WM der Eisenbahner - Österreich Fünfter
Die Weltmeisterschaft der Eisenbahner fand vom 04.-08. Juli 2016 in St. Petersburg statt. Souverän geleitet wurde das Turnier durch IA Alexey S. Moskvin aus Russland. Insgesamt nahmen 14 Teams teil. Im Teilnehmerfeld fanden sich auch einige GM, IM und FM. Zum Rahmenprogramm gehörten nicht nur ein Museumsbesuch und eine Kanalfahrt in St. Petersburg sondern auch ein Showturnier zwischen den GM Vladimir Fedoseev und GM Aleksey Goganov. Der Bewerb selbst bot Schachsport vom feinsten und endete letztlich mit einem klarem Sieg der indischen Vertretung in deren Reihen nicht weniger als 2 GM und 4 IM mitspielten. Veranstalter Russland landete an zweiter Stelle und unsere deutschen Freunde wurden Dritte. An vierter Stelle landete das tschechische Team und das österreichische Eisenbahnernationalteam wurde in der Besetzung Steflitsch, Egger, Mühlbacher, Buchner, Tomitz und Jarius sensationell Fünfter, berichtet Mannschaftsführer Leo Smounig. Das ist die beste Platzierung eines ÖES-Teams seit den Gründungsjahren des weltweiten Eisenbahnersports. Die Siegerehrung führten FIDE-Präsident Kirsan Ilyumzhinov und der Präsident der USIC Dominique Paget durch. (wk, Foto/Text: Leo Smounig)

Magnus Carlsen spielt in Bilbao nach seiner Auftaktniederlage gegen Nakamura in Hochform und gewinnt gestern gegen Wesley So seine dritte Partie in Serie. Carlsen eröffnet in seiner bereits dritten Weißpartie erneut mit 1.e4 und überfährt den Amerikaner in einer Anti-Berliner Eröffnung regelrecht. Eindrucksvoll findet er ein scheinbar harmlosen Stellungen giftige Ideen. Diesmal kann So seine Entwicklung nicht vollenden und muss bereits im 26. Zug aufgeben. Die beiden anderen Partien zwischen Nakamura und Giri sowie Wei und Karjakin enden erneut mit einem Remis. In der Tabelle führt Carlsen nach vier Runden mit neun Punkten (Dreipunkteregel) vor Nakamura (6) und Giri (4). Wei, So und Karjakin, die Opfer von Carlsen, halten jeweils bei drei Punkten. Heute spielen ab 16:00 Uhr Giri gegen Carlsen, Karjakin gegen Nakamura und So gegen Wei.
Magnus Carlsen gewinnt die erste von zwei WM Generalproben gegen Sergej Karjakin in Bilbao und liefert dem Russen einen ersten Geschmach was ihn bei der EM erwartet. Carlsen lässt sich nicht in die Karen schauen, oder doch (?), und wählt wie so oft eine anspruchslose Eröffnung. Diesmal war es ein verzögerter c3-Sizilianer. Nach kurzem lavieren schwächt Karjakin seinen Königsflügel mit der Idee schwarzfeldrig zu spielen. Der Weltmeister sieht das als Startsignal zum Angriff und dringt entscheidend zum schwarzen König durch. Im 40. Zug gibt Karjakin auf. Dank der Dreipunkteregel übernimmt Carlsen von Nakamura die Tabellenführung. Giri gegen So und Nakamura gegen Wei enden mit Remisen. Bisher gab es pro Runde stets einen Sieg und zwei Remisen. An allen drei Ganzentscheidung war Carlsen beteiligt. Die vierte Runde folgt heute ab 16:00 Uhr. Es spielen Carlsen gegen So, Nakamura gegen Giri und Wei gegen Karjakin. (wk, Foto: Turnierseite)
Der Franzose Maxime Vachier-Lagrave, oft auch MVL genannt, dominiert in Dortmund und katapultiert sich in der Weltrangliste zu neuen Höhen. MVL gewinnt gestern gegen Evgeniy Najer bereits seine dritte Partie und ist damit in der Live-Rating Liste mit einer Elozahl von 2808 die neue Nummer Zwei der Weltrangliste vor Kramnik und Caruana. Gestern spielte der Najdorf Spezialist die riskante Bauernraubvariante und erhielt drei Bauern für die Qualität. In unklarer Stellung präsentiert ihm Najer mit einem groben Fehler den Punkt am Silbertablett. Ein Sieg gelang auch Ruslam Ponomariov mit Schwarz gegen Rainer Buhmann. Der Deutsche spielt im Konzert der Großen munter mit und zeigt interessantes Schach. Aber die Trauben hängen gegen die enge Weltklasse hoch und die Zeitnot tut ein Übriges. Zwei Remisen gegen Dominguez und Kramnik bleiben daher seine bisherige Ausbeute. Liviu Dieter Nisipeanu, der zweite Deutsche im Feld, besticht durch seine solide Spielweise und hat wie Kramnik bisher alle Partien remisiert. Zudem ist Nisipeanu bereits lange ungeschlagen und auf Rekordkurs. Es fehlen ihm nur noch drei Remisen (oder Siege) um 60 Partien lang ungeschlagen zu sein. In der Tabelle führt MVL zwei Runden vor Schluss mit vier Punkten vor Dominguez und Ponomariov (je 3). Die letzten beiden Runden folgen heute Samstag ab 15:00 Uhr und morgen Sonntag ab 13:00 Uhr. (wk, Foto: ChessBase)
Das Turnier in Bilbao beginnt mit einer lange fälligen Premiere. Dem Amerikaner Hikaru Nakamura gelingt gegen Weltmeister Magnus Carlsen sein erster Sieg in einer Partie mit klassischer Bedenkzeit. Zuvor hatte Carlsen 12 Partien gewonnen bei 18 Remisen. Dabei hatte Carlsen aus der Eröffnung heraus wieder eine gute Stellung erreicht, aber dann zu aggressiv fortgesetzt. Nakamura konnte die Partie in der Folge überzeugend mit seinem ersten Sieg beenden. Tags darauf schlägt der Weltmeister gegen den Chinesen Yi Wei zurück. Carlsen geht mit Schwarz in einer modernen Verteidigung aufs Ganze und kämpft Wei in 60 Zügen nieder. Alle anderen vier Partien der ersten beiden Tage enden Remis. Heute folgt um 16:00 Uhr die dritte Runde. (wk, Foto: Turnierseite)