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Carlsen siegt zum Auftakt des FTX Crypto Cups gegen Giri 3:1

Magnus Carlsen zeigt eine Meisterleistung und sichert sich in der ersten Runde einen Sieg gegen Anish Giri, als der FTX Crypto Cup in Miami einen spannenden Start hinlegt. Vor allem der norwegische Weltmeister schaltet einen Gang höher, als er die Runde mit zwei dominanten Siegen beendet und Giri mit 3:1 abfertigt. Carlsen sagt danach: "Es hat sehr viel Spaß gemacht, wir haben sehr, sehr kämpferische Partien gespielt. Schließlich gelang es mir, ihn in der dritten Partie zu brechen."

Carlsen zieht nun in Runde 2 gegen den Amerikaner Hans Niemann ein, der mit einer 0:3-Niederlage gegen den polnischen Oslo Esports Cup-Sieger Jan-Krzysztof Duda schlecht startet. Dem Laptop des New Yorkers ging der Strom aus und er musste neu gestartet werden, wodurch sein Gegner fünf Minuten Zeit hatte, die besten Züge zu finden. In einem ausschweifenden Interview nach dem Kampf macht Niemann seine Gefühle deutlich und gab dem technischen Problem die Schuld an seiner Niederlage. Niemann erholte sich davon nicht mehr und verliert mit 0:3.

Indiens 17-jähriger Nachwuchsspieler Rameshbabu Praggnanandhaa erwischt im Kampf der Wunderkinder den bestmöglichen Start und gewinnt die erste Partie, indem er einen kleinen Fehler von Alireza Firouzja ausnutzt. Firouzja ist jedoch nicht umsonst als weltbester Junior bekannt. Sofort schlug er im zweiten Zug zurück und glich aus, bevor er im dritten Zug einen großen Vorsprung herausspielt. Pragg sah schon verloren aus, schaffte es aber erstaunlicherweise, die dritte Partie zu drehen und einen zweiten Sieg zur 2:1-Führung zu erringen. In der letzten Partie holt Pragg das Remis, das er brauchte, um die 3 Punkte zu holen und seine unglaubliche Form bei den Meltwater Champions Chess Tour-Events fortzusetzen.

Levon Aronian geht gegen den Vietnamesen Liem Quang Le früh in Führung und gewinnt mit drei weiteren Remise das Match, 7.500 Dollar für einen Matchsieg und 3 Punkte für die Tabelle.

Die 2. Runde beginnt heute um 12:00 Uhr ET (18:00 Uhr MESZ). Jede Partie wird über vier Schnellschachpartien gespielt, mit Blitz-Tiebreaks im Falle eines 2:2-Unentschiedens.

Alle Partien werden auf chess24 übertragen und von David Howell, Jovanka Houska und Kaja Snare, oder von Peter Leko und Tania Sachdev kommentiert.

Die Champions Chess Tour ist die weltweit führende Online-Schachtour, bei der der beste Schachspieler der Welt über eine komplette Wettkampfsaison im Online-Schach ermittelt wird. Die Saison 2022 beginnt im Februar 2022 und umfasst monatliche Turniere, die in einem Finale im November 2022 gipfeln. Alle Partien finden online auf www.chess24.com statt, und die Spieler kämpfen um ein Preisgeld von insgesamt über 1,5 Millionen US-Dollar. (wk, Text/Foto: Offizielle Presseaussendung)

Turnierseite bei Chess24

Marc Morgunov gewinnt GM-Turnier in České Budějovice

Marc Morgunov feiert heute in České Budějovice, Tschechien, mit einem Sieg im GM-Turnier seinen bisher größten Erfolg. Als Draufgabe gibt es mit einer Performance von 2624 eine erste Norm für den Titel eines Großmeisters.

Das Turnier beginnt für den jugendlichen Österreicher, Marc ist im 17. Lebensjahr, mit einem Auftaktsieg gegen GM Alexander Donchenko, den elostärksten Spieler im Feld. In der dritten Runde fällt mit Hannes Stefan ein zweiter GM. Selbst eine Niederlage in der sechsten Runde gegen Viktor Gazik steckt Morgunov weg. Das Finale ist mit zweieinhalb Punkten aus drei Partien wieder makellos. Morgunov erreicht wie Donchenko sechs Punkte und gewinnt dank besser Feinwertung das Turnier.

Neben dem GM Turnier fanden noch ein IM Turnier und zwei Open statt. In den Open waren weitere Österreicher vertreten. Bester von ihnen wird Alexander Rosol im A-Open mit fünf Punkten am 38 Platz. (wk)

Ergebnisse bei Chess-Results

Ragger mit Bischwiller Meister in Frankreich

Markus Ragger gewinnt mit seinem Klub Bischwiller die Französischen Mannschaftsmeisterschaften 2022. In der Schlussrunde reicht ein 2:2 im direkten Duell gegen den härtesten Konkurrenten Asnieres.

Der Französische Verband hat heuer das Format seiner höchsten Liga, Top-16, geändert. Gespielt wird mit zwei Gruppen zu je acht Mannschaften in einer Vorrunde und einem Finale, in dem die jeweils besten vier Teams der beiden Vorgruppen um den Titel spielen und die übrigen gegen den Abstieg.

Die Teams nehmen aus der Vorrunde die Punkte mit. Titelfavorit Bischwiler kam mit 21 Punkten aus sieben Spielen (drei Punkte für einen Sieg) in die Endrunde. In der Gruppe B war Asnieres mit sechs Siegen und einem Remis ähnlich erfolgreich.

In der Endrunde liefern sich diese beiden Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der letzten Runde sichert sich Bischwiler mit einem 2:2 (es zählen nur die Siegpartien) den vierten Titel in Serie. (wk, Foto: ChessBase)

Turnierseite, Ergebnisse

Fünfter Sieg für Carlsen beim Norway Chess

Magnus Carlsen ging in die letzte Runde von Norway Chess mit dem Wissen, dass er seinen fünften Titel aus eigener Kraft nur gewinnen konnte, wenn er Veselin Topalov mit den schwarzen Figuren im klassischen Schach schlug. Das war jedoch leichter gesagt als getan. Magnus einigte sich schließlich auf ein Remis, und auf die Frage, ob er daran gedacht habe weiterzuspielen meinte er: "Ich denke, ich sollte das Remis mit beiden Händen nehmen!" Während die andere Begegnung noch im klassischen Schach ausgefochten wurde, war es für Carlsen und Topalov an der Zeit, ihr Armageddon zu spielen, wobei Magnus wusste, dass ein Sieg ihm den Titel sichern würde wenn Mamedyarov nicht gegen Radjabov gewinnt.

Die aserbaidschanischen Freunde Shakhriyar Mamedyarov und Teimour Radjabov hatten zuletzt vor 12 Jahren eine entscheidende klassische Partie gespielt, aber in Anbetracht der Turniersituation war ein Remis keine Option. Stattdessen entschied sich der sonst so vorsichtige Teimour für eine sehr gefährliche Eröffnungsvariante, und Shakh nahm die Einladung zum Angriff an. Radjabov gerät in Zeitnot verteidigt sich aber brillant, rettet die Partie ins Remis und macht Carlsen zum Sieger.

Andernorts hatten einige Spieler eine Außenseiterchance, das Turnier zu gewinnen, aber sie mussten ihre klassische Partie gewinnen. Vishy Anand erzwang stattdessen ein 22-Züge-Remis gegen Aryan Tari. Die Titelhoffnungen von Maxime Vachier-Lagrave endeten mit einem Remis gegen Anish Giri.

Weltmeister Carlsen freut sich über den fünften Sieg beim Norwaychess und kündigt an in den nächsten Wochen seine volle Aufmerksamkeit dem Kandidatenturnier zu widmen (wk, Foto: Turnierseite)

Turnierseite

Norway Chess startet mit Siegen von So und Anand

Norway Chess ist eines der renommiertesten Schachturniere der Welt, das jährlich ein Turnier mit den besten Spielern der Welt veranstaltet. Jedes Jahr trifft sich die Schachelite in Stavanger, um an diesem actiongeladenen Turnier teilzunehmen, und für viele Spieler ist es vielleicht das attraktivste Turnier, an dem sie teilnehmen.

Trotz des bald startenden Kandidatenturniers der FIDE bieten die Organisatoren auch heuer ein starkes Feld auf. An der Auflage 2022 nehmen vom 31. Mai bis 10. Juni folgende Spieler teil: Magnus Carlsen (NOR), Wesley So (USA), Shakhriyar Mamedyarov (AZE), Anish Giri (NED), Teymur Radjabov (AZE), Viswanathan Anand (IND), Maxime Vachier-Lagrave (FRA), Veselin Topalov (BUL), Wang Hao (CHN) und Aryan Tari (NOR).

Eine Besonderheit des Turniers ist das Punktesystem. Im Fall eines Remis in der klassischen Partie folgt eine Entscheidungspartie. Der Sieger einer klassischen Partie erhält drei Punkte, der Verlierer keinen. Ein Sieger in einer Tie-Break Partie bekommt eineinhalb Punkte, der Verlierer einen.

Zum Auftakt des Turniers gewinnt So gegen Radjabov und Anand gegen Vachier-Lagrave. In den drei Tie-Breaks setzen sich Carlsen gegen Wang, Giri gegen Toopalov und Mamydyarov gegen Tari jeweils mit den weißen Steinen durch. Die zweite Runde folgt heute, Mittwoch, ab 17:00 MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)

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