EM - Ragger besiegt Ante Brkic
Im Kampf um den Sieg könnte in der 9. Runde der EM eine Vorentscheidung gefallen sein. Der Russe Ernesto Inarkiev baut mit einem zweiten Schwarzsieg in Folge gegen Igor Kovalenko seine Führung auf einen ganzen Punkt aus. Dahinter wurde gestern überwiegend die Friedenspfeife geraucht. An den ersten 16 Brettern gab es lediglich drei Ganzentscheidungen, aber gleich mehrere Kurzremisen unter 20 Zügen. Ein wichtiger Sieg gelingt Markus Ragger mit Schwarz gegen Ante Brkic. Ragger überrascht den Kroaten mit der französischen Verteidigung. Die Entscheidung fällt in der Zeitnotphase. Ragger gewinnt einen Bauern und setzt seinen Vorteil überzeugend um. In der Tabelle liegt er zwei Runden vor Schluss am 18. Platz. Das würde für die World Cup Qualifikation reichen. Mario Schachinger verliert mit Schwarz gegen Nils Grandelius (2649). Valentin Dragnev kommt gegen einen eloschwächeren Gegner nur zu einem Remis. Heute trifft Ragger auf den Spanier David Guijarro Anton (2616). Schachinger und Dragnev treffen zum wiederholten Mal auf Gegner, bei denen man sich fragen muss warum sie bei einer Europameisterschaft überhaupt spielen dürfen. (wk, Foto: ECU)
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In der achten Runde der EM enden gleich 10 Partien der ersten 12 Begegnungen mit Ganzentscheidungen. Im direkten Duell der Führenden "zerstört" David Navara in zwei Zügen seine eigene Stellung. Ernesto Inarkiev lässt sich diese Chance nicht entgehen und übernimmt die alleinige Führung. Wojtaszek, Kovalenko und Goganov gewinnen ebenfalls und sind die ersten Verfolger von Inarkiev. Eine Glanzpartie gelingt dem jungen Russen Daniil Dubov. Er opfert die Dame und spielt mit Ante Brkic dann so lange "Mühle" bis dieser genung hat. Markus Ragger remisiert gegen den Russen Denis Khismatullin und bleibt in Reichweite der Qualifikationsplätze für den World Cup. Valentin Dragnev verliert mit Schwarz gegen Ante Saric (2594), Schachinger gewinnt gegen Sulejman Kollari (2003). Der "Lohn" für Schachinger ist heute eine Schwarzpartie gegen Nils Grandelius (2694). Dragnev bekommt es mit Hysen Hyseni (2003) zu tun und Ragger trifft auf den Kroaten Ante Brkic. (wk, Foto: ChessBase)
Der Kroate Ivan Saric übernimmt in der sechsten Runde der EM in Gjakova mit einem Sieg gegen Maxim Matlakov mit 5,5 Punkten die alleinige Führung. In der Tabelle folgen zur Halbzeit Wojtaszek, Jobava, Navara, Inarkiev und Kovalenko mit einem halben Zähler Rückstand. Einen Rückschlag erleidet Markus Ragger mit einer Weißniederlage gegen den Armenier Samvel Ter-Sahakyan. In einer unklaren Stellung übersieht Ragger eine Taktik und kann die Stellung danach nicht mehr retten. Eine Niederlage muss auch Mario Schachinger mit Schwarz gegen den Russen Vladimir Fedoseev (2685) hinnehmen. Für Schachinger ist es aber schwer ins Turnier zu finden, da die Gegner entweder deutlich höher oder deutlich niedriger eingestuft sind. Gut in Schuss zeigt sich Valentin Dragev. Nach dem Remis gegen Kozul in der vierten Runde folgten gegen die starken GM´s Palac und Steingrimsson zwei weitere. Nach dem heutigen Ruhetag trifft Dragnev morgen auf GM Danyyil Dvirnyy (ITA, 2552). Ragger trifft auf Perparim Makolli (2261) und Schachinger auf Hysen Hyseni (2003). Beide Spieler kommen aus dem Kosovo. (wk, Foto: ChessBase)
In der 7. Runde der EM trifft Markus Ragger nach einem Ruhetag auf Perparim Makolli, einen titellosen Spieler aus dem Kosovo mit einer Elozahl von 2261. Ein Pflichtsieg war angesagt. In einem Najdorf Sizilianer opfert Ragger rasch einen Bauern und später eine Figur allerdings für fragwürdige Kompensation. Doch er hätte fast recht behalten. Makolli spielt einen ungenauen Zug gefolgt von einem Fehler. Doch nun verpasst Ragger seinerseits den Gewinnzug und schießt mit einem Turmopfer einen groben Bock. Am Ende hat Ragger nur einen Bauern für den Turm und eine glatte Verluststellung. Die Sensation vor Augen verpasst Makolli einen sofortigen Gewinn, steht aber trotz einiger Ungenauigkeiten 18 Züge lang auf Gewinn bevor ihm im 52. Zug ein Fehler doch noch die Partie kostet. Ragger bleibt mit diesem Sieg im erweiterten Spitzenfeld, hat sich den Tag aber wohl anders vorgestellt gehabt. Heute trifft Ragger mit dem Russen Khismatullin (2609) wieder auf einen Spitzenmann. Valentin Dragnev verliert gestern gegen GM Dvirnyy Danyyil (ITA, 2552). Mario Schachinger gelingt gegen Hysen Hyseni (KOS, 2003) ein Pflichtsieg. Dragnev spielt heute gegen Ante Saric (CRO, 2594), Schachinger gegen Sulejman Kollari (KOS, 2055). Beide halten übrigens mit 3,5 Punkten die 50%-Marke. An der Spitze stoppt Ernesto Inarkiev den bisherigen Leader Ivan Saric. David Navara übernimmt mit einem Sieg gegen Baadur Jobava mit sechs Punkten gemeinsam mit Inarkiev die Führung. Sechs Spieler folgen mit je fünfeinhalb Zählern. (wk, Foto: ECU)
Markus Ragger gelingt nach Remisen in den Runden zwei und drei gestern ein zweiter Sieg bei der EM in Gjakova. Ragger wählt gegen Olexandr Bortnyk mit Zugumstellung einen e4-Aufbau und überspielt den Ukrainer in einer Philidor-Verteidigung. Mario Schachinger gelingt in der zweiten Runde ein Remis gegen Yuriy Kryvoruchko (2691), dann folgen aber zwei Niederlagen gegen Levan Pantsulaia (2613) und Hrant Melkumyan (2646). Valentin Dragnev holt nach zwei Pflichtsiegen in der vierten Runde mit Schwarz ein Remis gegen Ex-Europameister Zdenko Kozul (2591). In der Tabelle sind mit Radoslaw Wojtaszek (POL), Ernesto Inarkiev (RUS) und Baadur Jobava (GEO) nur noch drei Spieler ohne Punkteverlust. Heute spielt Ragger mit Schwarz gegen den Armenier Zaven Andriasian (2602), Dragnev trifft auf Mladen Palac (CRO, 2577) und Schachinger auf Imer Prokshaj (KOS, 2423). (wk, Foto: ECU)