FIDE Grand Prix Serie startet heute in Sharjah
In Sharjah beginnt heute der neue Zyklus des FIDE Grand Prix. Gespielt wird die Serie erstmals nicht mehr als Rundenturnier, sondern im Schweizer System. Trotzdem ist die Zahl der Teilnehmer beschränkt. In Sharjah gehen insgesamt 18 Spieler im Start. Die Palette reicht von den Topstars Vachier-Lagrave (2796), Aronian und Nakamura (beide 2685) bis hin zu Frauenweltmeisterin Yifan Hou (2651) und dem Norweger Jon Ludvig Hammer (2628). Während die Topstars wie bisher qualifziert und eingeladen sind, können sich andere Spieler mit 100.000 Dollar in den Zyklus einkaufen. Davon profitieren natürlich insbesondere Spieler von schachbegeisterten und finanzstarken Ländern. Zum Auftakt trifft heute Vachier-Lagrave auf Chao Li, Tomashevsky auf Aronian und Nakamura auf Jakovenko. Die Runde beginnt um 15:00 Uhr. Das Turnier in Sjarjah dauert bis 28. Februar. Die weiteren Stationen sind dann Moskau (11.-22. Mai), Genf (5.-16. Juli) und Palma De Mallorca (15.-16. November). (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite, Ergebnisse bei Chess-Results

Hikaru Nakamura gewinnt nach einer spannenden Schlussrunde nebst notwendigem Stichkampf das Open in Gibralter. Die Chinesin Wenjun Ju holt sich trotz einer Niederlage gegen ihren Landsmann Yu den Frauenpreis und überspringt mit einem Zugewinn von 20 Elopunkten die 2600 Elomarke. Damit liegt sie zwar noch 41 Punkte hinter Hou hat aber bereist 34 Punkte Vorsprung auf Anna Muzychuk. Weltmeisterin Yifan Hou sorgte mit einem Demonstrationsverlust für einen Eklat in der Schlussrunde. Sie wollte mit dieser Aktion aufmerksam machen, dass sie in den ersten neun Runden sieben Mal gegen eine Frau gelost wurde. Was nach Manipulation aussieht, war aber wohl doch nur eine Laune des Zufalls. Die Auslosung wurde vom Veranstalter maschinell mit einem Auslosungsprogramm erledigt. In der Entscheidung um den Turniersieg schließen Nakamura mit einem Erfolg gegen Edouard und Yu zu Guifarro David Anton nach Punkten auf. Laut Reglement kam es zu einem Stichkampf in dem Nakamura zuerst Yu ausschaltet und dann im Finale auch gegen den Spanier erfolgreich bleibt. Es ist Nakamuras dritter Sieg in Gibraltar in Serie. Valentin Dragnev beendet das Turier mit einem sechsten Sieg gegen den Spanier Henderson. Neben seiner zweiten GM-Norm darf er sich auch über 18 Elopunkte für die Weltrangliste freuen. Seine neue, inoffizielle, Zahl ist 2530. Damit ist er hinter Ragger (2703) und Shengelia (2575) die neue Nummer Drei in Österreich. (wk, Foto: Turnierseite)
Valentin Dragnev gelingt heute mit einem Remis gegen den Russen Grigoriy Oparin (2625) in Gibraltar seine zweite GM-Norm nach jener vom Dezember in Zadar. Zwar musste Dragnev nach seinen sensationellen Siegen gegen Kovalenko und Ivanchuk Niederlagen gegen Yangyi Yu (2738) und S.P. Sethuraman (2637) einstecken, heute gelang ihm aber gegen Oparin erneut eine gute Partie. Das Remis aus der Position der Stärke sichert die Norm, im Turnier hält Dragnev nach neun Runden bei fünfeinhalb Punkten. Die Schlussrunde morgen kann er daher ohne Druck spielen. Im Kampf um den Turniersieg hat der Spanier Guijarro David Anton gute Karten. Er hält als einziger Spieler bei siebeneinhalb Punkten. Die Gruppe der Verfolger mit einem halben Punkt Rückstand umfasst: Nakamura, Vachier-Lagrave, Adams, Yu, Ju, Cheparinov, Gelfand und Edouard. Sensationell ist das Abschneiden der Frauen Grand-Prix Siegerin Wenjun Ju. Sie hält eine Runde vor Schluss bei einer Performance 2785 und wird die Elomarke von 2600 überspringen ihrer Landsfrau Yifan Hou näher rücken und die Konkurrenz abhängen. Die direkte Begegung mit Hou konnte Ju ebenfalls für sich entscheiden. Ihr winkt in Gibraltar zudem der Frauenpreis in Höhe von 15.000 Pfund. (wk, Foto: Turnierseite)
Valentin Dragnev krönt heute seine bisherige Schachlaufbahn in Gibraltar mit einem Sieg gegen Schnellschach Weltmeister Vassily Ivanchuk. Der Ukrainer ist mit einer Elozahl von 2752 die aktuelle Nummer 16 der Weltrangliste. Ivanchuk wählt gegen Dragnev eine schottische Eröffnung. Österreichs Hoffnung zeigt keinen Respekt und gleicht mit den schwarzen Steinen bald aus. In der Folge kann Ivanchuk zwar einen kleinen Vorteil herausholen, nach einem Fehler des Ukrainers ergreift Dragnev aber seine Chance und lässt sich den gewinnbringenden Vorteil nicht mehr nehmen. Es ist sein fünfter Sieg in Gibraltar im sechsten Spiel. Damit ist die Nummer 67 der Setzliste nach sechs von zehn Runden am neunten Platz. Angenehmer Nebeneffekt: Dragnev ist inoffiziell erstmals über 2500 und hat seine zweite GM-Norm in Reichweite. Morgen spielt Dragnev gegen den Chinesen Yu Yangyi, die Nummer 23 der Welt. Im Spitzenspiel des Tages gewinnt Michael Adams gegen die bisher führende Chinesin Ju Wenjun mit der Tarraschvariante gegen Französisch. In der Tabelle führen jetzt Adams, Nakamura und Anton mit je 5,5 Punkten vor Short, Vachier-Lagrave, Topalov, Cheparinov, Yu und Dragenv (alle 5). Die Nummer Eins der Setzliste, Fabiana Caruana, findet man hingegen erst auf Rang 33, einen Peter Svidler auch nur sieben Plätze vor ihm. Die siebente Runde startet morgen um 15:00 Uhr. Sie wird auf der Turnierseite live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
Die Entscheidung um den Sieg fiel in der letzten Runde des Tata Steel in Wijk aan Zee recht rasch. Wesley So kommt gegen einen außer Form agierenden Ian Nepomniachtchi rasch zu einem Schwarzsieg und sichert sich nach seinem Sieg der Grand Chess Tour einen weiteren großen Sieg. Der Konkurrenz bleibt nur der Kampf um die Plätze. Magnus Carlsen sichert sich mit einem spannendem Remis nach Figurenopfer den zweiten Platz, da Yi Wei und Levon Aronian ihre Partien verlieren und sogar noch Sensationsmann Baskaran Adhiban vorbei ziehen lassen müssen. Der Inder besiegt Rapport und wird als eloschwächster Spieler Dritter! Österreich interessiert natürlich mehr das Abschneiden von Markus Ragger. In der Schlussrunde kommt Ragger gegen l'Ami zu einem sicheren Schwarzremis und muss warten was die Konkurrenz macht. Smirin verabschiedet sich mit einer Niederlage gegen Hansen aus dem Rennen um den Sieg. Xiong folgt ihm später mit einem Remis gegen Bok. So liegt am Ende alles am Ausgang der Partie Lu gegen Jones. Es scheint als hätte der Engländer das Turnierreglement nicht gelesen als er in gleicher Stellung eine Figur für zwei Bauern opfert. Lu entkommt vorerst einem Dauerschach muss aber am Ende doch eines hinnehmen. Jones schließt zu Ragger auf und wird Turniersieger weil er das direkte Duell in der sechsten Runde gegen Ragger gewonnen hatte. Ragger spielt aber mit 2726 erneut eine gute Performance und wird in der Februarliste der FIDE mit 2703 aufscheinen. Das ist eine neue persönliche Bestmarke. Ein Trost für den entgangenen Sieg wird es ihm eher nicht sein. (wk, Foto: Turnierseite)