Diermair und Fröwis übernehmen in Wien die Führung
Hervorragende Leistungen zeigen Andreas Diermair und Georg Fröwis beim Masters in Wien. Diermair überfährt gestern den bisherigen Leader Milan Pacher in einer damenindischen Verteidigung bereits in der Eröffnung und spielt den Vorteil dann sauber heim. Georg Fröwis wählt mit Schwarz gegen Christopher Repka die messerscharfe Botwinnik Variante und zeigt sich in den taktsichen Verwicklungen voll auf der Höhe. Für beide Österreicher ist es der zweite Sieg mit dem sie die Führung in der Tabelle vor den punktegleichen Großmeistern Buhmann und Marik übernehmen. Heute trifft Diermair mit Schwarz auf Baumegger, Fröwis bekommt es mit Cernousek zu tun. Im Ladies remisieren gestern Exler gegen Mareckova und Newrkla gegen Maslikova, während Schnegg das Duell der Youngsters gegen Gazikova ebenso verliert, wie Hapala gegen Sochorova. Exler behält damit gute Chancen auf eine WIM Norm. (wk)
Ergebnisse: Chess Ladies, Chess Masters
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Erste Siege für die Österreicherinnen gibt es in den Runden vier und fünf beim Chess Ladiies in Wien. Den Auftakt macht Lisa Hapala mit einem überzeugend heraus gespielten Sieg gegen die Ukrainerin Diana Arutyunova. Gestern wahrt Veronika Exler mit einem Sieg gegen Hapala ihre Chance auf eine WIM Norm. Exler liegt nun gemeinsam mit Repkova, Arutyunova, Gazikova und Maskikova, alle haben drei Punkte, an der Spitze und braucht in den verbleibenden vier Runden zweieinhalb Punkte für die Norm. Im Masters liegt die Latte für eine GM Norm mit 6,5 Punkten sehr hoch. Gestern spielten Georg Fröwis und Andreas Diermair, beide haben mit +1 noch Chancen, gegeneinander Remis. Für eine GM Norm braucht es jetzt drei Siege und eine Remis. In der Tabelle führen Pacher, Buhmann und Marik mit je 3,5 Punkten. (wk)
Gestern wurden im Wiener Haus des Schachsports von Wiens Präsident Christian Hursky, ÖSB Präsident Kurt Jungwirth, Slowakiens Schachpräsident Martin Huba und Tschechiens FIDE-Delegierten Petr Pisk das Chess Masters und Chess Ladies 2015 eröffnet. Die Kooperation der drei Länder soll ihren Spielern bessere Normenchancen ermöglichen. In der ersten Runde in Wien gibt es sechs Remisen und vier Schwarzsiege. Erfolgreich sind bei den Frauen die Ukrainerin Diana Arutyunova gegen Martina Mareckova (SVK) und Veronika Maslikova (SVK) gegen die Tirolerin Anna-Lena Schnegg. Newrkla remisiert gegen Hapala ebenso wie Exler gegen Sochorova. Im Masters gelingen Siegfried Baumegger und Mikulas Manik Auftaktsiege. Baumegger besiegt im Österreicherduell Georg Kilgus, Manik ist im Kampf zweier Slowaken gegen Christopher Repka erfolgreich. Andreas Diermair remisiert gegen Elofavorit Rainer Buhman (GER), Georg Fröwis gegen Milan Pacher (SVK). Heute beginnt um 15:00 Uhr die zweite Runde.
In den Runden zwei und drei der Normenturniere in Wien verpassen die Österreicher/innen einige Chancen. Im Masters spielt Baumegger gestern gegen mit Schwarz gegen Milan Pacher agressiv die Drachenvariante, verpasst aber leider eine hübsche taktische Entscheidung. Baumegger opfert stattdessen die Qualität, verliert dann aber das Endspiel. Bereits am Tag davor überzieht Baumegger im Österreicherduell gegen Fröwis im Gewinnstreben ein Turmendspiel. Fröwis liegt mit zwei Punkten hinter Manik punktegleich mit Pacher und Buhman am dritten Platz. Andreas Diermair hält bei drei Remisen, Baumegger bei einem Sieg und Kilgus bei einem Remis. Im Ladies verpassen Exler und Newrkla in der zweiten Runde klare Gewinnstellungen gegen Repkova bzw. Gazikova. Exler zieht in Zeitnot die Notbremse und bietet Remis, Newrkla verliert leider ebenso wie Lisa Hapala, die ebenfalls eine gute Stellung am Brett hatte. Ein erstes Remis gibt es für Anna-Lena Schnegg in der dritten Runde gegen Sochorova. In der Tabelle führen Arutyunova, Gazikova und Malikova mit jeweils 2,5 Punkte vor Repkova (2) und Exler (1,5). (wk)