WM 2016 - Drittes Remis nach Marathonpartie
Die dritte Partie der Schach WM endet erneut mit einer Punkteteilung. Allerdings ist es diesmal eine erster Kampf auf Biegen und Brechen, in dem beide Spieler ihre Stärken ausspielen. Erst nach sieben Stunden Spielzeit muss Carlsen seine Gewinnversuche einstellen und das Remis akzeptileren. Begonnen hat Carlsen die Partie für viele überraschend mit 1.e4. Karjkakin verteidigt sich gegen Spanisch mit der Berliner Verteidigung. Wie schon gegen Anand wählt Carlsen nicht das berühmte Berliner Endspiel sondern ein Abspiel mit raschen Öffnung der e-Linie. Hier bringt er im 10. Zug eine Neuerung. Der ungelenk aussehende Zug Te2 ist mit konkreten Ideen verbunden, wie Ragger in seiner Tageszusammenfassung erklärt. Karjakin benötigt an dieser Stelle 25 Minuten für seinen nächsten Zug. In der Folge gewinnt Carlsen einen Bauern und presst um den Sieg. Im 71. Zug bietet sich Carlsen dann tatsächlich die Chance die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Zu diesem Zeitpunkt haben beide aber bereits wenig Zeit und der Gewinnweg ist alles andere als offensichtlich. Carlsen verpasst die Gelegenheit und Karjakin erreicht den rettenden Remishafen. Ein Remis, das er sich mit einer herausragenden Verteidigungsleistung, er musste fast vierzig Züge eine Stellung mit einem Bauern weniger spielen, und etwas Glück wohl verdient hat. Weitere Chancen dieser Art wird er aber nicht zulassen dürfen. Die vierte Runde beginnt heute um 20:00 MEZ. Karjakin führt die weißen Steine. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite, Videokommentar Markus Ragger - 3. Runde

Angeführt von Ding Liren gewinnt das mazedonische Team Alkaloid den Vereins-Europacup 2016 in Novi Sad. Im Frauenbewerb ist Monte Carlo mit Weltmeisterin Yifan Hou eine Klasse für sich. Die Vorentscheidung in der offenen Klasse fällt in der 5. Runde. Alkaloid setzt sich gegen Mednyi Vsadnik aus Petersburg mit 3,5:2,5 durch und führt zu diesem Zeitpunkt ohne Punkteverlust. In den abschließenden Runden reichen
Die Schach Weltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen und Sergej Karjakin beginnt in New York mit einer Punkteteilung. Carlsen wählt mit Weiß die Trompovsky Eröffnung, die bei Karjakins Vorbereitung wohl nicht die erste Wahl war. Trotz einer 20 Minuten langen Denkpause im 6. Zug zeigt sich der Herausforderer aber gut gewappnet. Carlsen erreicht zwar ein leicht besseres Endspiel, kann dann aber den Druck nicht ausreichend verstärken. Die Partie endet nach der ersten Zeitkontrolle mit einer Zugwiederholung. Die Punkteteilung ist für Karjakin ein symbolischer Erfolg. Allerdings kann auch Carlsen durchaus zufrieden sein. Er hat in der Eröffnung überrascht und leichten Druck erreicht. Wie bereits bei der letzten WM kommentiert auch diesmal Österreichs Aushängeschild Markus Ragger die WM auf Youtube. Seine Kommentare zur ersten Runde sind auf Youtube bereits online. Die zweite Runde folgt heute um 20:00 Uhr MEZ. (wk, Logo: Turnierseite)
In der zweiten Partie der WM in New York eröffnet Karjakin mit dem Königsbauern. Carlsen erwidert ebenfalls mit dem Doppelschritt seines Königsbauer aber anders als in seinem Match gegen Anand wählt er diesmal nicht die vielstrapazierte Berliner Verteidigung sondern einen geschlossenen Spanier. Karjakin entscheidet sich für einen ruhigen Aufbau mit d3 und folgt einer Partie zwischen Topalov und Carlsen aus diesem Jahr. Der Weltmeister weicht als Erster ab. Karjakin verzichtet in Folge auf die prinzipiellsten Züge, tauscht im Zentrum und wickelt in eine Stellung ab in der die Remisbreite nie überschritten wird. Das Match steht somit nach zwei Partien 1:1. Morgen ist ein spielfreier Tag, am Montag folgt um 20:00 Uhr die dritte Partie. Die Video-Zusammenfassung von Markus Ragger ist auf Youtube bereits online. (wk, Foto: Screenshot Turnierseite)
Die Schach-Weltmeisterschaft zwischen dem 25-jährigen norwegischen Titelverteidiger Magnus Carslen und seinem 26-jährigen russischen Herausforderer Sergej Karjakin beginnt heute in New York. Das Match ist auf 12 Partien begrenzt, Sieger ist, wer zuerst 6,5 Punkte erreicht. Im Falle eines 6:6 Endstandes gibt es ein Tie-Break. Spielort ist das berühmte Fulton Market Building, das etwa fünf Gehminuten von der Wall-Street entfernt liegt. Carlsen gilt bei den Experten als Favorit, allerdings werden Karjakin durchaus Chancen eingeräumt ihm den Titel zu entreißen. Am präsizesten hat es Anish Giri formuliert. Er gibt Karjakin eine Quote von 36,8 %. Österreichs Aushängeschild Markus Ragger wird die Partien auf Youtube kommentieren. Die offizielle Live-Übertragung wird Judith Polgar gemeinsam mit Kaja Snare, einer norwegischen TV-Moderatorin kommentieren. Die "App" der Live-Übertragung bietet zudem diverse Kamereinstellungen, Partieanalysen und Chats mit Expterten und Fans. Das gibt es aber nicht kostenlos. Die Basisversion gibt es für die gesamte WM für 15 Dollar. Ob es auch kostenlose Übertragungen geben wird ist eher zu bezweifeln. Agon, diese Agentur organsiert die WM für die FIDE, reklamiert alle Rechte für sich und plant gegen Verletzungen rechtlich vorzugehen. Im Gegensatz zu vergangenen Veranstaltungen von Agon gibt es diesmal aber Kooperationen mit privaten Anbietern. So wird ChessBase die WM übertragen, allerdings wird auch hier ein Premium-Account verlangt. Der Countdown zur WM läuft bereits im einstelligen Stundenbereich. Carlsen wird ab 20:00 Uhr die weißen Steine führen. Die zweite Runde folgt morgen. Nach jeweils zwei Runden ist ein Ruhetag anberaumt. (wk, Logo: Turnierseite)