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Steirische Jugendschacholympiade 2026: 510 Einzelstarter und 110 Teams

Am 11. und 12. Februar 2026 wurde in der Straßengler Halle in Gratwein-Straßengel die 30. Steirische Jugendschacholympiade ausgetragen. Die Jubiläumsausgabe brachte an beiden Tagen beeindruckende Teilnehmerzahlen und viele spannende Entscheidungen.

Am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, standen die Einzelbewerbe auf dem Programm. Insgesamt 510 Kinder und Jugendliche aus der gesamten Steiermark nahmen teil und sorgten für eine eindrucksvolle Kulisse im voll besetzten Turniersaal. Gespielt wurde in den Altersklassen U7 bis U18 sowie in den entsprechenden Mädchenbewerben.

Mehrere Sieger blieben ohne Punkteverlust: Luca Noel Meyer (U7), Christoph Karl Ragger (U9), Paul Kienersberger (U10) und Daniel Nahol (U11) entschieden ihre Bewerbe jeweils mit der vollen Punktezahl für sich. Auch Nour Taamallah dominierte die MU12 ohne Punkteabgabe, während Mila Rössl in der MU18 mit einem makellosen 11-aus-11-Turnier besonders herausragte. In der U18 setzte sich Leon Chicheng Chen durch, in der U16 gewann Daniel Ringbauer. Viele Entscheidungen fielen erst in der Schlussrunde.

Am Donnerstag, dem 12. Februar 2026, folgten die Teambewerbe der Schülerliga. 110 Teams mit insgesamt 463 Spielern kämpften in den Bewerben Volksschule, Unterstufe und Oberstufe um die Qualifikation für die Bundesfinale.

Im Volksschulbewerb siegte die VS Ursulinen mit 14 Mannschaftspunkten vor der VS Jägergrund I mit 12 Mannschaftspunkten und der VS Graz St. Veit mit ebenfalls 12 Mannschaftspunkten. Leonore Pichler gewann dabei alle acht Partien und erzielte die volle Punktezahl.

In der Unterstufe gewann BG/BRG Fürstenfeld mit 15 Mannschaftspunkten vor BG Ursulinen Graz II mit 13 Mannschaftspunkten und MS Passail I mit 12 Mannschaftspunkten. Als bestes Mädchenteam qualifizierte sich BG/BRG Leoben 1 I für das Bundesfinale Schülerinnen.

In der Oberstufe setzte sich HTBLA Kaindorf I mit 16 Mannschaftspunkten durch, vor BRG Keplerstraße I mit 14 Mannschaftspunkten und BG/BRG/BORG Köflach mit 11 Mannschaftspunkten.

Ein großer Dank gilt allen Sponsoren, Unterstützern und Helfern sowie allen Teams fürs Mitmachen. Der Termin für die 31. Auflage steht bereits fest: 10.02. und 11.02.2027. (wk, Bericht/Foto: Philipp Raeke)

Ergebnisse

Website Steirischer Schachverband, Website Jugendschach

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Freedom24 Training mit Alexandra Kosteniuk und Sergej Movsesian!

Am 8. und 9. Februar 2026 stand die ÖSB-Geschäftsstelle ganz im Zeichen der Jugendförderung! Mit Großmeister Sergej Movsesian und Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk waren gleich zwei herausragende Persönlichkeiten des internationalen Schachs zu Gast, die ihr Wissen und ihre Erfahrung in intensiven Trainingseinheiten an unsere besten Nachwuchstalente weitergaben. Organisiert und betreut von Gert Schnider und Martin Huber konnten unsere stärksten Mädchen und Buben zwei Tage lang mit den erfahrenen Stars trainieren.

Training mit Sergej Movsesian

Den Auftakt machte am Sonntag GM Sergej Movsesian, ehemaliger Top-10-Spieler der Weltrangliste mit einer Höchst-Elozahl von 2751. In seinem Training gewährte er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur Einblicke in seine eigene Karriere, sondern legte den Schwerpunkt vor allem auf praktische Aspekte des Schachspiels.
Im Mittelpunkt standen typische Fehlerquellen im praktischen Spiel, sowohl schachlicher als auch psychologischer Natur. Movsesian betonte die Bedeutung einer strukturierten Variantenberechnung und warnte davor, gegnerische Ideen zu unterschätzen. Ebenso ging er auf Zeitmanagement ein und erläuterte ein Modell nach Arthur Jussupow, das helfen soll, Entscheidungsprozesse am Brett besser zu strukturieren.

  • Grundsätzlich nicht mehr als 15-20 Minuten nachdenken:
  • In den ersten 5 Minuten: Züge suchen
  • In den nächsten 10 Minuten: tiefer rechnen
  • In den letzten 5 Minuten: Varianten checken

Neben konkreten Trainingsinhalten gab Movsesian zahlreiche allgemeine Tipps: regelmäßiges Training, das Verfolgen von Topturnieren sowie das Verständnis, dass in praktischen Partien oft einfache und solide Entscheidungen erfolgreicher sind als spektakuläre Ideen. Besonders wichtig sei es, unabhängig von der Elozahl stets das eigene beste Schach zu spielen.

Die anschließende Fragerunde bot den Jugendlichen die Möglichkeit, persönliche Einblicke zu erhalten, von Sergejs ersten Schachschritten im Alter von vier Jahren bis hin zu seinen Erfahrungen als Spieler und Trainer auf höchstem Niveau.

Training mit Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk

Am späten Sonntagnachmittag stieß nach ihrem Einsatz in der Frauenbundesliga auch Ex-Weltmeisterin GM Alexandra Kosteniuk zur Trainingsgruppe. Nach ihrem Sieg gegen Karina Cyfka wechselte sie direkt in das Nachwuchstraining.

Kosteniuk leitete die Einheit mit großer Intensität und spürbarer Begeisterung. Ihr Ansatz war geprägt von Motivation, Klarheit und viel persönlicher Nähe zu den jungen Spielerinnen und Spielern. Besonders geschätzt wurde dabei ihre offene Art: Auch abseits des Trainings nutzten die Kinder die Gelegenheit zum Smalltalk, so zum Beispiel auf dem gemeinsamen Weg zum Restaurant. Die 12. Weltmeisterin war sehr nahbar und kommunikativ.

Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf der Bedeutung des Endspieltrainings. Kosteniuk verglich das Schachlernen mit dem Erlernen einer Sprache, vieles müsse man nicht sofort können, sondern Schritt für Schritt lernen. Gerade im jungen Alter sei das Endspieltraining besonders effektiv, da es das Verständnis für Figurenkoordination fördere und sich positiv auf das Mittelspiel auswirke. Besonders in Schnell- und Blitzschach sei solides Endspielwissen ein entscheidender Vorteil.

Sie empfahl, regelmäßig typische Endspielstellungen zu wiederholen, etwa mithilfe von Karteikarten, und betonte die Bedeutung täglichen Trainings. Auch Übungen zum Blindschach und zur Visualisierung wurden angesprochen. Ihr zentrales Anliegen blieb jedoch stets die Freude am Spiel: „Es gibt keinen Grund, nicht Großmeisterin oder Großmeister zu werden“, gab sie den Teilnehmenden mit auf den Weg.

Ein intensiver Schachtag am Montag

Am Montag wurde das Programm fortgesetzt. Bereits um 10 Uhr begann der nächste Trainingsblock, in dem die Inhalte des Vortages vertieft wurden. Zur Mittagszeit sorgte ein gemeinsames Schnitzelessen für neue Energie, bevor es mit weiteren Trainingseinheiten weiterging. Auch hier blieb der persönliche Austausch ein wichtiger Bestandteil des Trainings.

Nachhaltige Eindrücke für den Nachwuchs

Das Trainingswochenende bot den jungen Talenten nicht nur wertvolle schachliche Impulse, sondern auch die seltene Gelegenheit, zwei große Persönlichkeiten der Schachwelt hautnah zu erleben. Die Kombination aus hochklassigem Training, offenen Gesprächen und persönlicher Atmosphäre machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten und wirkt sicher auch als große Motivation auf unseren Nachwuchs.

Der Österreichische Schachbund bedankt sich herzlich bei Alexandra Kosteniuk und Sergej Movsesian für ihr Engagement und die inspirierenden Trainingstage in Wien sowie bei unserem General Partner Freedom24 für die großzügige Unterstützung, um dieses Training möglich zu machen! (ssc, Fotos: Sandra Schmidt)

Umfrage der Jugendkommission zu Qualifikationswegen im Jugendbereich

Im Hinblick auf die bald wieder startende Saison der Österreichischen Jugend-Landesmeisterschaften sowie der Österreichischen Jugendmeisterschaften hat die Jugendkommission eine Umfrage erstellt.

Ziel dieser Umfrage ist es, die häufigsten Fragen rund um Qualifikationswege zu den einzelnen Bewerben auf Landes-, Bundes-, Kontinental- und Weltebene zu sammeln. Auf Basis dieser Rückmeldungen soll ein übersichtliches Q&A-Dokument entstehen, das die wichtigsten Themen verständlich und kompakt beantwortet.

Dieses Q&A wird anschließend auf der Website veröffentlicht. Dadurch werden nformationen schneller zugänglich  und der organisatorische Aufwand für Vereine, Eltern und Funktionäre soll reduziert werden soll. (ssc)

Hier geht zur Umfrage - Link

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Erfolgreiches erstes Mädchensichtungstraining begeistert Spielerinnen und Eltern

Das erste Mädchensichtungstraining des Österreichischen Schachbundes, welches am 25.1.2026 stattfand, war ein voller Erfolg und bestätigte die gute Idee unserer neuen Bundestrainer Gert Schnider und Martin Christian Huber, die zu diesem besonderen Training eingeladen hatten. Ziel des Tages war es, die Mädchen sowie ihre Eltern kennenzulernen, umfassend zu informieren und nachhaltig zu motivieren.

Insgesamt 22 Mädchen nahmen an diesem ereignisreichen Trainingstag teil, der mit einem straffen, aber abwechslungsreichen Programm gefüllt war. Zu Beginn stellten sich die beiden Bundestrainer vor und erläuterten den Ablauf des Tages. Anschließend ging es für die Mädchen direkt an die Bretter: In den Altersklassen U10 und U12 wurde jeweils ein 5-rundiges Schnellschachturnier mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten plus 5 Sekunden Inkrement gespielt.DSC05428

Während die Mädchen konzentriert ihre Partien austrugen, erhielten die Eltern parallel wichtige Informationen rund um den Jugendkader, Spiel- und Fördermöglichkeiten, Trainingsprogramme sowie Empfehlungen und Perspektiven für zukünftige Kaderspielerinnen.
Die Mädchen spielten zunächst drei Runden vor der Mittagspause und jede Partie wurde konsequent ausgespielt, Remisangebote waren dabei fast kein Thema. Der Ehrgeiz war deutlich spürbar, aber auch der Spaß kam keineswegs zu kurz.

In der Mittagspause wurde gemeinsam gegessen, gelacht und getobt, bevor es anschließend im Seminarraum mit einem vielseitigen Trainingsprogramm weiterging. Auf dem Trainingsplan standen unter anderem Taktikaufgaben aus der Stufenmethode (Stufen 1–3) von Rob Brunia und Cor van Wijgerden, bei denen innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Aufgaben korrekt gelöst werden mussten. Es folgte ein anspruchsvolles Gedächtnistraining, bei dem kurz projizierte Stellungen auf der Leinwand aus dem Kopf mithilfe von Bleistift und Papier rekonstruiert werden mussten.

DSC05498Ein weiterer Programmpunkt waren mathematische Übungen (Multiplikations- und Subtraktionsaufgaben), die das arithmetische und prozedurale Faktenwissen messen. Innerhalb von 90 Sekunden galt es, so viele Aufgaben so präzise wie möglich zu lösen, eine Herausforderung, an der selbst so mancher Erwachsene gescheitert wäre. Jubelrufe bei den Multiplikationsaufgaben („Jaaa!“) wechselten sich mit kollektiven Seufzern bei den Subtraktionen („Neeein!“) ab und sorgten für eine lockere Atmosphäre.

Besonders unterhaltsam wurde es beim Koordinatentraining auf Lichess. Bundestrainer Gert Schnider ging dabei eine Wette mit Parinitha ein: Sollten mehr als 20 Aufgaben richtig gelöst werden, würde er 10 Liegestütze machen. Mit beeindruckenden 23 richtigen Lösungen gewann Parinitha souverän sehr zur Freude aller Anwesenden, während der Bundestrainer seinen Wetteinsatz sportlich einlöste.DSC05638

DSC05615Im Anschluss folgte ein Eröffnungstraining, bei dem das Schottische Gambit vorgestellt wurde. Bildhafte Begriffe wie Revolverspringer, Arche-Noah-Falle, Röntgenangriff oder Großmutterspringer sorgten für viele Aha-Momente und bleiben den Mädchen sicherlich in Erinnerung. Danach wurde noch das Benennen von Feldfarben anhand von Koordinaten geübt. Bevor die letzten beiden Runden des Schnellschachturniers gespielt wurden, sahen sich die Teilnehmerinnen gemeinsam eine Partie von Jasmin Schloffer aus den Österreichischen U8-Meisterschaften von 2008 an, bei der die Buben und die Mädchen in einem Turnier zusammengespielt haben. Wir haben diese Partie auf unseren Lichessaccount auch nochmal hier zur Verfügung gestellt: OesterreichSchach

Gegen 18:15 Uhr endete ein intensiver und erfolgreicher Trainingstag. Beide Bundestrainer zeigten sich äußerst zufrieden. Gert Schnider resümierte: „Ich war sehr begeistert davon, dass so viele Mädchen gekommen sind und bin beeindruckt von ihrer Ausdauer und Motivation.“
Auch Martin Christian Huber bestätigte den positiven Eindruck: „Alle haben im Training sehr gut mitgearbeitet. Ich hatte den Eindruck, dass es den jungen Schachspielerinnen viel Spaß gemacht hat und hoffe, dass auch die Eltern und Erziehungsberechtigten die Präsentation als informativ empfunden haben.“

Aufgrund der durchweg positiven Resonanz wird das Projekt fortgesetzt. Der nächste Termin ist bereits für den 22. März fixiert. Ganz ohne Hausaufgaben ging es jedoch nicht nach Hause: Neben Taktikaufgaben lautete der wohl wichtigste Auftrag, eine Freundin, die noch kein Schach spielt, für das Spiel zu begeistern. Einen besonderen Dank verdient der Verein SC Donaustadt, der uns seine tollen Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. (ssc, Fotos: Sandra Schmidt)

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Die Jugend ist am Zug – Schachturnier in Pressbaum

Vorherigen Sonntag, am 11. Jänner, fand das 3. Spids Kinderschachturnier – in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendschachverein Wienerwald – in Pressbaum im Sacré Coeur statt. Ein Event, welches von über 100 Kindern samt Eltern besucht wurde und selbst Bürgermeister Josef Rothensteiner war vor Ort.

2026 01 14 3 Spids KinderschachturnierIn 7 spannenden Runden kämpften knapp 100 Kinder um den Sieg.
Am Ende konnte sich Andrei Marakhovskii in einer aufregenden Finalpartie gegen Dragan Rasic durchsetzen und mit 7 Siegen das Turnier beenden. Dicht gefolgt von Dragan Rasic, Anton Kofler und Thomas Hawa auf dem 2., 3. & 4. Platz. Als bestes Mädchen beendete Mina Arnaut das Turnier auf dem 8. Platz. Den Preis für den besten Spieler U12 gewann Yaron Decker-Jakober und das beste Mädchen U12 wurde Amelie Specht. In der U10 hatte Daniel Benkö die Nase vorne und bei den Mädchen Wang Shufan. In der U8 gewann Ivanov Oleksandr und bestes Mädchen U8 wurde Perrine Eowyn Klaus.
Doppelnennungen wurden ausgenommen.

Um 10:00 Uhr wurde der erste Zug gespielt. Konzentration hoch und sich steigernde Spannung in den ersten Runden. Nach 4 hart umkämpften Partien ging es in die Mittagspause mit Spaghetti Bolognese. Weiters wurden die Kinder mit köstlichen Snacks und selbstgemachten Mehlspeisen verköstigt. Nach der Mittagspause folgten die letzten 3 Runden.2026 01 14 3 Spids Kinderschachturnier 1
Die Sieger standen fest.

Wir bedanken uns bei allen Spielerinnen und Spielern sowie deren Eltern für das großartige Mitmachen. (ssc, Text: Florian Schmidt, Bilder: Ela Altuntas)

Link zur Endrangliste.
chess-results.com

Link zu den Fotos
Google Drive

IM-Norm und Titelgewinn beim Krakauer Schachfestival

Große Erfolge für den österreichischen Schachnachwuchs beim XXXVI. Międzynarodowy Festiwal Szachowy in Krakau:

FM Peter Balint (15) erzielte seine zweite IM-Norm, während Florentin Stickler (14) mit einem starken Turnierverlauf voraussichtlich die 2300-Elo-Marke überschreitet und damit in Kürze den Titel FIDE-Meister tragen wird.

Peter Balint blieb im 9-rundigen Turnier ohne Niederlage und erspielte mit fünf Siegen seine zweite IM-Norm und das innerhalb von nur drei Wochen. Bereits kurz vor Weihnachten hatte er beim Vienna GM-Turnier seine erste IM-Norm erzielt.

Zum Turnier in Krakau sagte Peter Balint:

 „Ein sehr schönes Winterturnier gibt es schon seit Jahren in Krakau, immer um den Jahreswechsel. Letztes Jahr unternahm ich die Reise sogar mit einem Gips am Bein, und wie immer hat es sich gelohnt! Es war mein drittes Turnier im Dezember, leider muss ich aber jetzt bis Februar auf mein nächstes Open warten – hoffentlich hält mein Schwung bis dahin an!“

Ebenfalls sehr erfolgreich präsentierte sich der 14-jährige Florentin Stickler. Mit großem Kampfgeist und 5,5 Punkten aus 9 Partien gewann er > 50 Elo-Punkte und überschritt damit voraussichtlich die 2300-Elo-Grenze, womit ihm in Kürze der Titel FIDE-Meister (FM) verliehen wird.

Wir haben jeweils eine sehenswerte Partie auf dem LiChess-Account des Österreichischen Schachbundes vorgestellt:
👉 lichess.org

Endstand & Turnierdetails:
👉 chess-results.com

Der Österreichische Schachbund gratuliert beiden Nachwuchsspielern herzlich zu diesen herausragenden Leistungen. (ssc, Bilder: Archiv Peter Ballint)

FM Peter Balint mit seiner 2. IM-Norm

Österreichisches Jugendschachgütesiegel 2026

Die Jugendkommission des Österreichischen Schachbundes verleiht ab dem Jahr 2026 jeweils für ein Kalenderjahr das Österreichische Jugendschachgütesiegel an Schachvereine und -sektionen in den folgenden vier Stufen:

  1. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Bronze (ab 80 Punkten)
  2. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Silber (ab 160 Punkten)
  3. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Gold (ab 250 Punkten)
  4. Österreichisches Jugendschachgütesiegel in Platin (ab 360 Punkten)

Teilnahme:
Einsendung der von uns festgelegten Kategorien an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis 28.02.2026. Die Auswertung erfolgt von einer Jury mit Personen aus der Jugendkommission. Die Verkündung der erreichten Ränge erfolgt im April via ÖSB. Die Ausgezeichneten werden via Mail verständigt.

In vier Rubriken können maximal 100 Punkte erlangt werden. Die Details können aus dem PDF-Dokument entnommen werden: Österreichisches Jugendschachgütesiegel 2026 (ssc, Text: Jugendkommission ÖSB)

 

Weltmeisterliches Training bringt Motivationsschub

Am 15. und 16. Dezember hatten wir gemeinsam mit sieben jungen Österreicherinnen und Österreichern die Gelegenheit, in Wien im Haus des Sports mit zwei Weltmeisterinnen zu trainieren. Die 15. Schachweltmeisterin, GM Mariya Muzychuk aus der Ukraine, berichtete am Montag über ihr eigenes Training und ihre Kindheit und gab uns viele wertvolle Tipps, wie man effizient trainiert und sich kontinuierlich verbessert. Beeindruckend war vor allem ihre Energie: Nach einigen Taktikbeispielen und spannenden Partien von Mariya waren wir alle bereits ziemlich müde – sie hätte hingegen sicher noch weitere sieben Stunden Training durchgehalten.

Bei einem gemeinsamen Abendessen hatte unsere Jugend anschließend die Möglichkeit, sich mit den Muzychuk-Schwestern auszutauschen und auch unseren ÖSB-Präsidenten kennenzulernen.

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Am Dienstag lernten wir dann von Mariyas älterer Schwester GM Anna Muzychuk, zweifacher Blitzweltmeisterin (2014 und 2016) sowie Schnellschachweltmeisterin 2016, viel darüber, wie man taktische Motive erkennt, Stellungen richtig analysiert und wann dynamisches Spiel angebracht ist. Zudem spielten wir zwei Stellungen aus ihren eigenen Partien aus, die Anna anschließend gemeinsam mit uns analysierte. Dabei ging sie sehr aufmerksam auf die Züge und Vorschläge unserer Spielerinnen und Spieler ein und erklärte anschaulich, wie man die richtigen Entscheidungen trifft.

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Diese beiden Tage waren äußerst inspirierend und haben unseren jungen Spielerinnen und Spielern viel Motivation für ihr weiteres Training und ihre Schachkarrieren mitgegeben. Wir danken dem österreichischen Schachförderverein und dem ÖSB herzlich für diese großartige Gelegenheit.

Gert Schnider und Martin Christian Huber (wk)

Österreichischer Jugendschachpreis 2025 - Ausschreibung

Die Jugendkommission des Österreichischen Schachbundes schreibt den Österreichischen Jugendschachpreis 2025 aus – und wir möchten euch herzlich einladen, eure Projekte einzureichen und die Ausschreibung aktiv weiterzuverbreiten.

Ausgezeichnet werden besondere Aktivitäten zur Förderung der Schachjugend in Österreich, die im Jahr 2025 stattgefunden haben. Dabei ist (fast) alles möglich: Jugendarbeit im Verein, Schulprojekte, Ausflüge, Kooperationen, kreative Ideen, Kunstwerke oder außergewöhnliche Schachaktionen – egal ob am Berg, im Wirtshaus, in der Stadt oder beim Vereinsabend.
Kurz gesagt: Haut uns vom Sessel!

Einreichung

Schickt uns eure Einreichung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

inklusive eines Motivationsschreibens oder kurzen Berichts sowie Fotos, Videos, Links oder anderen passenden Materialien.

Einsendeschluss: 28.02.2026
Bekanntgabe der Ergebnisse: 31.03.2026

Preise

🥇 1. Platz: Simultan mit Weltcupteilnehmer GM Felix Blohberger
🥈 2. Platz: Simultan mit Staatsmeister GM Dominik Horvath
🥉 3. Platz: ChessBase-Gutscheine im Wert von 100 €

Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine Jury aus Mitgliedern der Jugendkommission.

Wir freuen uns über zahlreiche Einreichungen und bedanken uns, wenn du diese Ausschreibung an Vereine, Trainerinnen und Trainern sowie engagierte Jugendliche in deinem Umfeld weiterleitest.

Für Rückfragen stehen wir gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
zur Verfügung.

Wir wünschen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026!

Schachliche Grüße
Die Jugendkommission des Österreichischen Schachbundes

Download Ausschreibung

wk

IM Lukas Dotzer erzielt erste GM-Norm in der kroatischen Liga

Der 15-Jährige österreichische IM Lukas Dotzer hat im Rahmen der 34. ekipno prvenstvo Republike Hrvatske – I. B Hrvatska šahovska liga (2. kroatische Liga) seine erste GM-Norm erzielt. Die Besonderheit dieser Liga: Im Gegensatz zu Österreich wird sie nicht an mehreren Wochenenden, sondern kompakt über neun Tage (15.–23. November) ausgetragen. 

Dotzer trat für den Verein ŠK Stridon an und spielte dort am 2. Brett hinter GM Jan Subelj. Mit seinem Team fühlt er sich ausgesprochen wohl: „Ich bin hier wirklich gut aufgehoben. Die Atmosphäre, das Umfeld - alles hat super gepasst".

 

7/9 – ungeschlagen zur GM-Norm

Mit insgesamt 7 Punkten aus 9 Partien, ohne eine einzige Niederlage, erfüllte Dotzer alle Kriterien für die GM-Norm. Besonders zufrieden ist er mit seinen Partien gegen IM Gal Drnovšek, IM Slaven Pastar und FM Ivan Vihor Krsnik Cohar.

Alle Partien stehen zum Nachspielen auf dem ÖSB-Lichess-Account zur Verfügung.

Der künftige ÖSB-Jugendtrainer IM Gert Schnider zeigt sich beeindruckt:
„Es ist wohl nicht übertrieben zu sagen, dass Lukas Dotzer das derzeit größte Talent in Österreich ist.“

Ein zusätzliches Highlight: ŠK Stridon steigt durch das Teamergebnis in die I. A Hrvatska šahovska liga (vergleichbar mit der österreichischen 1. Bundesliga) auf. Dotzer lacht, als er auf seine „Feier“ angesprochen wird:
„Die Freude über die GM-Norm ist riesig, aber die Vorfreude darauf war fast noch größer. Gefeiert haben wir dann mit einer achtstündigen Autofahrt nach Hause, weil ich ja wieder zur Schule musste.“

Mit im Auto: GM Felix Blohberger, der – genau wie GM Dominik Horvath – in der I. A Liga ebenfalls starke Leistungen mit einem guten Elo-Plus zeigte. Blohberger erzielte 5 Punkte aus 9 Partien und erreichte dabei eine Turnierperformance von 2604 Elo. Horvath holte 6 Punkte aus 9 Partien und spielte sogar eine Performance von 2683 Elo.

 

Volles Programm bis Jahresende

Trotz der späten Jahreszeit steht für Dotzer noch einiges an:

Kommendes Wochenende - Tschechische Extraliga

Mitte Dezember - 1. Bundesliga Österreich

16.–23.12. - Großmeisterturnier in Wien

27.12.-5.1.26 Rilton Cup in Stockholm, den er bereits zum dritten Mal spielt

Ein beeindruckender Erfolg und ein weiterer Schritt auf dem Weg Richtung Großmeistertitel.
Der Österreichische Schachbund gratuliert herzlich! (ssc, Fotos: Titelbild: ÖSB, Bild im Text: Archiv Fam. Dotzer)

IM Lukas Dotzer mit seiner ersten GM-Norm

Link zu chess-results.com