World Cup - Svidler gewinnt gegen Topalov
In der ersten Partie des Achtelfinales gelingt Peter Svidler im Schlager der Runde ein wichtiger Sieg mit Weiß gegen Veselin Topalov, dem elostärksten Spieler der Setzliste. In einer spannenden Partie weicht Svidler einer Zugwiederholung aus. In der längsten Partie des Tages verpasst Topalov in Zeitnot zweimal ein mögliche Rettung. Svidler geht mit 1:0 in Führung, Topalov muss heute gewinnen um noch in das Tie-Break zu kommen. Es war auch insgesamt die Runde der Weißspieler. Neben Svidler gewinnen noch Ding Liren, Hikaru Nakamura und Shakhriyar Mamedyarov. Mamedyarovs Sieg mit Mattfinale gegen Caruana wurde von seinen Landesleuten heftig beklatscht. Caruana, Yi Wei und Michael Adams sind wie Topalov ab 12:00 Uhr unter Siegzwang. In den anderen vier Partien das Achtelfinales ist nach Remisen alles offen. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite (mit Live-Übertragung und Kommentierung)

32 Spieler sind noch im Bewerb des World Cups. Davon sind nach einer Statistik von Chessbase 8 Spieler aus Russland, vier aus China, je drei aus der Ukraine, Aserbaidschan und den USA. Die verbleibenden 11 Spieler stammen aus unterschiedlichen Ländern, aber nur drei sind aus Westeuropa. Zum Auftakt der Runde gibt es in den 16 Begegnungen nur vier Sieger. Sergey Karjakin (RUS) gewinnt mit Weiß gegen Yu Yangyi (CHN) ebenso wie Fabiano Caruana (USA) gegen Anton Kovalyov (CAN) und Shakhriyar Mamedyarov (AZE) gegen S.P Sethuraman (IND). Der Unglücksrabe des Tages ist der Russe Alexander Grischuk. Entgegen seiner üblichen Matchstrategie sucht er gegen Pavel Eljanov (UKR) in der Zeitnotphase die Entscheidung und hat nach einem Fehler des Ukrainers den Killerzug am Brett. In hochgradiger Zeitnot verpasst Grischuk seine Chance und muss die Dame geben um nicht Matt zu werden. Ein weit vorgerückter a-Bauer gibt Grischuk aber Kompensation und es ist nicht klar wie Eljanov mit Schwarz gewinnen kann. Doch dann verdirbt Grischuk mit einem Fehler seine "Festung" und Eljanov gewinnt seine fünfte Partie in Serie. Heute muss Grischuk mit Schwarz gewinnen, sonst ist der World Cup auch für ihn vorbei. Die Rückrunde beginnt heute um 12:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
In der zweiten Runde des World Cups in Baku geraten von den Top-Stars Michael Adams, Sergej Karjakin und Hao Wang mit Niederlagen in Rückstand und müssen heute gewinnen um in das Tie-Break zu kommen. Karjakin spielt gegen Onischuk, Adams gegen Laznicka und Wang gegen seinen Landsmann Shanglei Lu. Der Top-Gesetzte Veselin Topalov begnügt sich gegen Serjei Zhigalko mit einem Schwarzremis nach elf Zügen. Peter Svidler kommt gegen gegen Nisipeanu ebenso über ein Remis nicht hinaus wie Radjabov gegen Smirin und Aronian gegen Areshchenko. Einen Sieg feiert hingegen Vladimir Kramnik gegen den Kubaner Lazaro Batista Bruzon, der letztlich das Endspiel Turm und Läufer gegen Turm nicht halten kann. Die Rückrunde startet heute um 12:00 Uhr. Sie wird auf der Turnierseite live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
In der Zuschauerrrolle ist nach dem Tie-Break der Runde der letzten 64 mit Levon Aronian einer der Favoriten. Die Buchmacher hatten den Armenier nach seinem überzeugenden Sieg beim Sinquefield Cup hinter Hikaru Nakamura ganz vorne in ihrer Quotenliste. Der Ukrainer Alexander Areshchenko macht mit zwei Siegen in den Schnellschachpartien des Tie-Breaks aber allen die auf Aronian gesetzt hatten einen Strich durch die Rechnung. Alexander Grischuk zeigt sich gegen seinen russischen Landsmann Vladimir Fedoseev erneut stark im Tie-Break. Der Blitz- und Schnellschachspezialist setzt offenbar erneut auf eine Strategie die Entscheidung am dritten Tag der Runde zu suchen. Im Rennen bleiben mit Siegen in den Schnellpartien auch Karjakin, Svidler, Radjabov, Giri, Tomashevsky und Nakamura. Das spektatkulärste Match lieferten sich der Chinese Yangyi Yu und der Russe Ogor Lysyj. Yu steigt nach dramatischem Verlauf nach den zweiten Schnellpartien in die dritte Runde auf. Ähnlich gewinnt Mamedyarov gegen Weltmeisterin Yifan Hou. Ian Nepomniachtchi (RUS) gewinnt gegen Laurent Fressinet (FRA) erst in den beiden Blitzpartien. Englands Michael Adams benötigt gegen den Tschechen Viktro Laznicka die volle Distanz. Er gewinnt letzlich die Armageddon Entscheidungspartie mit Weiß. Gerade beginnt in Baku die Runde der letzten 32 mit der ersten Standardpartie. Einige Schlagerpartien der Runde sind Svidler gegen Radjabov, Giri gegen Leko und Nakamura gegen Neponmiachchi. (wk, Foto: Turnierseite)
Die größte Sensation der ersten Runde des World Cups in Baku ist das Ausscheiden des ehemaligen WM-Herausforderers Boris Gelfand. Nach zwei Remisen in den klassischen Partien muss Gelfand in den Stichkampf. In der ersten Schnellschachpartie gegen den chilenischen Meister Cristobal Henriques Villagra (Elo 2511) verdirbt er eine gute Stellung ins Remis. In der zweiten nimmt er zum falschen Zeitpunkt Risiko und wird vom Chilenen klassisch ausgekontert. Die erste Runde hatte ihre große Sensation, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass Gelfand dieses Format durchaus liegt. 2009 hatte er mit seinem Sieg das Ticket für das Kandidatenturnier gelöst und sich dort für den WM-Kampf mit Anand qualifiziert. Alexander Grischuk quält sich gegen IM Yusup Atabayev (TKM, Elo 2428 (!!) mit zwei Remisen im Standardschach und vier weiteren in den Schnellpartien bis zu den Blitzpartien. Dort ist er aber mit 2:0 doch der klar Bessere. Eine "Armageddon Partie" gibt es im Macht Gabriel Sargission (ARM) gegen Mateusz Bartel (POL). Jeder kann eine 10-Minuten Partie gewinnen, alle anderen enden remis. In der entscheidenden Partie hat Sargissian Schwarz. Bartel bekommt eine Minute mehr Bedenkzeit, muss aber gewinnen. Er schafft es nicht die Partie aus dem Gleichgewicht zu bringen und muss am Ende mit einem Remis sein Ausscheiden akzeptieren. Heute folgt die zweite Runde. Sie wird auf der Turnierseite ab 12:00 Uhr live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)