Gunina gewinnt Frauen Grand Prix in Batumi
Das Frauen Grand Prix Turnier in Batumi, das dritte der laufenden Serie, endet mit einem russischen Doppelsieg. Valentina Gunina sichert sich mit einem starken Finish bereits in der Vorschlussrunde mit einem Sieg gegen ihre unmittelbare Konkurrentin Xue Zhao mit 7,5 Punkten aus 11 Partien den ungeteilten Sieg. Die angeschlagene Chinesin verliert zudem in der Schlussrunde die einzige Partie gegen Alexandra Kosteniuk und macht damit einen russischen Doppelsieg perfekt. Nino Batsiashvili (GEO) und Anna Muzychuk teilen mit 6 Punkten den dritten Platz, Zhao, die lange um den Sieg kämpfte, muss sich mit dem fünften Rang begnügen punktegleich mit Dzagnidze und Skripchenko. Etwas merkwürdig ist, dass die FIDE offenbar vor dem dritten Turnier in Batumi den laufenden Grand Prix Zyklus von vier auf fünf Turnier erhöht hat und mit Khotenashvili (GEO), Girya (RUS), Danielian (ARM) und Javahisvhvili (GEO) vier neue Spielerinnen eingebaut hat. Gleich 10 Spielerinnen der ursprünglichen 17 haben daher in Batumi gefehlt. Yifan Hou hat sich aus dem laufenden Zyklus sogar komplett verabschiedet. Hintergrund dürften Unstimmigkeiten über die unterschiedlichen WM-Modi der "Herren" und Frauen sein. Die einzige Chance ihren WM-Titel zu verteidigen hätte Hou mit einem Sieg im World Cup. Gut möglich, dass dies aber kein Ziel für sie sein wird. In der aktuellen Grand Prix Wertung hat Gunina mit 205 Punkten die Führung übernommen. (wk, Foto: Turnierseite)
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Zwei Tage nach den US-Meisterschaften gab es am Donnerstag und Freitag mit der "Ultimate Blitz Challenge" ein weiteres Highglight in St. Louis. Garry Kasparow und die ersten Drei der Meisterschaft - Caruana, Nakamura, So - spielten insgesamt 18 Runden Blitzschach gegeneinander. Die große Frage für die Schachfans in aller Welt war natürlich ob Kasparov elf Jahre nach seinem Rücktritt noch immer mit drei Spieler aus den Top-10 der Welt mithalten kann. Um es vorwegzunehmen, er konnte. Insbesondere am ersten Tag setzt Kasparov sogar die spielerischen Akzente und hätte er gegen So nicht zwei Springer stehen lassen hätte er die Tageswertung sogar gewonnen. Die
Magnus Carlsen feiert beim Norway Chess in Stavanger ein Happy End. Nachdem der Weltmeister in den ersten sieben Runden unantastbar schien, brachte ihn die Niederlage gegen Aronian in der achten Runde unter Druck. In der Schlussrunde legt Carlsen aber noch einmal nach und kann als Einziger seine Partie gegen Pavel Eljanov gewinnten. Aronian remisiert mit Schwarz gegen Harikrishna und muss Carlsen in der Tabelle wieder Vortritt lassen. Es ist der erste Sieg von Carlsen bei seinem Heimturnier. Er gewinnt vier Partien gegen Grandelius, Eljanov, Harikrishna und Kramnik und remisiert weitere vier. In der Tabelle sind das sechs Punkte aus neun Partien, es folgen Aronian (5,5), Vachier-Lagrave, Topalov und Kramnik (alle 5) sowie Li, Harikrishna (je 4,5), Giri (4), Eljanov (3) und Grandelius (2,5). Der Event wurde im norwegischen Fernsehen live übertragen und im Internet von Peter Svidler und Jan Gustafsson live kommentiert. (wk, Foto: ChessBase)
Das Super GM-Turnier in Stavanger geht heute in eine spannende Schlussrunde. Verantwortlich dafür ist Levon Aronian. Der Armenier besiegte gestern Weltmeister Magnus Carlsen und konnte den Norweger in der Tabelle dank besserer Zweitwertung sogar überholen. Aronian führte seinen Sieg in der Pressekonferenz auf einen schlechten Tag von Carlsen zurück und weniger auf sein eigenes gutes Spiel. Der Ausgang des Turniers ist jetzt offen. Aronian und Carlsen führen mit je fünf Punkten, Vachier-Lagrave, Topalov und Kramnik folgen mit viereinhalb. In der Schlussrunde spielt Carlsen mit Weiß gegen Pavel Eljanov, Aronian bekommt es mit Schwarz gegen Ragger Schützling Harikrishna zu tun. Der Inder musste gestern gegen Kramnik eine zweite Niederlage hinnehmen. Brisant wird auch das Duell zwischen den Dauerfeinden Topalov und Kramnik. "Handshake" ist ausgeschlossen. Gute Chancen hat auch noch Vachier-Lagrave. Es spielt gegen Schlusslicht Grandelius. Die Entscheidungsrunde wird heute ab 16:00 Uhr live auf der Turnierseite übertragen und kommentiert. (wk, Foto: ChessBase)
Das GM Turnier in der Slowakei endet mit einem Sieg von Christopher Repka. Der Sohn der vielfachen Nationalspielerin Eva Repkova gewinnt das von seinem Klub Sk Stara Lubovna organisierte "Heimturnier" mit 6,5 Punkten vor der Polin Karina Szczepkowska-Horowska, seinem Landsmann Mikulas Manik und dem Tschechen Peter Michalik (alle 5,5). Repka erreicht zugleich eine GM-Norm. Bester Österreicher wird Robert Kreisl mit fünf Punkten am fünften Platz. Kreisl spielt mit einer Performance von 2486 ein gutes Turnier und gewinnt ein paar Punkte für die Weltrangliste. Weniger positiv läuft es für Valentin Dragnev und Siegfried Baumegger. Beide spielen kompromisslos und starten durchaus gut, erwischen aber ein schlechtes Finale. Dragnev passiert am Ende eine "große Rochade", Baumegger holt in den letzten fünf Runden nur ein Remis. In der Tabelle müssen sie sich daher mit dem achten und neunten Rang begnügen. (wk, Foto: ÖSB)