Das Schachjahr beginnt in Wijk aan Zee
Das internationale Schachjahr beginnt heute mit den traditionellen Turnieren in Wijk aan Zee. Die Hauptattraktion sind neben einem Open die Rundenturniere "Masters" und "Challengers". Im Masters führt Weltmeister Magnus Carlsen die Setzliste an. Anish Giri, Fabiano Caruana und Wesley So, Sergey Karjakin und Liren Ding sind weitere Spieler der Top-13 der Weltrangliste. Insgesamt spielen 14 Großmeister. Gespannt ist man auf das Auftreten des jungen Chinesen Yi Wei. Er hat sich mit einem Sieg im Challenger im Vorjahr für das heurige Masters qualifiziert. Mit dabei sind auch Yifan Hou und Loek van Wely, als zweiter Lokalmatador neben Giri. Im Challengers ist Liviu-Dieter Nisipeanu der Elofavorit. Auf der Turnierseite werden alle Partien live übertragen und kommentiert. Kommentare in deutscher und englischer Sprache bietet auch ChessBase auf www.schach.de. Die erste Runde startet heute um 13:30 Uhr. Magnus Carlsen trifft mit Schwarz auf David Navara, dessen Königsmarsch gegen Wojtaszek in Biel bei ChessBase zur Partie des Jahres 2015 gewählt wurde. Carlsen selbst wurde überlegen mit 49% Spieler des Jahres vor Giri (13%) und Kramnik (10%). (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite

Estland ehrt Paul Keres, seinen größten Schachspieler aller Zeiten, zu seinem 100. Geburtstag mit einem Schnellschachturnier in Tallinn und einer 2-Euro-Gedenkmünze. Keres war in Estland ein Nationalheld und konnte im Laufe seiner 40-jährigen Karriere Partien gegen neun Weltmeister gewinnen, der Titel selbst blieb ihm aber versagt. Chess-Base Mitarbeiter Johannes Fischer hat in seinem Blog einen Artikel "
Magnus Carlsen gewinnt das Katar Open nach Stichkampf vor dem chinesischen Titelverteidiger Yangyi Yu und lässt das Jahr 2015 mit dem Sieg in der Grand Tour und jenem in Katar versöhnlich ausklingen. Carlsen überzeugt in Katar mit einigen hübschen Angriffspartien. In der Vorschlussrunde gelingt ihm mit einem Schwarzsieg gegen Shakhriyar Mamedyarov die Vorentscheidung. In der Schlussrunde kann sich Carlsen bereits ein entspanntes Remis gegen Vladimir Kramnik erlauben. Yangyi Yu lässt sich aber die Chance nicht entgehen mit einem Sieg gegen Wesley So noch zu Carlsen aufzuschließen. Den Stichkampf um den Turniersieg entscheidet Carlsen, er hatte auch die bessere Zweitwertung, in den Blitzpartien klar mit 2:0 für sich. Carlsen gewinnt Katar mit sieben Punkten aus neun Partien vor Yangyi Yu (7) sowie Kramnik, Karjakin, Sjugirov, Ni und Ivanchuk (alle 6,5). Giri, die Nummer 3 der Setzliste, muss sich mit einem achten Platz begnügen. Die Sensation in Katar ist der Chinese Yinglun Xu. Er war mit seiner Elozahl von 2470 nur als Nummer 79 (!!) gesetzt, wird aber am Ende mit sechs Punkten und einer Performance von 2800 unmittelbar nach Giri am neunten Platz klassiert. (wk, Foto: ChessBase)
In Katar läuft über die Weihnachtsfeiertage vom 20. bis 29. Dezember das wohl stärkste Open aller Zeiten. Am Start sind mit Carlsen, Kramnik und Giri die aktuell ersten Drei der Weltrangliste. In der Top-Gruppe spielen insgesamt 124 Spieler, darunter 71 Großmeister. Der Gesamtpreisfonds beträgt 100.000 Dollar, der Sieger nimmt davon 27.000. Nach fünf Runden ist Magnus Carlsen mit 4,5 Punkten alleiniger Tabellenführer. Nach einem Auftaktremis gegen die georgische Nationalspielerin Nino Batsiashvili schaltet der Weltmeister einen Gang höher und wählt den Angriffsmodus. Das Resultat sind vier Siege in Serie, darunter drei gegen Daniil Yuffa, Jan-Krzysztof Duda und Chao Li, die Lehrbeispiele für Angriffsschach sind. Daniel King hat
Einen kroatischen Doppelsieg gibt es beim stark besetzten Open in Zadar. Ex-Europameister Zedenko Kozul gewinnt mit 6,5 Punkten aus 9 Partien dank besserer Feinwertung vor seinem Landsmann Sasa Martinovic und dem Bosnier Borki Predojevic (6). Die Österreicher spielen gut und holen durchwegs ein Eloplus. Robert Kreisl wird mit 5,5 Punkten ungeschlagen Neunter. Mario Schachinger und Valentin Dragnev werden mit ebenfalls 5,5 Punkten Elfter bzw. Dreizehnter. Schachinger hatte in der Schussrunde sogar die Chance auf ein GM-Norm, hätte dafür aber mit Schwarz gegen Martinovic gewinnen müssen. Dragnev darf sich über ein Eloplus von 33 Punkten freuen und kommt damit dem IM-Titel mit einer Elozahl knapp an 2400 sehr nahe. Georg Halvax, einer aus der Erfolgssechs beim Europacup Top-10 Platz von Maria Saal, gelingen fünf Punkte. Luca Kessler musste das Turnier in der 7. Runde krankheitsbedingt abrechnen. In der B-Gruppe wird Konstantin Meglitsch mit 6,5 Punkten Achter. (wk, Foto: Turnierseite)