Zwei ukrainische Doppelsieger beim Kings tournament
Die 10. Auflage des "Kings Tournament" bringt mit Vassiliy Ivanchuk und Anna Muzychuk zwei ukrainische Doppelsieger. Das erste Turnier 2007 in Bazna wurde als klassisches Rundenturnier mit elf Runden ausgetragen und von Alexander Khalifman gewonnen. Seither wechselten die Formate immer wieder. Heuer haben sich die Organisatoren für Turniere im Blitz- und Schnellschach in zwei Vierergruppen entschieden, eine mit Frauen und eine mit Männer. Beiden Gruppen war gemeinsam, dass die Bewerbe im Schnell- und Blitzschach identische Ergebnisse brachten. Bei den Herren gewann zweimal Vassily Ivanchuk vor Sergej Karjakin, Wei Yi und dem Lokalmatador Bogdan Deac, der knapp 200 Elopunkte weniger als seine Konkurrenten hatte. In den Frauenbewerben siegte Anna Muzyckuk jeweils mit Respektabstand vor Elisabeht Pähtz, Pia Cramling und Corina-Isabela Peptan, die wir ihre Landsmann Deac einen schweren Stand hatte. Ausgetragen wurden die Turniere zu Ehren von Elisabetha Polihroniade. Sie gewann siebenmal die rumänische Landesmeisterschaft und vertrat ihr Land bei 10 Olympiaden. Im Jänner 2016 verstarb sie im Alter von 80 Jahren. (wk, Foto: ChessBase)
Turnierseite

Dmitry Jakovenko und Levon Aronian teilen die Punkte für den Sieg im Grand Prix Turnier in Palma. Teimour Radjabov und Maxime-Vachier Lagrave scheitern in ihrem Kampf um die beiden noch offenen Plätze im Kandidatenturnier. Die gehen an die ersten Beiden der Grand Prix Gesamtwertung. Shakhriyar Mamedyarov gewinnt den aktuellen Zyklus, bestehen aus den vier Turnieren in Sharjah, Moskau, Genf und Palma, mit 340 Punkten vor Alexander Grischuk mit 336 Punkten. Leider gibt es noch keine offizielle Gesamtwertung, da die Professionalität des Veranstalters Agon in einigen Punkten schwächelt. Maxime Vachier-Lagrave ist nach seiner Schlussrundenniederlage in Palma nur am geteilten zehnten Platz, hätte aber zumindest einen ungeteilten zweiten benötigt. Teimour Radjabov ist zwar geteilter Dritter, das hätte reichen können. Da er die Punkte aber mit sechs weiteren "Dritten" teilen muss, kann er Grischuk nicht mehr einholen. Stark zu kritisieren ist auch das Regulativ, das frühe Remisen erlaubt. Negative Höhepunkte waren die fünfte Runde mit neun Remisen aus neun Partien und die letzte Runde mit acht Remisen. Nur Vachier-Lagrave, der "all in" gehen musst, verlor gegen Jakovenko. Zur Statistik: Die Remisquote lag bei 70%. Es gab in 73 Partien lediglich 22 Entscheidungen, 13 davon gingen an die Weiß-Spieler. Insgesamt 27 Remispartien endeten vor dem 30. Zug, 13 sogar vor dem 20. Zug. Hier gibt es handlungsbedarf für die Entscheidungsträger, denn die mangelnde Kampfeslust, Remisen bei vollem Brett versteht heute keiner mehr, sorgt natürlich auch für negatives Medienecho. Als Beispiel sei der Artikel von ChessBase
Der FIDE Grand Prix in Palma de Mallorca geht in seine Schlussphase. Nach sieben von neun Runden führt weiter Aronian alleine mit 4,5 Punkten vor acht Spielern mit je 4 Punkten, darunter der Franzose Maxime Vachier-Lagrave, der ebenso wie Radjabov noch um einen Platz im Kandidatenturnier kämpft. Allerdings läuft Vachier-Lagrave seit der 2. Runde im Remismodus. Zur Qualifikation benötigt er einen alleinigen zweiten Platz oder einen geteilten ersten. Sein Chancen sind daher intakt, zumindest eine Partie wird er aber noch gewinnen müssen. Schwieriger, fast aussichtslos, ist hingegen die Situation für Teimour Radjabov nach einer Niederlage gegen Tomashevsky in der sechsten Runde. Zwar gewann Radjabov gestern umgehend gegen Chao Li, er hält aber "nur" bei 3,5 Punkten und braucht zumindest einen dritten Platz um Grischuk vom zweiten Platz der Gesamtwertung noch verdrängen zu können. Siege feierten in der sechsten Runde auch Rapport gegen Riazantsev und Inarkiev gegen Gelfand, beide mit Schwarz. Gestern feierte Gelfand einen ersten Sieg gegen Riazantsev und Eljanov besiegte Hammer. Die beiden Schlussrunden beginnen heute und morgen jeweils um 14:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
Levon Aronian führt beim FIDE Grand Prix Turnier in Palma de Mallorca nach fünf Runden mit dreieinhalb Punkten vor sechs Spielern mit je drei Punkten, darunter Maxime Vachier-Lagrave, der noch wie Teimour Radjabov um den Gesamtsieg und einen Platz im Kandidatenturnier kämpft. Aronian besiegt in der zweiten Runde Inarkiev und überfährt in der vierten Anish Giri mit einem Figurenopfer. Vachier-Lagrave besiegt zum Auftakt Gelfand und hat in der dritten Runde noch eine lebhafte Partie gegen Aronian. Danach begnügt er sich gegen Svidler und Nakamura mit Kurzremisen. Leider zeigt auch dieser Grand Prix eine Vielzahl nicht ausgekämpfter Partien. In der fünften Runde enden alle mit Remisen, eine einzige erreicht die Zeitkontrolle. Besonders befremdlich ist, dass eine Live-Kommentierung nur kostenpflichtig auf der Turnierseite angeboten ist. Privaten Anbietern ist eine Kommentierung verboten. Das zahlende Publikum, sofern vorhanden, sollte sich im Gegenzug ausgespielte Partien erwarten können. Bei anderen Zyklen wie jenem der Grand Chess Tour ist das selbstverständlich und Teil der Spielerverträge. Radjabov startet mit einem königsindischen Sieg in der zweiten Runde mit Schwarz gegen Vallejo Pons vielversprechend. In der vierten Runde kühlt aber Nakamura seine Ambitionen. Radjabov hält bei zweieinhalb Punkten und braucht nun Siege um doch noch ein Kandidat zu werden. Heute ist in Palma ein Ruhetag, die sechste Runde startet morgen um 14:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
Heute beginnt in Palma de Mallorca das letzte Turnier des laufenden FIDE Grand Prix Zyklus. Vergeben werden hier noch die letzten beiden Plätze für das nächste Kandidatenturnier. Bereits qualifiziert sind Levon Aronian und Ding Liren über den World Cup, Sergey Karjakin (Finalist der letzten WM), Fabiano Caruana und Wesley So (Bester Eloschnitt) sowie Vladimir Kramnik (Wild Card). Chancen auf die zwei verbleibenden Plätze haben Shakriyar Mamedyarov und Alexander Grischuk sowie Teimour Radjabov und Maxime Vachier-Lagrave. Mamedyarov und Grischuk führen derzeit im Grand Prix spielen aber in Mallorca nicht mehr, da jeder Spieler nur in drei von vier Grand Prix Turnieren zum Einsatz kommt. Sie müssen daher abwarten ob Vachier-Lagrave und Radjabov sie noch überholen können. Die erste Runde beginnt heute um 14:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)