Grand Chess Tour geht in Leuven weiter
In knapp einer Stunde beginnt in Leuven, Belgien, die zweite Station der Grand Chess Tour. Am Programm stehen wie schon zuvor in Paris neun Runden Schnellschach, gespielt an drei Tagen, und achtzehn Runden Blitzschach, gespielt an zwei Tagen. Die Gesamtwertung aus Schnell- und Blitzschach zählt für die Tour, wobei die Punkte im Schnellschach doppelt zählen (Sieg 2 Punkte, Remis 1 Punkt, Niederlage 0 Punkte). Magnus Carlsen kommt als Sieger aus Paris. Ebenso dabei in Paris waren Maxime-Vachier-Lagrave und Wesley So. Neu im Feld sind Vishy Anand, Ian Nepomniachtchi und Levon Aronian. Die Wildcards gehen an Vladimir Kramnik, Anish Giri, Vassily Ivanchuk und Baadur Jobava. Heute stehen die ersten drei Runden Schnellschach am Programm. Der Start erfolgt um 14:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite Grand Chess Tour Leuven

Magnus Carlsen gewinnt die erste Station der Grand Chess Tour in Paris nach Stichkampf gegen Maxime Vachier-Lagrave. Zuvor hat der Franzose am zweiten Spieltag des Blitzturniers mit siebeneinhalb Punkten aus neun Partien groß aufgespielt und Carlsen in der Tabelle noch einholen können. Das Bliltzturnier gewann MVL überlegen mit 13 Punkten vor Nakamura und Caruana (je 11) sowie Karjakin und Carlsen (je 10). Carlsen hatte am zweiten Blitztag in den Runden 15-17 mit drei Niederlagen in Serie eine Schwächperiode, rettet sich aber mit einem Sieg gegen So doch noch in den Stichkampf, da MVL mit Schwarz gegen Grischuk remisiert. Im Stichkampf spielt Carlsen wieder seine alten Stärken aus und gewinnt mit 1,5:0,5, wobei er es sich in der zweiten Partie ein Zugwiederholung in besserer Stellung leisten konnte. Die Grand Chess Tour macht nur zwei Tage Pause. Weiter geht es mit der zweiten Station in Leuven, Belgien, bereits am Mittwoch. Am Programm steht wieder die Kombinaton aus Schnell- und Blitzschach. (wk, Foto: Turnierseite)
Gut erholt zeigt sich Weltmeister Magnus Carlsen nach seinem eher enttäuschenden Abschneiden beim Norway Chess zum Auftakt der Grand Chess Tour in Paris. Der norwegische Ausnahmekönner zeigt im Schnellschachbewerb seine Klasse, bleibt mit fünf Siegen bei vier Unentschieden als einziger ungeschlagen und führt vor dem Blitzturnier mit 14 Punkten, im Schnellschach zählen die Punkte doppelt, vor Alexander Grischuk (13) und Hikaru Nakamaru (12). Alle Drei sind auch im Blitzschach wahre Ausnahmekönner. Der Kampf um den Gesamtsieg in Paris ist daher offen, insbesondere da mit Maxime Vachier-Lagrave und Shakhriyar Mamedyarov (beide 11) zwei weitere Blitzspezialisten auf der Lauer liegen. Heute und morgen folgen ab jeweils 14:00 Uhr insgesamt 18 Runden Blitz. Gespielt wird mit eine Bedenkzeit von fünf Minuten pro Partie plus 3 Sekunden pro Zug. Den Gesamtsieg wird sich aus dem Kreis der Top-5 wohl derjenige holen, der zwei gute Tage im Blitz erwischt. Spannende Live-Kommentierungen auf der Turnierseite scheinen garantiert. (wk, Foto: Turnierseite)
Im tschechischen České Budějovice findet vom 22. bis 30. Juni ein Schachfestival statt. Im Top-Turnier, einem GM Turnier, ist auch der Steirer Gert Schnider am Start. In der Startrangliste führt der Ukrainer Sergej Ovsejevitsch (2601) vor dem Aserbaidschaner Azer Mirzoev (2541) und dem Tschechen Jan Krejci (2519). Schnider ist mit 2412 der eloschwächste Spieler im Turnier. In den ersten beiden Runden gelingen dem Neo-IM, Schnider wird den Titel beim nächsten Kongress der FIDE verliehen bekommen, zwei Remisen gegen Tschechen: zum Auftakt gegen Richard Biolek (2437) und gestern mit Schwarz gegen Lukas Cernousek (2464). Heute trifft Schnider ab 16:00 Uhr auf den Amerikaner Daniel Gurevich (2460). Auf der Turnierseite werden die Partien live übertragen. ( (wk)
Die Grand Chess Tour 2017 wurde gestern in Paris mit den ersten drei Runden im Schnellschach gestartet. Die Tour umfasst heuer neben Paris (Schnell/Blitz), Leuven (Schnell/Blitz), St. Louis (Standard), St. Louis (Schnell/Blitz) und London (Standard). Alle Turniere fließen in die Gesamtwertung ein. Am Start sind in Paris: Carlsen, Nakamura, So, Vachier-Lagrave, Karjakin, Caruana, Grischuk, Mamedyarov, Topalov und Bacrot. Den besten Auftakt in das Turnier schafften Magnus Carlsen und Wesley So mit jeweils 2,5 Punkten aus den ersten drei Partien. Nakamura und Topalov folgen mit einem halben Punkt Rückstand. Caruana hatte gute Stellungen, liegt aber noch ohne Punkt am Tabellenende. Die Runden 4-6 bzw. 7-9 folgen heute und morgen jeweils ab 14:00, 15:30 und 17:00 Uhr. Am Samstag und Sonntag folgt der Blitzbewerb mit insgesamt 18 Runden. Der Preisfonds beträgt 150.000 Dollar. Die sehenswerte englische Live-Kommentierung auf der Turnierseite moderieren Yasser Seirawan, Christian Chirila, Jovanka Houska, Maurice Ashley und Romain Edouard. (wk, Foto: Turnierseite)