Entscheidungtag der Schnellschach WM
Die Schnellschach Weltmeisterschaft in Berlin scheint mit 158 Teilnehmern und einer hochkarätigen Besetzung bisherige Rekorde zu sprengen. Nach zwei von drei Spieltagen und 10 von 15 Runden führt Titelverteidiger Magnus Carlsen mit 8 Punkten vor dem Weißrussen Sergei Zhigalko mit ebenfalls 8 Zählern. Einen halben Punkt Rückstand haben Kovalenko, Kramnik und Iwantschuk. Sergej Karjakin, er führte mit 4,5 Punkten nach dem ersten Tag, schaffte am zweite nur zwei Punkte und fiel auf den 18. Platz zurück. Heute muss die Entscheidung fallen. In fünf Runden kann noch viel passieren. Markus Ragger ist am ersten Tag mit zwei Punkten schlecht gestartet, machte aber gestern mit drei Siegen und zwei Remisen einiges wett und liegt am 48. Platz. Er liegt damit aber immer noch vor Schnellschachgrößen wie Levon Aronian, Alexander Grischuk, Viswanathan Anand oder Ruslan Ponomariov. Die Entscheidung wird heute ab 14:00 Uhr auf der Turnierseite und bei ChessBase live übertragen. (wk, Logo: Turnierseite)
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Ergebnisse bei Chess-Results
Live-Partien bei ChessBase

In Berlin finden vom 10. bis 14. Oktober die Weltmeisterschaften im Schnellschach und Blitzschach statt. Gestern hat Agon endlich die Teilnehmerlisten veröffentlicht. Praktisch ist die gesamte Weltelite am Start angeführt von Dreifach-Weltmeister Magnus Carlsen, Vachier-Lagrave und Grischuk. Gezählt wird jeweils das beste Ranking in einer der drei Weltranglisten für Standard, Schnell oder Blitz. Teilnahmeberechtigt sind alle Spieler mit einer Elozahl über 2500 und alle nationalen Meister. Österreich ist durch Markus Ragger vertreten. Er liegt in der Startrangliste auf dem 42. Platz. Von der absoluten Spitze scheinen vor allem Nakamura, Topalov und Giri zu fehlen. Von Samstag bis Montag steht der Schnellschachbwerb am Programm. Beginnzeit ist jeweils 14:00 Uhr. Ob es auf der Turnierseite eine Live-Übertragung geben wird ist noch nicht ersichtlich. ChessBase hat aber bereits angekündigt auf seinem Schach-Server die Partien zu übertragen. (wk, Logo: Turnierseite)
Die Nerven liegen blank in Baku. In einem unglaublichen Finale geht Peter Svider mit 2:0 in Führung. In der zweiten Partie versucht Karjakin mit Weiß den Ausgleich zu schaffen, erreicht auch etwas Vorteil aber keinen ausreichenden zum Sieg. Er versucht es dann mit der Brechstange und verliert mit einem taktischen Blackout. Svidler benötigte damit in der dritten Partie mit Weiß nur noch ein Remis. Karjakin zeigt aber bewundernswerte Nervenstärke und hält mit Schwarz Spannung in der Stellung. Unter Siegzwang überzieht er und Svidler ist dem dritten Sieg nahe. Doch nun revanchiert sich der St. Petersburger seinerseits mit einem Einsteller. Angespornt von dem unerwarteten Anschlusstreffer gewinnt Karjakin heute seine zweite Weißpartie und stellt auf 2:2. Die Entscheidung um den World Cup Sieg fällt daher morgen ab 12:00 Uhr in einem Tie-Break. (wk, Foto: Turnierseite)
Der World Cup 2015 endet mit einem 6:4 Finalsieg von Sergej Karjakin gegen Peter Svidler. Das Match war an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten, keine einzige Partie endete mit einem Remis. Die Qualität der Partien hat unter dem hohen Druck und der Müdigkeit am Ende eines langen Turnieres deutlich gelitten. Nach dem 2:2 in den klassischen Partien legt Karjakin mit einem Weißsieg in der ersten Partie vor. Allerdings stand Svidler nach einem Bauernopfer zuvor besser. Nach einem Fehler rettet sich Svidler noch in ein Endspiel mit ungleichen Läufern, das Karjakin mit einem Bauerndurchbruch gewinnt. In der zweiten Partie schägt Svidler erneut mit einem königsindischen Angriff zurück und gewinnt seinerseits hübsch im Endspiel. In der ersten Schnellpartie mit kürzerer Bedenkzeit sichert sich Svidler mit einem Schwarzsieg erneut alle Vorteile. Karjakin stellt in bereits schlechter Stellung zweizügig eine Figur ein. Aber Svidler versteht es erneut nicht mit Weiß das Match zu entscheiden. Er vertraut wieder einer sizilianischen Maroczy Struktur, verliert rasch einen Bauern und die Partie. Die Entscheidung muss daher in den Blitzpartien fallen. Hier ist Karjakin der Glücklichere. Svidler dominiert beide Partien und hätte 2:0 gewinnen können. Karjakin kann aber beide Partien noch drehen und sich über das höhere Preisgeld freuen. Die wichtige Qualifikation für das Kandidatenturnier haben beide Finalisten in der Tasche. (wk, Foto: Turnierseite)
Peter Svidler erwischt im auf vier Partien ausgelegten Finale des World Cups einen Traumstart. In einem königsindischen Angriff ist die Stellung zunächst recht kompliziert. Nach ein, zwei Ungenauigkeiten von Karjakin übernimmt Svidler mit einem Bauernopfer im Zentrum die Initiative und entscheidet die Partie mit einer hüschen Kombination. Beide Spieler haben natürlich ihrer großes Ziel sich für das Kandidatenturnier zu qualifizieren bereits erreicht, aber der Unterschied im Preisgeld ist doch beachtlich. Der Sieger erhält 120.000 Dollar, der Finalist muss sich mit 80.000 begnügen. Der Kampf um 40.000 Dollar geht morgen um 12:00 Uhr mit der zweiten Partie weiter. Karjakin schlägt auf... (wk, Foto: Turnierseite)