Keine Normen im Chess Masters und Chess Ladies
Die Österreicher/innen zeigen beim Chess Masters und Ladies in Pieniny durchwegs gute Leistungen. Valentin Dragnev und Laura Hiebler kämpfen in der Schlussrunde sogar um eine Norm. Beide benötigen dafür aber einen Sieg und gehen in ihren Partien "all in". Hiebler opfert gegen die Elofavoritin Eva Repkova mutig einen Turm für Angriff. Repkova weist aber mit guter Verteidigung nach, dass der Angriff nicht durchschlägt und sichert sich mit dem Partiegewinn auch den Turniersieg dank besserer Zweitwertung vor Natasa Richterova. Hiebler wird mit eineinhalb Punkten Rückstand gute Fünfte und darf sich über ihre Eloleistung von 2171 und einen Zugewinn von 33 Elopunkten freuen. Annika Fröwis beendet das Turnier mit drei Punkten am neunten Platz, hat sich aber nach drei Auftaktniederlagen gut in das Turnier zurückgekämpft. Im Masters verpasst Dragnev gegen GM Stepan Zilka seine dritte GM Norm. Dem Tschechen gelingt es mit einer guten Partieanlage noch vom Tabellenende wegzukommen, insbesondere da Dragnev viel Risiko nehmen musste. Der Wiener wird mit 5,5 Punkten und einer Performance von 2542 hinter dem Slowaken Viktor Gazik Zweiter. Shengelia und Kreisl landen mit jeweils fünf Punkten am dritten und vierten Platz. Kreisl kann mit seiner Performance von 2514 durchaus zufrieden sein. Es bringt ihm auch 10 Punkte für die Weltrangliste. (wk)
Website SVK, Ergebnisse bei Chess-Results: GM, WIM
Partien (So 14:00, Mo 10:00)

Yifan Hou glänzt in Karlsruhe beim GRENKE Chess Classic. Nach ihrem Auftaktsieg gegen Caruana besiegt die Chinesin gestern mit Schwarz nach spannendem Partieverlauf den deutschen Nationalspieler Georg Meier und setzt sich in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf die Männer an die Spitze. Heute kommt es ab 15:00 Uhr zur Schlagerpartie zwischen Hou und Magnus Carlsen. Der Weltmeister liefert sich gestern mit Levon Aronian einen phantastischen Schlagabtausch, der nach vielen strategischen und taktischen Wendungen in einem Remis mündet. In der gemeinsamen Pressekonferenz hatten beide jedenfalls viel Spaß an der Analyse. Fabiana Caruana und Maxime Vachier-Lagrave stecken ihre Auftaktniederlagen in der zweiten Runde mit Siegen gegen Naiditsch bzw. Bluebaum gut weg. In der Tabelle führt Hou mit einem Punkt Vorsprung auf Caruana, Naiditsch, Vachier-Lagrave, Aronian und Carlsen. (wk, Foto: Turnierseite)
Der erste Teil der Kortchnoi Zürich Chess Challenge ist vorbei. Hikaru Nakamura und Ian Nepomniachtchi führen nach den sieben Runden im "New Classical" Format (45 Min. plus 30 Sek./Zug) mit jeweils 10 Punkten (2 für Sieg, 1 für Remis) von 14 möglichen vor Viswanathan Anand (9) sowie Vladimir Kramnik und Peter Svidler (beide 8). Diese fünf Spieler haben in der heutigen Blitz-Session ab 11:00 Uhr noch die Chance auf den Gesamtsieg. Die Bedenkzeit heute beträgt 10 Minuten pro Partie und Spieler plus 5 Sekunden pro Zug. Nach den geltenden FIDE-Regeln ist das als Blitz bezeichnete Turnier daher eigentlich Schnellschach. Im "New Classical" blieb kein Spieler ohne Niederlage. Nakamura verliert gegen Svidler, besiegt aber Pelletier, Oparin, Nepomniachtchi und Gelfand. Neponiachtchi gewinnt seinerseits gegen Anand, Gelfand, Pelletier und Oparin. Man darf gespannt sein wer sich heute nach den sieben "Schnellpartien" den Gesamtsieg sichern kann. (wk, Foto: Turnierseite)
Das Grenke Chess Classic beginnt mit einer starken Vorstellung der Spieler mit deutschem Pass. Arkadij Naiditsch gewinnt mit Schwarz in einer französischen Verteidigung gegen Maxime Vachier-Lagrave. Seine ehemaligen Teamkollegen holen aus der Außenseiterrolle klare Remisen. Matthias Bluebaum gelingt dieses Kunststück gegen keinen geringeren als Weltmeister Magnus Carlsen. Georg Meier darf sich über die Punkteteilung mit Schwarz gegen Levon Aronian freuen. Die Sensation der ersten Runde ist aber der Sieg von Yifan Hou gegen den Weltranglisten-Dritten Fabiano Caruana. Hou wählt gegen die Berliner Verteidigung die solide Variante mit Te1, die das bekannte typische Endspiel vermeidet, und bekommt bald eine bessere Stellung, die sie souverän verwertet. Heute kommt es ab 15:00 Uhr zum Schlager zwischen Carlsen und Aronian. Im Open hält Christoph Menezes als bester Österreicher nach fünf Runden bei vier Punkten. Kessler und Mesaros haben einen halben Punkt weniger. (wk, Foto: Turnierseite)
Im Chess Masters in Pieniny gab es gestern zwei Siege für Österreicher. David Shengelia kommt gegen Großmeisterkollegen Milan Pacher zu seinem ersten Sieg im Turnier und liegt nun mit 3,5 Punkten nach sieben Partien wieder bei der 50%-Marke. Valentin Dragnev besiegt im Österreicher-Duell Robert Kreisl und hält damit die GM Norm-Chance am Leben. Allerdings benötigt er zwei Siege in den beiden ausstehenden Partien gegen die GM´s Pacher und Zilka. In der Tabelle liegt Dragnev hinter Viktor Gazik am zweiten Platz, Kreisl ist Dritter. Im Chess Ladies setzt es für Laura Hiebler und Annika Fröwis nach Siegen in der sechsten Runde leider Niederlagen. Hiebler verliert mit Schwarz gegen Natasa Richterova, Annika Fröwis opfert gegen Mara Jelica die Qualität für einen Angriff, der rasch versandet. Die heutige achte Runde beginnt um 14:00 Uhr. (wk)