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Ankündigung: Österreichische Seniorenmeisterschaft 2026 in St. Veit an der Glan

Der Österreichische Schachbund lädt zur Offenen Österreichischen Senioren- und Nestorenmeisterschaft 2026 ein, die von 11. bis 17. Mai 2026 im Fuchspalast in St. Veit an der Glan (Kärnten) gleich im Anschluss an den Mitropacup 2026 ausgetragen wird. Teilnahmeberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler der Jahrgänge 1976 und älter (50+) bzw. Jahrgänge 1961 und älter (65+). Ab einer entsprechenden Teilnehmerzahl werden die beiden Altersklassen in getrennten Turnieren gespielt.

Gespielt werden sieben Runden nach Schweizer System mit nationaler und internationaler Elo-Wertung. Die Bedenkzeit beträgt 40 Züge in 90 Minuten, anschließend 30 Minuten bis zum Partierende, ergänzt durch ein Inkrement von 30 Sekunden pro Zug ab dem ersten Zug. Das Turnier beginnt am Montag, 11. Mai 2026, mit der Anwesenheitskontrolle um 13:30 Uhr, gefolgt von der Eröffnung und der ersten Runde um 14:00 Uhr. Die Runden zwei bis sechs finden von Dienstag bis Samstag jeweils um 14:00 Uhr statt, die siebente und letzte Runde wird am Sonntag, 17. Mai 2026, um 10:00 Uhr gespielt, anschließend erfolgt die Siegerehrung.

Als Spielort und offizielles Turnierhotel steht der Fuchspalast St. Veit/Glan zur Verfügung, in dem ein Zimmerkontingent reserviert ist. Die Organisation erfolgt durch den SV ASKÖ St. Veit/Glan in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Kärnten. Alle weiteren Details zu Anmeldung, Unterkunft und Turniermodalitäten sind der offiziellen Ausschreibung zu entnehmen. (wk)

Download Ausschreibung

Gallipoli 2025 – Ein würdiges Fest des Seniorenschachs

Die Seniorenweltmeisterschaften 2025 in Gallipoli waren ein Ereignis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Sorgfältig und umsichtig organisiert vom Team rund um Matteo Zoldan und Cristina Rigo, bot dieses Turnier nicht nur hervorragende Rahmenbedingungen, sondern auch jene besondere Atmosphäre, die das Seniorenschach so wertschätzt: Gemeinschaft, Respekt und Freude am Spiel.

Gallipoli, eine historisch eindrucksvolle Stadt an der apulischen Küste, zeigte sich von ihrer besten Seite. Mit hunderten Restaurants, schmalen Gassen und mediterranem Flair erwies sie sich als idealer Schauplatz.

Der Preisfonds von € 50.000 war für einen Seniorenbewerb bemerkenswert und lockte 430 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 62 Ländern an – ein Weltfeld von beeindruckender Qualität, darunter 188 Titelträger.

Die Partien wurden im weitläufigen Costa Brada Hotel ausgetragen, dessen direkter Zugang zum Ionischen Meer den Tagen eine ruhige, beinahe feierliche Note verlieh. Elf spannende Runden verlangten Konzentration und Ausdauer, doch die Organisation sorgte für Ausgleich: Ausflüge, Rahmenprogramm und liebevolle Betreuung durch Polina, die jede Frage mit Geduld und Herzlichkeit beantwortete.

Die Abschlussveranstaltung im Teatro Tito Schipa bot einen stilvollen Ausklang – Operngesang erfüllte den Saal, bevor die Ehrungen der neuen Weltmeister erfolgten:
Ü50 Open: GM Mikhalevski (Israel)
Ü50 Frauen: GM Arakhamia-Grant (Schottland)
Ü65 Open: IM Reprintsev (Ukraine) – nun Großmeister
Ü65 Frauen: WGM Strutinskaia (Russland)

Für Österreich standen 13 Spielerinnen und Spieler im Einsatz, und alle konnten ihre Erwartungen erfüllen. Meine persönliche Bilanz fällt erfreulich aus: gute Partien (darunter fünf gegen Großmeister), Platz 34 in meiner Alterskategorie und viele neue Freundschaften über Landesgrenzen hinweg.

Eine gelungene Veranstaltung, die zeigte, wofür Seniorenschach steht – ein gutes Umfeld, wertvolle Begegnungen, Urlaubsfeeling und natürlich das gemeinsame, verbindende Spiel.

In Gallipoli durfte man nicht nur Schach spielen, sondern – im besten Sinn – Zeit genießen. (wk, Bericht: J. Wallner), Foto: Turnierseite)

Offizielle Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results

ÖM Senioren im April in Aschach

Die Österreichischen Meisterschaften der Senioren und Nestoren werden vom 13. bis 18. April 2025 in Aschach ausgetragen. Gespielt wird im Veranstaltungszentrum, Organisator ist der Landesverband Oberösterreich.

Das Turnier wird offen ausgetragen. Eine Teilung in zwei Turniere 50+ und 65+ ist bei ausreichend großer Teilnehmerzahl geplant. Gespielt werden jedenfalls sieben Runden mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für die ersten vierzig Züge plus 30 Minuten bis zur Beendigung der Partie, zuzüglich eines Inkrements von 30 Sekunden ab dem ersten Zug.

Das Nenngeld beträgt bei Anmeldungen bis zum 29. März 2025 50,- Euro, danach 70,-. Anmeldungen sind ab sofort an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. (wk)

Turnier auf Chess-Results, Ausschreibung, LV-OÖ

ÖM Senioren: Titel für Michael Ernst und Frank Belke

Vom 13. bis 18. April 2025 fanden die Österreichischen Seniorenmeisterschaften im Veranstaltungszentrum Aschach statt. Insgesamt gingen 45 Spieler und zwei Spielerinnen in den Alterskategorien 50+ und 65+ an den Start. Gespielt wurde in einem gemeinsamen Turnier mit getrennter Wertung für die beiden Altersgruppen.

Nach sieben spannenden Runden konnte sich in der Kategorie 65+ Michael Ernst mit 5,5 Punkten den Titel sichern. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Alois Schwabeneder und Siegfried Zoernpfenning, beide mit jeweils 5 Punkten.

In der Kategorie 50+ setzte sich Frank Belke ebenfalls mit 5,5 Punkten durch und holte damit den Meistertitel. Die Silbermedaille ging an Herbert Hager mit 5 Punkten, gefolgt von Dietmar Hiermann, der sich mit 4,5 Punkten den dritten Platz sicherte.

Für einen reibungslosen Ablauf sorgten Günter Mitterhuemer, Landespräsident von Oberösterreich, in seiner Rolle als Turnierdirektor, sowie Hauptschiedsrichter Gerald Huemer, die gemeinsam für ausgezeichnete Rahmenbedingungen sorgten.

Einen ausführlichen Bericht gibt es auf der Website des Landesverbands Oberösterreich. (wk, Foto: LV OÖ)

Ergebnisse bei Chess-Results, Website LV-OÖ,

Ausführlicher Bericht ÖM-Senioren 2025, Fotos von Peter Kranzl

Senioren Team WM in Prag

Die FIDE World Team Championships der Senioren fanden dieses Jahr vom 16. bis 25. Februar im malerischen Prag statt, und Österreich war sowohl in der Kategorie der Jungsenioren S50 als auch in der Kategorie S65 mit einem Team vertreten. Im "Jugendturnier" trat das Team Austria (FM Denk, FM Dr. Druckenrhaner, FM Kranzl, Hager Herbert und Höbarth Günter) als Nr. 20 unter 54 teilnehmenden Nationen an. Nach einem etwas verhaltenen Beginn, bei dem das Team stets um die 50%-Marke kämpfte, gelang es den Österreichern, im Verlauf des Turniers Fahrt aufzunehmen.In der 6. Runde traf man auf die starken Ungarn – ein Moment, der sich leider als Wendepunkt erwies. Der Wettkampf, den sie durchaus sensationell hätten gewinnen können, ging jedoch unglücklich mit 1,5 : 2,5 verloren. Danach fehlte es an der nötigen Energie, und der Endrang 33 war das Resultat einer etwas enttäuschenden Schlussphase.

Das Turnier selbst bot Spannung bis zur letzten Runde: Mit den Teams aus den USA, Italien und Kasachstan kämpften gleich drei Nationen punktgleich um den Titel. Letztlich entschied die bessere Zweitwertung zugunsten von Team USA, das sich knapp vor Italien und Kasachstan durchsetzte. Die Brettpreise gingen an Michael Adams, Pavel Kotsur, Alexander Shabalov und Mark Hebden.

In der Altersklasse S65 trat Österreich mit Zörnpfennig, Dr. Paul Meyer, Walter Pregl, Karl Lang und Herwig Gangl an. Mit einer soliden Leistung konnte sich das Team über den 31. Platz freuen – ein Ergebnis, das die ursprünglichen Erwartungen sogar übertraf.

Der Titel in dieser Kategorie ging einmal mehr an England, das seiner Favoritenrolle als Seriensieger gerecht wurde. Auf den Plätzen folgten die Schachstiftung Lasker sowie Saxonia. Die Brettpreise wurden an Rainer Knaak, Arthur Jussupow, Sibilio Mario und Peter Large vergeben.

Fazit – Ein stark organisiertes Turnier mit kleinen Makeln.
Die Veranstaltung in Prag war insgesamt hervorragend organisiert und bot ein hochklassiges Turnierumfeld. Einzig die strengen Sicherheitskontrollen mit Körperscans sowie das Fehlen eines Analyseraums trübten den sonst durchweg positiven Gesamteindruck. (wk, Bericht/Fotos: Peter Kranzl)

FIDE, Ergebnisse bei Chess-Results, Fotos bei Peter Kranzl