Der SV Sparkasse Grieskirchen kehrt in die 1. Bundesliga zurück

Die Saison der 2. Bundesliga Mitte wurde mit drei Schlussrunden im Hotel Ibis Styles in Graz abgeschlossen. Der Kampf um den Meistertitel gestaltete sich dabei äußerst spannend. Nachdem Styria Graz auf den Einsatz seiner ungarischen Großmeister verzichtete, schien der Weg zum Titel für Grieskirchen geebnet. Die Mannschaft gewann – auch begünstigt durch eine Serie günstiger Ergebnisse – sämtliche Wettkämpfe der Schlussphase und sicherte sich damit verdient den Meistertitel der 2. Bundesliga Mitte.

Auch im Tabellenkeller war die Entscheidung eng mit den Ergebnissen der 1. Bundesliga verknüpft, deren abschließende drei Runden zeitgleich in St. Veit an der Glan ausgetragen wurden. Von besonderer Bedeutung war die Situation der abstiegsgefährdeten Teams aus Maria Saal und Frauental. Nach der Samstagsrunde schien Frauental den Klassenerhalt in der Bundesliga bereits gesichert zu haben, da Schach ohne Grenzen am Sonntag gegen den Tabellenführer Pinggau-Friedberg zumindest einen Mannschaftspunkt hätte erzielen müssen, während Frauental gleichzeitig verlieren hätte müssen. Maria Saal stand zu diesem Zeitpunkt bereits als Absteiger fest.

Mit Klagenfurt und Frauental 2 waren zwei Absteiger der 2. Bundesliga Mitte bereits vorzeitig fixiert. Die Entscheidung über den dritten Absteiger fiel in den Begegnungen von Gleisdorf, Admira Villach und St. Veit an der Glan. St. Veit sicherte sich durch einen knappen Sieg gegen Frauental den Verbleib in der Liga, während Admira Villach mit einem überraschenden Erfolg gegen Ansfelden punktete. Dadurch geriet Gleisdorf unter Zugzwang und musste gegen Feffernitz 2 gewinnen, um sowohl Villach als auch St. Veit noch zu überholen.

Parallel dazu gelang Schach ohne Grenzen in der Bundesliga ein unerwartetes 3:3-Unentschieden gegen Pinggau-Friedberg, während Frauental knapp unterlag. Infolgedessen erhöhte sich die Zahl der Absteiger auf vier. Gleisdorf hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 2,5 Brettpunkte erzielt und benötigte aus den beiden verbleibenden Partien lediglich einen weiteren Punkt. Nach dem Ausgleich zum 2,5:2,5 durch Adamo Valtiner fiel die Entscheidung in der letzten laufenden Partie. Maximilian Ofner erreichte ein Endspiel mit König, Turm und Läufer gegen König und Turm, konnte jedoch innerhalb der 50-Züge-Regel keinen Gewinnweg realisieren. Die Partie endete remis, womit Gleisdorf als Absteiger feststand.

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Die erfolgreichsten Spieler der Saison waren mit jeweils 8 Punkten aus 11 Partien IM Valerio Carnicelli (Neuhofen) und IM Christian Weiß (Ansfelden). Die höchste Elo-Performance bei mindestens acht gespielten Partien erzielten die Großmeister László Gonda (St. Valentin) und Anton Korobov (Neuhofen).

In der kommenden Saison stoßen zu den Absteigern aus der 1. Bundesliga, Frauental und Maria Saal, die Aufsteiger Hörsching (Oberösterreich), Pinggau-Friedberg (Steiermark) und Admira Villach (Kärnten) hinzu. (wk, Bericht: Hermann Wilfling, Fotos: Peter Kranzl)

Ergebnisse auf Chess-Results

Fotos auf Schach und Darts von Peter Kranzl