Zalakaros - Diermair schlägt Elofavorit Onischuk
Andreas Diermair gelingt in der zweiten Runde in Zalakaros die große Sensation. In einem Spanier überspielt der Österreicher den Ukrainer Vladimir Onischuk (2669) und entscheidet die Partie mit einem hübschen taktischen Finale. Siege gibt es heute auch für Markus Ragger, Robert Kreisl und Florian Mesaros. Peter Schreiner hält mit schlechtem Läufer gegen guten Springer gegen die deutsche Hoffnung Dennis Wagner das Remis. Valentin Dragnev erkämpft gegen den ungarischen Altmeister Janos Rigo nach wechselhaftem Verlauf ebenfalls eine Punkteteilung, verpasst aber in der Schlussphase den möglichen Sieg. Einzig Mario Schachinger muss gegen Hrant Melkumyan (2654) eine Niederlage einstecken. Morgen spielen Ragger gegen Jozsef Horvath und Diermair gegen Bluebaum an den Spitzenbrettern. Robert Kreisl bekommt es mit Onischuk zu tun und Florian Mesaros mit GM Kovalenko (2650). Insgesamt haben noch 10 Spieler je zwei Punkte. (wk)
Ergebnisse bei Chess-Results: Open über 2300, B-Turnier unter 2400
Live-Übertragung, Fotos (ÖSB Fotogalerie)
Onischuk gegen Diermair und zwei Partiefragmente zum Nachspielen

Vom 14. bis 22. Mai findet in Ungarn nahe des Plattensees das 34. Zalakaros Schach Festival statt. Im bärenstarken Open mit Spielern über 2300 Elo sind mit Ragger, Diermair, Schreiner, Schachinger, Kreisl, Mesaros und Dragnev sieben ÖSB Spieler am Start. Während Ragger, er ist hinter dem Ukrainer Onischuk die Nummer zwei der Setzliste, um den Turniersieg kämpft, sind Normen das Ziel der anderen Österreicher. In der ersten Runde gewinnen Ragger, Diermair und Schreiner ihre Partien aus der Favoritenrolle, während Kreisl, Mesaros und Dragnev gegen elostärkere Gegner Niederlagen einstecken müssen. Ein Auftaktremis gegen einen "Riesen" gelingt Mario Schachinger. Er setzt den Ungarn Ferenc Berkes (2654) stark unter Druck, ein Mehrbauer ist im Endspiel mit ungleichen Läufern aber unverwertbar. Die Partien des Hauptturniers werden Live übertragen. Organisator des Festivals ist Tamas Horvath. Er ist Vizepräsident im ungarischen Verband und als langjähriger Top-Spieler des steirischen Vereins Gleisdorf in Österreich ein guter Bekannter. (wk)
Gestern begann in Khanty-Mansiysk das vierte und letzte Turnier im aktuellen FIDE Grand Prix 2014/2015. In der Gesamtwertung führt nach drei Runden überraschend Tomashevsky. Beste Chancen auf einen der beiden Qualifikationsplätze für das Kandidatenturnier haben auch Caruana und Nakamura. Das Preisgeld in jedem Grand Prix Turnier beträgt 120.000 Euro, davon 20.000 für den Sieger. Zum Auftakt gelingt Tomashevsky ein Schwarzsieg gegen Jobava. Jakovenko besiegt mit Weiß Giri, alle anderen Partien enden Remis. Auf der Turnierseite werden die Partien live übertragen und kommentiert. ChessBase kommentiert alle Partien am
Die ruissische Mannschaftsmeisterschaften 2015 wurden vom 1. bis 7. Mai in Sochi ausgetragen. Die offene Klasse der "Schach Premier League" ist mit einem Eloschnitt aller Teams von 2605 die stärkste Schachliga der Welt. Im Kampf der Top Teams zeigt sich Sibirien angeführt von Kramnik und Aronian überlegen und gewinnt mit dem Punktemaximum von 14 Matchpunkten vor Universität (11) und St. Petersburg (9). Im Frauenbewerb muss sich das favorisierte Team von SHSM Moskau mit den Nationalspielerinnen Kosteniuk, Gunina und Girya gewaltig strecken um nach einem schlechten Start mit einer Niederlage gegen St. Petersburg in der zweiten Runde und einem Remis gegen Boavista Moskau in der vierten mit drei Siegen doch noch mit 11 Punkten den Titel zu holen. Punktegleich wird St. Petersburg überraschend Zweiter vor Ugra, das mit Ushenina und Pogonina doch stärker eingeschätzt worden war. (wk, Foto: ChessBase)
Magnus Carslen gelingt beim Vugar Gahsimov Memorial in Shamkir ein überzeugender Turniersieg. In der Schlussrunde feiert Carlsen gegen Rauf Mamedov seinen fünften Sieg bei vier Remisen. Das bedeutet unterm Strich den Turniersieg mit einer Performance von 2981 und einem Respektabstand von einem Punkt auf Anand und zwei Punkten auf Caruana und So. In der "Live-Rating-List" klettert Anand mit einem Gewinn von 13 Punkten auf den zweiten Platz vor Caruana und Nakamura. In Shamkir erfängt sich Kramnik nach seinen drei Niederlagen in Serie noch mit einem Sieg gegen Vachier-Lagrave und einem Remis gegen Giri. Am Ende liegt Kramnik am fünften Platz vor Mamedyarov. Beide liegen aber bereits unter der 50%-Marke. Giri, Vachier-Lagrave, Adams und Mamedov scoren jeweils 3,5/9. (wk, Foto: ChessBase)