Weltklasse startet morgen in Wijk aan Zee
Das Schachjahr 2018 beginnt morgen für die Weltklasse traditionell in Wijk aan Zee. Im Rahmen des "Tata Steel Chess Festivals" spielen in der Masters Gruppe gleich sechs der aktuellen Top-10 Spieler: Magnus Carlsen, Fabiano Caruana, Shakhriyar Mamedyarov, Wesley So, Vladimir Kramnik und Peter Svidler. Dazu kommen Viwanathan Anand, Sergey Karjakin, Anish Giri, Wei Yi, Maxim Matklakov, Yifan Hou, Baskaran Adhiban und Gawain Jones. Letzterer hat sich als Sieger des vorjährigen Challengers denkbar knapp vor Markus Ragger qualifiziert. Ragger war punktegleich Co-Sieger hatte aber leider das direkte Duell verloren. Die erste Runde beginnt morgen, Samstag, um 13:30 Uhr und wird bei ChessBase und auf Chess24 live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite

Ungarns Richard Rapport gewinnt ein gut besetztes Open im italienischen Villorba mit siebeneinhalb Punkten aus neun Partien vor seinem Landsmann Ferenc Berkes, dem Georgier Baadur Jobava und dem Ukrainer Anton Korobov (alle 6,5 Punkte). Da der Litauer Aloyzas Kveinys mit sechs Punkten den fünften Rang holt, sind am Ende die Top-5 Gesetzten in der Tabelle vorne. Am Start waren im "Elite-Open" mit Florian Mesaros und Felix Blohberger auch zwei Spieler aus den ÖSB-Kadern. Beide holen fünfeinhalb Punkte und landen auf den Plätzen neun und zehn. Besonders erfreulich sind die guten Eloleistungen. Mesaros gelingt eine Performance von 2482, wobei ihm Remisen gegen Berkes und Korobov gelingen. Blohberger remisiert in der Schlussrunde ebenfalls gegen Berkes und in der zweiten Runde gegen den italienischen GM Andrea Stella (2511). Auch seine Performance liegt über der 2400-er Marke. In einem abschließenden Blitzturnier belegt Blohberger zudem einen dritten Platz hinter Korobov und Jobava, wobei er gegen Jobava sogar gewinnen kann und gegen Korobov remisiert. Mesaros wird Zehnter. (wk)
Einen russischen Dreifachsieg gibt es zu Jahresbeginn beim stark besetzten Rilton Cup in Stockholm. Kirill Alekseenko gewinnt mit siebeneinhalb Punkten aus neun Partien vor Maksim Chigaev und Mikhail Antipov (beide 7). Der Däne Allan Stig Rasmussen wird punktegleich bester "Nichtrusse" vor dem Norweger Johan Salomon (6,5). Bester Schwede ist Nils Grandelius mit sechs Punkten am 12. Platz. Insgesamt waren in der A-Gruppe 126 Spieler aus 21 Nationen am Start, darunter 25 Großmeister. Die teilnehmenden Österreicher können die Chance auf eine GM-Norm leider nicht nützen. Valentin Dragnev holt fünf Punkte und spielt dabei seine Erwartung. Eine Niederlage in der Schlussrunde gegen den Inder Nihal Sarin (2507) verhindert eine bessere Platzierung. Zuvor remisierte Dragnev gegen die GM´s Liang und Ivanov. Robert Kreisl verliert im Laufe des Turniers zwar nur eine Partie, wie Dragnev in der Schlussrunde gegen einen Inder, kann aber auch nur eine gewinnen. Der Steirer fand nie so recht ins Turnier und spielte ausschließlich in der Kategorie 2200 bis 2350. Das ist unter seiner Erwartung und kostet ein paar Elopunkte. Thomas Bauer verabschiedet sich mit einem Sieg gegen Edvin Trost vom Turnier. Zuvor verliert er drei Partien in Serie gegen Bellon, Sai und Sorensen. In Summe spielt Bauer seine Erwartung. Höhepunkt war sicher sein Auftaktsieg gegen IM Rauan Sagit. (wk, Foto: Turnierseite)
Drei Österreicher spielen heuer beim stark besetzten Rilton Cup in Stockholm. Valentin Dragnev, Robert Kreisl und Thomas Bauer sind im Kreis der 126 Spieler aus 21 Nationen, die das A-Turnier in Angriff genommen haben. Der Inder Krishnan Sasikiran führt die Setzliste vor den beiden Polen Michal Krasenkow und Kacper Piorun sowie dem Schweden Nils Grandelius an. Gespielt wird vom 27. Dezember 2017 bis 5. Jänner 2018. Nach vier der neun Runden führt Kacper eine Gruppe von sieben Spielern mit jeweils dreieinhalb Punkten an. Valentin Dragnev ist mit drei Punkten in der Gruppe der Verfolger. Dragnev startet mit einem Remis und zwei Siegen. In der vierten Runde folgt ein Remis gegen GM Rasmussen aus Dänemark. Robert Kreisl ist wie Dragnev noch ungeschlagen, hat aber noch keine Partie gewonnen. Thomas Baur besiegt zum Auftakt überraschend den schwedischen IM Rauan Sagit (2430) verliert dann aber gegen Thybo und Liu. Es folgt ein Remis gegen den Inder Gupta Sankalp. Heute ist in Schweden ein Ruhetag. Die fünfte Runde folgt am Neujahrstag um 15:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
Die Mind Sports Games 2017 wurden vom 10. bis 15. Dezember in Huaian, China, ausgetragen. Am Programm standen nehmen Bridge, Draughts, Go und XiangQi auch verschiedene Disziplinen im Schach. Den Schnellschachbewerb der Herren gewinnt Dmitry Andreikin vor Shakhriar Mamedyarov und Liem Le Quang. Die Chinesen müssen sich mit den Plätzen vier und fünf von Liren Ding und Hao Wang zufrieden geben. Im Frauenbewerb siegt Antoaneta Stefanova vor den Muzychuk Schwestern Anna und Mariya. Die Elofavoritin Wenjun Ju landet nur am achten Platz, des zwölf Teilnehmer großen Feldes. Im Blitzschach gewinnt Vladislav Artemiev nach Stichkampf mit Alexander Grischuk die Goldmedaille. Bronze geht an Dmitry Andreikin. Er komplettiert damit einen russischen Dreifachsieg. Die Chinesen holen durch Yangyi Yu erneut nur Blech. Im Frauenbewerb gewint Stefanova eine zweite Goldmedaille. Gastgeber China darf sich endlich über eine Silbermedaille von Wenjun Ju freuen. Alexandra Kosteniuk gewinnt Bronze. Im baskischen Format, zwei Spieler spielen an zwei Brettern zwei Partien gegeneinander, ist Alexander Grischuk der Beste. Anton Korobov gewinnt Silber, Penala Harikrhishna Bronze. Im Frauenbewerb siegt Xue Zhao vor Anna Muzychuk und Kateryna Lagno. (wk, Foto: ChessBase)