Blog Internationales

Carlsen gegen Nepomniachtchi im Finale der Legends

Magnus Carlsen und Ian Nepomniachtchi treffen ab heute im Finale der Legends der Magnus Carlseon Online Tour aufeinander. Gespielt werden wie im Semifinale Matches mit je vier Schnellschachpartien sowie im Falle eines Gleichstandes mit einem Tie-Break bestehend aus zwei Blitzpartien und einem Armageddon. Gespielt wird "best of three", Sieger ist demnach wer zwei Matches (Sätze) gewinnen kann.

Im Semifinale hat Carlsen mit Peter Swidler kurzen Prozess gemacht. Der Weltmeister gewinnt die ersten beiden Matches jeweils mit 2,5:0,5 und war damit vorzeitig im Finale. Swidler wurde unter Wert geschlagen. Im zweiten Match lässt er in der zweiten Partie eine klare Gewinnstellung aus und verpasst so das 1:1. Da er die Partie sogar noch verliert reichte Carlsen in der nächsten Partie mit Weiß sogar ein Remis um schon nach drei Partien auch den zweiten Satz und das Match für sich zu entscheiden.

Im zweiten Semifinale scheint Nepomniachtchi zu einem ebenso klarem Erfolg gegen Anish Giri zu kommen. Der erste Satz endet klar mit 2,5:0,5 für den Russen. Im zweiten Satz führt er ebenfalls schon mit 1,5:0,5 und hat in der dritten Partie eine klar bessere Stellung. Plötzlich verliert er aber den Faden, Giri bekommt Gegenspiel und gleicht aus. Nach einem weiteren Remis geht in das Tie-Break. Erneut geht Nepomniachtchi in Führung, erneut gleicht Giri aus. Im Armageddon hat Giri Schwarz. Nepomniachtchi erreicht keine Gewinnchance und verliert am Ende die Partien. Giri gewinnt den Satz mit 4:3 und gleicht zum 1:1 aus. Im dritten Match enden alle Rapid-Partien und die erste Blitzpartie mit einem Remis. Dann packt Nepomniachtchi erstmals Schottisch aus und hat damit das Moment der Überraschung auf seiner Seite. Giri findet sich in der scharfen Stellung nicht zurecht und verliert ohne Gegenspiel. Partie, Satz und Sieg für Nepomniachtchi.

Das Finale beginnt heute, Montag, um 16:00 Uhr. (wk, Foto/Info: chess24)

Turnierseite

MC-Tour: Carlsen, Nepomniachtchi, Giri und Svidler im Semifinale

Magnus Carlsen dominiert die Vorrunde der "Legends of Chess" im Rahmen seiner Online-Tour. Er gewinnt alle neun Matches, zwei davon im Armageddon gegen Iwantschuk und Nepomniachtchi. Macht in Summe 25 Punkte (3 für einen Matchsieg, 2 für Sieg im Armageddon) für den Weltmeister und fünf Punkte Vorsprung auf Nepomniachtchi. Der Russe verliert in der Schlussrunde gegen Gelfand und hatte zudem noch Punkteverluste durch Armageoddon Siege gegen Kramnik, Anand und Leko. Anish Giri sichert sich mit 18 Punkten einen Platz im Semifinale.

Knapp her ging es um den vierten Platz. Peter Swidler verliert im letzten Match gegen Giri zwar den Kampf um Rang drei, bleibt aber mit 14 Punkten der vierte Semifinalist. Überholen hätte ihn nur noch Kramnik können, der dafür notwendige Sieg gegen Carlsen gelang dem Ex-Weltmeister aber nicht. Er fällt auch noch hinter Iwantschuk auf den sechsten Platz zurück. Es folgen Gelfand und Ding. Anand kann mit einem Punkt gegen Iwantschuk die rote Laterne noch an Leko abgeben.

Das Semifinale wird von Freitag bis Sonntag jeweils ab 16:00 Uhr ausgetragen. Heute, Donnerstag, ist ein Ruhetag. Das Finale folgt dann unmittelbar auf das Semifinale vom 3. bis 5. August. (wk, Foto/Info: chess24)

Turnierseite

Carlsen und Nepomniachtchi im Legends of Chess voran

Magnus Carlsen und Ian Neopomniachtchi führen nach fünf von neun Runden die Vorrunde des "Legends of Chess" mit je 14 von 15 möglichen Punkten an. Das "Legends of Chess" ist die vierte Station der Magnus Carlsen Online Tour. Gespielt wird ein "Match-Modus" mit je vier Rapid Partien und einem Armageddon bei einem Gleichstand von 2:2. Der Sieger bekommt drei Punkte, jener im Armageddon zwei und der Verlierer des Armageddons einen. Die ersten Vier der Vorrunde steigen in das Semifinale auf. Ab dort wird im K.O.-Modus gespielt.

Carlsen musste gestern gegen einen groß aufspielenden Wassily Iwantschuk erstmals ins Armageddon, konnte dieses aber für sich entscheiden. Zuvor gewann Carlsen jeweils drei Punkte mit Siegen gegen Giri (3:1), Anand (2,5:1,5), Leko (2,5:1,5) und Gelfand (3:0). Nepomniachtchi siegt zum Auftakt gegen Kramnik im Armageddon und dann jeweils sicher gegen Ding und Giri (2,5:0,5) sowie gegen Iwantschuk (2,5:1,5) und  Swidler (3:1).

Erster Verfolger des Spitzenduos ist Wladimir Kramnik. Er gewinnt gegen Leko, Ding und Anand jeweils 2,5:1,5 und verliert ein Armageddon gegen Nepomniachtchi sowie gegen Giri 1,5:2,5. Im Kampf um das Semifinale haben noch Swidler mit derzeit neun Punkten und Giri mit acht gute Chancen.

Schlecht läuft es für Ding Liren. Die Nummer 3 der Weltrangliste startet mit drei Niederlagen, gewinnt dann gegen Swidler, verliert aber gestern wiederum gegen Kramnik. Das Semifinale ist in weiter Ferne. Noch schlechter läuft es für Vichy Anand. Er verliert alle fünf Begegnungen, davon zwei im Armageddon.

Die sechste Runde folgt heute ab 16:00 Uhr. Die englische Live-Kommentierung machen Jan Gustafson und Rustam Kasimdzahonv. (wk, Foto/Info: chess24)

Turnierseite

Online Event - Legends of Chess

Die vierte Station der Magnus Carlsen Online Tour ist den "Legends of Chess" gewidmet. Weltmeister Magnus Carlsen trifft dabei auf seine Vorgänger Vishy Anand und Wladimir Kramnik, aber auch auf weitere Legenden wie Wassyl Iwantschuk, Boris Gelfand, Peter Leko und Peter Swidler. Aktuelle Topspieler wie Ding Liren, Ian Nepomniachtchi, Anish Giri komplettieren das attraktive Teilnehmerfeld.

Es ist auch ein Turnier der Generationen. Die Halbfinalisten der Chessable Masters, Carlsen, Ding, Nepomniachtchi und Giri, sie wurden automatisch eingeladen, sind die vier am höchsten gereihten Spieler, alle es den Top 10 der Weltrangliste und im besten Schachalter zwischen 26 und 30. Die sechs Legenden sind hingegen im Alter von 40-52 und stehen oder zumindest zwei Jahrzehnte an der Weltspitze. Außer Kramnik sind aber noch alle aktiv. Kramnik selbst hat 2019 bei der WM im Blitzschach hinter Carlsen und Nakamura noch Bronze gewonnen.

Das chess24 Legends of Chess wird mit einer Vorrunde mit 10 Spielern beginnen, ausgespielt über die ersten 9 Tage. Jedes Match besteht aus 4 Rapidpartien mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 10 Sekunden pro Zug. Bei Gleichstand wird Armageddon gespielt, wobei Weiß 5 Minuten hat, Schwarz jedoch nur 4. Bei Remis geht der Sieg an Schwarz. Es gibt 3 Punkte für einen Sieg ohne Armageddon, ansonsten erhält der Sieger 2 Punkte und der Verlierer 1.

Die vier besten Spieler gehen dann in die KO-Phase, wobei Finale und Halbfinale jeweils in drei Sets zu je vier Rapid-Partien gespielt werden. Der einzige Unterschied zur Vorrunde ist, dass bei Gleichstand im Rapid zwei Blitz-Partien mit 5+3 Minuten Bedenkzeit gespielt werden, erst danach folgt ein Armageddon, falls nötig.

Der erste Matchtag der Vorrunde beginnt heute um 16:00 Uhr. (wk, Foto/Info: chess24)

Turnierseite

 

 

Carlsen gewinnt Finale gegen Giri

Das "Chessable Masters" war das dritte von insgesamt fünf Turnieren auf der "Magnus Carlsen Chess Tour". Zuvor hatte es bereits das "Magnus Carlsen Invitational" (Sieger: Carlsen) und die "Lindores Abbey Rapid Challenge" (Sieger: Daniil Dubov) gegeben. Mit den "Legends of Chess" geht es bereits am 21. Juli weiter. Die jeweiligen Turniersieger qualifizieren sich direkt für das "Grand Final" im August; damit Carlsen dort nicht mit (bislang) Dubov alleine ist, werden nach einem Punktsystem noch weitere Teilnehmer für dieses Abschlussturnier ermittelt.

Das Finale verläuft spannender als es das Ergebnis aussagt. Im ersten Match geht Carlsen zwar in Führung, Giri kann aber in der vierten Rapid Partie ausgleichen. Im Tie-Break mit zwei Blitzpartien entscheidet Carlsen dann mit einem Sieg in der zweiten Blitzpartie den ersten Satz für sich.

Im zweiten Satz gelingt Carlsen zum Auftakt eine Lehrbuchpartie gegen Semi-Tarrasch. Ein thematischen Bauernopfer gibt ihm Initiative und entscheidenden Angriff. Was nach einer Vorentscheidung ausgesehen hat, war aber keine. Die folgenden drei Partien haben eines gemeinsam: Verpasste Chancen von Giri. Besonders krass ist es in der vierten Partie. Giri steht klar auf Gewinn und hat die Partie wohl schon abgehakt, als er Carlsen einen Doppelangriff erlaubt, nachdem er nur mehr Dauerschach hat. Zu wenig. Set, Match und Turniersieg für den Weltmeister. (wk, Foto: ChessBase)