In der zweiten Runde des Mitropacups in der Schweiz konnten Österreichs Teams zwei Erfolge gegen die Gastgeber feiern. Das junge Herrenteam setzte sich dank Siegen von Lukas Dotzer, Laurenz Borrmann und Florentin Stickler mit 3,5:0,5 durch. Peter Balint steuert ein Remis bei. Damit liegt das Team in der Tabelle aktuell auf dem vierten Platz hinter Frankreich, Italien und Deutschland.

Für eine besondere Überraschung sorgte das Frauenteam: Gegen die höher eingeschätzte Schweiz gelang ein 2,5:1,5-Sieg, wobei Jasmin-Denise Schloffer am Spitzenbrett den entscheidenden Punkt holte, während Chiara Polterauer, Emilia Deak-Sala und Alina Donets jeweils ein Remis beisteuerten.

Die Ereignisse des Spieltags wurden zudem von Großmeister Felix Blohberger in seinen „Highlights des Tages“ analysiert. (wk, Fotos: Veranstalter)
Ergebnisse: https://chess-results.com/tnr1394907.aspx
Website Österreichischer Schachbund: https://www.chess.at
Website Mitropa Chess Association: http://mitropachess.eu
Live-Übertragung: http://live.chess.at/info.htm
Youtube Channel GM Blohberger: https://www.youtube.com/@febloh
Fotos Veranstalter: https://cloud.chess.at/index.php/s/gZxZw6jNA56TayE
Video: Rede Michael Jungwirth
Der Österreichischer Schachbund richtet vom 2. bis 10. Mai 2026 den traditionsreichen Mitropa-Cup im Kunsthotel Fuchspalast aus und feiert damit zugleich das 50-jährige Jubiläum dieses renommierten Mannschaftsturniers. Die diesjährige Austragung steht zudem im Gedenken an Kurt Jungwirth, der den Bewerb 1976 ins Leben rief und als langjähriger ÖSB-Präsident den Schachsport nachhaltig prägte.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von ÖSB-Präsident Michael Stöttinger, der die Bedeutung des Mitropa-Cups für den internationalen Schachsport hervorhob. In einer bewegenden Ansprache erinnerte Michael Jungwirth an das Wirken seines im Vorjahr verstorbenen Vaters und dessen bleibendes Vermächtnis für das österreichische und europäische Schach.
Ehrengäste: Stadtrat Manfred Kerschbaumer, LAbg. Günter Leikam, ÖSB-Vizepräsiden Friedrich Knapp, Christa Kaufmann, ÖSB Präsident Michael Stöttinger, Michael Jungwirth
Im Turniersaal messen sich 10 Herren- und 9 Damenmannschaften aus Mitteleuropa, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Ungarn sowie im Frauenbewerb zusätzlich die Ukraine. Die Organisation liegt in den Händen des Kärntner Schachverbands unter der Leitung von Friedrich Knapp, der als Turnierdirektor und Hauptschiedsrichter für professionelle Rahmenbedingungen sorgt.
Das Turnier ist FIDE-gewertet und bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, internationale Normen zu erzielen. Österreich tritt mit ambitionierten Aufstellungen an: Im offenen Bewerb spielen IM Lukas Dotzer, FM Peter Balint, IM Laurenz Borrmann, FM Florentin Stickler und IM Gert Schnider, während bei den Frauen WIM Jasmin-Denise Schloffer, WFM Chiara Polterauer, WFM Emilia Deak-Sala, Josephina Akiko Brunner und Alina Donets an den Start gehen.

In der ersten Runde konnten Schweiz, Deutschland und Frankreich jeweils doppelt punkten – sowohl im offenen Bewerb als auch im Frauenturnier. Aus österreichischer Sicht setzte IM Lukas Dotzer ein starkes Ausrufezeichen: Am Spitzenbrett gelang ihm ein Sieg gegen Tomothe Razafindratsima (2546). Dieses Erfolgserlebnis blieb jedoch das Highlight der Auftaktrunde, denn die Mannschaftsbegegnungen gegen Frankreich gingen insgesamt mit 1:3 sowie 0,5:3,5 verloren.
Alle Partien werden von Karl Theny live übertragen. Zusätzlich präsentiert Großmeister Felix Blohberger auf seinem YouTube-Kanal tägliche Zusammenfassungen und Highlights. Der Österreichische Schachbund lädt alle Schachbegeisterten ein, dieses besondere Jubiläumsturnier vor Ort in Kärnten oder online mitzuerleben. (wk)
Ergebnisse: https://chess-results.com/tnr1394907.aspx
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Live-Übertragung: http://live.chess.at/info.htm
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Video: Rede Michael Jungwirth
Der Österreichische Schachbund freut sich sehr den Mitropa-Cup 2026 als Gastgeber in Österreich auszurichten und damit das traditionsreiche mitteleuropäische Mannschaftsturnier in seinem 50. Jubiläumsjahr zurück ins Ursprungsland zu holen. Das Turnier wurde 1976 von Kurt Jungwirth gemeinsam mit Gertrude Wagner ins Leben gerufen und zählt seither zu den bedeutendsten Teamwettbewerben Europas; die diesjährige Austragung steht im besonderen Gedenken an Kurt Jungwirth, der im Vorjahr verstorben ist und den Schachsport in Österreich, Europa und als langjähriger Vizepräsident der FIDE auch weltweit nachhaltig geprägt hat.
Gertrude Wagner und Kurt Jungwirth. Foto: Christian Jungwirth
Vom 2. bis 10. Mai 2026 wird die Stadt St. Veit an der Glan mit dem Kunsthotel Fuchspalast als zentralem Spielort zum Treffpunkt der besten Nationalteams Europas: Im offenen Bewerb treten die zehn Mitropa-Nationen Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, die Schweiz, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Kroatien und Ungarn im klassischen Rundenturnier gegeneinander an, während im Damenbewerb Ungarn kein Team stellt und stattdessen die Ukraine das Teilnehmerfeld komplettiert.
Die Organisation des Turniers erfolgt durch den Kärntner Schachverband unter der Leitung seines Präsidenten Friedrich Knapp, der zugleich als Turnierdirektor und Hauptschiedsrichter fungiert. Strenge Fair-Play-Regeln, moderne Anti-Cheating-Maßnahmen sowie Anti-Doping-Bestimmungen unterstreichen den professionellen Rahmen der Veranstaltung. Für optimale Bedingungen ist gesorgt: Der Spielsaal im Fuchspalast ist als Turniersaal vielfach erprobt. Die Unterbringung der Teams erfolgt ebenfalls im Fuchspalast sowie in nahe gelegenen Hotels.
Gespielt werden neun Runden mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge plus 30 Minuten für den Rest der Partie sowie einem Inkrement von 30 Sekunden ab dem ersten Zug; die Partien beginnen täglich um 14:00 Uhr, lediglich die Schlussrunde am 10. Mai wird bereits um 10:00 Uhr ausgetragen. Der Wettbewerb wird als Rundenturnier mit Viererteams und einem Ersatzspieler pro Mannschaft durchgeführt, ist FIDE-gewertet und bietet die Möglichkeit, internationale Normen zu erzielen. Die Wertung erfolgt nach Mannschaftspunkten (2 für Sieg, 1 für Remis), bei Gleichstand entscheiden unter anderem Brettpunkte und direkte Begegnungen.

Lukas Dotzer führt das ÖSB Team an
Auch sportlich tritt Österreich als Gastgeber mit ambitionierten Teams an: Im offenen Bewerb spielen IM Lukas Dotzer, FM Peter Balint, IM Laurenz Borrmann, FM Florentin Stickler und IM Gert Schnider, während bei den Frauen WIM Jasmin-Denise Schloffer, WFM Chiara Polterauer, WFM Emilia Deak-Sala, Josephina Akiko Brunner und Alina Donets für Österreich an den Start gehen. Beide Teams vereinen Erfahrung und Nachwuchstalente und wollen vor heimischem Publikum um Spitzenplätze mitspielen.
Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der medialen Begleitung des Turniers: Sämtliche Partien werden von Karl Theny live übertragen, wodurch Schachfans weltweit das Geschehen in Echtzeit verfolgen können, während Großmeister Felix Blohberger auf seinem YouTube-Kanal täglich Zusammenfassungen und Highlights präsentiert und so zusätzliche Einblicke in das Turniergeschehen bietet.

Veronika Exler und Felix Blohberger als Kommentatoren beim FIDE Frauen Grand Prix 2025
Der Österreichische Schachbund lädt alle Schachbegeisterten herzlich ein, dieses Jubiläumsturnier entweder vor Ort in St. Veit an der Glan oder online mitzuerleben und gemeinsam neun Tage voller hochklassigem Mannschaftsschach, spannender Begegnungen und internationaler Begegnungen zu genießen. Der Auftakt erfolgt morgen Samstag, dem 2. Mai, um 13:45 mit der Eröffnung. Die Partien starten dann um 14:00 Uhr. Die Live Übertragung erfolgt mit 15 Minuten Verzögerung. (wk)
Ergebnisse bei Chess-Results: Offen, Frauen
Ausschreibung
Zur Live-Übertragung
Youtube Channel von GM Felix Blohberger
Website Mitropa Chess Association
Der Österreichische Schachbund bietet in Zusammenarbeit mit der Bundessportakademie im Jahr 2027 erneut eine Instruktorausbildung an. In drei Kurswochen werden neben allgemeinen sportlichen Inhalten insgesamt 75 Einheiten in Schachdidaktik und -methodik vermittelt.
Die Ausbildung richtet sich an motivierte Übungsleiter:innen mit einer Elozahl von mindestens 1900 und abgeschlossener Übungsleiterausbildung. Ziel ist die Qualifikation zur staatlich geprüften Schach-Instruktorin bzw. zum staatlich geprüften Schach-Instruktor, um Trainingsbetrieb und Nachwuchsarbeit professionell zu gestalten.
Ausbildungsort ist das BSFZ Schloss Schileiten, die drei Kursteile finden zwischen Februar und November 2027 statt.
Weitere Details zu Terminen, Voraussetzungen und Anmeldung sind dem beigefügten Dokument zu entnehmen.
Ausschreibung
Am Sonntag, dem 10. Mai 2026, veranstaltet der Landesverband Oberösterreich einen Online-Qualifier für den PlusCity Grand Prix. Das Turnier wird auf der Plattform Lichess ausgetragen und beginnt um 14:00 Uhr.
Gespielt wird in insgesamt sechs Altersklassen (U10, U12 und U14 jeweils getrennt nach Mädchen und Burschen) im Schweizer System mit sieben Runden. Die Bedenkzeit beträgt 5 Minuten plus 2 Sekunden Inkrement pro Zug. Die Teilnahme ist kostenlos.
Super Preise beim Plus City Grand Prix 2026:
- Die Turniersieger erhalten Gratis-Tickets für das Blitz-Turnier und das Rapid-Turnier
- Rang 1 und 2 bei den Mädchen-Turnieren dürfen gegen WGM Olga Badelka spielen.
- Rang 1 und 2 bei den Burschen-Turnieren dürfen gegen GM Parham Maghsoudloo spielen.
- Rang 3 und 4 bei den Burschen-Turnieren dürfen gegen GM Alexej Sarana spielen.
- Rang 5 und 6 bei den Burschen-Turnieren dürfen gegen GM Kirill Alexejenko spielen.
- Alle Preisträger bekommen zusätzlich einen Essensgutschein für die Plus City.
Ausschreibung
Anmeldung
Weitere Informationen zum
PlusCity Grand Prix 2026 siehe www.grandprix-chess.com (ssc, Foto: Archiv LV OÖ)
Die Europameisterschaft im klassischen Schach fand dieses Jahr vom 6.4. bis 20.4. in Katowice, Polen statt. Österreich wurde dabei durch zwei Spieler vertreten, IM Lukas Dotzer und IM Laurenz Borrmann. Während es für mich meine erste Europameisterschaft war, hatte mein um drei Jahre jüngerer Kollege Lukas schon mehr Erfahrung gesammelt. Insgesamt nahmen gut 500 Spieler am elfrundigen Turnier teil, das in der Arena Katowice, einer Mehrzweckhalle beim Fußballstadion Miejski, ausgetragen wurde. Die Partien begannen jeden Tag um 15:00 Uhr, so war es relativ einfach, sich an eine Tagesroutine zu gewöhnen. Außerdem gab es zwei Ruhetage nach der 4. und nach der 9. Runde.
Wir stiegen beide im Turnierhotel, dem Hotel Diament, ab. Bei der Anreise war ich etwas überrascht, als ich sah, dass mein Zimmer auf eine Fernstraße, die Calais mit Ridder an der Grenze zu China verbindet, gerichtet war, was auch in der Nacht nicht zu überhören war. Außerdem lag es rund 5 km entfernt vom Spiellokal, weshalb es vor der Runde einen organisierten Bustransfer gab. Da es aber vor allem nach der Runde oft Probleme mit der Rückkehr gab, konnten Lukas und ich dankbar sein, mit dem Auto mitfahren zu können. Während das Essen im Turnierhotel eher zu wünschen übrig ließ, konnten wir die Vielfalt des guten kulinarischen Angebots von Katowice genießen.
Während wir in Runde 1 als Startränge 114 und 180 noch gemütliche Partien gegen elomäßig viel schwächere Gegner hatten, änderte sich das schon in der 2. Runde. Ich spielte gegen den ungarischen Großmeister Kantor Gergely, und nachdem ich 15 Züge Vorbereitung aufs Brett stellte, verwendete ich 59 Minuten für meinen 16. Zug. Dies sollte aber bei weitem nicht meine schlechteste Zeiteinteilung im Turnier gewesen sein. Nach 83 Zügen endete die Partie friedlich, nachdem mein Gegner 14 Züge lang versuchte, Bauer und König gegen König zu gewinnen. Lukas gewann in Runde 2 noch gegen einen schwächeren Gegner, während er in Runde 3 gegen den GM Isik Can den Kürzeren zog. Ich verlor in Runde 3 auch gegen einen starken Großmeister. Nach Runde 4 stand ich mit 2/4 in einer weniger zufriedenstellenden und Lukas mit 3/4 in einer stabilen Ausgangslage da, als der erste freie Tag kam. Den verbrachten wir unter anderem gemeinsam mit einem Besuch im Schlesischen Park, einigen Blitzpartien und der Analyse der Partien vom Kandidatenturnier.
Nach Runde 6 hatten sowohl Lukas als auch ich 4 Punkte. Die Frage war, in welche Richtung sich das Turnier entwickelt – mit einer starken zweiten Hälfte wäre sowohl eine GM-Norm als auch eine World-Cup-Qualifikation möglich. Lukas verlor leider eine spannende und umkämpfte Partie gegen GM Anton Korobov, während ich aus einer zwischenzeitlich sehr aussichtsreichen Lage gegen GM Cem Kaan Gokerkan nicht über ein Remis hinauskam. Nachdem Lukas in Runde 8 gegen einen elomäßig schwächeren Gegner remisiert hatte, während ich gegen Jan Klimkowski durch einen Einsteller verloren hatte, war klar, dass die Richtung bei beiden nicht die richtige war. Durch einen starken Endspurt mit jeweils 2,5/3 beendeten wir beide das Turnier mit 7 Punkten aus 11 Partien. Lukas belegte Rang 76 und ich Rang 85.
Nicht nur ein paar Elo, sondern vor allem eine Menge Erfahrung konnte man aus Katowice mitnehmen. Vor allem die Partien gegen starke Großmeister sind lehrreich und ein Genuss, in den man nicht jeden Tag kommt. Durch sowohl Vorbereitung als auch Analyse lernt man vieles, und insofern hoffe ich darauf, in Zukunft auf diesem Ergebnis aufbauen zu können!

Besonders überraschend ist der Sieg des neuen Europameisters IM Roman Dehtiarov, dem dieses Kunststück von Startrang 126 mit einer phänomenalen Eloperformance von 2781 gelang. Rang 2 und 3 belegten Nijat Abasov und Aydin Suleymanli aus Aserbaidschan. (ssc, Text: Laurenz Borrmann, Fotos: Laurenz Borrmann & Fam. Dotzer, Melih Cicek, ECU)
Auf unserem Lichess-Account präsentieren Laurenz und Lukas jeweils eine kommentierte Partie.
Alle Ergebnisse und Platzierungen: chess-results.com


Die Saison der 2. Bundesliga Mitte wurde mit drei Schlussrunden im Hotel Ibis Styles in Graz abgeschlossen. Der Kampf um den Meistertitel gestaltete sich dabei äußerst spannend. Nachdem Styria Graz auf den Einsatz seiner ungarischen Großmeister verzichtete, schien der Weg zum Titel für Grieskirchen geebnet. Die Mannschaft gewann – auch begünstigt durch eine Serie günstiger Ergebnisse – sämtliche Wettkämpfe der Schlussphase und sicherte sich damit verdient den Meistertitel der 2. Bundesliga Mitte.
Auch im Tabellenkeller war die Entscheidung eng mit den Ergebnissen der 1. Bundesliga verknüpft, deren abschließende drei Runden zeitgleich in St. Veit an der Glan ausgetragen wurden. Von besonderer Bedeutung war die Situation der abstiegsgefährdeten Teams aus Maria Saal und Frauental. Nach der Samstagsrunde schien Frauental den Klassenerhalt in der Bundesliga bereits gesichert zu haben, da Schach ohne Grenzen am Sonntag gegen den Tabellenführer Pinggau-Friedberg zumindest einen Mannschaftspunkt hätte erzielen müssen, während Frauental gleichzeitig verlieren hätte müssen. Maria Saal stand zu diesem Zeitpunkt bereits als Absteiger fest.
Mit Klagenfurt und Frauental 2 waren zwei Absteiger der 2. Bundesliga Mitte bereits vorzeitig fixiert. Die Entscheidung über den dritten Absteiger fiel in den Begegnungen von Gleisdorf, Admira Villach und St. Veit an der Glan. St. Veit sicherte sich durch einen knappen Sieg gegen Frauental den Verbleib in der Liga, während Admira Villach mit einem überraschenden Erfolg gegen Ansfelden punktete. Dadurch geriet Gleisdorf unter Zugzwang und musste gegen Feffernitz 2 gewinnen, um sowohl Villach als auch St. Veit noch zu überholen.
Parallel dazu gelang Schach ohne Grenzen in der Bundesliga ein unerwartetes 3:3-Unentschieden gegen Pinggau-Friedberg, während Frauental knapp unterlag. Infolgedessen erhöhte sich die Zahl der Absteiger auf vier. Gleisdorf hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 2,5 Brettpunkte erzielt und benötigte aus den beiden verbleibenden Partien lediglich einen weiteren Punkt. Nach dem Ausgleich zum 2,5:2,5 durch Adamo Valtiner fiel die Entscheidung in der letzten laufenden Partie. Maximilian Ofner erreichte ein Endspiel mit König, Turm und Läufer gegen König und Turm, konnte jedoch innerhalb der 50-Züge-Regel keinen Gewinnweg realisieren. Die Partie endete remis, womit Gleisdorf als Absteiger feststand.

Die erfolgreichsten Spieler der Saison waren mit jeweils 8 Punkten aus 11 Partien IM Valerio Carnicelli (Neuhofen) und IM Christian Weiß (Ansfelden). Die höchste Elo-Performance bei mindestens acht gespielten Partien erzielten die Großmeister László Gonda (St. Valentin) und Anton Korobov (Neuhofen).
In der kommenden Saison stoßen zu den Absteigern aus der 1. Bundesliga, Frauental und Maria Saal, die Aufsteiger Hörsching (Oberösterreich), Pinggau-Friedberg (Steiermark) und Admira Villach (Kärnten) hinzu. (wk, Bericht: Hermann Wilfling, Fotos: Peter Kranzl)
Ergebnisse auf Chess-Results
Fotos auf Schach und Darts von Peter Kranzl
Mit fünf österreichischen JugendkaderspielerInnen trat ich vor einer Woche die Reise nach Vrnjacka Banja in Serbien, einem der beliebtesten Urlaubsziele des ehemaligen Jugoslawiens, an. Der Kurort bietet einen wunderschönen Park, Thermal- und Heilquellen sowie jede Menge Wellnesseinrichtungen und in den letzten drei Jahren auch regelmäßig internationale Schachveranstaltungen. Hier fanden die Europameisterschaften 2023, der Vereinseuropacup 2024 sowie die FIDE-Schulschach-Weltmeisterschaften und die FIDE-Amateurschach-Weltmeisterschaften 2025 statt. Die Organisation wirkte routiniert und alles klappte problemlos, auch Unterkunft und Essen im Hotel Zepter waren besser als für eine Veranstaltung dieser Art üblich – bei 437 SpielerInnen aus 40 Nationen eine tolle Leistung.
Zuerst fanden an drei Tagen die Weltmeisterschaften im Schnellschach für U8–U18 statt, es wurden insgesamt 11 Runden mit einer Bedenkzeit von 15 min + 5 sec pro Zug gespielt. Die meisten Punkte aus unserer Delegation erzielte Filip Jevremovic mit 6,5 aus 11 und Platz 20 in der U12, den besten Platz erreichte Katharina Pötscher mit Rang 19 bei den Mädchen U18. Chicheng Leon Chen (U12, 5,5 Punkte) sowie Josephina Akiko Brunner und Elisabeth Wießner (je 5 Punkte, Mädchen U16) spielten etwa im Rahmen der Erwartungen. Als Side-Events gab es ein Teamturnier und einen Lösewettbewerb. Die Jungs versuchten sich im Lösen und landeten in ihrer Altersklasse im Mittelfeld, die Mädchen spielten im Teambewerb mit.

Nach dem freien Tag ging es mit den Weltmeisterschaften im Blitzschach für U8–U18 weiter und hier konnten sich unsere SpielerInnen etwa 200 Elopunkte von der Konkurrenz holen, der Großteil davon ging an Elisabeth Wießner, die gegen starke Gegnerinnen 5 aus 11 erzielen konnte und damit 113 Ratingpunkte gewann. Der beste Platz gelang einmal mehr Katharina Pötscher, die mit 5,5 aus 11 den 13. Platz bei den Mädchen U18 erreichte. Die meisten Punkte erzielte diesmal Chicheng Leon Chen mit 6,5 aus 11 und das, obwohl er gegen die ersten drei der Setzliste antreten musste (eine dieser Partien gewann er, in den anderen hatte er einige Chancen). Eine unglückliche Niederlage auf Zeit in der letzten Runde verhinderte eine noch bessere Platzierung, aber der 17. Platz ist trotzdem ein starkes Ergebnis. Filip Jevremovic (5,5 Punkte) und Josephina Akiko Brunner (4,5 Punkte) beendeten das Turnier im Rahmen der Erwartungen. (ssc, Text und Fotos: Gert Schnider)
Ergebnisse AUT Blitz
Ergebnisse AUT Rapid
Parallel zur 1. Bundesliga Open ging auch die Saison der 1. Frauen-Bundesliga im St. Veiter Fuchspalast zu Ende. Es handelte sich um die 15. Spielzeit seit der Einführung im Jahr 2011/12. In dieser Ära prägten mehrere Vereine das Geschehen: Pamhagen sicherte sich bislang sieben Titel, Baden drei, Wulkaprodersdorf zwei (darunter der Premierensieg). Je einmal triumphierten Dornbirn, Mayrhofen/Zell/Zillertal sowie heuer erstmals Victoria Linz.
Sportlich boten die abschließenden Runden nochmals Spannung und überraschende Wendungen. In der siebten Runde am Freitag musste Tabellenführer Schach ohne Grenzen eine empfindliche Niederlage gegen den SV Wulkaprodersdorf hinnehmen. Davon profitierte SC Victoria Linz, das die Gunst der Stunde nutzte und sich in eine hervorragende Ausgangsposition brachte.
Am Samstag folgte in Runde acht die nächste Überraschung: Das Tiroler Team unter der Führung von ÖSB-Vizepräsidentin Ina Anker revanchierte sich und besiegte den Titelanwärter ASVÖ Pamhagen.
Die Entscheidung fiel schließlich in der neunten und letzten Runde am Sonntag. SC Victoria Linz ließ nichts mehr anbrennen, gewann mit einer makellosen Punkteausbeute gegen den Veranstalter SV-Das Wien-St. Veit/Glan und sicherte sich damit erstmals den Meistertitel. Der Erfolg markiert zugleich den vierten Titelgewinn in Folge für den ÖSB-Präsidenten Michael Stöttinger, nun mit seinem Frauenteam.

Hinter dem neuen Champion belegte das Tiroler Team Schach ohne Grenzen den zweiten Platz und krönte sich damit zum Vizemeister. Rang drei ging an den entthronten Titelverteidiger ASVÖ Pamhagen, der das direkte burgenländische Duell für sich entscheiden konnte.
Auch individuell wurden herausragende Leistungen gezeigt. Die besten Spielerinnen der Saison waren Marina Brunello mit 7,5 Punkten aus 9 Partien, gefolgt von Olga Badelka (7/9) und Viktoria Radeva (6,5/9). Eine makellose Bilanz erreichten Maria Tsakona, Zoya Schleining und Tereza Rodstein mit jeweils 3 Punkten sowie Anna Muzychuk mit 1 Punkt.
Überdurchschnittliche Ergebnisse mit über 90 Prozent erzielten zudem Aleksandra Kostenyuk, Aleksandra Maltsevskaya und Natasa Richterova. Herausragende Performance-Ratings jenseits der 2600er-Marke gelangen Maria Tsakona (3097), Zoya Schleining (2761), Tereza Rodstein (2659), Aleksandra Kostenyuk (2628) sowie Aleksandra Maltsevskaya (2622). (wk, Text/Fotos: Gerald Hametner)
Ergebnisse auf Chess-Results
Showdown im Fuchspalast: In einem hochdramatischen Finale sichert sich der SV-Das Wien-St. Veit den Staatsmeistertitel 2026 und stürzt Titelrivale Pinggau-Friedberg in letzter Minute.
Nach den ersten fünf Runden in Fürstenfeld liegen beide Teams noch gleichauf an der Spitze. Auch in den Runden sechs bis acht geben sich weder die Steirer rund um Kapitän Peter Steiner noch die Kärntner um ÖSB-Vizepräsident Friedrich Knapp eine Blöße. Während die Konkurrenz patzt – Feffernitz und Ottakring verabschieden sich mit entscheidenden Punktverlusten gegen St. Veit aus dem Titelrennen – spitzt sich alles auf ein Duell der beiden Topteams zu.
Die Vorentscheidung scheint in Runde zehn zu fallen: St. Veit kommt gegen Austria Wien nicht über ein Unentschieden hinaus, Pinggau-Friedberg übernimmt dank besserer Zweitwertung die Tabellenführung. Doch das vermeintliche Momentum kippt im Finale.
Die Ausgangsposition: Bei Punktegleichheit hat Pinggau Friedberg in der ersten Zweitwertung einen Brettpunkt mehr, St. Veit muss also mindestens einen Punkt höher gewinnen. Die Drittwertung kann aufgrund des 3:3 in der direkten Begegnung keinen Sieger küren. In der Viertwertung wäre knapp St. Veit vorne.
Am Sonntag entwickelt sich schließlich ein Nervenkrimi. St. Veit gerät früh in Rückstand – Spitzenbrett Ivan Saric muss sich Lars Goldbeck geschlagen geben. Doch das Teamergebnis: Mit einem souveränen 4,5:1,5 gegen HCS Salzburg erfüllen die Kärntner ihre Pflicht. Pinngau-Friedberg benötigt jetzt ein 4:2 zum Titelgewinn.
Alle Augen richten sich nun auf das Parallelmatch. Pinggau-Friedberg kämpft gegen Schach ohne Grenzen, kann sich aber nicht entscheidend absetzen. Valentin Baidetskyi sorgt zwar für die Führung, doch vier Remisen halten die Begegnung offen. Die Entscheidung fällt in der letzten Partie. Pinggau Friedberg muss gewinnen um Meister zu werden, Maximilian Berchtenbreiter steht besser, lässt aber zu, dass die Partie in eine Remisstellung abgleitet. So wird weiter gespielt und die Partie wird zur Tragödie aus steirischer Sicht: Leistungsträger Sankalp Gupta verliert schließlich gegen Maximilian Berchtenbreiter. Der Titeltraum platzt.

Maximilian Berchtenreiter entscheidet mit seinem Sieg jedoch nicht nur die Meisterschaft, mit seinem Punkt zum 3:3 bewahrt er sein Team Schach ohne Grenzen gleichzeitig vor dem bereits sicher geglaubten Abstieg. Das diesjährige Liga - Finale war somit an Spannung und Drama nicht zu überbieten!
St. Veit ist damit Staatsmeister 2026 – hochverdient. Die Kärntner bleiben die gesamte Saison ungeschlagen, geben nur zwei Unentschieden ab und überzeugen mit beeindruckender mannschaftlicher Geschlossenheit. Vier Spieler erreichen 7,5 Punkte aus 11 Partien, Saric und Brkic liefern starke Resultate an den Spitzenbrettern.
Pinggau-Friedberg muss sich wie im Vorjahr mit Silber begnügen, wäre aber ein ebenso würdiger Meister gewesen. Mit Ivan Ivanisevic (9,5 aus 11) stellen die Steirer jedoch den Top-Scorer der Saison. Bronze geht in einem engen Vierkampf dank Zweitwertung an Fürstenfeld-Hartberg vor Austria Wien, Feffernitz und Ottakring.
Im Tabellenkeller sichern sich Gamlitz sowie Mayrhofen/Zell/Zillertal und Schach ohne Grenzen den Klassenerhalt. Frauental, Maria Saal und HCS Salzburg steigen ab.
Auch individuell gibt es starke heimische Leistungen: Felix Blohberger überzeugt mit 7,5 Punkten und einer Performance von 2645, David Shengelia meldet sich mit einer Eloleistung von 2594 eindrucksvoll zurück. Valentin Baidetskyi (2563), Valentin Dragnev (2559), Markus Ragger (2541), Konstantin Peyer (2531) und Dominik Horvath (2521) erreichen Eloleistungen über 2500.

Organisatorisch bietet das Kärntner Team rund um Landespräsident Friedrich Knapp im weltbekannten Fuchspalast perfekte Spielbedingungen. Kaweh Kristoph agiert als umsichtiger Spielleiter, Karl Theny sorgt wie gewohnt für eine reibungslose Live-Übertragung. Das Aufstiegsrecht aus den zweiten Bundesligen sichern sich Grieskirchen (Mitte), Data Technology Pressbaum/Eichgraben (Ost) und Absam (West). (wk, Fotos: Knapp, Schach ohne Grenzen)
Ergebnisse auf Chess-Results
Fotobericht von Kaweh Kristof