Blog Internationales

Mitropacup live aus Korsika ab 15:00 Uhr

Der Mitropa Cup 2022 wird vom 30. April bis 8. Mai im Sportkomplex (COSEC) von Corti, Korsika, Frankreich, mit Mannschaften aus Österreich, Kroatien, Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Slowakei, Slowenien und der Schweiz ausgetragen.

Im "offenen" Turniere fehlen mit Kroatien und Slowenien zwei Mannschaften. Dafür stellt der Veranstalter (korsische Liga) ein zusätzliches Team. Alle Spieler dieser Mannschaft müssen für die Jahre 2022 und 2021 in einem korsischen Verein lizenziert sein.

Gespielt werden 9 Runden Schweizer System mit 90 Minuten für 40 Züge, gefolgt von 30 Minuten für die Beendigung der Partie, mit 30 Sekunden Inkrement für jeden Zug ab dem ersten Zug. Die ersten drei Mannschaften erhalten Pokale sowie Gold-, Silber- und Bronzemedaillen.

Österreichs Herren spielen in der Besetzung Valentin Dragnev, Felix Blohberger, Playing Captain David Shengelia, Andreas Diermair und Peter Schreiner. Das Team ist mit einem Eloschnitt von 2501 hinter Italien (2563) und Frankreich (2517) die Nummer Drei der Setzliste. Zum Auftakt geht es heute gegen die Slowakei.

Im Bewerb der Frauen tritt Österreich mit Veronika Exler, Denise Trippold, Elisabeth Hapala, Nikola Mayrhuber und Annika Fröwis an. Gecoacht wird das Team von Bundesfrauentrainer Siegfried Baumegger.

Die erste Runde beginnt heute Samstag, dem 30. April, wie an allen kommenden Tagen, um 15:00 Uhr. Nur die Schlussrunde beginnt am 8. Mai bereit um 09:00 Uhr. Der Veranstalter bietet auf seiner Turnierseite eine Live-Übertragung auf Chess24 an. (wk)

Turnierseite
Ergebnisse bei Chess-Results: Offene Klasse, Frauen

LIVE-Übertragung bei Chess24: Offene Klasse, Frauen

Duda gewinnt nach Rückstand den Oslo Esports Cup

Der polnische Star Jan-Krzysztof Duda hat den mit 210.000 Dollar dotierten Oslo Esports Cup, das erste Major der Meltwater Champions Chess Tour, mit einer beeindruckenden Schlussoffensive gewonnen. Der 24-Jährige profitierte davon, dass sowohl Weltmeister Magnus Carlsen als auch der indische Wunderknabe Rameshbabu Praggnanandhaa - die beiden lagen in Führung - an der letzten Hürde dramatisch scheiterten.

Zu Beginn der 7. Runde hatten noch vier Spieler eine Chance auf den Turniersieg, aber nur Duda gelang es, sein Match in der regulären Spielzeit zu gewinnen. Er nimmt 35.000 $ - 2.500 $ pro erzieltem Punkt - und die NFT-Trophäe des Oslo Esports Cup mit nach Hause. Duda hat außerdem die Ehre, Carlsens Siegesserie bei der Tour zu beenden.

Carlsen und Pragg verloren beide in nur drei Partien, da sie auf Gegner in Topform trafen. Damit hatte der vietnamesische Schnellschach-Spezialist Liem Quang Le eine letzte Chance, sich den Titel zu sichern, und zwar in einer hochspannenden letzten Partie, die alles entschied. Liem, der Duda zuvor im Turnier besiegt hatte, musste sein Match gegen Jorden van Foreest innerhalb der regulären 4 Spiele gewinnen, um den Titel zu holen. Ein Sieg im Tiebreak war nicht genug. Doch der Schachtrainer der Webster University konnte nur ein Unentschieden erreichen, da van Foreest standhaft blieb und Duda den Titel überließ. Es war ein bahnbrechendes Ende einer Veranstaltung auf höchstem Niveau.

Duda sagte: "Es ist sehr schön, das Turnier zu gewinnen. Ich habe vor dem heutigen Tag nicht geglaubt, dass ich eine echte Chance habe. Ich bin einfach froh, dass ich hier die meiste Zeit gutes Schach spiele. Es ist ziemlich überraschend für mich, dieses Turnier zu gewinnen, und ich empfinde es aufgrund der heutigen Ergebnisse als großes Glück. Ich bin einfach sehr glücklich und zufrieden mit meinem Spiel." (wk, Text/Foto: Presseaussendung)

Turnierseite

Historischer Oslo Esports Cup beginnt mit überwältigendem Sieg Carlsens

Der Oslo Esports Cup, das erste Schach-Esports-Event der Welt, das komplett vor Ort stattfindet, begann am Freitag mit Weltmeister Magnus Carlsen in überragender Form. Carlsen, der einen Hattrick bei der Meltwater Champions Chess Tour anstrebt, beendete die Herausforderung der polnischen Nummer 1 Jan-Krzysztof Duda mit einem überwältigenden 2,5-0,5-Sieg. Der Norweger schaffte es sogar, ein Experiment in der zweiten Partie im ersten Zug zu überstehen, als er mit dem sehr zweifelhaften 1.f3 eröffnete - kein Standardzug auf dem Eliteniveau. Diese Partie endete mit einem Remis.

Das mit 210.000 Dollar dotierte All-Play-All-Turnier wird sieben Tage lang in der Esports Arena von chess24.com in Oslo ausgetragen und ist das erste Online-Schachturnier seiner Art. Carlsen, der als Führender der Tour-Gesamtwertung in das Turnier ging, sagte zu seinem Ergebnis in Runde 1: "Es ist ziemlich gut. Drei Partien, das ist das Beste, was man erreichen kann." Zum experimentellen 1.f3 fügte Carlsen hinzu: "Ich hatte vor, das trotzdem zu spielen, ich habe versucht zu experimentieren, um zu sehen, welche ersten Züge man spielbar machen kann. "Aber ich kann nicht sagen, dass diese Erfahrung zu erfolgreich war, weil ich mich nicht daran erinnern konnte, was ich tun sollte und improvisieren musste. Ich habe auf jeden Fall versucht, bei vielen dieser Veranstaltungen kreativ zu spielen, und ich habe vor, das fortzusetzen. Nicht als Regel, aber hin und wieder, und ich denke, es hat ziemlich gut funktioniert, meine Gegner ein wenig aus dem Konzept zu bringen und sie auf Trab zu halten."

In den anderen Partien besiegte der indische Teenager Rameshbabu Praggnanandhaa seinen Gegner, den Niederländer Jorden van Foreest, in nur drei Partien. Liem Quang Le, der Finalist des Airthings Master, hatte einen schwierigen Start in das Turnier und unterlag Shakrhiyar Mamedyarov mit 1,5:2,5. Im letzten Spiel verlor der Außenseiter des Turniers, der beliebte Streamer Eric Hansen, der in der Weltrangliste auf Platz 237 steht, in der ersten Runde gegen die niederländische Nummer 1 Anish Giri.

Runde 2 beginnt am Samstag um 18:00 Uhr MESZ mit Carlsen gegen Liem in einer Wiederholung des Finales des Airthings Masters. Eine Live Berichterstattung mit Kommentaren aus der Osloer Arena gibt es auf den Twitch- und YouTube-Kanälen von chess24. (wk, Text/Foto: Presseaussendung)

Turnierseite

Millennium-Meisterturnier in Bayern

Nach einigen Jahren Pause führte der Bayerische Schachbund von 23. bis 30. März wieder ein Normenturnier durch, bei dem junge talentierte Spieler eine Norm zum Internationalen Meister (IM) erfüllen können. Unterstützt wurde der BSB dabei von der Münchener Firma Millennium, einem Hersteller von Schachcomputern und elektronischen Schachbrettern, auf deren elektronischen Brettern (Millennium Supreme Tournament 55) gespielt wurde.

Aus österreichischer Sicht ging der gerade erst 16 Jahre alt gewordene Johannes Lerch vom SK Jenbach ins Rennen um die Normen. Der junge Tiroler (2233), gesetzt als Startnummer 8, konnte mit zwei Siegen und vier Remisen sowohl seinen Startplatz, als auch seine Elozahl verbessern. Nach einer Woche Schonfrist stehen für Johannes bereits in der Karwoche die österreichischen Jugendmeisterschaften auf dem Programm.

Den Turniersieg sicherte sich mit 7/9 Punkten ungeschlagen der Serbe Nikola Nestorovic (2465) vor dem Ottakringer Stammspieler Benedikt Huber (2190) und der Nationalspielerin WGM Jana Schneider (2266). Der 18-jährige Huber sicherte sich seine IM-Norm bereits vor der Schlussrunde, auch Jana Schneider darf sich durch das Schlussrundenremis gegen Huber über eine IM-Norm freuen. (af, Foto: Peter Eberl)

Turnierseite mit Berichten und Fotos
Ergebnisse bei chess-results

Carlsen übersteht Dudas Comeback und gewinnt Charity Cup

In einem atemberaubenden Finale des Charity Cups übersteht Magnus Carlsen ein großartiges Comeback von Jan-Krzysztof Duda und holt sich den zweiten Titel der Meltwater Champions Chess Tour in dieser Saison. Der Norweger machte da weiter, wo er am ersten Finaltag aufgehört hat. Er dominiert die erste Partie im zweiten Satz, nachdem er den ersten überzeugend mit 2,5:0,5 gewonnen hatte und scheint in Rekordzeit zum Sieg zu eilen schien.

Doch dann gelingt Duda ein erstaunliches Comeback. Er gewinnt zwei Partien in Folge und und erreicht mit einem Remis in der vierten Partie den Satzausgleich und das. Es war eine erstaunliche Wendung, die den Druck wieder an Carlsen gibt.

Der 23-jährige Pole entwickelt sich zu einem Spieler, der mit seinem kreativen Stil Carlsen gefährlich werden kann. Es war Duda, der Rekordserie von 125 ungeschlagenen Partien des Champions beenden konnte. Im letzten Jahr hat er Carlsen zudem aus dem World Cup geworfen.

Die Spannung hält auch im ersten Blitz-Tiebreak an, als die Partie auf ein Remis zusteuert stellt Carlsen noch eine Falle. Duda tappte hinein, und der Champion hat erneut die Nase vorn. Partie 2 begann damit, dass Duda früh aus der Eröffnung heraus ein spekulatives Springeropfer brint, das zu einer unausgewogenen Stellung führt, aber auch hier ließ sich Carlsen nicht beirren. Nach dem verzweifelten Vorstoß von 19. Dg6 stand Duda zu offen und war zur Aufgabe gezwungen. Das Turnier war zu Ende.

Carlsen meint im Interview: "Ich bin jetzt sehr erleichtert. Das war wie bei jedem Turnier im letzten Jahr, bei denen es so aussah, als würde ich gut abschneiden und dann gibt es einen schlechten Moment und alles bricht zusammen. Aber ja, ich habe es geschafft, im Spiel zu bleiben."

Die Veranstaltung wurde von der NEAR Foundation unterstützt und diente als Benefizveranstaltung für UNICEF. Bislang wurden mehr als 100.000 Dollar gesammelt.

Das nächste Turnier der Meltwater Champions Chess Tour ist ein Major, das am 20. April beginnt.  (wk, Text/Fotos: Offizielle Presseaussendung)

Turnierseite