Halvax gelingt IM-Titel in Zadar
Das Open in Zadar hat gerade erst begonnen, aber Österreich darf sich bereits nach der ersten Runde über einen IM-Titel von Georg Halvax freuen. Der Kärntner hat schon viele Normen, mit seinem gestrigen Sieg gegen den Deutschen Klaus De Francesco überschreitet Halvax erstmals die 2400 in der Eloliste. Damit wird ihm die FIDE bei nächster Gelegenheit den Titel offiziell verleihen. Am Start sind beim tradtionell stark besetzten A-Open noch weitere Österreicher. Die Youngsters Florian Mesaros und Valentin Dragnev remisieren zum Auftakt gegen Robert Zelcic bzw. Matko Ognjen. Peter Schreiner muss nach seinem starken Auftritt in der deutschen Bundesliga gegen Mladen Zelic ebenso eine Niederlage einstecken wie Felix Blohberger gegen Di Li und Dominik Horvath gegen Jadranko Plenca. Erfolgserlebnisse gibt es hingegen für Robert Kreisl gegen Matij Blazeka, Gert Schnider gegen Alex Krstulovic und im B-Turnier für Denise Trippold gegen Josip Birkic und Vanessa Stallinger gegen Damir Kljako. (wk, Foto: Turnierseite)
Ergebnisse bei Chess-Results, Turnierseite

Der Amerikaner Wesly So erwischt bei der Chess Classic in London mit zwei Siegen gegen Hikaru Nakamura und Michael Adams einen Traumstart. Er führt damit alleine in London vor Anand, Caruana, Kramnik und Aronian und ist zugleich auf dem besten Weg zum Gesamtsieg in der Grand Chess Tour. Erstmals überschreitet So auf der inoffiziellen "Live Rating" Liste auch die 2800-er Elogrenze. Adams und Topalov müssen hingegen in den ersten beiden Runden zwei Niederlagen einstecken. Neben So verliert Adams in der ersten Runde gegen Aronian, wobei der Engländer erst in der Zeitnotphase eine ausgeglichene Stellung einstellt. Topalov verliert zuerst das Prestigeduell gegen Kramnik nach einer zweifelhaften Eröffnungswahl. Gestern spielt er gegen Caruana die französische Vorstoßvariante und unterliegt nach wechselhaftem Spielverlauf mit einer Fehlkalkulation am Ende der Partie. Ein feiner Sieg gelingt Vishy Anand gegen den Najdorf-Experten Maxime Vachier-Lagrave mit der aktuell vielgespielten h3-Variante. Anand kommt mit einem neuen Konzept. "MVL" findet am Brett nicht das beste Gegenspiel, erlangt nach einer Ungenauigkeit des Inders aber doch eine gleiche Stellung. Anand opfert schließlich die Qualität und gewinnt die Partie nach einem Fehler des Franzosen. Einziger Spieler ohne Gewinn- oder Verlustpartie ist Anish Giri. Er remisiert gegen "MVL" und Nakamura. Die dritte Runde beginnt heute um 17:00 Uhr MEZ. Sie wird auf der Turnierseite und bei ChessBase Live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
Heute startet um 17:00 Uhr MEZ das London Chess Classic 2016 und damit die vierte und letzte Station der Grand Chess Tour. Die Teilnehmer sind Viswanathan Anand, Levon Aronian, Fabiano Caruana, Anish Giri, Vladimir Kramnik, Hikaru Nakamura, Wesly So, Veselin Topalov und Maxime Vachier-Lagrave sowie Michael Adams als Lokalmatador. Eingeladen zur Serie sind die Top-9 der Weltrangliste zum Zeitpunkt des Starts der Grand Chess Tour. Ein zehnter Platz kann jeweils vom Veranstalter nominiert werden. Die Grand Chess Tour ging heuer zudem neue Wege. Neben zwei Turnieren mit klassischer Bedenkzeit in St. Louis und nun in London gab es auch zwei Blitz- und Schnellschachturniere in Paris und Leuven. In der Gesamtwertung führt nach drei Turnieren So vor Aranion und Nakamura. Weltmeister Magnus Carlsen konnte wegen der Weltmeisterschaft nur zwei Turniere spielen und wäre damit inoffiziell noch immer am zweiten Platz. Die Partien werden auf der Turnierseite live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: ChessBase)
In der deutschen Bundesliga marschieren Meister Solingen, der Verein von Markus Ragger, und Baden-Baden im Gleichschritt. Nach sechs Runden führen diese beiden Teams mit dem Punktemaximum vor Hockenheim, Mülheim und Schwäbisch Hall. An diesem Wochenende standen die Runden fünf und sechs am Spielplan. Markus Ragger gewinnt am Spitzenbrett von Solingen seine Partien gegen die beiden Münchner Vereine von Stefan Kindermann und Valentin Dragnev. Am Samstag gewinnt Ragger mit Schwarz gegen Stefan Bromberger von MSA Zugzwang 82 und am Sonntag mit Weiß gegen Klaus Bischoff im Match gegen Bayern. Die Begegnungen enden 6,5:1,5 bzw. 6:2. Stefan Kindermann holt gegen Predojevic eines von drei Remisen seines Vereines, verliert aber tags darauf gegen Landa. Valentin Dragnev remisiert im Dress von Bayern gegen Alexander Berelovich, verliert aber gegen Solingens Jan Smeets. Erfolgreicher ist Peter Schreiner für SF Berlin 1903. Er gewinnt gegen Raj Tischbierek und Alexander Raykhman beide Partien. Sein Klub muss sich aber mit einem 4:4 gegen Dresden zufrieden geben und liegt derzeit am 9. Platz. Die beiden Münchner Vereine Bayern und MSA Zugzwang stecken mit den Plätzen 13. bzw. 16. in der Abstiegszone fest. Die nächsten Runden folgen am 18. und 19. Februar 2017. (wk, Foto: Deutsche Bundesliga)
Nicht nur im Big Apple wird auf der Schach-Weltmeisterschaft großes Schach gespielt. Bei „Beautiful Minds – Krulich Cup“ treten am Samstag und Sonntag in München zwölf herausragende Schach-Persönlichkeiten gegeneinander an. Damit findet nicht nur erstmals seit 20 Jahren wieder ein internationales Spitzenschachturnier Dank der Unterstützung von Roman Krulich und Immobilien Krulich in München statt. „Beautiful Minds – Krulich Cup“ ist zugleich ein Meilenstein für die Münchener Schachakademie, die dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Hinter der Münchner Schachakademie steht federführend Stefan Kindermann. Er ist Doppelstaatsbürger und hat Österreich bei den Olympiaden in Dresden (2008) und Istanbul (2012) vertreten. Das Teilnehmerfeld beim "Krulich Cup" besteht aus fünf Frauen und sieben Herren. Am Start sind neben Österreichs Markus Ragger und Stefan Kindermann die Schwestern Anna und Mariya Muzychuk, Antoaneta Stefanova, Dorsa Derakshshani, Sabrina Neide Vega Gutierrez sowie die Herren Nigel Short, Francisco Vallejo Pons, Gerald Hertneck, Michael Bezold und Stefan Bromberger. Gespielt wird heute und morgen ein Schnellschachturnier mit Beginn jeweils um 11:00 Uhr. (wk, Text/Foto: Website Münchner Schachakademie)