Georg Fröwis beim Young Masters in der Schweiz
In Bad Ragaz findet seit 6. April auf Einladung des Schweizer Schachbundes ein Rundenturnier für Nachwuchshoffnungen statt. Die Teilnehmer des «Accentus Young Masters 2016» stammen aus fünf verschiedenen Ländern. Aus der Schweiz nehmen die Internationalen Meister Roland Lötscher (Staufen/2429 FIDE-ELO), Noël Studer (Muri BE/2428) und Alexandre Vuilleumier (wohnt in Paris, spielt aber für die Schweiz/2366) sowie FIDE-Meister Gabriel Gähwiler (Neftenbach/2342) teil. Dazu kommen aus Deutschland Grossmeister Matthias Blübaum (2605) und das elfjährige Ausnahmetalent Vincent Keymer (2350), aus Ungarn Grossmeister Imre Hera (2609) und der Internationale Meister Benjamin Gledura (2538), aus Frankreich Grossmeister Adrien Demuth (2541) und aus Österreich der Internationale Meister Georg Fröwis (2440). Der Vorarlberger Georg Fröwis startet mit einem Sieg gegen den Elofavoriten Matthias Blübaum (2628) perfekt in das Turnier, muss aber dann Niederlagen gegen Imre Hera (2622) und Adrien Demuth (2550) hinnehmen. In der vierten Runde teilt Fröwis mit Banjamin Gledura (2550) den Punkt. Damit hat Fröwis bereits gegen die Top-Vier des Turniers bereits gespielt. Ab heute wartet ein Schweizer Paket und Deutschlands Jungstar Vincent Keymer. (wk, Foto: Veranstalter)
Turnierseite

Elisabeth Hapala gewinnt das WIM Turnier in Fridek-Mystek mit sieben Punkten aus neun Partien und einem Punkt Vorsprung auf die Elofavoritinnen Eva Repkova und Jonna Worek. Hapala bleibt ungeschlagen und holt mit einer Performance von 2410 überzeugend eine WIM Norm. Zusätzlich gewinnt die Niederösterreicherin 57 Elopunkte und wird in der April Liste der FIDE erstmals über 2200 Punkte haben. Veronika Exler verpasst ihre Chancen auf eine Norm nach einem Auftaktsieg mit drei Niederlagen in Serie, holt dann aber noch drei Punkte aus fünf Partien. Im GM Turnier hängen die Trauben mit 6,5 Punkten für eine Norm deutlich zu hoch. Keiner der Normenjäger kommt auch nur in die Nähe. Der Turniersieg geht an GM Jan Krejci vor GM David Shengelia. Andreas Diermair wird mit fünf Punkten Dritter, Valentin Dragev kommt trotz Auftaktsieg nicht so recht ins Laufen und muss sich mit drei Punkten begnügen. (wk)
Das erste GRENKE Chess Open endete mit einer faustdicken Überraschung. Matthias Blübaum belegte den ersten Platz und düpierte dabei die versammelte Weltelite. Der deutsche Großmeister hatte am Ende 7,5 Punkte auf dem Konto und ließ fünf weitere Spieler mit der gleichen Punktzahl dank der besseren Buchholzwertug hinter sich. Der zweite Platz geht an Vladimir Fedoseev (Russland). Den dritten Platz teilen sich Nikita Vitiugov (Russland) und der im Turnier lange Führende Milos Perunovic (Serbien). Ni Hua (China) und Francisco Vallejo Pons (Spanien) landeten auf Platz fünf und sechs. Markus Ragger kämpft in der Schlussrunde mit Schwarz gegen Blübaum noch um den Turniersieg, aber die Partie endet Remis und Ragger muss sich mit dem guten 7. Rang im 566 Teilnehmer großen Feld zufrieden geben. Ragger bleibt ungeschlagen und holt wieder ein paar Punkte für die Weltrangliste. Georg Fröwis landet mit 6,5 Punkten um 46. Platz, Florian Schwabeneder und Robert Kreisl holen jeweils sechs Punkte. (wk, Foto: Turnierseite)
Das Grenke Chess Open im Kongresszentrum in Karlsruhe startet mit unfassbaren 957 Teinehmern in drei Gruppen. Es ist mit neun Runden in fünf Tagen wohl das härteste Turnier der Welt.
Elisabeth Hapala ist die Frau der Stunde beim WIM Turnier in Frydek-Mistek. Die Niederösterreicherin legt nach ihrem Auftaktremis mit Schwarz gegen IM Eva Repkova (2320) einen Siegeslauf hin und gewinnt vier Partien in Serie, darunter in der zweiten Runde gegen die Elofavoritin Joanna Worek (2344). Hapala hält nach fünf Runden bei einer Performance von 2584 (!!) und führt in der Tabelle mit eineinhalb Punkten Vorsprung auf Repkova und Worek. Weniger gut ergeht es Veronika Exler. Nach ihrem Auftaktsieg gegen Martina Fuskova kann Exler einige gute Stellungen nicht nützen und verliert unglücklich drei Partien hintereinander. Ein Remis in der fünten Runde gegen Worek könnte aber durchaus eine Trendwende ankündigen. Im GM Turnier der Herren geht es enger zu. David Shengelia führt mit 3,5 Punkten vor Jan Krjci und Andreas Diermair (je 3). Valentin Dragnev startet mit eineinhalb Punkten aus zwei Partien gut, legt dann aber gegen Krejci, Diermair und Repka eine große Rochade hin. Eine GM-Norm muss auf das nächste Turnier verschoben werden. Chancen hat noch Andreas Diermair, allerdings braucht der Steirer dafür dreieinhalb Punkte aus den verbleibenden vier Partien. (wk)