Bodensee Open - Fröwis Geschwister starten mit 3/3
Vom 9. bis 17. Mai findet in Bregenz das 1. Internationale Bodensee Open statt. Turnierdirektorin Helene Mira und Hauptschiedsrichter Albert Baumberger freuen sich über eine gelungene Premiere mit 122 Teilnehmer/innen aus 16 Nationen. Nach drei Runden liegen die Fröwis Geschwister gemeinsam mit fünf weiteren Spielern mit drei Punkten an der Spitze. Während Georg Fröwis als Nummer fünf des Turnieres zum erweiterten Favoritenkreis zählt, ist das Ergebnis seiner Schwester Annika sensationell. Als Nummer 42 der Setzliste besiegt die junge Voralbergerin in den Runden zwei und drei mit Peter Dittmar (2312) und Norbert Friedrich (2315) zwei Fidemeister. Heute wartet mit Vladimir Sergeev sogar ein GM. Georg Fröwis ist gegen Rainer Bezler hingegen erneut in der Favoritenrolle. Gut im Rennen liegt mit Luca Kessler (2,5 Punkte) ein weiterer Vorarlberger. Die GM´s Sergeev und Schlosser mussten bereits Remisen zugestehen, GM Galdunts Niederlage gegen den Lustenauer Bezler ist eine weitere Sensation der Startrunden und eine Warnung für Georg Fröwis in seiner heutigen Partie. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results: Open, Senioren-Open

Der Elofavorit Peter Schreiner gewinnt mit 6,5 Punkte aus 7 Partien überlegen das Tschaturanga Open 2015 vor Peter Sadilek, Georg Kilgus und Joachim Wallner (alle 5,5). Schreiner gibt einzig in der sechsten Runde ein Remis gegen Kilgus ab. Insgesamt waren 80 Spielerinnen am Start. Die beste Frau wird die in Wien lebende regierende litausche Meisterin Daiva Batyte mit 4 Punkten. Bester Ausländer ist der Pole Miroslaw Lewicki am fünften Platz gefolgt von dem Russen Andrei Nepomniashchii drei Plätze dahinter. Beide holen wie weitere fünf Spieler jeweils 5 Punkte. Organisator und Hauptschiedsrichter war in Personalunion Wiens Landesspielleiter Gregor Neff. (wk)
Rainer Buhmann (GER) bzw. Diana Arutyunova (UKR) gewinnen das Chess Masters bzw. Chess Ladies im Wiener Haus des Schachsports jeweils knapp dank besserer Zweitwertung vor Georg Fröwis bzw. Veronika Maslikova (SVK), die sich über eine WIM Norm freuen darf. Im Masters sind die gezeigten Leistungen der Österreicher durchwegs erfreulich. Georg Fröwis holt wie der Turniersieger ungeschlagen sechs Punkte aus neun Partien, erzielt eine Eloporformance von 2587 und gewinnt 16 Punkte für die Weltrangliste. Die erhoffte GM Norm verpasst Fröwis nur um einen halben Punkt. Andreas Diermair spielt sechs starke Runden verliert aber in Runde sieben gegen Baumegger und beendet das Turnier mit zwei Remisen hinter dem Tschechen Krejci mit fünf Punkten am vierten Platz. Ein Zugewinn von sechs Elopunkten bringt ihm der 2500-er Grenze sehr nahe. Siegfried Baumegger startet mit einem Sieg gegen Georg Kilgus, muss dann aber vier Niederlagen in Folge hinnehmen, von denen zumindest zwei in die Kategeorie unglücklich fallen. Drei Punkte aus den verbleibenden vier Partien zeigen seine Steherqualitäten. Kilgus, er sprang kurzfristig ein, zeigt gefälliges Schach verpasst aber die eine oder eine Chance auf einen ganzen Punkt. Im Ladies erweisen sich die Österreicherinnen als gute Gastgeber. Veronika Exler hat lange Chancen auf eine WIM Norm, verliert aber in der siebenten Runde gegen Anna-Lena Schnegg ihre einzige Partie und muss sich mit 4,5 Punkten begnügen. Katharina Newrkla bleibt mit 3,5 Punkten sieglos, erspielt sich aber viele gute Stellungen. Im Rahmen ihrer Erwartung spielen Elisabeth Hapala und Anna-Lena Schnegg, wobei Hapala der Turniersiegerin die einzige Niederlage zufügt. Es ist zugleich der einzige Sieg einer Österreicherin gegen eine Ausländerin. Bei Licht betrachtet ist es vor allem ein katastrophales Zeitmanagement, das ein besseres Resultat verhindert. (wk)
Andreas Diermair und Georg Fröwis gingen gestern im Kampf um eine GM Norm "all in". Während Diermair mit dieser Strategie gegen Siegfried Baumegger Schiffbruch erleidet, erzwingt Fröwis gegen den tschechischen IM Lukas Cernousek sein Glück. In einer Partie, die wahrlich nichts für schwache Nerven war, findet Fröwis in beidseitiger Zeitnot in einem Endspiel trotz bereits stark reduziertem Materials eine Matt Lösung seines Stellungsproblems. Fröwis führt mit fünf Punkten und benötigt aus den verbleibenden zwei Runden noch eineinhalb Punkte für eine GM-Norm. Die Gegner sind Kilgus und Buhmann. Bei den "Ladies" sinken die österreichischen Norm Chancen auf ein Minimum. Veronika Exler läuft gegen Anna-Lena Schnegg in einem leicht schlechteren Endspiel in Zeitnot in ein Hilfsmatt. Ein erster Sieg für Schnegg, Exler braucht jetzt aber zwei Siege, soll es doch noch mit einer WIM Norm klappen. (wk)