Wijk aan Zee - Carlsen feiert Turniersieg
Magnus Carlsen startet nach einer spannenden Schlussrunde, in der auch noch Caruana und Ding Chancen auf den Turniersieg hatten, mit einem Sieg in das Jahr 2016. Anders als im Vorjahr ist der Weltmeister heuer gleich zu Saisonbeginn wieder am Zenit seines Könnens. In den dreizehn Runden startet Carlsen zwar verhalten mit vier Remisen, danach gelingt ihm aber eine Serie mit sechs Punkten aus sieben Partien. In den Schlussrunden genügen ihm wieder Punkteteilungen gegen So und Ding. Der Chinese musste gestern aber hart dafür arbeiten, da Carlsen aus einer gleichen Stellung noch das Endspiel Turm und Läufer gegen Turm herauspresst. Die chinesischen Verteidigungskünstler haben aber ihre Hausaufgaben gemacht. Ding hatte kein Problem das schwierige Endspiel zu halten. Fabiano Caruana versuchte mit Schwarz gegen den russischen Meister Evgeny Tomashevsky mit einem Sieg Carlsen noch zu überholen, handelt sich aber rasch eine Verluststellung ein und bleibt am Ende dank seines Sieges im direkten Duell gerade noch vor Ding am zweiten Platz, einen Punkt hinter dem Norweger. Ungeschlagen bleibt neben Carlsen auch noch Wesley So. Er startet mit einem Sieg gegen Giri gut in das Turnier, lässt dann aber 12 Remisen folgen. Das ist in der Endabrechnung der vierte Platz vor Giri und Eljanov, die beide ebenfalls sieben Punkte erzielen. Eljanov verliert gegen die ersten Drei, macht aber nach Carlsen ebenso wie Ding mit 7 aus 10 das zweitbeste Resultat gegen den "Rest" des Feldes. Chinas Hoffnung Yi Wei holt in seinem ersten so starken Turnier wie Mamedyarov fünfzig Prozent und erweist sich als sehr sicherer Spieler. Gute Ansätze hatte mit Yifan Hou auch die einzige Frau im Feld. Nach einer sehr starken Vorstellung in der ersten Turnierhälfte verpasst sie in der zweiten die eine oder andere Chance auf ein besseres Ergebnis als den 12. Platz hinter Karjakin, Navara und Tomashevsky. Hinter ihr landen mit ebenfalls fünf Punkten noch Michael Adams und Loek van Wely. Jeder Spieler hat zumindest eine Partie gewonnen. Auf der Turnierseite gibt es alle Partien, eine Video-Archiv und natürlich jede Menge Fotos. (wk, Foto: Turnierseite)
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Markus Ragger remisiert im Duell der Führenden mit Schwarz gegen den Franzosen Etienne Bacrot und trifft heute auf Hikaru Nakamura, der in der aktuellen Weltrangliste mit Caruana den fünften Rang teilt. Bacrot weicht in der Partie einem Najdorf Sizilianer mit 3.Lb5 aus, erreicht aber nur eine gleiche Stellung und wiederholt rasch die Züge. Das gibt den beiden Indern Harikrhishna und Gupta die Chance zu Ragger und Bacrot aufzuschließen. Da der Franzose für die sechste Runde nicht ausgelost wurde trifft heute Harikrishna auf Gupta und Ragger auf Nakamura. Der Amerikaner kämpfte Seite an Seite mit Anand im Feld der Verfolger. Während Nakamura gegen Weltmeisterin Muzychuk eine Glanzpartie aufs Brett zaubert und in 25 Zügen gewinnt, überzieht Anand seine Stellung gegen Adrien Demuth (2535) und muss sich mit nur drei Punkten aus fünf Runden in der zweiten Turnierhälfte mühsam vorkämpfen, will er noch ganz vorne mitmischen. Das Schachleben in Open ist auch für die absolute Weltelite hart. Auf der Turnierseite werden die Top-Partien ab 15:00 Uhr live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
Das Tata Steel Masters in Wijk an Zee verspricht heute eine spannende Schlussrunde. Die besten Karten auf den Sieg hat nach wie vor Magnus Carlsen. Er remisierte gestern mit Schwarz gegen Wesley So und führt in der Tabelle mit 8,5 Punkten. Allerdings sind Fabiano Caruana und Liren Ding dem Weltmeister gefährlich nahe gekommen. Caruna gewinnt gegen Van Wely überzeugend in einem Najdorf Sizilianer und Ding nutzt seine Chance gegen Pavel Eljanov, der sichtlich angeschlagen agierte. Damit ist Caruana nur einen halben Punkte hinter Carlsen und Ding einen, wobei Ding in der Schlussrunde auf Carlsen trifft und diesen mit einem Sieg aus eigener Kraft einholen könnte. Caruana spielt mit Schwarz gegen Tomashevsky. Die Schlussrunde beginnt in Wijk heute bereits um 12:00 Uhr. Auf der Turnierseite wird live übertragen und kommentiert. Kommentare in deutscher und englischer Sprache bietet zudem ChessBase auf
Markus Ragger ist der Mann der Stunde in Gibralter. Ragger besiegt in der vierten Runde Anna Muzychuk überzeugend und übernimmt die Führung. Einzig der Franzose Etienne Bacrot kann mit einem Schwarzsieg gegen Aleksandra Goryachkina noch zu Ragger aufschließen. Alle anderen Spieler haben bereits zumindest ein Remis abgegeben, die Top-Stars Nakamura und Anand sogar schon zwei. Nakamrua remisiert heute gegen Renier Vazquez Igarza (2572), Anand gegen Grigriy Oparin (2565). Am Samstag lautet die Paarung am Spitzenbrett Bacrot gegen Ragger. Reizvoll könnte auch die Begegnung zwischen Nakamura und Weltmeisterin Maryia Muzychuk werden. Auf der Turnierseite werden die Top-Partien ab 15:00 Uhr live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
In der elften von dreizehn Runden fällt im Tata Steel Masters eine Vorentscheidung um den Sieg. Als die Runde eingeläutet wurde war Carlsen in der Tabelle einen halben Punkt vor Caruana. Der Weltmeister holt gegen die russische Verteidigung von Yifan Hou keinen Vorteil aus der Stellung. Caruana scheint hingegen mit Schwarz gegen Mamedyarov auf Siegeskurs, nachdem der Aserbaidschaner einen c3-Sizilinaer mißhandelt hatte. Doch dann wenden sich die Stelllungen. Mamedyarov greift nach einem Fehler von Caruana in die Trickkiste. Der Neo-Amerikaner muss sich in eine Festung mit Turm gegen Dame retten um die Partie zu halten. Carlsen quält indessen Hou in einem gleichstehenden Damenendspiel. Offenbar wollte Hou diesem mentalen Druck ausweichen, verrechnet sich aber bei der Abwicklung in ein Bauernendspiel. Carlsen ergreift die unerwartete Chance und gewinnt in wenigen Zügen. Zwei Runden vor Schluss ist Carlsen wieder einen Punkt vor Caruana und zweieinhalb vor Ding. Der Chinese trickst Tomashevsky in einer langen Partie im Ende taktisch aus. Carlsen trifft morgen mit Schwazr auf So, Caruana auf Van Wely und Ding auf Eljanov. Die Partien werden ab 13:30 Uhr auf der Turnierseite übertragen und kommentiert. Kommentare in deutscher und englischer Sprache bietet ChessBase auf