Nakamura und Krush sind US-Meister
Hikaru Nakamura und Irina Krush gewinnen die US Meisterschaften 2015 in St Louis. Nakamura sichert sich mit seinem fünften Sieg in der Schlussrunde gegen Alexander Onischuk ungeschlagen mit acht Punkten den Titel und das erste Preisgeld in Höhen von 45.000 Dollar vor Ray Robson und Wesley So. Im Frauenbewerb holt Irina Krush mit einem Remis gegen Katarina Nemcova ihren bereits siebenten US-Titel. Nemcova hat das Turnier lange angeführt und werde erst in der Vorschlussrunde von Krush überholt. Dank eines Sieges im direkten Duell sichert sich Nazi Paikidze, sie bleibt als einzige Spielerin ungeschlagen, den zweiten Platz vor Nemcova. Erste Sahne war die tägliche Live-Show mit Yasser Seirawan, Jennifer Shahade und Maurice Ashley. (wk, Foto: ChessBase)
Turnierseite

In St. Louis werden gerade die US-Meisterschaften 2015 ausgetragen. Es sind jene mit dem höchsten Eloschnitt aller Zeiten, zugleich waren die Teilnehmer nie jünger. Die klaren Elofavoriten sind Hikarua Nakamura und Wesley So, beide Top-10 Spieler der FIDE Weltrangliste. Nach fünf Runden sind bei den Herren die Elofavoriten vorne. Nakamura (4/5), So (3,5) und Kamsky (3) führen das Feld an, wobei Ray Robson und Kayden Troff punktegleich mit Kamsky sind. Gewaltig ist auch der Preisfonds der Meisterschaften. Die Herren teilen 175.000 Dollar (1. Preis: 45.000), die Frauen 75.000 (1. Preis: 20.000). Irina Krush ist Titelverteidigerin, sechsfache Meisterin und Elofavoriten. Von der Spitze strahlt aber Katerina Nemcova mit vier Punkten, da Krush eine überraschende Niederlage gegen Nazi Paikidze hinnehmen musste. Ein glücklicher Sieg gegen Geletiani bringt sie aber zumindest auf den zweiten Platz nach vorne. Bemerkenswert ist die LIVE-Kommentierung auf der Turnierseite. Wer sehen möchte wie Schach TV tauglich aufbereitet werden kann, sollte sich das unbedingt mal ansehen... (wk, Foto: ChessBase)
Friðrik Ólafsson, Großmeister und von 1978 bis 1982 FIDE Präsident, wurde im Rahmen des Reykjavik Opens anlässlich seines 80. Geburtstages geehrt. Hochkarätige Gäste aus der Schachwelt waren FIDE-Präsident Kirsan Ilyumzhinov und ECU Präsident Zurab Azmajparashvili. Das Open findet vom 10. bis 18. März mit 274 Teilnehmern aus 37 Nationen statt. Die Nummer 1 der Setzliste ist Shakhriyar Mamedyarov (2756) vor David Navara (2736) und Pavel Eljanov (2727). Insgesamt sind 35 Großmeister dabei. Nach drei Runden führt der Holländer Erwin L´ami vor zwei jungen Norwegern. Lars Oskar Hauge und Aryan Tari sind beide noch U16. Punktegleich mit dem Trio sind weitere elf Spieler darunter Mamedyarov und Eljanov. Navara hat hingegen bereits ein Remis gegen den isländischen IM Jon Viktor Gunnarsson zulassen müssen. (wk, Foto: ChessBase)
Evgeny Tomashevsky ist der strahlende Sieger des FIDE Grand Prix Turniers in Tiflis, dem dritten von vier im Zyklus 2014/2015. Tomashevsky führt vom Start weg das Feld an und gewinnt überlegen ungeschlagen mit 8 Punkten und eineinhalb Punkten Vorsprung auf Dmitry Jakovenko sowie zwei Punkten auf Teimour Radjabov. Beide bleiben wie Tomashevsky ungeschlagen. Dominguez Perez, Giri, Kasimdzhanov und Mamedyarov schaffen die 50% Marke, alle anderen bleiben darunter, wobei das Turnier vor allem für den Weltranglisten-Dritten Alexander Grischuk aber auch für Vachier-Lagrave, Peter Svidler und Dmitry Andreikin enttäuschend verläuft. Baadur Jobava wird nach seinen letzten katastrophalen Ergebnissen und einem Start mit 0,5/4 mit seinen fünf Punkten hingegen gut leben können. (wk, Foto: Turnierseite)
Evgeny Tomaschevsky steht beim Grand Prix Turnier in Tiflis nach acht von elf Runden knapp vor dem Sieg. Tomashevsky führt mit vier Siegen und vier Remisen mit einem Punkt Vorsprung auf Dmitry Jakovenko und eineinhalb auf Teimour Radjabov. Die ersten drei sind alle ungeschlagen. Die Elofavoriten Alexander Grischuk und Anish Giri liegen mit vier bzw. dreieinhalb Punkten nur im Mittelfeld. Schlecht ergeht es auch Peter Svidler und Dmitry Andreikin, die jeweils drei Niederlagen hinnehmen mussten und am Tabellenende liegen. Erfangen hat sich hingegen Baadur Jobava nach seinem katastrophalen Start mit einem Remis aus vier Partien. Gestern gelingt dem Georgier gegen Svidler sein dritter Sieg im Turnier. Nach diesem Zwischenspurt mit 3,5/4 liegt er bei 50%. Heute ist Ruhetag, die Schlussrunden folgen von Mittwoch bis Freitag. (wk, Foto: ChessBase)