Kosteniuk ist Europameisterin im Rapid und Blitz
Alexandra Kosteniuk (RUS) triumphierte sowohl bei der European Women Rapid als auch bei der Blitz Europameisterschaft und gewann bei der Veranstaltung vom 29. November bis 2. Dezember in Monaco doppeltes Gold.
Trotz einer Niederlage in der letzten 13. Runde der Rapid-Meisterschaft war Kosteniuk Alexandra die einzige Spielerin mit 10 Punkten. Auf dem zweiten Platz folgen fünf Spieler mit je 9,5 Punkten: Stefanova Antoaneta (ECU, 2452), Gunina Valentina (RUS, 2366), Sebag Marie (FRA, 2467), Zhukova Natalia (UKR, 2239) und Kashlinskaya Alina (RUS, 2282). Nach Tiebreak-Kriterien holte Stefanova Antoaneta die Silbermedaille und Gunina Valentina wurde Dritte.
Der Titel im Blitz wurde erste im Tie-Break vergeben, da neben Kosteniuk auch ihre russische Landsfrau Olgy Girya neun Punkte erreichte. Im Stichkampf setzt sich Kosteniuk durch und holt eine zweite Goldmedaille. Im Kampf um Bronze setzt sich nach Feinwertung die Bulgarin Antoaneta Stefanova vor fünf punktegleichen Spielerinnen mit je acht Punkten durch.
Aus Österreich hat Julia Novkovic in Monaco teilgenommen. Sie erreicht im Blitz sechs Punkte in dreizehn Runden und landet in einem Feld von 88 Spielerinnen am 57. Endrang. Im Rapid erreicht Novkovic fünf Punkte in elf Partien. Das ist Rang 62 unter 107 Teilnehmerinnen.

Die Entscheidung im Grand Prix in Hamburg zwischen Alexander Grischuk und Jan-Krzysztof Dua fällt nach zwei Remisen im Standardschach erst in einem Tie-Break, das für Grischuk denkbar schlecht mit einer Niederlage beginnt. Dann zeigt sich der Russe aber auf der Höhe und schafft mit einer klar besseren Eröffnungbehandlung nicht nur den Ausgleich in den zweiten Rapid-Partie, sondern auch die Führung in der ersten der beiden bei weiter verkürzter Bedenkzeit. Mit dem Rücken zur Wand kann Duda in einer "must win situation" in einem Vierspringerspiel einen Bauern gewinnen und leichten Vorteil erzielen, aber dann dreht Grischuk die Parte und Duda zieht mit einem Remisangebot die Notbremse. Grischuk verzichtet in völlig gewonnener Stellung auf den "Kill" und jubelt sichtlich über den Turniersieg.
Der Europacup der Vereine wird heute zwischen Padua und dem Favoriten Alkaloid im direkten Duell entschieden. Padua schlägt gestern das russische Team Mednyi Vsadnik mit 4:2 und ist vor der Schlussrunde die einzige Mannschaft ohne Punkteverlust. Peter Leko und Gawain Jones punkten für die Italiener voll. Alkaloid, die Mazedonier hatten in der dritten Runde gegen Mednyi Vsadnik verloren, wahrt mit einem 5:1 Kantersieg gegen das tschechische Team SK Joly Lysa nad Labem die Chance auf den Titel. Derzeit hat Alkaloid den Vorteil der besten Zweitwertung.
Padua besiegt am Schlusstag Alkaloid im direkten Duell mit 3,5:2,5 und gewinnt den Vereins-Europacup 2020 in Ulcinj. In einem ausgeglichen Match gelingt der Siegpunkt dem einzigen heimischen Spieler der beiden Mannschaften, der im Finale eingesetzt wurde, dem Italiener Daniele Vocatura. Er gewinnt mit Schwarz gegen Vladislav Kovalev. Die Silbermedaille geht an Novy Bor, den Klub von Markus Ragger, dank eines 4:2 Sieges gegen Moskau. Ragger bleibt wie bei der Team-EM ungeschlagen und holt dreieinhalb Punkte aus sechs Partien. Dritter wird Mednyi Vsadnik mit einem 5:1 Kantersieges gegen Promorsky District. Einen Punkt dahinter tummeln sich 10 Mannschaften mit 10 Punkten angeführt von Alkaloid, der Nummer Eins der Setzliste.
Das Finale des FIDE Grand Prix in Hamburg mit dem Russen Alexander Grischuk und dem Polen Jan-Krzysztof Duda beginnt mit einem Remis. Duda wählt gegen 1.d4 die Damenindische Verteidigung und erhält eine Stellung mit hängenden Bauern in der Grischuk leicht besser zu steht. Allerdings gelingt es ihm nicht diesen Vorteil auszubauen. Im 46. Zug wird die Punkteteilung vereinbart. In der zweiten Standardpartie führt Duda heute ab 14:00 Uhr die weißen Steine.