WM Generalprobe in Bilbao
Fünf Top Ten Spieler und die chinesische Nachwuchshoffnung Wei Yi spielen ab heute 16:00 Uhr ein doppelrundiges Turnier gegeneinander. Die Schachwelt erwartet dabei mit großer Spannung das Mini-Match zwischen Magnus Carlsen und Sergej Karjakin, die in ein paar Monaten um die Weltmeisterschaft spielen werden. Es wird das letzte Aufeinandertreffen vor der WM sein und wohl erste Rückschlüsse erlauben. Die weiteren Spieler sind Hikaru Nakamura, Anish Giri, Wesly So und Wei Yi. Die Partien werden auf Playchess live übertragen und in zwei Sprachen (Deutsch, Englisch) kommentiert. Die Paarungen der ersten Runde lauten: Carlsen-Nakamura, Giri-Karjakin, So-Wei. (wk, Foto: Turnierseite)
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Eine Partie für die Galerie liefern sich Vladimir Kramnik und der in Wien lebende deutsche Großmeister Rainer Buhmann in der dritten Runde in Dortmund. Kramnik setzt gegen die französische Verteidigung auf Angriff. Im Stile Tals opfert Kramnik erst eine Figur, dann eine zweite und schließlich auch noch die Dame. Aber Buhman verteidigt sich zäh und nach diesem phantastischen Feuerwerk an Opfern endet die Partie in einem Endspiel, das keiner gewinnen kann. Die Sieger waren definitiv die Zuschauer. Siege gelingen in gestrigen Runde Dominguez Perez gegen Ponomariov und Caruana mit Schwarz gegen Najer. Najer musste in der Runde davor bereits eine zweite Niederlage gegen Ponomariov hinnehmen. In der Tabelle führen nach drei Runden Maxime Vachier-Lagrave und Leinier Dominguez Perez mit je zwei Punkten vor Kramnik, Nisipeanu, Caruana und Ponomariov (alle 1,5). Die vierte Runde folgt heute ab 15:00 Uhr. Die Partie Kramnik gegen Buhmann gibt es unter Weiterlesen zum Nachspielen mit den Kommentaren von der ChessBase-Website. (wk, Foto: ChessBase)
Das Super GM Turnier in Dortmund beginnt mit eine Überraschung. Vorjahrsssieger Fabiano Caruana verliert seine Auftaktpartie mit Weiß gegen Maxime Vachier-Lagrave, der neuen Nummer 4 der Weltrangliste, und erreicht Tags darauf gegen Lokalmatador Liviu-Dieter Nisipeanu ebenfalls als Anziehender nur ein Remis. Der zehnfache Dortmund Sieger Vladimir Kramnik erreicht bei seinem 22. Antreten in Dortmund zum Start zwei sichere Schwarzremisen gegen Dominguez Perez und Vachier-Lagrave. In der Tabelle führen nach zwei Runden der Franzose und Ruslam Ponomariov. Dem Ex-Weltmeister gelingt ein ganzer Punkt gegen den Aeroflotsieger von 2016, Evgeniy Najer. In der ersten Runde kam Najer zu einem eher glücklichen Sieg gegen Rainer Buhmann, der in dem illustren Feld eine gute Figur macht. Allerdings "bockt" er gegen Najer und gestern musste er gegen Dominguez Perez nach siebenstündigem Kampf in besserer Stellung doch ins Remis einwilligen. (wk, Foto: ChessBase)
Heute beginnen um 15:00 Uhr die Dortmunder Schachtage 2016. Das Highlight der Veranstaltung ist eine Super GM Turnier mit acht Teilnehmern. Am Start sind Seriensieger Vladimir Kramnik - er konnte das Turnier bereits 10 Mal gewinnen -, Vorjahressieger Fabiano Caruana, Maxime Vachier-Lagrave, Ruslan Ponomarjow, Jewgeni Najer, Leinier Dominguez und die Lokalmatadoren Liviu-Dieter Nisipeanu und Rainer Buhmann. In der ersten Runde kommt es mit Caruana gegen Vachier-Lagrave gleich zu einer Schlagerpaarung. Kramnik trifft mit Schwarz auf Dominguez Perez. (wk, Logo: Turnierseite)
Österreichs Herren haben nach einem 3:1 Sieg in der achten Runde gegen Kroatien am Schlusstag den dritten Platz zum Greifen nahe. Nach Remisen von Kreisl und Schachinger steht das ÖSB Team auf Sieg. Valentin Dragnev krönt seine herausragende Turnierleistung (2638!!) mit einem vierten Sieg gegen Viktor Gazik. Aber es sollte nicht sein. Andreas Diermair greift in Zeitnot in Gewinnstellung zum falschen Turm und erlaubt der Slowakei eine Punkteteilung. Damit geht auch der dritte Platz an Italien. Dennoch verdient das Team für eine starke Leistung ein Pauschallob. Alle spielen zumindest ihre Eloerwartung, Dragnev und Kreisl bleiben klar darüber. Der Mitropacupsieg geht noch an Gastgeber Tschechien. Zwei Runden vor Schluss schien alles für Deutschland zu sprechen. Doch eine Niederlage gegen die Schweiz und eine schmeichelhafte Punkteteilung gegen Ungarn lassen Tschechien in der Zweitwertung noch vorbeiziehen. Die deutschen Frauen machen es besser und holen den Titel vor Italien und Ungarn. Österreich landet nach einem Sieg gegen Kroatien und einer knappen Niederlage gegen die Slowakei am 7. Platz, punktegleich mit der Schweiz und Kroatien. Anna-Lena Schnegg gelingt mit einer Performance von 2305 ein tolles Turnier, auch Annika Fröwis bleibt mit 2151 über ihrer Erwartung. Veronika Exler fand in Prag leider nicht zu ihrer Form. Unterm Strich war es aber eine gute Vorstellung der österreichischen Teams, die Beide nur als Nummer 9 der Setzliste gesetzt waren. (wk, Foto: Turnierseite)