsförderung gibt es in der PlusCity traditionell ein Aufeinandertreffen von Jugendtalenten und Schachlegenden. Dieses Jahr wurde dafür eine Qualifikation auf Lichess gespielt, hervorragend organisiert von Didi Hiermann. 28 Kinder mit völlig unterschiedlicher Spielstärke spielten schließlich gegen die ehemalige Weltmeisterin Antoaneta Stefanova, den ersten Europameister Pavel Tregubov, Ex-Juniorenweltmeister Parham Maghsoodloo und die beste Österreicherin Olga Badelka.

Das Konzept: Um trotz der Überlegenheit der Großmeister eine Reihung zu ermöglichen, werden alle Kinder matt gesetzt; wer am längsten durchhält, gewinnt. Der Gewinner schaffte in den vergangenen Jahren üblicherweise rund 40 bis 50 Züge. Das oberösterreichische Supertalent Noah Pleimer stellte jedoch vermutlich einen Rekord für die Ewigkeit auf: ganze 83 Züge hielt er gegen den Weltklasse-Großmeister Parham Maghsoodloo durch.

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 Bild links: Das oberösterreichische Spitzentalent Noah Pleimer hielt sage und schreibe 83 Züge gegen Großmeister Parham Maghsoodloo durch. Bild: Maria Emelianova

 

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Bild rechts: Der junge Florentin Stickler, eines der größten Talente Österreichs, im Wettkampf mit einer der besten Schachspielerinnen aller Zeiten – der 10. Weltmeisterin Antoaneta Stefanova. Bild: Maria Emelianova

 

Erstmals bei einem ÖSB-Bewerb mit dabei und absolut begeistert war Freedom24 „DACH“ (Deutschland, Österreich, Schweiz), vertreten durch Managing Director Dominik Mayr. Der Repräsentant des ÖSB-Generalpartners eröffnete symbolisch das Turnier und plant für 2027 eine erweiterte Präsenz des an der Nasdaq notierten Finanzdienstleisters. Dieser bietet über seine App den bequemen und kostengünstigen Handel mit Aktien, Anleihen, ETFs und weiteren Finanzprodukten an.

Bereits am Mittwoch vor Turnierstart fand in der PlusCity das erste „Business Meets Chess“-Event Österreichs statt. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wie die Österreicher mit dem Sparbuch Milliarden verlieren“ diskutierten der Vorstand des Instituts für betriebliche Finanzwirtschaft an der JKU Linz, Univ.-Prof. Dr. Helmut Pernsteiner, der ehemalige ÖBB-, Alpine- und HETA-Vorstand sowie Nationalratsabgeordnete Mag. Arnold Schiefer und der Linzer Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Mag. Stephan Schlager darüber, wie man die Österreicherinnen und Österreicher zu einer höheren Aktienquote in der Vorsorge motivieren könnte und welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Altersvorsorge mit Wertpapieren notwendig wären.

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 Am Vorabend des Turnierstarts fand die Podiumsdiskussion „Business meets Chess“ mit o. Univ. Prof. Prof.h.c. Dr. Helmut Pernsteiner, Abg. z. NR Mag. Arnold Schiefer, Mag. Stephan Schlager (STB) und ÖSB Präsident Michael Stöttinger statt. Bild: Maria Emelianova

 

Mit breiter Medienpräsenz und rund 100.000 Zuschauern in der Shopping Mall ist der PlusCity Grand Prix die öffentlichkeitswirksamste Schachveranstaltung Mitteleuropas. Auch das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war durchwegs begeistert.

Für 2027 planen die Organisatoren weitere Detailverbesserungen. So wird man im Team-Blitz mit zwei Runden weniger auskommen, die Begrenzung auf 400 Teilnehmer soll jedoch bestehen bleiben. Die Einzel-Staatsmeisterschaften Blitz und Rapid finden nächstes Jahr anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Landesverbandes Niederösterreich in Baden statt. In der PlusCity werden dann wie üblich das Grand Prix Open und die Team-Staatsmeisterschaften ausgetragen. (ssc, Bilder: Maria Emelianova, Text: ÖSB)

 

PlusCity Grand Prix Rapid Champions 🏆 (426 Teilnehmer)

🥇 GM Pranav V (Indien)
🥈 GM Eduardo Iturrizaga Bonelli (Spanien)
🥉 GM Parham Maghsoodloo (Iran)

Beste Dame

🥇 IM Aleksandra Maltsevskaya (Polen)

Österreichische Staatsmeisterschaft Rapid Open

🥇 IM Valentin Baidetskyi*
🥈 GM Felix Blohberger
🥉 IM Lukas Dotzer

*Mit seinem Titelgewinn sicherte sich IM Valentin Baidetskyi zudem die Qualifikation für die österreichische Staatsmeisterschaft im Standardschach, die von 15. bis 23. August in Linz ausgetragen wird.

Österreichische Staatsmeisterschaft Rapid Frauen

🥇 WIM Veronika Exler
🥈 IM Olga Badelka
🥉 WFM Chiara Polterauer

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Preisverleihung an die neuen Staatsmeister/innen des Rapid Open: Dominik Mayr von Freedom 24, Olga Badelka, Lukas Dotzer, Staatsmeister Valentin Baidetskyi, Staatsmeisterin Veronika Exler, Felix Blohberger, Chiara Polterauer und ÖSB-Präsident Michael Stöttinger (v.l.n.r.). Bild: Maria Emelianova

 

Österreichische Meisterschaft Rapid Ü65

🥇 IM Aco Alvir

Österreichische Meisterschaft Rapid Ü50

🥇 FM Herbert Wohlfahrt

Österreichische Meisterschaft Rapid U20

🥇 IM Lukas Dotzer

 

PlusCity Grand Prix Blitz Champions 🏆 (411 Teilnehmer)

🥇 GM Szymon Gumularz (Polen)
🥈 GM Anton Korobov (Ukraine)
🥉 GM Parham Maghsoodloo (Iran)

Beste Dame

🥇 IM Aleksandra Maltsevskaya (Polen)

Österreichische Staatsmeisterschaft Blitz Open

🥇 GM Dominik Horvath
🥈 IM Valentin Baidetskyi
🥉 IM Laurenz Borrmann

Österreichische Staatsmeisterschaft Blitz Frauen

🥇 IM Olga Badelka
🥈 Magdalena Moerwald
🥉 WFM Chiara Polterauer

Österreichische Meisterschaft Blitz Ü65

🥇 FM Adolf Denk

Österreichische Meisterschaft Blitz Ü50

🥇 FM Thomas Hebesberger

Österreichische Meisterschaft Blitz U20

🥇 IM Laurenz Borrmann

 

PlusCity Grand Prix Team-Blitz 🏆 (92 Teams)

🥇 ASV Linz 1
(Parham Maghsoodloo, Aleksandr Shimanov, M. Amin Tabatabaei, Sergei Movsesian)

🥈 PlusCity
(Jakub Pulpan, Maxim Rodshtein, Andrey Sumets, Vahap Sanal)

🥉 The Boys
(Jose Eduardo Martinez Alcantara, Benjamin Bok, Daniel Dardha, Max Warmerdam)

Österreichische Staatsmeisterschaft Team-Blitz Open

🥇 ASV Linz 1
🥈 Schachklub Pinggau/Friedberg 1
🥉 Schachklub Pinggau/Friedberg 2

Österreichische Meisterschaft Team-Blitz Frauen

🥇 ASVÖ Pamhagen 1
🥈 Wulkaprodersdorf 2
🥉 SC Victoria Linz

 

PlusCity Grand Prix Team-Rapid 🏆 (92 Teams)

🥇 Polish Power
(GM Jakub Seemann, GM Jan Malek, IM Patryk Cieslak, IM Krzysztof)

🥈 Schachklub Pinggau/Friedberg 1
(GM V Pranav, GM Viktor Erdos, GM Denis Kadric, IM Valentin Baidetskyi)

🥉 Schachklub Pinggau/Friedberg 2
(GM Milos Perunovic, GM Ivan Ivanisevic, GM Danilo Milanovic, IM Nikolay Averin)

Österreichische Staatsmeisterschaft Team-Rapid Open

🥇 Schachklub Pinggau/Friedberg 1
🥈 Schachklub Pinggau/Friedberg 2
🥉 ASV Linz 1

Österreichische Meisterschaft Team-Rapid Frauen

🥇 ASVÖ Pamhagen 1
🥈 SC Victoria Linz
🥉 Wulkaprodersdorf 2

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Die glücklichen Doppelstaatsmeisterinnen des ASVÖ Pamhagen mit Teodora Injac, Laura Unuk, Aleksandra Maltsevskaya und Elina Danielian, sowie Team Blitz Staatsmeister ASV Linz mit Amin Tabatabaei, Parham Maghsoodloo, Sergej Movsesian, Alexandr Shimanov und Michael Stöttinger (v.l.n.r.) Bild: Maria Emelianova

 

Alle Ergebnisse: chess-results.com

Homepage

Weitere Bilder von Peter Kranzl

ÖM U8/U10: Spannende Entscheidungen in Fürstenfeld

Von 22. bis 25. Mai wurden im JUFA Fürstenfeld die Österreichischen Meisterschaften der Altersklassen U8 und U10 ausgetragen. In insgesamt sieben Runden kämpften die besten Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspieler des Landes um die Medaillen und die Qualifikation für internationale Bewerbe. Trotz des intensiven Programms mit drei Runden pro Tag beeindruckten die jüngsten Talente mit hoher Konzentration und zahlreichen spannenden Partien bis zur Schlussrunde. Hier sind die Medaillengewinnerinnen und -gewinner:

U-08 Buben          
1 Ivanov, Oleksandr 1253 Wien 1. Sk Ottakring 6 28
2 Durakovic, Demian 1372 Knt Sv Drache Friesach 6 27
3 Riegler, Lionel 1200 Sv Asten 5 28,5
             
U-10 Buben          
1 Veladzic, Isak 1940 Wien Kjsv Wien 7 27,5
2 Ragger, Christoph Karl 1390 Stmk Grazer Schachgesellschaft 5 27
3 Brezlan, Noel 1641 Wien Kjsv Wien 5 26
3 Kienersberger, Paul 1570 Stmk Styria Graz 5 26
             
U-08 Mädchen          
1 Feseniuk, Maryna 1437 Wien Sc Donaustadt 6,5 25
2 Pichler, Leonore 1495 Stmk Grazer Schachgesellschaft 6 26
3 Kolesarova, Caroline-Laura 1200 Vbg Rankweil 4,5 27
             
U-10 Mädchen          
1 Burstein, Viktoria 1267 Wien 1. Sk Ottakring 7 24
2 Jarda, Debora-Alexandra 1241 Sc Schwanenstadt 5 26
3 Nussbacher, Sarah 1344 Stmk Bärnbach 4,5 24,5

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Die Meisterschaften boten einmal mehr einen eindrucksvollen Einblick in die Qualität des österreichischen Jugendschachs und zeigten, mit wie viel Begeisterung und Ehrgeiz bereits die jüngsten Spielerinnen und Spieler ans Brett gehen. Für die vorbildliche Organisation zeichnet der Schachklub LL-resources Fürstenfeld verantwortlich, an der Spitze mit Siegfried Posch und Johann Hadl. Als Hauptschiedsrichter fungiert IS Hermann Wilfling wie immer umsichtig und tadellos. (wk, Fotos: Jugendschach.at)

Ergebnisse bei Chess-Results

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