FIDE Grand Prix in Hamburg
Die dritte Station des FIDE Grand Prix 2019 findet vom 5. bis 17. November in Hamburg statt. Zuvor wurden bereits Turniere in Moskau und Riga gespielt. Nach Hamburg folgt noch die finale Station vom 11. bis 23. Dezember in Jerusalem. Wer gerne den Gesamtstand wissen möchte, der kann sein Glück auf der offiziellen Website von World Chess versuchen. Der Schreiber dieser Zeilen wurde leider nicht fündig.
Gespielt wird dieses Format der FIDE seit heuer im K.O.-System. Zum Auftakt gibt es heute vier Sieger. Maxime Vachier-Lagrave gewinnt mit Weiß gegen Wei Yi ebenso wie Peter Svidler gegen Pentala Harikrishna und Jan Krysztof Duda gegen Ian Nepomniachtchi. Noch bessere Karten für einen Aufstieg in die zweite Runde hat Veselin Topalov nach seinem Schwarzsieg gegen Hikaru Nakamura. Topalov erreicht in einer Berliner Verteidigung nach langem Lavieren ein besseres Endspiel und gewinnt schließlich eine der weißen Bauernschwächen, wonach Nakamura keine Verteidigung mehr findet. Alle anderen Partien enden mit Remisen Die Rückrunde beginnt morgen um 15:00 Uhr. Live Übertragungen gibt es auf der Turnierseite und allen großen Portalen wie ChessBase und Chess24. (wk, Foto: ChessBase)
Turnierseite (World Chess), FIDE

Der Amerikaner Wesley So ist der erste offizielle Weltmeister im Schach 960. In Finale lässt So Magnus Carlsen keine Chance. Nach einem Auftaktremis gewinnt er die zweite Partie "slow rapid" Modus mit einem brillianten Turmopfer und legt tags darauf zwei weitere Siege nach. Im "fast rapid" benötigt er nur noch zwei Partien um mit einem weiteren Sieg und einem Remis den Titel mit 13,5:2,5 zu erringen. Es ist wohl der größte Erfolg von Wesley So, der 1993 in den Philippinen geboren wurde und 2014 in die USA wechselte. Magnus Carlsen hingegen muss die größte Schmach seiner Karriere zur Kenntnis nehmen.
Die Schlussrunde der Team-EM in Batumi begann heute bereits um 08:00 Uhr MEZ. Gestern mussten Österreichs Herren eine 1:3 Niederlage gegen Holland hinnehmen. Am Spitzenbrett überzeugt Markus Ragger mit einem sicheren Schwarzremis gegen Anish Giri. Ein zweites Remis gelingt Peter Schreiner gegen Jonas Buhl Bjerre. Valentin Dragnev und Felix Blohberger verlieren aber gegen Erwin L´ami und Jordan Van Foreest. Heute spielt unser Team gegen Dänemark, einen unmittelbaren Nachbarn der Setzliste, und kämpft darum die bisher guten Leistungen mit 50% der möglichen Punkte zu belohnen.
Die Team-EM in Batumi bringt Russland zwei Goldmedaillen, in der offenen Klasse vor der Ukraine und England, bei den Frauen vor Georgien und Aserbaidschan. Die russischen Herren profitieren von einer Punkteteilung der Ukraine gegen Kroatien. Die Frauen machen mit einem 3,5:0,5 gegen die Türkei alles klar.
Österreichs Teams kommen in der siebenten Runde der Team EM zu zwei Punkteteilungen. Die Herren können gegen Finnland ihre Favoritenrolle nicht ausspielen und geraten sogar schwer unter Druck. Nur Markus Ragger zeigt sich gegen Tomi Nyback souverän und gewinnt seine erste Partie bei der EM. Leider muss David Shengelia im Gegenzug gegen Pekka Koykka eine Niederlage einstecken. Zum Glück für das Team können Valentin Dragnev und Peter Schreiner schlechte, phasenweise sogar verlorene, Stellungen halten und einen Punkt retten.