Baumegger wird Zweiter in Pula
Österreichs Bundesjugendtrainer Siegfried Baumegger zeigt sich beim Open in Pula (13.-20. Juni) in großer Form und belegt punktegleich mit dem slowenischen Sieger Marko Tratar sensationell den zweiten Platz. Baumegger startet das Turnier mit 5,5 Punkten aus sechs Partien gegen eloschwächere Spieler. In der siebenten Runde gelingt Baumegger gegen den kroatischen IM Miroslav Zufic ein weiterer Sieg und der Grundstein zum guten Ergebnis. In den beiden Schlussrunden folgen Schwarz-Remisen gegen die GM´s Nenad Fercec und Marko Tratar. In Summe erzielt Baumegger 7,5 Punkte bei einer Performance von 2548. In der Endtabelle sind Tratar, Baumegger, Kovacevic und Fercec punktegleich nur durch die Zweitwertung getrennt. Gute Platzierungen gelingen von den teilnehmenden Österreichern auch Christian Srienz und Johann Krebs mit den Rängen 24 und 25. Beide spielen über ihrer Erwartung und dürfen sich über eine kräftiges Eloplus freuen. (wk)
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Das Sparkassen Chess Meeting in Dortmund startet lebhaft in die ersten beiden Runden. Bereits zum Auftakt git es zwei große Überraschungen, wobei deutsche Spieler die Sensationen liefern. Kramnik läuft Naiditsch ins offene Messer, opfert eine Figur, bekommt aber keine ausreichende Kompensation. Der vor kurzem eingebürgerte Liviu-Dieter Nisipeanu steht Naiditsch nicht nach und holt gegen Wesley So den zweiten ganzen Punkt der Runde. Im Duell der Sieger des ersten Tages verliert Naiditsch in der zweiten Runde gegen Nisipeanu, der nun mit zwei Punkten die Tabelle anführt. Es ist überhaupt ein schwarzer Tag für die Weißspieler. Einzig Nepomniachchi hält seine Partie gegen Meier remis. Caruana verliert gegen So ebenso wie Hou gegen Kramnik. 3,5:0,5 für Schwarz lautet das Tagesscore. Black is ok! Kann Weiß heute zurückschlagen? ChessBase kommentiert alle Partien am
Veselin Topalov gewinnt mit dem Norway Chess eines der stärksten Turniere der letzten Jahre. Trotz einer Niederlage in der Vorschlussrunde gegen Anish Giri reicht Topalov in der Schlussrunde ein Remis gegen Anand um das Turnier mit 6,5 Punkten vor Anand und Nakamura (je 6) zu gewinnen. Am Ende sind die "alten" Ex-Weltmeister vorne und verweisen die Jungen in die Schranken. Ein katastrophales Ergebnis erzielt Weltmeister Magnus Carlsen. Nach seiner unglücklichen Niederlage gegen Topalov in der ersten Runde - Carlsen verliert in Gewinnstelung auf Zeit - will es Carlsen nicht laufen. Niederlagen gegen Caruana und Anand folgen. Danach scheint sich Carlsen mit Siegen gegen Grischuk und Aronian zu erholen, aber in der Schlussrunde verliert er erneut gegen seinen Landsmann Hammer und beendet das Turnier mit 3,5 Punkten am drittletzten Platz vor Aronian und Hammer. In der Weltrangliste verliert Carlsen 23 Punkte wird aber in der Juli Liste noch immer klar vor Anand und Topalov führen. (wk)
Am Schlusstag des Mitropacups in Mayrhofen glänzen die österreichischen Frauenteams. Veronika Exler und Katharina Newrkla besiegen Kroatien mit 2:0 und schließen das Turnier am 5. Platz ab. Die Sensation des Tages gelingt dem "Zweierteam". Elisabeth Hapala und Denise Trippold entzaubern das weit höher eingeschätzte deutsch Frauenteam mit Sarah Hoolt und Judith Fuchs ebenfalls mit 2:0 und gewinnen ihr zweites Match. Das österreichische Tagesergebnis ist mit 4,5:3,5 ebenfalls positiv. Allerdings war bei unseren siegreichen Herren die Spannung und Luft zusehends draußen. Ohne Markus Ragger muss das Team eine 0,5:3,5 Niederlage gegen Kroatien hinnehmen. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch. Der historische Mitropacupsieg überstrahlt alles. Endstand offen Klasse: 1. Österreich, 2. Slowakei, 3. Deutschland. Endstand Frauen: 1. Ungarn, 2. Italien, 3. Slowakei. (wk)
Jubelstimmung im rot-weiß-roten Team. Ein überzeugender 2,5:1,5 Erfolg gegen die Tschechische Republik sichert Österreich endgültig den Sieg im Mitropacup. Ein Runde vor Schluss beträgt der Vorsprung auf die Slowakei uneinholbare vier Punkte. Es ist ein historischer Erfolg für Österreichs Schachsport. Der bisher einzige Sieg im Mitropcup gelang 1977 in der Besetzung Robatsch, Stoppel, Wittmann und Janetschek. Allerdings waren damals nur sechs Nationen am Start. Heuer sind Markus Ragger, David Shengelia, Robert Kreisl, Andreas Diermair und Mario Schachinger mit Coach Zoltan Ribli das österreichische "Dreamteam". In der bedeutungslosen Schlussrunde wartet noch Elofavorit Kroatien. Im Frauenbewerb ist in der achten Runde ebenfalls die Entscheidung gefallen. Ungarn gewinnt gegen Österreich II mit 2:0 während Italien mit einem 1:1 gegen die Slowakei einen Punkt liegen lässt. Die Ungarinnen führen in der Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf die Italienerinnen und können im kommenden direkten Duell wegen der besseren Zweitwertung nicht mehr eingeholt werden. In einem überragenden ungarischen Team ragt Ticia Gara mit sechs Siegen aus sechs Partien noch heraus. Die letzte Runde beginnt heute um bereits um 09:00 Uhr. (wk)