Ragger mit Bischwiller Vizemeister in Frankreich
Markus Ragger wird mit seinem Team Bischwiller in der französischen Top-12 Liga hinter Clichy Vizemeister. Bischwiller gewinnt neun von elf Wettkämpfen. Allerdings geht das entscheidende Duell im Titelkampf gegen die Hausherren in Clichy knapp verloren. Clichy verliert zwar überraschend gegen Saint Quentin in der neunten Runde, aber Bischwiller musste bereits zuvor gegen Straßburg die Punkte teilen. Clichy darf sich mit 31 Punkten, in Frankreich gibt es drei Punkte für den Sieg, zwei für ein Unentschieden und einen für eine Niederlage, über den Titel freuen, Bischwiller folgt knapp dahinter mit 30. Ragger war wie immer ein verlässlicher Mannschaftsspieler und trägt mit drei Siegen und sechs Remisen entscheidend zum guten Gelingen bei. Die beiden Schlussrunden versäumte Österreichs Nummer Eins, weil heute bereits die Anreise zur Einzel EM nach Minsk erfolgt. (wk, Foto: ChessBase)
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Der Ukrainer Alexander Zubov gewinnt das Zalakaros Open 2017 mit sieben Punkten dank besserer Feinwertung vor dem ungarischen Elofavoriten Richard Rapport. Rapport startet mit einer Niederlage gegen den Inder Puranik in der zweiten Runde und einem Remis gegen seine Landsfrau Anita Gara tags darauf schlecht ins Turnier, sichert sich aber dank eines guten Schlussspurts mit vier Siegen in Serie noch den Titel des ungarischen Landesmeisters. Bester Österreicher im 119 Teillnehmer großen Feld des Gyula Sax Memorials (A-Gruppe) wird Robert Kreisl mit 5 Punkten am 44 Platz. Das entspricht fast punktgenau seiner Reihung in der Startrangliste. Viereinhalb Punkte erreichen Österreichs "Meister von Morgen" Dominik Horvath und Felix Blohberger. Horvath erspielt eine Performance von 2420 und übertrifft seine Einstufung gleich um 43 Plätze. In der Eloliste gibt es ein Plus von 35 Punkten. Blohberger spielt mit einer Eloleistung von 2320 wie Kreisl seine Erwartung. Das Barczay Memorial wird eine Beute des Serben Jovica Radovanovic vor dem Ungarn Imre Fancsy (beide 7,5). Marc Morgunov erzielt mit vier Siegen, davon drei in Serie in den Runden 6-8, gute fünf Punkte und kann viel Erfahrung in einem starken Feld sammeln. (wk, Foto: Ungarischer Verband - Facebook)
Markus Ragger spielt derzeit für seinen Klub Bischwiler in Clichy in der französischen Top-12 Liga. Ragger gewann in der ersten Runde mit Schwarz gegen den Polen Grzegorz Gajewski (2634). Diesem Sieg folgten vier Remisen gegen Baklan (2594), Laznicka (2672), Fressinet (2688) und Bailet (2519). Bischwiler liegt mit drei Siegen, einer Punkteteilung und einer Niederlage nach fünf von elf Runden am fünften Platz, hat aber das wichtige Match gegen Titelverteidiger Cllichy mit 0:2 verloren. Die Franzosen zählen eigenwilligerweise nur die Siege im Gesamtergebnis. Gespielt wird mit acht Brettern. Eine Frau muss im Team sein. Die elostärksten Spieler der Liga sind David Navara (2739), Radoslaw Wojtaszek (2734) und Chao Li (2722). Die besten Spieler sind bisher die beiden Niederländer Van Wely und Van Forest. Beide spielen für Clichy. Der Titelverteidiger führt souverän mit fünf Siegen. (wk, Foto: ChessBase)
Der Chinese Ding Liren gewinnt die zweite Station des FIDE Grand Prix 2017 in Moskau vor dem Aserbaidschaner Shakhriyar Mamedyarov. Ding gewinnt in der Schlussrunde mit Schwarz gegen Boris Gelfand und sichert sich damit 170 Punkte für die Gesamtwertung. Mamedyorov legte seine Partie gegen Vachier-Lagrave hingegen vorsichtig an und einigt sich mit dem Franzosen schon nach wenigen Minuten und Zügen auf ein kurzes Remis. Eines von leider vielen. Der zweite Platz ist ihm aber nicht mehr zu nehmen. Den geteilten Sieg verpasst er aber. Der zweite Sieg der Schlussrunde gelingt Yifan Hou ebenfalls mit Schwarz gegen Ernesto Inarkiev. Die stärkste Frau der Welt teilt in der Tabelle den dritten Platz mit Vachier-Lagrave, Nakamura, Giri, Svidler, Grischuk und Radjabov. Hou gewinnt die meisten Elo und bekommt 14 Punkte in der Weltrangliste gutgeschrieben. Die Statistik des Turniers zeigt 9 Siege für Weiß (11%) bei 13 Siegen für Schwarz (16%) und 59 Remisen (73%). 32 von 81 Partien endeten mit 30 oder weniger Zügen. In der Grand Prix Gesamtwertung führt nach zwei von vier Turnieren Mamedyarov mit 280 Punkten vor Ding (240). Grischuk und Vachier-Lagrave folgen mit jeweils 211,4.
Am vergangenen Freitag wurde in Moskau die zweite Station des aktuellen FIDE Grand Prix eröffnet. Die ersten beiden Runden brachten ein vorsichtiges Abtasten. Der einzige Sieg der ersten Runde gelingt Yifan Hou mit Schwarz gegen Ian Nepomniachtchi. Der Russe schlägt in der zweiten Runde gegen Jon Ludvig Hammer ebenfalls als Nachziehender sofort zurück. Liren Ding gelingt gegen Ernesto Inarkiev ein zweiter Sieg in den neun Partien des Tages. Scharf geschossen wurde erstmals am gestrigen Sonntag. Liren Ding gewinnt mit Schwarz gegen Yifan Hou das chinesische Duell und setzt sich mit zweieinhalb Punkte allein an die Spitze. Shakhriyar Mamedyarov bestätigt gegen Michael Adams seine großartige Form der letzten Monate und ist in der Live-Rating-Liste nur mehr zwei Punkte von der 2800-er Schallmauer entfernt. Pentala Harikrishna opfert in einem Grünfeldinder gegen Peter Svidler einen Bauern, bekommt aber keine ausreichende Kompensation. Nepomniachtchi verliert gegen A.R. Saleh Salem auch seine zweite Weißpartie und hat bisher noch kein Remis gespielt. Der fünfte Sieg des Tages gelingt Jon Ludvig Hammer gegen Ernesto Inarkiev. In Summe sind die Weißspieler in Moskau in Nöten. Von den bisher acht entschiedenen Partien konnten sie nur zwei Gewinnen, sechsmal waren die "Schwarzen" erfolgreich. Allerdings muss auch vermerkt werden, dass die Remisquote mit 19 Punkteteilungen bei hohen 70% liegt. Das ist wohl auch die Folge einer fehlenden Remisregel. (wk, Foto: ChessBase)