Ivanchuk führt beim Capablanca Memorial
In Havanna wird derzeit das 51. Capablanca Memorial ausgetragen. In der Elite Gruppe führt Vassily Ivanchuk nach fünf Runden mit vier Punkten und eineinhalb Punkten Vorsprung klar vor Kryvoruchko, Cheparinov und Almasi (alle 2,5). Dominguez Perez und Bruzon ergänzen das sechs Teilnehmer große Feld. Ivanchuk ist Rekordsieger des Turniers. Er konnte es von 2005 bis 2007 und von 2010 bis 2012 bereits sechsmal gewinnen. Beinahe wäre heuer auch Markus Ragger bei dem Turnier dabei gewesen. Ragger musste eine Einladung aber ausschlagen. Der Grund ist erfreulich. Ragger und Tina Kopinits sind seit gestern Eltern. Ihre Tochter Marlene Julia erblickte um 10:40 Uhr das Licht dieser Welt. Wir gratulieren dem Schachpaar herzlich zum Nachwuchs!! (wk)
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Hikarua Nakamura teilt bei der Grand Chess Tour in Paris nach seinem Sieg im Schnellschach im Blitzschach den ersten Platz mit Magnus Carlsen und gewinnt damit die Gesamtwertung vor dem Norweger und dem Franzosen Maxime Vachier-Lagrave. Am Ende entscheidet ein Punkt zugunsten des Amerikaners. Allerdings stand sein Gesamtsieg bereits zwei Runden vor dem Ende des Blitzschachbewerbs fest. Magnus Carlsen erwischte gestern einen schlechten Tag und kann erst in der Schlussrunde mit einem Sieg gegen Nakamura im direkten Duell den Rückstand noch verkürzen. Im Grunde hat bereits die erste Runde im Schnellschach entschieden, als Carlsen in klarer Gewinnstellung gegen So auf die Zeit vergisst und durch Zeitüberschreitung zwei, weil doppelte, Punkte verliert. Das neue Format der Grand Chess Tour mit Schnell- und Blitzschach sorgte für attraktives Schach und kam bei den Fans gut an. Einmal brach sogar der Live-Server wegen Überlastung zusammen. Das sorgte für eine kurze Unterbrechung. Für die Spieler ist das Format ebenfalls eine Challenge. Es gelang keinem an allen vier Tagen sein höchstes Niveau abzurufen. Am ehesten kann man das noch über Nakamura sagen, der seinen Sieg dieser Konstanz verdankt. In der Weltrangliste im Blitzschach bleibt Carlsen aber dank seines 2:0 in den direkten Duellen mit Nakamura weiter die Nummer Eins. Die nächste Station der Grand Chess Tour folgt bereits vom 17. bis 20. Juni in Brüssel. Gespielt wird das gleiche Format wie in Paris. (wk, Foto: ChessBase)
In Paris führt nach dem Schnellschachbewerb Hikaru Nakamura vor Magnus Carlsen. Es hätte aber auch anders herum sein können. In der ersten Runde verliert Carlsen gegen Wesley So in klarer Gewinnstellung durch Zeitüberschreitung, weil er völlig auf die Uhr vergisst. Danach holt der Weltmeister aber 6,5 Punkte aus acht Partien, wobei gegen Fressinet noch ein halber mehr drinnen war. Das wäre noch immer für die Führung gewesen, wenn nicht Fabiano Caruana seinen schwarzen Tag mit einem weiteren Blackout gegen Nakamura verlängert hätte. Zuerst lässt er seinen Landsmann aus einer Gewinnstellung ins Remis entwischen und dann lässt sich Caruana zu allem Überdruss noch Matt setzen. Caruana beendet das Schnellschachturnier mit sechs Niederlagen bei zwei Remisen und nur einem Sieg gegen Topalov, dem auch nicht viel gelungen ist, am Tabellenende. An der Spitze folgen auf Nakamura (7) und Carlsen (6,5) mit jeweils 5,5 Punkten Wesley So und Maxime Vachier-Lagrave. Spannend ist das in Paris gespielte Format mit 9 Schnellschachpartien und 18 Blitzpartien, die heute und morgen gespielt werden. Für die Gesamtwertung werden die Punkte aus den Schnellschachpartien verdoppelt. Damit sind beide Disziplinen gleichwertig. Ein Kompliment verdienen die Veranstalter mit ihrem reichhaltigen Angebot an Live-Kommentierungen. Allein auf der Turnierseite sind vier Kommentierungen in drei Sprachen angeboten. (wk, Foto: ChessBase)
Die Grand Chess Tour geht nach dem Rückzug von Norway Chess reformiert in das Jahr 2016 und beginnt heute mit einem Event in Paris. Am Programm stehen heute und morgen ein Schnellschachturnier sowie am Samstag und Sonntag ein Blitzturnier. Am Start sind mit einer Wild Card Weltmeister Magnus Carsen - er wird nur in Paris spielen - und Lokalmatador Laurent Fressinet. Dazu kommt das "Grand Slam Team" mit Aronian, Caruana, Giri, Kramnik, Nakamura, So, Topalov und Vacher-Lagrave. Das Live-Team der Kommentatoren mit Seirawan, Shahade, Ashley und Ramirez wird aus den USA eingeflogen und verspricht für die nächsten Tage eine unterhaltsame Schachberichterstattung. (wk, Foto: ChessBase)
Die Ukrainerin Anna Ushenina gewinnt mit 8,5 Punkten aus 11 Partien die Frauen Europameisterschaft in Mamaia. Nach eher mäßigem Start mit 2,5 Punkten aus vier Partien legt die Ukrainerin fünf Runden einen Siegeslauf hin und kann am Ende mit zwei taktischen Remisen den Titel sichern. Es ist bereits ihr zweiter großer Erfolg nach dem Gewinn des World Cups 2012. Im Kampf um Silber unterliegt Deutschlands Elisabeth Pähtz in der entscheidenden Schlussrunde der Spanierin Sabrina Vega und muss sich letztlich mit dem fünften Rang begnügen. Silber holt sensationell die Spanierin, sie ging mit einer Elozahl von 2375 nur als Nummer 24 ins Turnier. Die Bronzemedaille gewinnt mit zwei Siegen in den Schlussrunden die Elofavoritin Antoaneta Stefanova aus Bulgarien. Die ersten Vierzehn qualifizieren sich für den World Cup. Elisabeth Hapala spielt bei ihrer ersten Europameisterschaft ein gutes Turnier. In der Vorschlussrunde gelingt ihr ein hübscher Schwarzsieg gegen die Armenierin Maria Gevorgyan und in der Schlussrunde ein hart erkämpftes Remis gegen die Georgierin Keti Tsatsalashvili. Hapala holt in Summe fünf Punkte und spielt etwa ihre Eloerwartung. In einigen Partien war Luft nach oben. Das verspricht einiges für die Zukunft. (wk, Foto: ECU).