ECC - Erster Sieg für Pamhagen
Siege wechseln mit Niederlagen für Österreichs Meister Maria Saal beim Vereins-Europacup in Novi Sad. In der zweiten Runde ist Padu ebenso eine Nummer zu groß wie in der vierten Runde Legacy Square Moscow. Markus Ragger verliert gegen Padua am Spitzenbrett mit Schwarz gegen Maxime Vachier-Lagrave hält sich aber gegen Moskau mit einem Sieg gegen Erneste Inarkiev (2714) schadlos. Zwischen den beiden Niederlagen liegt ein klarer zweiter Sieg im Ausmaß von 5:1 gegen Edinburgh. Heute wartet mit den Schachfreunden Berlin wieder in schlagbarer Gegner. An der Spitze sind Mednyi Vsadnik mit Peter Svidler und Alkaloid mit Liren Ding noch ohne Punkteverlust. Im Frauenbewerb gelingt Pamhagen in der dritten Runde ein 3:1 Sieg gegen Rishon Le Zion. Lisa Hapala besiegt am Spitzenbrett WGM Marsel Efroimski (2312), dahinter gelingt Helene Mira ebenfalls ein Überraschungssieg gegen Michal Lahav (2251). Maria Horvath sichert gegen Maka Mdivani den Matchsieg. In den anderen bisherigen drei Begegnungen war die Konkurrenz allerdings übermächtig. Gestern setzte es ein 0:4 gegen Legacy Square Moscow, den gleichen Klub gegen den auch Maria Saal gespielt hat. Heute warten die Midland Monarchs. Monte-Carlo konnte in der dritten Runde das wichtige Duell gegen NONA Batumi mit 2,5:1,5 für sich entscheiden. Der Favorit ist ohne Punkteverlust klar auf Titelkurs. (wk, Foto: Turnierseite)
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In der gestrigen ersten Runde des Vereins-Europacups in Novi Sad gewinnt Maria Saal überzeugend gegen Monte Carlo mit 5:1. Lediglich Robert Kreisl gibt gegen GM Igor Efimov (2395) einen Punkt ab. Die Monegassen haben aber im Frauenbewerb ihr stärkeres Team am Start. Heute wartet auf die Kärntner mit Padua einer der großen Favoriten. Die Italiener sind als Nummer Drei gesetzt. Am Spitzenbrett wird ab 15:00 Uhr Maxime Vachier-Lagrave gegen Markus Ragger spielen. MVL ist aktuell hinter Carlsen und Caruana Dritter der Weltrangliste. Am zweiten Brett trifft Alexander Naumann auf Peter Leko und am dritten wird Robert Kreisl mit Schwarz gegen Etienne Bacrot spielen. Dahinter warten auf Halvax, Ertl und Rieger starke 2500-er. Im Frauenbewerb verliert Pamhagen gegen St. Petersburg mit 0,5:3,5. Das Ehrenremis gelingt Elisabeth Hapala am Spitzenbrett gegen Anastasia Bodnaruk (2470). Hapala setzt die Russin stark unter Druck und verdient sich mit dem Glück der Tüchtigen die Punteteilung. Helene Mira, Maria Horvath und Renata Kosc müssen hingegen der starken Konkurrenz mit Ovod (2375), Belenkaya (2332) und Balaian (2216) Tribut zollen. Heute wird es gegen Ladya Kazan kaum leichter. Auf Hapala wartet mit Alisa Galliamova (2434) wieder eine starke Russin. (wk, Logo Turnierseite)
Das Wunder von Reykjavik wiederholt sich nicht. Österreichs Frauenteam verliert in der Schlussrunde der Olympiade in Baku gegen die Schachgroßmacht Georgien mit 1:3. Das Team zeigt Kämpferherz und hat sich die zwei Remisen von Newrkla und Hapala gegen den Favoriten hochverdient. Eine Punkteteilung hätte einen Platz in den Top-20 bedeutet, so bleibt nach Feinwertung ein guter 29. Platz, sechs Ränge über der Erwartung. Die Goldmedaille gewinnt China dank eines 2,5:1,5 Erfolgs im direkten Duell gegen Russland. Der Titelverteidiger fällt mit dieser Niederlage sogar noch aus den Medaillenrängen. Polen gewinnt eine historische Silbermedaille, die Ukraine Bronze. In der offenen Klasse kämpfte Österreich gegen Brasilien ebenfalls um eine gute Platzierung. Ein Sieg hätte sogar einen Platz in den Top-25 bedeutet. Das Match beginnt aber schlecht. Ragger läuft in eine Vorbereitung und findet nichts Besseres als eine Zugwiederholung. Da auch Kreisl rasch die Stellung wiederholt, liegt der Druck nach einer Stunde Spielzeit bei den Schwarzpartien von Shengelia und Dragnev. Das ging daneben. Shengelia überzieht seine Stellung, da hilft auch ein Remis von Dragnev aus schlechterer Stellung nicht mehr. Brasilien gewinnt 2,5:1,5 und landet am 23. Platz. Österreich muss sich im Rahmen seiner Erwartung mit dem 43. Platz in unmittelbarer Nachbarschaft von Deutschland und der Schweiz begnügen. Neuer Olympiasieger ist die USA. Das "Weltteam" mit Caruana, Nakamura, So, Shankland und Robson gewinnt dank besserer Zweitwertung vor der Ukraina. Russland holt mit zwei Punkten Rückstand Bronze. (wk)
Der Vereins-Europacup 2016 findet vom 6. bis 12. November in Novi Sad, Serbien statt. Aus Österreich ist in der offenen Klasse Maria Saal am Start, im Frauenbewerb Pamhagen. Maria Saal ist mit einem Eloschnitt von 2445 von 63 vorangemeldeten Teams am 23. Platz gesetzt. Die Kärntner haben mit mit Markus Ragger, Robert Kreisl, Georg Halvax, Robert Rieger und Johann Ertl fünf Österreicher in der Aufstellung. Sechster Spieler ist Alexander Naumann. Im Vorjahr gelang Maria Saal bekanntlich ein sensationeller 10. Platz. In der Favoritenrolle sind aber andere. Syberia ist angeführt von Kramnik, Giri und Grischuk die Nummer Eins der Setzliste gefolgt von Alkaloid (Andreikin, Ding, Eljanov) und Padova (Aronian, Vachier-Lagrave, Gelfand). In den Top-10 sind drei Mannschaften aus Russland. Im Frauenbewerb ist Pamhagen in der Besetzung Elisabeth Hapala, Helene Mira, Maria Horvath und Renata Kosc am Start. Der Eloschnitt von 2020 reicht aber nur für den drittletzten Platz in der Startrangliste. Insgsamt haben 17 Frauenmannschaften genannt. Klarer Favorit ist wieder Monte Carlo mit Yifan Hou, Pia Cramling, Almira Skripchenko und den Muzychuk Schwestern. Die Sprintdistanz von sieben Runden kann aber durchaus in beiden Bewerben für Überraschungen sorgen. (wk, Logo Turnierseite)
in Doppelschlag gelingt den österreichischen Teams in der Vorschlussrunde der Schach Olympiade in Baku. Die Herren gewinnen gegen Ireland 3:1, das Frauenteam schiebt sich mit einem 2,5:1,5 Sieg gegen Lettland weit nach vorne. Regina Theissl-Pokorna stellt mit einem überzeugenden Partiegewinn in 25 Zügen gegen Dana Reizniece-Ozala die Weichen auf Sieg. Dabei hatte die lettische Finanzministerin im Laufe das Turniers mit ihrem Erfolg gegen Weltmeisterin Yifan Hou aufhorchen lassen. Newrkla, Exler und Hapala sichern die zwei Punkte mit Remisen, wobei Exler in Zeitnot eine Gewinnstellung auslässt. Newrkla verteidigt eine lange schlechtere Stellung erfolgreich. In der Tabelle ist das ÖSB Frauenteam nun am 15. Platz und spielt morgen gegen Georgien. Da hängen die Trauben hoch, aber bei der Team EM 2015 gelang in der Schlussrunde schon einmal mit einer Punkteteilung die Sensation. Das Herrenteam liegt nach dem 3:1 am 35. Platz und spielt morgen gegen Brasilien um einen Platz in den Top-30. Heute sorgten David Shengelia und Valentin Dragnev für die Siegpunkte. Markus Ragger und Robert Kreisl steuerten mit Schwarz Remisen bei. Im Kampf um den Olympiasieg hat die USA die besten Karten. Die Ukraine hat zwar ebenfalls 18 Punkte aber die deutlich bessere Zweitwertung. Russland hat nur noch theoretische Chancen. Morgen warten auf diese drei Mannschaften nominell deutlich schwächere Teams. Die Medaillen scheinen daher vergeben. Im Frauenbewerb geht China mit zwei Punkten Vorsprung auf Russland in die Schlussrunde. Im direkten Duell könnten die Russinnen mit einem Sieg noch aufholen. Dann müsste die Zweitwertung entscheiden. Hier hat Russland knapp die Nase vorne. Spannung ist morgen jedenfalls garantiert. Die Schlussrunde startet bereits um 11:00 Uhr Ortszeit (09:00 MEZ). (wk)