Blog WM - EM

Frauen-EM: Badelka und Deak-Sala vertreten Österreich in Batumi

Die Europäische Frauen-Einzelmeisterschaft 2026 wird vom 25. Mai bis 5. Juni im georgischen Batumi ausgetragen. Das traditionsreiche Turnier zählt zu den bedeutendsten Bewerben im internationalen Frauenschach und ist zugleich Teil des Qualifikationszyklus für den FIDE Women’s World Cup. Gespielt werden elf Runden nach Schweizer System, erwartet werden mehr als 150 Spielerinnen aus über 30 europäischen Föderationen. Austragungsort ist das Euphoria Hotel Batumi, das bereits mehrfach Schauplatz hochkarätiger internationaler Schachveranstaltungen war.

Zu den Favoritinnen des Turniers zählt die griechische IM Stavroula Tsolakidou, die als Nummer eins der Setzliste an den Start geht. Ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis gehören die Ukrainerin IM Yuliia Osmak sowie die ehemalige Europameisterin IM Ulviyya Fataliyeva aus Aserbaidschan. Auch zahlreiche weitere Titelträgerinnen und Nationalspielerinnen aus Europas Spitzennationen werden in Batumi um Medaillen, Preisgelder und die Qualifikationsplätze für den Women’s World Cup kämpfen.

Für Österreich nehmen IM Olga Badelka und WFM Emilia Deak-Sala an der Europameisterschaft teil. Beide vertreten den Österreichischen Schachbund bei diesem hochklassig besetzten Bewerb und treffen dabei auf die europäische Elite des Frauenschachs.

Ein Live-Kommentierung gibt es mit GM Valerian Gaprindashvili und WIM Sandra Djukic im Youtube Channel der ECU.

Die erste Runde beginnt am Montag, dem 25. Mai 2026 um 15:00 Uhr Ortszeit, das ist 13:00 MEZ. Alle weiteren Runden beginnen zur gleichen Zeit, nur die Schlussrunde am Freitag, dem 5. Juni 2026 wird bereits um 12:00 Uhr Ortszeit (10:00 MEZ) gestartet. Am 31. Mai 2026 ist ein Ruhetag. (wk, Foto: Turnierseite)

Offizielle Website, Ergebnisse bei Chess-Results, ECU Youtube Channel

Seniorenmannschafts-Weltmeisterschaft 2026 in Durres: Österreich 65+ im Mittelfeld

Vom 19. April bis 28. April 2026 fanden im albanischen Küstenort Durres die Seniorenmannschaftsweltmeisterschaften statt. Wie üblich wurde in zwei Kategorien gespielt. Am Start waren auch einige Damenteams, freilich nicht genug, um einen eigenen Damenbewerb zu spielen. Es siegte in der Kategorie 50+ die Mannschaft aus den USA, mit Großmeister Jaan Ehlvest am Spitzenbrett. In der Kategorie 65+ siegte die deutsche Mannschaft "Lasker SGK" mit dem ehemaligen Supergroßmeister Arthur Jussupov auf Brett 1, vor der punktegleichen italienischen Mannschaft. Österreich 65+, stellte eine Mannschaft, bestehend aus Heinz Kratschmer, Konstantinos Pitzl und Hans Singer sowie den Nachwuchssenioren Reinhard Bachler und Josef Kainz. Von 54 Mannschaften belegte man den 31. Platz, was etwa den Erwartungen entsprach. (ssc, Text: Konstantin Pitzl, Fotos: Archiv: Konstantin Pitzl)

Ergebnisse, Paarungen und Ranglisten

Homepage des Veranstalters

Livegames Lichess

20260505 Durres NunnFoto: 1. Runde England 1 ( GM J. Nunn, GM J. Mestel, IM P. Littlewood, IM P. Large : Ergebnis 3:1 für England 1 ( Singer u. Kratschmer remis, wobei Kratschmer lt. Stockfish 18 gegen GM Mistel eine klar bessere Stellung (fast Gewinnstellung) hatte.

Europaeinzelmeisterschaft Katowice - Ein Bericht von Laurenz Borrmann

Die Europameisterschaft im klassischen Schach fand dieses Jahr vom 6.4. bis 20.4. in Katowice, Polen statt. Österreich wurde dabei durch zwei Spieler vertreten, IM Lukas Dotzer und IM Laurenz Borrmann. Während es für mich meine erste Europameisterschaft war, hatte mein um drei Jahre jüngerer Kollege Lukas schon mehr Erfahrung gesammelt. Insgesamt nahmen gut 500 Spieler am elfrundigen Turnier teil, das in der Arena Katowice, einer Mehrzweckhalle beim Fußballstadion Miejski, ausgetragen wurde. Die Partien begannen jeden Tag um 15:00 Uhr, so war es relativ einfach, sich an eine Tagesroutine zu gewöhnen. Außerdem gab es zwei Ruhetage nach der 4. und nach der 9. Runde.
20260423 Borrmann DotzerWir stiegen beide im Turnierhotel, dem Hotel Diament, ab. Bei der Anreise war ich etwas überrascht, als ich sah, dass mein Zimmer auf eine Fernstraße, die Calais mit Ridder an der Grenze zu China verbindet, gerichtet war, was auch in der Nacht nicht zu überhören war. Außerdem lag es rund 5 km entfernt vom Spiellokal, weshalb es vor der Runde einen organisierten Bustransfer gab. Da es aber vor allem nach der Runde oft Probleme mit der Rückkehr gab, konnten Lukas und ich dankbar sein, mit dem Auto mitfahren zu können. Während das Essen im Turnierhotel eher zu wünschen übrig ließ, konnten wir die Vielfalt des guten kulinarischen Angebots von Katowice genießen.
Während wir in Runde 1 als Startränge 114 und 180 noch gemütliche Partien gegen elomäßig viel schwächere Gegner hatten, änderte sich das schon in der 2. Runde. Ich spielte gegen den ungarischen Großmeister Kantor Gergely, und nachdem ich 15 Züge Vorbereitung aufs Brett stellte, verwendete ich 59 Minuten für meinen 16. Zug. Dies sollte aber bei weitem nicht meine schlechteste Zeiteinteilung im Turnier gewesen sein. Nach 83 Zügen endete die Partie friedlich, nachdem mein Gegner 14 Züge lang versuchte, Bauer und König gegen König zu gewinnen. Lukas gewann in Runde 2 noch gegen einen schwächeren Gegner, während er in Runde 3 gegen den GM Isik Can den Kürzeren zog. Ich verlor in Runde 3 auch gegen einen starken Großmeister. Nach Runde 4 stand ich mit 2/4 in einer weniger zufriedenstellenden und Lukas mit 3/4 in einer stabilen Ausgangslage da, als der erste freie Tag kam. Den verbrachten wir unter anderem gemeinsam mit einem Besuch im Schlesischen Park, einigen Blitzpartien und der Analyse der Partien vom Kandidatenturnier.
Nach Runde 6 hatten sowohl Lukas als auch ich 4 Punkte. Die Frage war, in welche Richtung sich das Turnier entwickelt – mit einer starken zweiten Hälfte wäre sowohl eine GM-Norm als auch eine World-Cup-Qualifikation möglich. Lukas verlor leider eine spannende und umkämpfte Partie gegen GM Anton Korobov, während ich aus einer zwischenzeitlich sehr aussichtsreichen Lage gegen GM Cem Kaan Gokerkan nicht über ein Remis hinauskam. Nachdem Lukas in Runde 8 gegen einen elomäßig schwächeren Gegner remisiert hatte, während ich gegen Jan Klimkowski durch einen Einsteller verloren hatte, war klar, dass die Richtung bei beiden nicht die richtige war. Durch einen starken Endspurt mit jeweils 2,5/3 beendeten wir beide das Turnier mit 7 Punkten aus 11 Partien. Lukas belegte Rang 76 und ich Rang 85.
Nicht nur ein paar Elo, sondern vor allem eine Menge Erfahrung konnte man aus Katowice mitnehmen. Vor allem die Partien gegen starke Großmeister sind lehrreich und ein Genuss, in den man nicht jeden Tag kommt. Durch sowohl Vorbereitung als auch Analyse lernt man vieles, und insofern hoffe ich darauf, in Zukunft auf diesem Ergebnis aufbauen zu können!

20260423 Dehtiarov Roman

Besonders überraschend ist der Sieg des neuen Europameisters IM Roman Dehtiarov, dem dieses Kunststück von Startrang 126 mit einer phänomenalen Eloperformance von 2781 gelang. Rang 2 und 3 belegten Nijat Abasov und Aydin Suleymanli aus Aserbaidschan. (ssc, Text: Laurenz Borrmann, Fotos: Laurenz Borrmann & Fam. Dotzer, Melih Cicek, ECU)

Auf unserem Lichess-Account präsentieren Laurenz und Lukas jeweils eine kommentierte Partie.

Alle Ergebnisse und Platzierungen: chess-results.com

20260423 Dotzer20260423 Borrmann

FIDE World Cadet & Youth Chess Championships 2026

Mit fünf österreichischen JugendkaderspielerInnen trat ich vor einer Woche die Reise nach Vrnjacka Banja in Serbien, einem der beliebtesten Urlaubsziele des ehemaligen Jugoslawiens, an. Der Kurort bietet einen wunderschönen Park, Thermal- und Heilquellen sowie jede Menge Wellnesseinrichtungen und in den letzten drei Jahren auch regelmäßig internationale Schachveranstaltungen. Hier fanden die Europameisterschaften 2023, der Vereinseuropacup 2024 sowie die FIDE-Schulschach-Weltmeisterschaften und die FIDE-Amateurschach-Weltmeisterschaften 2025 statt. Die Organisation wirkte routiniert und alles klappte problemlos, auch Unterkunft und Essen im Hotel Zepter waren besser als für eine Veranstaltung dieser Art üblich – bei 437 SpielerInnen aus 40 Nationen eine tolle Leistung.20260420 Kurpark Serbien

Zuerst fanden an drei Tagen die Weltmeisterschaften im Schnellschach für U8–U18 statt, es wurden insgesamt 11 Runden mit einer Bedenkzeit von 15 min + 5 sec pro Zug gespielt. Die meisten Punkte aus unserer Delegation erzielte Filip Jevremovic mit 6,5 aus 11 und Platz 20 in der U12, den besten Platz erreichte Katharina Pötscher mit Rang 19 bei den Mädchen U18. Chicheng Leon Chen (U12, 5,5 Punkte) sowie Josephina Akiko Brunner und Elisabeth Wießner (je 5 Punkte, Mädchen U16) spielten etwa im Rahmen der Erwartungen. Als Side-Events gab es ein Teamturnier und einen Lösewettbewerb. Die Jungs versuchten sich im Lösen und landeten in ihrer Altersklasse im Mittelfeld, die Mädchen spielten im Teambewerb mit.

20260420 Serbien

Nach dem freien Tag ging es mit den Weltmeisterschaften im Blitzschach für U8–U18 weiter und hier konnten sich unsere SpielerInnen etwa 200 Elopunkte von der Konkurrenz holen, der Großteil davon ging an Elisabeth Wießner, die gegen starke Gegnerinnen 5 aus 11 erzielen konnte und damit 113 Ratingpunkte gewann. Der beste Platz gelang einmal mehr Katharina Pötscher, die mit 5,5 aus 11 den 13. Platz bei den Mädchen U18 erreichte. Die meisten Punkte erzielte diesmal Chicheng Leon Chen mit 6,5 aus 11 und das, obwohl er gegen die ersten drei der Setzliste antreten musste (eine dieser Partien gewann er, in den anderen hatte er einige Chancen). Eine unglückliche Niederlage auf Zeit in der letzten Runde verhinderte eine noch bessere Platzierung, aber der 17. Platz ist trotzdem ein starkes Ergebnis. Filip Jevremovic (5,5 Punkte) und Josephina Akiko Brunner (4,5 Punkte) beendeten das Turnier im Rahmen der Erwartungen. (ssc, Text und Fotos: Gert Schnider)

Ergebnisse AUT Blitz

Ergebnisse AUT Rapid

European Individual Chess Championship 2026

Bei der Einzeleuropameisterschaft in Katowice teilen sich derzeit Nijat Abasov (AZE, 2586) und David Antón Guijarro (ESP, 2656) nach neun Runden mit jeweils 7,5 Punkten die Tabellenführung. Dank der besseren Buchholzwertung (Cut 1) liegt Abasov aktuell auf Rang eins.

Noch stehen zwei Runden aus, wobei heute zunächst ein spielfreier Tag eingelegt wird. Abasov scheint nach einem zwischenzeitlichen Formtief wieder zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Bereits 2024 gehörte er zum Teilnehmerfeld des FIDE Candidates Tournament 2024 in Toronto.

In der morgigen 10. Runde kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Führenden. Es könnte die Partie mit richtungsweisendem Charakter für den Turniersieg sein.

Dicht dahinter folgt ein großes Verfolgerfeld: Insgesamt zehn Spieler liegen mit 7 Punkten nur einen halben Zähler zurück, sodass in den verbleibenden Runden noch alles offen ist.

Auch die beiden österreichischen Nationalspieler zeigen bislang starke Leistungen und konnten ihre Setzlistenplätze deutlich verbessern: Lukas Dotzer startete auf Rang 114 und liegt aktuell auf Platz 99. Laurenz Borrmann verbesserte sich sogar von Startplatz 180 auf Rang 120. Beide Spieler haben 5,5 Punkte und können bisher ein leichtes Elo-Plus verbuchen. (ssc, Bilder: ECU)

Die Partien können hier live verfolgt werden:

Lichess

Chess.com

ChessBase

Ergebnisse, Paarungen und Ranglisten

Auftakt zur Europameisterschaft in Katowice

Mit der European Individual Chess Championship 2026 startet heute eines der wichtigsten Turniere des europäischen Schachkalenders. Austragungsort ist die südpolnische Stadt Katowice, rund 80 Kilometer von Krakau entfernt, die historisch vor allem durch den Kohlebergbau geprägt wurde.

IM Lukas Dotzer und IM Laurenz Borrmann sind für Österreich am Start. Dotzer ist auf Startrang 114 gesetzt, Borrmann auf Rang 180.

Die Auslosung der ersten Runde ist bereits erfolgt und beide Österreicher übernehmen aufgrund ihres Startranges in der oberen Hälfte die Favoritenrolle in ihren Auftaktpartien.

Das Turnier wird über insgesamt 11 Runden ausgetragen und erstreckt sich über knapp zwei Wochen. Der Zeitplan im Überblick:

Die Runden starten täglich um 15 Uhr.

Mit einem starken Teilnehmerfeld und hoher internationaler Konkurrenz verspricht die Europameisterschaft spannende Kämpfe um Titel, Normen und Qualifikationsplätze. Für die österreichischen Vertreter gilt es nun sich im Turnierverlauf nach vorne zu arbeiten. (ssc)

Die Partien können hier verfolgt werden:

Lichess

Chess.com

 

Road to the Crown: Das Kandidatenturnier 2026 beginnt auf Zypern

Morgen beginnt um 14:30 Uhr MEZ das Kandidatenturnier 2026 auf Zypern mit der ersten Runde. Es ist das wichtigste Schach-Event des Jahres, bei dem 16 Weltklassespielerinnen und -spieler (acht Männer, acht Frauen) um das Recht kämpfen, den amtierenden Weltmeister herauszufordern. Austragungsort ist das luxuriöse Cap St Georges Hotel & Resort in Peyia bei Paphos, ein preisgekröntes Resort an der unberührten Küste Zyperns, das mit seiner eleganten Architektur, traumhaften Stränden, Pools, Spa und erstklassigen Restaurants eine inspirierende Kulisse für dieses hochkarätige Turnier bietet.

Die Spannung ist enorm: Mit erfahrenen Kandidaten wie Fabiano Caruana und Hikaru Nakamura, aber auch jungen Talenten wie Praggnanandhaa, verspricht das Turnier spektakuläre Partien und Überraschungen. Fünfmaliger Weltmeister Vishy Anand betont: „Die Kandidaten sind einer der größten Wettbewerbe im Schach. Jeder Spieler hat die Chance, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen.“ Kommentatoren wie Jan Gustafsson und Peter Svidler beobachten jede Partie genau und heben die Bedeutung des Turniers für die Schachwelt hervor.

Das Kandidatenturnier 2026 verspricht intensive Duelle auf höchstem Niveau, packende Momente und eine Vorschau auf die nächste Weltmeisterschaft. Weitere Informationen und den aktuellen Spielplan finden Sie auf der offiziellen Website:
candidates2026.fide.com

Europameisterschaften der Frauen im Blitz- und Schnellschach 2025 in Monte-Carlo

Am 9. Jänner 2026 sowie am 10. und 11. Jänner 2026 wurden in Monte-Carlo (Monaco) die European Women’s Blitz and Rapid Chess Championships 2025 ausgetragen. Das Turnier war hochklassig besetzt und versammelte zahlreiche Großmeisterinnen und internationale Titelträgerinnen aus ganz Europa.

Gold für Nino Batsiashvili im Schnellschach

Die European Women’s Rapid Chess Championship 2025 gewann GM Nino Batsiashvili (Georgien) mit einer beeindruckenden Aufholjagd. Vor der letzten Runde lag sie noch einen vollen Punkt hinter GM Alexandra Kosteniuk (Schweiz). Mit einem Sieg im direkten Duell gelang ihr jedoch der entscheidende Schritt zum Titel. Beide Spielerinnen beendeten das Turnier mit 9 Punkten, wobei Batsiashvili dank des gewonnenen direkten Vergleichs die Goldmedaille sicherte.2026 01 11 Nino Batsiashvili

2026 01 11 Alexandra KosteniukSilber ging an GM Alexandra Kosteniuk, während sich IM Sofio Gvetadze (Georgien) aus einer sechsköpfigen Verfolgergruppe mit jeweils 8 Punkten dank der besten Feinwertung die Bronzemedaille holte. 

Aus österreichischer Sicht erreichten unsere beiden Teilnehmerinnen in diesem stark besetzten Feld folgende Platzierungen:

 IM Olga Badelka belegte Rang 18 und

 WFM Emilia Deak-Sala erreichte Platz 84.

Eine Partie von IM Olga Badelka gegen IM Meri Arabidze aus Runde 3 ist auf dem Lichess-Account des Österreichischen Schachbundes vorgestellt.

 

Top-10-Erfolg für Österreich im Blitzschach

Bereits am 9. Jänner 2026 wurde die European Women’s Blitz Chess Championship 2025 ausgetragen. Den Titel sicherte sich die erst 19-jährige IM Eline Roebers (Niederlande), die als Nummer 1 der Setzliste ihrer Favoritenrolle gerecht wurde und 10 Punkte in 13 Runden erzielte. 2026 01 11 Eline Roebers

Die weiteren Podestplätze:

Silber: GM Bella Khotenashvili (Georgien), ebenfalls 10 Punkte

Bronze: IM Oliwia Kiolbasa (Polen) mit 9,5 Punkten nach Feinwertung

2026 01 11 Olga Badelka Rapid

Für Österreich sorgte IM Olga Badelka für einen hervorragenden 9. Platz und erzielte damit ein Top-10-Resultat, eine seltene Platzierung für Österreich bei einer europäischen Frauenmeisterschaft.

Der Österreichische Schachbund gratuliert allen Medaillengewinnerinnen. (ssc, Quelle/Bilder: ECU)

 

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Auftakt für Österreich bei der European Women’s Blitz and Rapid Chess Championship in Monte-Carlo

Am 9. Jänner 2026 starteten in Monte-Carlo (Monaco) die European Women’s Blitz and Rapid Chess Championships 2025. Den Auftakt bildete die European Women’s Blitz Chess Championship, die im Hotel Novotel ausgetragen wurde.

Das Blitzturnier wurde im Schweizer System über 13 Runden gespielt, mit einer Bedenkzeit von 3 Minuten plus 2 Sekunden Inkrement pro Zug ab dem ersten Zug. Mit 127 Teilnehmerinnen, darunter 92 Titelträgerinnen, war das Turnier stark besetzt.

Aus österreichischer Sicht sorgte Olga Badelka für ein gutes Ergebnis. Sie startete von Setzlistenplatz 30 und erreichte mit 8 Siegen und 2 Remis den 9. Platz. Damit konnte sie ein Blitz-Elo-Plus von 51 Punkten verbuchen.

Ebenfalls für Österreich am Start war Emilia Deak-Sala, die ihr Potenzial im Blitzwettbewerb nicht voll ausschöpfen konnte. Bereits am 10. Jänner bietet sich jedoch die nächste Gelegenheit zur Revanche bei der European Women’s Rapid Chess Championship.

Die Rapid-Europameisterschaft wird am 10. und 11. Jänner 2026 ebenfalls im Hotel Novotel in Monte-Carlo ausgetragen. Gespielt werden 11 Runden im Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 10 Sekunden Inkrement pro Zug.

Der gesamte Preisfonds der beiden Bewerbe beträgt 46.500 Euro, davon 15.200 Euro für die Blitz-Europameisterschaft und 31.300 Euro für die Schnellschach-Europameisterschaft.

Der Österreichische Schachbund gratuliert Olga Badelka zu ihrer starken Leistung und wünscht beiden Spielerinnen viel Erfolg für die anstehenden Rapid-Partien.

Die ersten fünf Runden der European Women’s Rapid Chess Championship können am 10. Jänner ab 14:15 Uhr live verfolgt werden. (ssc, Titelbild: Archiv ÖSB)

Chess-results
Live-Broadcast mit GM Alojzije Jankovic and IM Almira Skripchenko

2026 01 09 European Womens Rapid Blitz

WM Rapid/Blitz: Carlsen erneut doppelt erfolgreich

Die FIDE-Weltmeisterschaften im Rapid- und Blitzschach 2025 in Doha/Katar boten vom 26.-30. Dezember Schach auf höchstem Niveau. Ein international hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld sorgte für spannende Partien in den Speed-Disziplinen des Schachsports.

Im Rapidturnier über 13 Runden (15 Minuten plus 10 Sekunden pro Zug) dominierte Magnus Carlsen das Geschehen und sicherte sich souverän seinen sechsten Weltmeistertitel in dieser Disziplin. In der Frauenkonkurrenz setzte sich Aleksandra Goryachkina im Stichkampf gegen Zhu Jiner durch.

Österreich war auch im Open-Rapid-Feld vertreten: GM Kirill Alekseenko erreichte mit 6,0 Punkten Rang 49, IM Konstantin Peyrer belegte mit 4,5 Punkten Platz 141. In der Frauenwertung kam IM Olga Badelka mit 4,0 Punkten auf Rang 52.

251231 Bibisara

Im Blitzturnier über 19 Runden (3 Minuten plus 2 Sekunden) unterstrich Carlsen seine Ausnahmestellung und gewann seinen bereits neunten Weltmeistertitel. Bei den Frauen verteidigte Bibisara Assaubayeva erfolgreich ihren Titel.

Auch aus österreichischer Sicht gab es solide Leistungen: Alekseenko sammelte im Blitz 7,0 Punkte und wurde 51., Peyrer erzielte 5,5 Punkte und belegte Rang 105. Besonders stark präsentierte sich Olga Badelka, die mit 9,5 Punkten den 21. Platz erreichte und damit ihre Setzlistenposition (Nr. 65) deutlich übertraf.

251231 WM RapBlitz

Die Weltmeisterschaften in Doha verdeutlichten einmal mehr die hohe internationale Konkurrenz und boten den österreichischen Spielerinnen und Spielern wertvolle Erfahrung auf höchstem Niveau – ein wichtiger Impuls im Hinblick auf die Saison 2026. Insgesamt waren in allen vier Turnieren 780 Spielerinnen und Spieler aus 69 Nationen am Start. ÖSB Präsident Michael Stöttinger war in Doha vor Ort und hat am Schlusstag für Wesley So sympolisch den ersten Zuge ausgeführt. (wk, Foto: FIDE)

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