Diermair führt in Moskau
Österreichs Nationalspieler Andreas Diermair erwischt beim Aeroflot in Moskau in der B-Gruppe einen phantastischen Start und führt nach fünf Runden gemeinsam mit dem spanischen GM Arribas die Tabelle an. Diermair gewinnt seine ersten vier Partien darunter eine gegen den russischen FM Dmitry Gordievsky (2524). In der fünften Runde remisiert er dann mit Arribas gegen seinen ersten GM und hält bei einer Performance von 2776. Heute wartet der Armenier Harutyunian (2426). Das Turnier ist gespickt mit starken IM´s, allerdings ist es schwer Großmeister zu bekommen. Daher braucht man für eine GM-Norm neben einer guten Leistung auch Auslosungsglück. Peter Schreiner, der zweite Österreicher im Feld hält bei drei Punkte aus fünf Partien, kam allerdings bisher nicht gegen die elostarken Spieler dran. Im A-Open führt Evgeniy Najer (2664) mit vier Punkten vor 15 Spielern mit jeweils dreieinhalb Punkten. Diese Gruppe wird vom Elofavoriten Boris Gelfand angeführt. (wk)
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Gestern begann in Moskau das Aeroflot Open 2016. In der A-Gruppe sind 86 Spieler aus 23 Nationenen am Start, darunter 67 Großmeister. Die Setzliste führen mit Gelfand, Bu, Wei, Korobov und Nepomniachtchi fünf Spieler mit einer Elozahl über 2700 an. In der B-Gruppe (Elo bis 2550) sind mit Andreas Diermair und Peter Schreiner auch zwei Österreicher am Start. In der Setzliste rangieren sie auf den Rängen 31 und 32 von insgesamt 95 Teilnehmern aus 17 Ländern. Zum Auftakt besiegt Andreas Diermair den Israelis Mikhail Kostromin (2322). Peter Schreiner ist gegen den Russen Bulat Murtazin (2315) erfolgreich. In der heutigen zweiten Runde warten Ijin Timofey (AZE) und Iljin Timofey (UKR) auf Diermair und Schreiner. (wk)
Markus Ragger ist mit Solingen in der deutschen Bundesliga weiter auf Titelkurs. Im großen Schlager gegen Meister OSG Baden-Baden holt Raggers Team ein harterkämpftes 4:4 und bleibt in der Tabelle mit besserer Zweitwertung in Führung. Baden-Baden ging in Bestbesetzung mit Anand, Aronian und Adams an den Spitzenbrettern als Favorit in die Begegnung. Allerdings geht Solingen durch einen Sieg von Robin Van Kampen gegen Radoslaw Wojtaszek mit 1:0 in Führung und setzt den Meister unter Druck. Richard Rapport spielt zudem Levon Aronian an die Wand. Da sieht es für Solingen gut aus. Doch dann wendet sich das Blatt. Etienne Bacrot gleicht gegen Pedrag Nikolic aus und Peter Svidler bringt Baden-Baden gegen Jan Smeets in Führung. Alle anderen Partien, darunter jene von Markus Ragger gegen Michael Adams enden mit Remis, nur Rapport spielt noch gegen Aronian. Allerdings hat sich sein Vorteil inzwischen nahezu verflüchtigt. Doch das ungarische Kreativgenie findet wieder zu seinem Spiel und sichert Solingen den wichtigen Punkt zum 4:4. Das Titelduell geht daher weiter. Sind beide Teams in der Schlusstabelle punktegleich an der Spitze muss ein Stichkampf entscheiden. Tags zuvor kam es in der Begegnung Solingen gegen Bayern München zu einem Österreicherduell, das Ragger gegen Florian Mesaros für sich entscheidet. Valentin Dragnev holt für Bayern gegen Trier eine Remis gegen Rüdiger Seger. Im Duell gegen Solingen hat er aber gegen Robin Van Kampen das Nachsehen. Nach zwei Niederlagen steckt Bayern im Abstiegskampf fest. (wk, Foto: Facebook)
Hikaru Nakamura gewinnt die Züricher "Chess Challenge" dank besserer Feinwertung vor Vishy Anand, der eindrucksvoll beweist, dass sein Spiel in Gibraltar nur ein Ausrutscher war. Hauptsponsor Oleg Skvortsov hat das Turnier heuer in einem neuen Modus ausgetragen. Das sechsköpfige Teilnehmerfeld spielte zuerst fünf Runden mit einer Bedenkzeit von 40 Minuten plus 10 Sekunden pro Zug. Dabei konnten pro Tag zwei Partien gespielt werden. Am dritten Spieltag folgten im Anschluss fünf Runden Blitzschach mit 4 Minuten plus 2 Sekunden pro Zug. Für die entscheidende Gesamtwertung zählten die Partien im Schnellschach mit doppelten Punkten. Im Schnellschachbewerb startete Anand mit zwei Siegen. In der fünften Runde konnte ihn Nakamura einholen. Beide erzielten dreieinhalb Punke bzw. sieben nach Züricher Turnierregel. Im Blitzschach führte erneute Anand vor der Schlussrunde in der Anand gegen Kramnik remisierte. Nakamura musste mit Schwarz gegen Aronian spielen. Der Armenier stellte in der Eröffnung einen Bauern ein wonach sich Nakamura diese Chance nicht entgehen ließ. Er erzielte im Blitzschach ebenso wie Anand und Kramnik dreieinhalb Punkte und gewinnt die Gesamtwertung mit 10,5 Punkten dank besserer Feinwertung vor dem punktegleichen Anand. Kramnik sichert sich mit 9,5 Punkten überlegen den dritten Platz vor Giri, Aronian (beide 5,5) und Shirov (3,5). (wk, Foto: Turnierseite)
Markus Ragger und Valentin Dragnev spielten am Wochenende erfolgreich für ihre Klubs in der deutschen Bundesliga. Ragger holt sich am Samstag mit seiner SG Solingen durch einen 7:1 Kantersieg gegen SK Norderstedt die Tabellenführung von Titelverteidiger Baden-Baden. Ragger steuert ein Remis gegen Simon Bekker-Jensen bei. Valentin Dragnev gewinnt für Bayern München eine wichtige Partie gegen GM Marcin Dziuba und sichert seinem Team ein 4:4. Am Sonntag remisiert Ragger erneut, diesmal gegen Rasmus Svane und hält nun ungeschlagen bei viereinhalb Punkten aus sieben Partien. Solingen bleibt gegen den Hamburger SK mit 4,5:3,5 erfolgreich und behauptet die Führung. In zwei Wochen kommt es am 21. Februar zum direkten Duell mit Baden-Baden. Dragnev holt ein Remis gegen GM Daniyyl Dvirnyy und hält in der Saison bei einem Eloschnitt von 2545 bei drei Punkten aus sechs Partien. Bayern verliert aber gegen SF Berlin klar mit 2:6 und liegt in der Tabelle auf dem 12. Platz unter 16 Teams. (wk, Foto: Facebook)