ECC - Raggers unbelohntes Turmopfer gegen Grischuk
Eine sehenswerte Partie spielt Markus Ragger in der zweiten Runde des Vereins-Europacups gegen Blitzweltmeister Alexander Grischuk. Ragger opfert in einem Königsinder einen ganzen Turm und bringt den Russen an den Rand einer Niederlage. Leider bleibt sein mutiges Spiel letztlich unbelohnt. Sein Team Maria Saal verliert gegen den haushohen Favoriten Siberia mit 1:5. Bemerkenswerte Punkteteilungen gelingen Mario Schachinger gegen Yue Wang (2724) und Johann Ertl gegen Dmitry Bocharov (2560). Feffernitz muss sich dem Hamburger Schachklub ebenfalls mit 1:5 beugen. Andreas Diermair remisiert am Spitzenbrett gegen Rasmus Svane, Christian Hofer kommt gegen Lars Hinrichs zu seiner zweiten Punkteteilung. Von den Supergroßmeister mussten gestern vor allem Giri gegen Babula und Nakamura gegen Pelletier Federn lassen. Im Frauenbewerb kam es bereits in der zweiten Runde zum Schlager der topgesetzten Teams. Das georgische Team NONA siegt nach hartem Kampf gegen die Russinnen von SHSM Legacy Square mit 2,5:1,5. (wk, Foto: Turnierseite)
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Ragger gegen Grischuk
Ergebnisse bei Chessresults: Offene Sektion, Frauen Sektion

SV Raika Rapid Feffernitz gelingt in der ersten Runde des Vereinseuropacups in Skopje gegen den englischen Verein Cheddleton mit einem 3:3 eine erste Sensation. Es ist der einzige Punktegewinn einer eloschwächeren Mannschaft in der ersten Runde!! An den Spitzenbrettern gewinnen Andreas Diermair und Peter Schreiner ihre Partien, Wolfgang Arztmann und Christian Hofer tragen Remisen bei. Andreas Diermair (2446) schlägt mit GM David Howell (2705) einen Mann der erweiterten Weltklasse und das noch dazu mit den schwarzen Steinen. Genauso hoch einzuschätzen ist das Remis von Hofer (1984) gegen GM Keith Arkell (2505). Maria Saal, in der Tabelle unmittelbar hinter Cheddleton am 19. Platz gesetzt, gewinnt gegen MSK Centar (MKD) glatt mit 5,5:0,5. Einzig Robert Kreisl gibt gegen FM Aleksander Kralevski einen halben Punkt ab. Ragger, Schachinger, Halvax, Hartl und Ertl starten mit Siegen. Heute wartet mit Siberia ein ganz großer Brocken auf Maria Saal. Ragger wird am Spitzenbrett auf den frischgebackenen Blitzschach-Weltmeister Alexander Grischuk treffen. Siberia tritt mit sechs Großmeistern und einem Eloschnitt von 2685 an. An den ersten vier Brettern sitzen mit Grischuk, Li, Wang und Korbov sogar 2700-er. Diese Begegnung wird auf der Turnierseite live übertragen. Feffernitz trifft auf den Hamburger Schachklub, der vor Cheddleton am 17. Rang gesetzt ist. Am sechsten Brett wartet auf Nils Arztmann mit Bardhyl Uksini ein ehemaliger steirscher Jugendkaderspieler. (wk, Foto: Turnierseite)
Alexander Grischuk gewinnt mit einem Sieg gegen Boris Gelfand in der Schlussrunde seinen dritten Weltmeistertitel im Blitzschach nach 2006 und 2015. Nach einem verhaltenen erstem Tag brilliert der Russe am zweiten mit neun Punkten aus 10 Partien. Der nunmehrige Doppelweltmeister Magnsu Carlsen hat mit dem gleichen Ergebnis begonnen, vergibt dann aber seine Chancen in den nächsten sechs Runden, in denen er lediglich drei Remisen schafft. Auf dem Weg zum Sieg schien lange Maxime Vachier-Lagrave. Der Franzose führt nach 17 von 21 Runden bereits mit eineinhalb Punkten Vorsprung. Doch dann verliert MVL gegen den ukrainischen Außenseiter Yuri Vovk und anschließend das direkte Duell gegen Grischuk. Ein weiteres Remis gegen Ian Nepomniachtchi, auch er holt am zweiten Tag wie Grischuk neun Punkte, war dann zuviel. In der Schlussrunde sichert sich MVL mit einem Sieg gegen Kasimdzhanov zumindest noch die Silbermedaille. Ein konstant starkes Turnier spielt Vladimir Kramnik. Ein Sieg in der letzten Runde hätte den Titel bedeutet. Geworden ist es ein hart erkämpftes Remis gegen Iwantschuk und Bronze. Hinter Iwantschuk, Nepomniachtchi, Carlsen, Svidler und Navara ist Yuri Vovks neunter Platz die Sensation schlechthin. Der Ukrainer verbessert damit seine Blitzschach-Elozahl von 2566 um 145 Punkte auf 2701. Markus Ragger landet in dem Weltklassefeld von 188 Teilnehmern aus 50 Ländern, darunter 153 Großmeister, punktgenau am 50. Platz. Ragger startet am ersten Tag schlecht mit 5,5 Punkten aus 11 Partien, legt aber am zweiten mit 6,5 aus 10 gut nach. Das Ergebnis entspricht etwa seiner Erwartung. Organisatorisch war die WM in Berlin bestens organisiert. Insbesondere der Zuschauerzustrom vor Ort war mit bis zu 700 Besuchern pro Tag bisher einzigartig. (wk, Foto: Turnierseite)
Magnus Carlsen verteidigt bei der Schnellschach Weltmeisterschaft in Berlin seinen Titel. Am dritten Spieltag baut der regierende Dreifach Weltmeister mit Siegen gegen Zhigalko und Iwantschuk seine Führung aus und kann sich in den Schlussrunden drei Remisen leisten um mit 11,5/15 überlegen den Titel zu holen. Ian Nepomniachtchi sichert sich mit einem Punkt Rückstand punktegleich die Silbermedaille vor Teimour Radjabov und Leinier Dominguez Perez. Der Kubaner verpasst die Bronzemedaille nur knapp. Kramnik, Iwantschuk und Mamedyarov platzieren sich mit 10 Punkten gemeinsam mit den Außenseitern Bocharov, Onischuk und Kovalenko noch in den Top-10. Karjakin (19.), Anand (25.), Gelfand (31.), Grischuk (32.), Svidler (34.) und Aronian (43.) waren deutlich weiter vorne zu erwarten. Ihr Ergebnis zeigt wie schwer diese WM war. Markus Ragger landet mit acht Punkten im Mittelfeld der 150 Teilnehmer. Österreichs Nummer 1 erwischt mit vier Punkten aus fünf Partien nur einen guten zweiten Tag, am ersten und am dritten reicht es nur zu jeweils zwei Punkten. Heute und morgen findet in Berlin noch die Weltmeisterschaft im Bllitzschach statt. Die Schachwelt wartet gespannt ob Carlsen auch hier seinen Titel verteidigen kann. (wk, Logo: Turnierseite)