Mitropacup in Mayrhofen im Zillertal
Vom 14. bis 22. Juni findet im Congress in Mayrhofen im Zillertal der Mitropacup 2015 statt. Österreich wird in der offenen Klasse mit Markus Ragger, David Shengelia, Andreas Diermair, Robert Kreisl und Mario Schachinger antreten und will heuer beim Heimturnier um den Sieg mitspielen. Das Damenteam verteidigt einen dritten Platz aus dem Vorjahr. Veronika Exler und Katharina Newrkla werden im Tandem versuchen erneut aufs Stockerl zu kommen. Ein zweites österreichisches Team wird das Frauenteam der Franzosen ersetzen. Anna-Lena Schnegg, Lisa Hapala und Denise Trippold können so internationale Erfahrungen sammeln. Organisatorisch haben sich Werner Csrnko und Walter Kastner auch einiges einfallen lassen. Der Congress Zillertal bietet ein sehenswertes Ambiente, das sich heuer bereits beim Bundesliga-Finale bewährt hat. Karl Theny wird alle Partien live übertragen. Erstmals wird der Mitropacup am ChessBase Server auch live kommentiert werden. Das Sahnehäubchen werden tägliche Zusammenfassungen von Daniel King sein. Alle Details zum Mitropacup mit einem vollständigen Archiv gibt es auf der Turneirseite. (wk)
Mitropacup Turnierseite
Live Partien
Live Kommentierungen (Playchess)

In bestechender Form präsentierte sich Markus Ragger in der französischen Mannschaftsmeisterschaft. Ragger holt für sein Team Bischwiller sieben Punkte aus acht Partien und hat damit großen Anteil am Meistertitel. Das favorisierte Team aus Clichy wurde im direkten Duell bezwungen. Am Ende holt Bischwiller mit elf Mannschaftssiegen ohne Punkteverlust die Meisterschaft. Ragger darf sich darüber hinaus über eine Elozuwachs von 13 Punkten freuen und liegt in der inoffiziellen
Markus Ragger ist in der französischen Mannschaftsmeisterschaft mt seinem Team Bischwiller nach sechs von elf Runden auf Meisterkurs. In der gestrigen sechsten Runde gewann Raggers Team gegen den Hauptkonkurrenten Cllichy mit 2:1. Dieses Fußballergebnis erklärt sich daraus, dass die Franzosen Remisen nicht zählen. Die Siegpunkte für Bischwiller holten Anish Giri auf Brett 1 gegen Laurent Fressinet und Etienne Bacrot gegen Dmitry Jakovenko. Für Clichy konnte nur Almira Skripchenko am Damenbrett gege Nino Maisuradze gewinnen. Markus Ragger trägt zum Gesamtsieg ein Remis gegen Maxime Vachier-Lagrave (2754) bei. Zusammen mit vier Siegen bei seinen vier Einsätzen davor ist Ragger in der
Fabiano Caruana und Hikaru Nakamura gewinnen die Gesamtwertung des FIDE Grand Prix 2014/2015 und sind damit fix für das kommende Kandidatenturnier qualifziert. Gespielt wurden in dieser Serie vier Turniere in Baku, Tashkent, Tiflis und Khanty-Mansiysk, wo im letzten Turnier Jakovenko, Caruana und Nakamura den Sieg und die Punkte teilen. Lange Zeit sah Evgeny Tomashevsky wie ein sicherer Qualifikant aus, doch das Turnier in Khanty-Mansiysk verhaut er völlig und muss sich mit 30 Punkten für den drittletzten Platz begnügen. In der Gesamtwertung reicht das mit 282 Punkten nur für den vierten Platz hinter Caruana (370), Nakamura (347) und Jakovenko (310). Endstände siehe unter weiterlesen... (wk, Foto: FIDE)
Markus Ragger kämpft in der Schlussrunde des stark besetzten Opens in Zalakaros am Spitzenbrett mit Schwarz in der direkten Begegnung mit dem Letten Igor Kovalenko um den Turniersieg. Zwei Züge vor der Zeitkontrolle verpasst Ragger den Übergang in ein gewonnenes Bauernendspiel, das mit kurzer Bedenkzeit einfach nicht richtig zu berechnen war. Ragger dominiert die Partie trotzdem weiter, mehr als ein Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm erreicht er aber nicht. Remis. Damit gewinnt Kovalenko mit 7 Punkten vor Boruchovsky, Ragger, Adhiban und Adam Horvath, die allesamt 6,5 Punkte erreichen. Adam Horvath wird als bester Ungar zugleich Landesmeister. Ragger darf sich neben dem dritten Preisgeld über die beste Turnierperformance (2734) und acht Punkte für die Weltrangliste freuen. Die Normenchancen der Österreicher lösen sich am Schlusstag ins Nichts auf. Robert Kreisl hat gleich doppeltes Pech. Die Partie gegen Peter Prohaszka kann er nicht wie erhofft ins Remis führen, trotz der Niederlage verpasst er die GM Norm mit einer Performance von 2598 (!!) nur um lächerliche zwei Punkte. So bleibt als Trost ein Zugewinn von 20 Elopunkten. Andreas Diermair war einer GM Norm auch nahe. Entscheidend für das Mißlingen war wohl weniger die Schwarzniederlage in der Schlussrunde gegen Tamas Banusz als die Partie gegen Dennis Wagner in der sechsten Runde. Die IM-Normchancen von Mesaros und Dragnev vor der Schlussrunde waren ob der starken GM-Gegnerschaft eher theoretischer Natur. Ihr Auftritt in Zalakaros bringt ihnen aber ein anerkennendes Lob von Turnierdirektor Tamas Horvath: "Die Jungs spielen schon stark!". Mario Schachinger lässt das Turnier mit dem einzigen heutigen Sieg eines Österreichers versöhnlich ausklingen, bei Peter Schreiner war hingegen die Luft schon draußen. In Summe ein erfreulicher Auftritt der sieben Österreicher, auch wenn zu einer Norm oder zum Turniersieg letztlich ein Alzerl Glück gefehlt hat. (wk)