Chess Classic - Giri gewinnt Auftakt gegen Topalov
Anish Giri ist der einzige Sieger der ersten Runde der Chess Classic in London. Giri kommt mit Schwarz nach interessanter Eröffnung gegen Topalov etwas unter Druck, zieht aber alle Register seiner Verteidigungskünste. In hochgradiger Zeitnot strebt Topalov weiter auf den ganzen Punkt, übersieht aber einen hübschen Mattangriff des Holländers. Es ist Giris dritter Sieg bei der Grand Chess Tour. Zugleich ist er ist der einzige Spieler der Tour ohne Niederlage. Weltmeister Carlsen startet mit einem sicheren Schwarzremis gegen Vachier-Lagrave. In einem Sweschnikov Sizilianer spielt der Franzose auf ein rasches Dauerschach, dem Carlsen nicht gut ausweichen konnte. Am Rande einer Niederlage steht Blitzweltmeister Alexander Grischuk gegen eine Berliner Verteidigung von Hikaru Nakamura. In einer dramatischen Zeitnotphase kann Nakamura aber nicht gewinnen und muss sich mit Zugwiederholung begnügen. Anand spielt in London gegen Michael Adams, dem einzigen Engländer im Feld, stilgerecht die englische Eröffnung. Die Partie überschreitet aber nie die Remisgrenze. Ebenfalls eine Remis liefern sich Caruana und Aronian in einem Spanier. Heute folgt die zweite Runde bereits um 14:00 Uhr Ortszeit, das ist um 15:00 Uhr in Österreich. Live-Übertragung mit Kommentaren gibt es auf der Turnierseite und bei ChessBase auf www.schach.de. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite, Grand Chess Tour


Österreichs Frauen krönen ihre gute Leistung bei der Team EM in Reykjavik in der achten Runde mit einem sensationellen 2,5:1,5 Sieg gegen Armenien, die Nummer Sechs der Setzliste. Zwar geht Armenien durch einen Sieg von Mkrtchian (2439) gegen Newrkla mit 1:0 in Führung, aber Veronika Exler gleicht mit einem überzeugenden Sieg gegen Lilit Galojan (2298) rasch aus. Am Spitzenbrett überspielt Regina Theissl-Pokorna die routinierte Armenierin Elina Danielian und vollendet nach überstandener Zeitnotphase ihren Königsangriff. Anna-Christina Kopinits kämpft in der längsten Partie des Tages gegen Maria Kursova in einem Endspiel mit einem Bauern weniger erfolgreich ums Remis und sichert die Sensation, den 2,5:1,5 Sieg. Vor der heutigen Schlussrunde liegt Österreich, nur als Nummer 19 von 30 Mannschaften gesetzt, am 7. Rang und trifft heute auf die Nummer Eins der Setzliste, Georgien. Russland, Georgien und die Ukraine kämpfen noch um den Sieg, wobei die Russinnen mit zwei Punkten Vorsprung auf Deutschand treffen. Österreichs Herren kommen hingegen bei dieser EM nicht so richtig in Fahrt. Das Match gegen Montenegro geht mit 1:3 verloren. Ragger und Schachinger verlieren ihre Schwarzpartien, Shengelia und Fröwis remisieren. Georg Fröwis verliert trotz seiner hervorragenden Leistung die Chance auf eine GM-Norm. Der heutige Gegner Faröer Inseln hat keinen GM in seinem Team. Damit fehlt der notwendige dritte Titelträger. An der Spitze verpassen die Russen gestern mit einem 2:2 gegen Armenien die vorzeitige Entscheidung. Ungarn hat heute im direkten Duell noch die Chance mit einem Sieg zu Russland aufzuschließen. Dann müsste die Zweitwertung entscheiden. Die Live-Übertragung startet auf der Turnierseite und bei
Österreichs Frauen sind die Sensation der Team Europameisterschaft in Reykjavik. Dem 2,5:1,5 Sieg gegen Armenien folgt heute eine 2:2 Punkteteilung gegen Georgien, die Nummer Eins der Setzliste. Anna-Christina Kopinits krönt ihre starke Leistung bei der EM mit einem Sieg gegen Meri Arabidze (2408) und schafft zugleich eine Norm für Titel einer Großmeisterin. Veronika Exler steht ihr kaum nach und hält mit Schwarz gegen Nino Batsiashvili (2509) remis. Das ist eine WIM-Norm! Nach einer Niederlage von Katharina Newrkla gegen Lela Javakhishvili (2479) sichert Regina Theissl Pokorna mit einem Remis gegen Bela Khotenashvili die Punkteteilung. Das bedeutet in der Endtabelle den 9. Platz für die von Harald Schneider-Zinner gecoachten Österreicherinnen, punktegleich mit den viertplatzierten Polinnen sowie Frankreich, Deutschland, Ungarn und Italien. Es ist das historisch beste Ergebnis seit Bestehen der Team-EM. Das Herrenteam gewinnt dank eines Sieges von Markus Ragger gegen die Faröer Inseln mit 2,5:1,5. Unterm Strich ist das der 28. Platz, für die auf Rang 26 gesetzten Österreicher. Erfreulich ist vor allem die Leistung von Georg Fröwis mit einer Performance von 2577. Der neue Europameister ist Russland. Die russischen Herren gewinnen vor Armenien und Ungarn, die Frauen vor der Ukraine und Georgien. (wk, Foto: Turnierseite)
Russland besiegt den letzten Verfolger Fankreich mit 2,5:1,5 und steht in der offenen Klasse zwei Runden vor Schluss mit drei Punkten Vorsprung auf eine fünfköpfige Verfolgergruppe knapp vor dem Titelgewinn. Den entscheidenden Punkt holt Grischuk gegen Fressinet. Im Frauenbewerb führen die Russinnen nach einem 3:1 gegen Ungarn mit zwei Punken Vorsprung auf die Ukraine und Georgien. Österreichs Herren gewinnen gestern gegen den Kosovo erneut ohne Ragger glatt mit 4:0 und treffen heute auf Montengro. Ein weiterer Sieg würde den Anschluss an das Mittelfeld bedeuten. Besonders stark präsentiert sich Georg Fröwis. Er hält nach seinem vierten Sieg ungeschlagen bei fünf Punkten aus sechs Partien und einer Performance von 2666. Selbst eine GM-Norm ist nahe, allerdings braucht Föwis dafür noch einen dritten Großmeister als Gegner. Den österreichischen Frauen ist die Ukraine angeführt von Weltmeisterin Mariya Muzychuk wie erwartet eine Nummer zu groß. Das Match geht mit 0:4 verloren. Ganz so chancenlos wie es das Ergebnis aussagt waren die Partien aber nicht. Pokorna verteidigt lange eine leicht schlechtere Stellung gegen die Weltmeisterin. Schnegg startet gegen Gaponenko eine Kombination, verpasst in den taktischen Verwicklungen aber den möglichen Qualitätsgewinn. Kopinits hält gegen Europameisterin Zhukova lange dagegen und hatte knapp vor der Zeitkontrolle die Chance in ein Remisendspiel abzuwickeln. Heute wartet mit Armenien das nächste große Team. Die heutige Live-Übertragung startet auf der Turnierseite und bei