IM Norm für Dominik Horvath in Pardubice
Der noch 13jährigen burgenländischen Nachwuchshoffnung Dominik Horvath gelingt beim Open in Pardubice seine erste IM Norm. Horvath hatte nur in der ersten Runde einen eloschwächeren Gegner und spielt danach gegen drei Großmeister und fünf Internationale Meister, allesamt zwischen 2400 und 2500 Elo angesiedelt. Die IM-Norm sichert Horvath bereits nach sieben Runden. Siegen gegen Sosovicka (2042), Bilguun (2460) und Jansa (2446) steht nur eine Niederlage gegen Sychev (2494) gegenüber. Das Remis in der Schlussrunde gegen Igor Malakhov (2454) finalisiert die IM Norm mit fünfeinhalb Punkten aus neun Partien bei einer Performance von 2494. Zudem gewinnt Horvath 45 Elopunkte für die Weltrangliste. Der Turniersieg geht in Pardubice überlegen an den Tschechen Jan Krejci, der als Nummer 29 der Setzliste nur eine Außenseiterrolle inne hatte. Zudem startet Krejci mit zwei Remisen, legt dann aber eine tolle Serie von sieben Siegen in Serie hin und gewinnt mit acht Punkten vor dem Quartett Abhijeet Gupta (IND), Daniil Lintchevski (RUS), David Paravyan (2531) und Vlastimil Babula (2551). Sie alle holen sieben Punkte. Der tschechische Favorit Viktor Laznicka muss sich mit sechseinhalb Punkten und dem achten Platz begnügen. (wk, Foto: Turnierseite)
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In der vierten und fünften Runde in Biel gab es wieder viele entschiedene Partien. Etienne Bacrot gewinnt souverän gegen Alexander Morozevich und gestern gegen Noel Studer. Der Franzose führt damit zur Halbzeit mit vier Punkten aus fünf Partien. Erste Verfolgerin ist Yifan Hou. Die Chinesin remisiert mit Schwarz gegen Ruslan Ponomariov und besiegt dann David Navara. Der Tscheche fügt zuvor Peter Leko eine zweite Niederlage zu. Ein glanzvoller Sieg gelingt auch Pentala Harikrishna gegen die französische Verteidigung von Studer. Siege gibt es noch für Georgiadis und Morozevich. Der Leidtragende ist jeweils Vaganjan. Im Meister-Open ist Felix Bohberger nach fünf Runden mit dreieinhalb Punkten bester Österreicher. Blohberger gewinnt gestern im "Wiener Duell" überraschend gegen Valentin Dragnev. Drei Punkte haben Florian Mesaros und Gunnar Schnepp am Konto. Mesaros trifft nach einem Sieg gegen Emanuel Yahav morgen auf GM Mikhail Antipov (2580). Blohberger bekommt es mit GM Adrien Demuth (2558) zu tun, Schnepp spielt gegen GM Aleksey Goganov (2495). Dragnev und Leisch sind hingegen in der Favoritenrolle. (wk, Foto: Turnierseite)
Alexander Morozevich sorgt in Biel für spannenden Partien. Lange war die ehemalige Nummer Zwei der Weltrangliste im Standardschach nicht mehr bei Turnieren zu sehen. Open spielt der Russe nicht gerne und Einladungen zu Rundenturnieren fehlten. Einige Veranstalter werden das nun wohl bedauern. Sein Brett steht stets in Flammen und zieht Zuschauer an. In der ersten Runde wird Morozevich für sein kreatives und korrektes Figurenopfer gegen Yifan Hou noch nicht belohnt. Tags darauf überspielt er aber den Elofavoriten David Navara mit Schwarz sehenswert. Gestern musste Pentala Harikrishna, er hat aktuell mit 2737 die gleich Elozahl wie Navara, seine ganze Klasse aufbieten um die spannungsgeladene Stellung Remis zu halten. Nach drei Runden führen im GM-Turnier Ponomariov, Bacrot und Hou mit jeweis zwei Punkten. Die vierte Runde beginnt heute um 14:00 Uhr. Im Meisterturnier hat Valentin Dragnev nach einem Auftaktremis und einem Sieg in der dritten Runde gegen den amerikanischen Olympiasieger und Turnierfavoriten Samuel Shankland gespielt, mit Schwarz aber verloren und liegt mit eineinhalb Punkten im Mittelfeld. Zwei Punkte am Konto haben Florian Mesaros, Gunnar Schnepp und Felix Blohberger. Lukas Leisch muss auf einen ersten Punktegewinn noch warten. Von den Ergebnissen her sind die Remisen von Mesaros gegen die GM´s Aleksey Goganov (RUS, 2592) und Francesco Rambaldi (ITA, 2568) besonders erfreulich. (wk, Foto: Turnierseite)
Dominik Horvath spielt in Pardubice groß auf. Die burgenländische Nachwuchshoffnung krönt seine bisherige gute Leistung gestern mit einem Schwarzsieg gegen den tschechischen Großmeister Vlastimil Jansa, der nicht nur in seinem Land als Schachlegende gilt. Davor hat Horvath bereits Remisen gegen die GM`s Petr Haba, und Mikhail Krylov erzielt und gegen IM Sumiya Bilguun sogar gewonnen. Nach sechs Runden hält Horvath ungeschlagen bei viereinhalb Punkten. Eine IM-Norm ist in Griffweite. Insgesamt nehmen beim Schachfestival Pardubice im A-Open 335 Spieler/innen aus 38 Nationen teil, darunter 46 Großmeister. Beste Aussichten auf den Sieg hat der indische GM Abhijeet Gupta. Er führt mit fünfeinhalb Punkten das Feld allein an. Allerdings sind ihm acht Spieler mit fünf Punkte dicht an den Fersen. Elofavorit Viktor Laznicka findet sich hingegen im Pulk jener Spieler mit viereinhalb Punkten, dem auch Horvath angehört. Die 7. Runde startet heute um 15:00 Uhr. Auf der Turnierseite wird eine Live-Übertragung angeboten. (wk, Foto: Turnierseite)
In Biel findet vom 23. Juli bis 2. August das Internationale Schachfestival 2017 statt. Am Programm stehen eine Reihe von Turnieren, allen voran ein GM-Turnier mit 10 Teilnehmern und ein Meister-Open mit 109 Teilnehmern aus 26 Nationen. Im GM-Turnier sind mit David Navara, Pentala Harikrishna und Etienne Bacrot drei Spieler jenseits der 2700 Elokategorie die Favoriten. Leicht werden sie es aber nicht haben. Sie treffen auf ehemalige Spieler der engsten Weltklasse wie Alexander Morozevich, Peter Leko, Ruslan Ponomariov oder Rafael Vaganian. Das Feld komplettieren Yifan Hou und die Schweizer Nico Georgiadis und Noel Studer. In der ersten Runde gelingen Peter Leko und Yifan Hou Schwarzsiege. Leko gewinnt nach langem Kampf gegen Studer, Hou muss sich gegen eine Figurenopfer von Morzevich wehren. In einer hochgradig unklaren Stellung gelingt dies der besten Spielerin der Welt mit präziser Verteidigung. Letztlich setzt sich das Materialplus durch. Vaganian remisiert gegen Harikrishna. Zum Auftakt des Festivals gewinnt Navara das Finale des ACCENTUS Rapidturniers gegen Harikrishna überzeugend mt 1,5:0,5. Im Semifinale war Navara gegen Morozevich und Harikrishna gegen Pelletier erfolgreich. Die Legenden Karpov und Hort mussten sich schon im Viertelfinale verabschieden. Im Meisterturnier sind mit Valentin Dragnev, Felix Blohberger, Lukas Leisch und Gunnar Schnepp auch vier Österreicher am Start. In der ersten Runde gibt es für sie überwiegend Siege, lediglich Dragnev muss sich mit einem Remis bescheiden. Favorit ist der Amerikaner Samuel Shankland vor dem Letten Igor Kavolenko und dem Inder Surya Shekhar Ganguly. Insgesamt sind 28 Großmeister am Start. (wk, Foto: Turnierseite)