Team-EM: Shengelia sorgt für Sieg am Nationalfeiertag
David Shengelia führt Österreichs Herren am Nationalfeiertag zum Sieg gegen die Slowakei. Er besiegt Stefan Mazur in einem Königsinder und sorgt für das 2,5:1,5 und den ersten Sieg der Herren. Zuvor erlaubt Ragger mit Schwarz eine frühe Zugwiederholung gegen Jergus Pechac. Dragnev drückt gegen Ftacnik, erreicht aber nichts greifbares und remisiert ebenso wie Felix Blohberger gegen Martin Nayhebaver. Morgen wartet mit Schweden ein Tabellennachbar in der Setzliste.
Das Frauenteam kommt gegen Aserbaidschan geschlossen gut aus der Eröffnung. Mit Fortdauer der Partien übernehmen die an fünfter Stelle gesetzten Aserbaidschanerinnen aber das Heft in die Hand und gewinnen noch glatt mit 4:0. Schade um die gute Vorbereitung, zumindest einen Punkt hätte sich das Team verdient. Morgen wird es etwas leichter, Gegner Holland ist aber zu favorisieren.
An der Spitze sind im Frauenbewerb Georgien, Russland und Italien noch ohne Punkteverlust, bei den Herren sind es Armenien, die Ukraine und Holland. Im Schlager der Runde gewinnt die Ukraine 2,5:1,5 gegen Aserbaidschan. Kuzubov sorgt gegen Naiditsch für die Entscheidung. (wk, Foto: Turnierseite)
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Österreichs Herren wurden für ihr 2:2 gegen England mit einem Match gegen Top-Favorit Russland "belohnt". Ragger und Co leisten beachtlichen Widerstand müssen aber letztlich mit einem 1:3 doch die Überlegenheit der Russen anerkennen. Am Spitzenbrett erreicht Markus Ragger in einem Tarrasch-Franzosen gegen Dmitry Andreikin eine leichte Initiative, die zu einem sicheren Remis führt. Großartig hält sich David Shengelia gegen Kreativgenie und Carlsen-Sekundant Daniil Dubov. Shengelia traut sich gegen den Eröffnungsriesen den scharfen Najdorf-Sizilianer zu wählen, gerät aber früh ins Grübeln und hat schon nach 11 Zügen eine Stunde Bedenkzeit verbraucht. Doch gerade mit wenig Bedenkzeit beginnt Shengelia den Russen zu überspielen. Dubov zieht die Notbremse und bietet eine Zugwiederholung an, der Shengelia mit nur zwei Minuten auf der Uhr in leicht besserer Stellung nicht ausweicht. Dragnev und Blohberger verlieren gegen Vitiugov und Alekseev.
Ein Jahr nach der Schach-Olympiade findet heuer vom 24. Oktober bis 2. November auch die Team Europameisterschaft in Batumi, Georgien, statt. In der offenen Klasse haben 40 Mannschaften genannt, bei den Frauen sind es 32. Russland führt beide Setzlisten an. In der offenen Klasse folgen England und Polen, bei den Frauen Georgien und die Ukraine.
Österreichs Herren beginnen die Team EM in Batumi mit einem sensationellen 2:2 gegen England, das neben Russland der Topfavorit ist. Dabei hat Coach Borki Predojevic seinem Star Markus Ragger nach dem anstrengenden Grand Swiss noch eine Auszeit gegönnt. Valentin Dragnev erreicht am Spitzenbrett eine überzeugende Punkteteilung gegen Weltklassemann Michael Adams. Felix Bohberger legt mit einem Remis aus der Position der Stärke gegen David Howell nach, Howell war mit einem Top-10 Platz eine der Sensationen beim Grand Swiss und hat dort u.a. Grischuk besiegt, und dann bringt David Shengelia Österreich gegen Gawain Jones sogar mit 2:1 in Führung. Jones ist jener Spieler, der 2017 in Wijk aan Zee punktegleich mit Markus Ragger das B-Turnier gewonnen hat, aber dank besserer Zweitwertung den Platz im A-Turnier 2018 bekommen hat. Zwischenzeitig war sogar ein Sieg möglich. Peter Schreiner erreicht gegen Nicholas Pert ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger, das bei bester Verteidung wohl zu halten ist. In Zeitnot konnte Schreiner das aber nicht nachweisen. An den Nachbarbrettern gelingt Dänemark gegen Russland ebenfalls ein 2:2. Die Auslosung will, dass die beiden Sensationsteams nun die Gegner tauschen. Österreich trifft heute ab 13:00 Uhr auf Russland, Dänemark auf England. Nicht gut lief es für die Frauen. In der Besetzung Exler, Trippold, Novkovic und Teuschler setzt es eine glatte 0:4 Niederlage gegen die Türkei. Heute wartet mit den Tschechinnen ein Gegner in Reichweite. (wk, Logo: Turnierseite)
Wang Hao gewinnt das erste Grand Swiss dank eines Sieges in der Schlussrunde gegen den Engländer David Howell. Der Chinese überholt den lange Führenden Fabiano Caruana, er remisierte gegen Nakamura, noch nach Zweitwertung und sichert sich darüber hinaus den begehrten Platz im Kandidatenturnier.