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34. Internationales Schach Open Aschach an der Donau

Schachklassiker zum Jahresende begeistert trotz Grippewelle

Vom 26. Dezember bis 31. Dezember 2025 ging in Aschach an der Donau das 34. Internationale Schach Open über die Bühne. Mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus mehreren Nationen, die sich auf vier Bewerbe verteilten, war das traditionsreiche Turnier auch heuer wieder hervorragend besucht. 

Überschattet wurde die Veranstaltung allerdings von einer starken Grippewelle, die im Laufe der Turnierwoche ihren Höhepunkt erreichte. Zahlreiche Spieler mussten krankheitsbedingt kurzfristig absagen oder das Turnier vorzeitig abbrechen, sodass einige Ausfälle zu verzeichnen waren. Dennoch ließen sich die verbliebenen Teilnehmer die Spielfreude nicht nehmen. Bei herrlichem Winterwetter mit viel Sonnenschein wurde an den Brettern mit großem Einsatz und hoher Konzentration gekämpft.2026 01 07 Aschach Donau Open 2

Besonders erfreulich war die starke Präsenz der Jugend, die vor allem in der Gruppe A beeindruckend auftrat und dort zeitweise sogar das Geschehen dominierte. Die mit über 70 Teilnehmern sehr stark besetzte A-Gruppe wurde erstmals seit über 30 Jahren wieder von einem FIDE-Meister angeführt: FM Brilej Jaka aus Slowenien übernahm früh die Führung. Ihm dicht auf den Fersen war der langjährige Aschach-Dauergast und Großmeister Marko Tratar (ebenfalls Slowenien). Auf Rang drei lauerte der ehemalige österreichische Bundesjugendtrainer Siegfried Baumegger.

Bereits nach vier Runden war klar, wie ausgeglichen das Feld war: Kein einziger Spieler blieb ohne Punkteverlust. Nach der fünften Runde setzte sich Brilej Jaka mit 4,5 Punkten als alleiniger Führender an die Spitze. In Runde sechs kam es dann zum mit Spannung erwarteten Spitzenduell zwischen Baumegger und Brilej, das Baumegger für sich entscheiden konnte. In der Schlussrunde begnügte sich Baumegger rasch mit einem Remis, während Brilej Jaka und der Ukrainer Zakharchyn ihre Partien gewinnen konnten und damit zu Baumegger aufschlossen. 2026 01 07 Aschach Donau Open 3

Dank der besseren Wertung sicherte sich schließlich FM Brilej Jaka den Turniersieg, vor dem Ukrainer Zakharchyn und Siegfried Baumegger. Besonders erfreulich aus österreichischer Sicht war der hervorragende 7. Platz des jungen Oberösterreichers Kim Thomas Jakob, der mit starken Leistungen aufhorchen ließ. Als beste Dame der Gruppe A wurde die Ukrainerin Anna Hryhorieva ausgezeichnet, die mit einer soliden Turnierleistung 50 Prozent der möglichen Punkte erreichte.

Auch die Gruppe B bot spannenden Schachsport. Das Feld mit knapp 60 Teilnehmern wurde zu Beginn klar von Dumancic Stanko dominiert, der mit vier Siegen aus den ersten vier Runden einen Traumstart hinlegte. In der fünften Runde musste er jedoch eine entscheidende Niederlage gegen Stefan Habacher hinnehmen. Habacher nutzte den Schwung, gewann anschließend auch gegen Michael Aigner und sicherte sich damit den Turniersieg – mit einem halben Punkt Vorsprung auf Dumancic Stanko und Leonhard Pabisch.2026 01 07 Aschach Donau Open 4

In der Gruppe C setzte sich Hoti Mehmet klar in Szene. Mit konstant starken Leistungen dominierte er das Feld und stand bereits eine Runde vor Turnierende als alleiniger Turniersieger fest. Den zweiten Platz belegte Robert Hofmann, gefolgt von Franz Mamarina auf Rang drei. Zusätzlich wurde im Rahmen des Turniers auch der Bezirksmeistertitel vergeben. Dieser ging an Christoph Kondrak vom Schachklub Hartkirchen, der sich erfolgreich gegen die Konkurrenz aus dem Bezirk durchsetzen konnte. Insgesamt präsentierte sich das 34. Internationale Schach Open in Aschach trotz widriger Umstände erneut als hochklassiges, spannendes und bestens organisiertes Turnier, das einmal mehr Lust auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr machte. (ssc, Text: Günter Mitterhuemer)

Fotos: Peter Kranzl

Ergebnisse bei chess-results

Normen für Dotzer und Balint beim GM-Turnier in Wien

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Das Großmeisterturnier in Wien endete einen Tag vor Weihnachten und brachte aus österreichischer Sicht erfreuliche Ergebnisse. IM Lukas Dotzer erzielte seine zweite Großmeister-Norm, FM Peter Balint erreichte seine erste IM-Norm.

Dotzer startete mit 4,5 Punkten aus 5 Partien sehr erfolgreich ins Turnier. Nach einer Niederlage in Runde 6 gegen Robert Ernst stabilisierte er sich mit Remisen gegen Adam Kozak und Peter Balint. In der Schlussrunde stand er damit vor einer Must-win-Partie gegen Marius Fromm, die er für sich entscheiden konnte. Dieser Erfolg sicherte ihm seine zweite Großmeister-Norm; die erste konnte er wenige Wochen zuvor in der kroatischen Liga erzielen. Zudem darf er sich über einen Elo-Zuwachs von 18 Punkten freuen.

Peter Balint begann das Turnier ebenfalls solide mit 3 Punkten aus 5 Partien. Nach einer Niederlage in Runde 6 gegen Valentin Baidetskiy remisierte er seine letzten drei Partien gegen Sanjin Culum, Lukas Dotzer und Jan Subelj. Mit insgesamt 4,5 Punkten erreichte er in diesem stark besetzten Teilnehmerfeld seine erste IM-Norm.

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Valentin Baidetskiy hielt sich bis zur siebenten Runde realistische Chancen auf eine Großmeister-Norm offen. In der Schlussphase des Turniers musste er jedoch Niederlagen gegen Marius Fromm und Jergus Pechac hinnehmen und erreichte in der letzten Runde ein Remis gegen Sanjin Culum.

Ein solides Turnier spielte Robert Ernst mit fünf Remisen sowie einem Sieg gegen Lukas Dotzer. Laurenz Borrmann fand nicht richtig ins Turnier und konnte nicht an seinen Erfolg bei der U18-Europameisterschaft anknüpfen. 

Die Endrangliste lautet:

1. Dotzer – 6,5
2. Pechac – 6,5
3. Subelj – 5
4. Balint – 4,5
5. Fromm – 4,5
6. Kozak – 4,5
7. Baidetskiy – 4,5
8. Culum – 4
9. Ernst – 3,5
10. Borrmann – 1,5

Insgesamt kann das Turnier als gelungen bewertet werden. Neben den zwei erreichten Normen sammelten die österreichischen Spieler wertvolle Erfahrung gegen starke internationale Konkurrenz. Auch auf dem ÖSB-Lichess-Account wurde über das Turnier berichtet, inklusive Analyse der Partien Dotzer - Subelj und Kozak - Balint.

Ergebnisse bei Chess-Results

ÖSB Lichess Blog

Live-Übertragung der Partien

Halbzeit beim GM-Turnier in Wien: Dotzer und Balint auf Normkurs

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Fünf Runden wurden beim Großmeister-Turnier im Haus des Sports bereits absolviert, und es gibt bereits den ein oder anderen Kandidaten für eine mögliche Norm. Besonders stark sticht die Leistung von IM Lukas Dotzer hervor, der in den ersten fünf Runden nur einen halben Punkt abgab und alle übrigen Partien gewinnen konnte.

Lukas startete mit Siegen gegen die IMs Baidetskiy und Culum, remisierte gegen GM Pechac und gewann anschließend eine beeindruckende Angriffspartie gegen GM Subelj. Nach fünf Runden weist er eine hervorragende Elo-Performance von 2846 auf und hat sehr gute Aussichten auf eine GM-Norm.

FM Balint startete mit Remisen gegen IM Borrmann und FM Ernst ins Turnier, konnte anschließend gegen GM Kozak und IM Fromm gewinnen und verlor lediglich in der vierten Runde gegen GM Pechac. Nach fünf gespielten Runden hat er eine Elo-Performance von 2526. Auch Valentin Baidetskiy hält sich mit 3 aus 5 Punkten die Chancen auf eine GM-Norm offen.

Für eine IM-Norm benötigen die Teilnehmer 4,5 Punkte, für eine Großmeister-Norm 6,5 Punkte.

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Weniger gut läuft das Turnier aus österreichischer Sicht bisher für Laurenz Borrmann (1 aus 5) und Robert Ernst (1.5 aus 5).

Nach fünf Runden hat das GM-Turnier in Wien die Halbzeit erreicht. Lukas Dotzer führt die Tabelle mit 4,5 Punkten an, gefolgt von Pechac (3,5 Punkte) sowie Subelj, Balint und Baidetskiy (jeweils 3 Punkte).

Die sechste Runde startete heute, am Samstag, dem 20.12., um 16:00. Die siebte und achte Partie ist um 15:00, nur die letzte Partie startet um 10:00. (fb)

Nationalspieler GM Felix Blohberger berichtet auf YouTube über das Turnier (Englisch): You-Tube Bericht Blohberger

Ergebnisse bei Chess-Results

Live-Übertragung der PartienLive Chess.com

Großmeisterturnier in Wien gestartet

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Im Haus des Sports in Wien startete heute ein geschlossenes Großmeisterturnier, organisiert für Österreichs größte Nachwuchshoffnungen. Gespielt wird vom 16. bis 23. Dezember mit einer Doppelrunde am Samstag, den 20.12. Die drei Großmeister im Turnier sind GM Adam Kozak (2546, HUN), GM Jan Šubelj (2537, SLO) und GM Jergus Pechac (2510, SVK). Letzterer, geboren 2001, ist der älteste (!) Teilnehmer im Turnier. Ein Altersdurchschnitt von nur 19 Jahren wird das Turnier besonders spannend und umkämpft machen.

Elostärkster Spieler aus Österreich ist IM Valentin Baidetskiy (2494), gefolgt von den jungen Talenten IM Lukas Dotzer (2478), FM Balint Peter (2427), IM Laurenz Borrmann (2423) und FM Robert Ernst (2382).

Weiters am Start sind IM Sanjin Culum (2436, BIH) und IM Marius Fromm (2411, GER).

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In der ersten Runde gab es bereits drei entscheidende Partien. Pechac startete mit einem unorthodoxen Spanier mit 3…Df6!? gegen Culum ambitioniert ins Turnier, die Partie endete jedoch im Remis. Das Österreicher-Duell Borrmann gegen Balint endete ebenfalls friedlich, nachdem Balint in einem schwierigen Endspiel einen Weg fand, eine Festung zu errichten.

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IM Lukas Dotzer knüpfte an seine starke Form aus der kroatischen Liga an, in der er seine erste GM-Norm erzielen konnte, und punktete gegen Valentin Baidetskiy voll. Ebenso konnten GM Šubelj gegen IM Fromm und GM Kozak gegen FM Ernst volle Punkte erzielen.

Die zweite Runde startet morgen um 15:00 MEZ. (fb)

Ergebnisse bei Chess-Results

Live-Übertragung der Partien, LIve Übertragung ChessBase, Live Chess.Com

Ankündigung Graz Open 2026

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In knapp über zwei Monaten, ab 14. Februar 2026, wird Österreichs größtes Schach Open im Standardschach wieder in Graz ausgetragen. Es werden über 400 Schachspieler aus dem In- und Ausland erwartet. Im Moment haben sich bereits Spieler aus 30 verschiedenen Schach Föderationen angemeldet. Das Turnier kehrt mit seiner 32igsten Auflage wieder an einen bekannten Ort zurück. Alle Gruppen spielen gemeinsam im Hotel Nova Park im Norden von Graz in einem wunderschönen Ambiente.

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Neben den Gruppen A/B/C, die neun Runden in sieben Tagen absolvieren, wird es auch wieder ein Wochenend- Turnier mit fünf Runden geben, das am Samstag startet und bereits am Montagabend beendet sein wird. Neu im Angebot, ist ein Seniorenturnier, alle Spieler und Spielerinnen über 50 sind hier angesprochen. Hier werden sieben Runden, ohne Doppelrunde, ausgetragen. Alle fünf Turniere zählen auch zur FIDE Wertung. Es wird insgesamt ein Preisgeld von € 12.000 ausgespielt. In der A- Gruppe, gibt es für besonders ambitionierte Spieler eine gute Möglichkeit auch Spielernormen zu erreichen. Zusätzlich werden die ersten 20 Bretter live im Internet übertragen.

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Neben dem engen Turnierprogramm gibt es auch die Möglichkeit an einer geleiteten Führung sich die Innenstadt von Graz näher anzusehen. Ein Highlight wird die „Players Party" am Mittwoch am Abend im bekannten Grazer Innenstadtlokal „Brot und Spiele" sein! Das Graz Open wird bereits am Freitag am späten Nachmittag (13. Februar) mit einem Blitzevent im Nova Park Hotel gestartet! Parkplätze direkt beim Hotel Nova Park sind im großen Umfang vorhanden. Das Hotel hat auch für Teilnehmer, die gerne direkt am Spielort nächtigen wollen, ein besonderes Arrangement mit Frühstück und Abendessen eingerichtet. (fb, Fotos/Text: Manfred Mussnig)

Turnierhomepage: Home | Chess Open Graz
Anmeldung per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Turnier-Ausschreibung

Anmeldestand bei Chess-Results

MOKE Rapid Rallye: Halbzeitbilanz nach acht Bewerben

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Mit dem stimmungsvollen Event Schach im Turm Dürnstein hat die MOKE Rapid Rallye am 7. Dezember ihre Halbzeitmarke erreicht. Acht Turniere – fünf OTB-Stationen und drei Online-Bewerbe – sind absolviert, und die neue Schnellschachserie des ÖSB hat sich schon jetzt als dynamisches, modernes Format etabliert. Die Mischung aus klassischen Turnieren im ganzen Bundesgebiet und regelmäßigen Online-Rallyes auf lichess.org sorgt für große Beteiligung und eine wachsende Community.

Neuer Bewerb in Klagenfurt stärkt die geografische Ausgewogenheit

Besonders erfreulich: Mit dem Erich-Schwarz-Gedenkturnier in Klagenfurt (15. Februar 2026) wurde ein weiteres OTB-Event in den Zyklus aufgenommen. Dadurch wird die geografische Verteilung der Turniere weiter verbessert – ein wichtiger Schritt, um Spielerinnen und Spielern aus allen Regionen Österreichs attraktive Teilnahmemöglichkeiten zu bieten.

Nächster Online-Bewerb: 2. Jänner auf lichess.org

Bereits zu Jahresbeginn geht es weiter:
Am 2. Jänner 2026 steht der nächste Online-Bewerb der Rallye (Modus 10+3, 7 Runden, Start 17:00 Uhr) auf dem Programm. Die Online-Turniere erfreuen sich großer Beliebtheit und sind ein niederschwelliger Zugang zum Gesamtzyklus, besonders für jene, die nicht an allen OTB-Events teilnehmen können.

Anmeldung bis Jahresende verlängert

Gute Nachrichten für alle, die noch einsteigen wollen:
Die Anmeldefrist zur MOKE Rapid Rallye wurde bis Jahresende verlängert. Eine Teilnahme ist weiterhin möglich – und da nur die besten sieben Ergebnisse für die Gesamtwertung zählen, bleiben auch Neueinsteiger wettbewerbsfähig. Mindestens zwei Turniere müssen aus der OTB-Serie stammen.

Anmeldung per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
(erforderlich: Name, FIDE-ID und Lichess-Username)

Hälfte geschafft – Spannung steigt

Die Event-Kommission des ÖSB zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung des neuen Formats. Die Rallye, dotiert mit 3.000 Euro Gesamtpreisgeld, läuft von Juli bis Ende Juni und bietet in ihrer Kombination aus Turnierserie, Flexibilität und österreichweiter Verankerung ein frisches Angebot für Rapidspielerinnen und -spieler.

Mit noch neun offenen Bewerben – darunter Highlights wie das Rabbit Rapid in Bad Vöslau, der Plus City Grand Prix in Pasching sowie die Schnellschach-Staatsmeisterschaft im Juni – bleibt das Rennen um die Gesamtwertung spannend. (as, Bild: Alexander Spritzendorfer)

Alle Informationen und Updates zur MOKE Rapid Rallye:

MOKE Rapid Rallye auf chess-results.com: https://s3.chess-results.com/tnr1203914.aspx?lan=0

Das war „Schach im Turm Dürnstein“ 2025

2025 12 9 Eröffnung

Eröffnung durch Bürgermeister Johann Riesenhuber, Organisator Alexander Spritzendorfer, Vizepräsidentin des NÖSV Mag. Sonja Hohendanner und Organisator Alfred Fürtler (vlnr) im Marmorsaal von Stift Dürnstein. (Foto: Hans Leitner)

Das malerische Stift Dürnstein war auch dieses Jahr Schauplatz eines besonderen Schachereignisses: Am 6. und 7. Dezember 2025 fand bereits zum dritten Mal das Turnier „Schach im Turm“ statt. Mit einer Kombination aus Blitz- und Schnellschach, einem starken Teilnehmerfeld und einer kommentierten Live-Übertragung lockte das Event Schachbegeisterte und ihre Begleitungen in den historischen Marmorsaal und zum Wachauer Advent.

Modus & Rahmenbedingungen

  • Datum & Ablauf: Das Turnier begann am Samstag mit einem Blitzturnier, gefolgt von einem Schnellschach-Turnier am Sonntag.
  • Zeitkontrolle: Für das Schnellschach wurde 12 + 5 Minuten pro Spieler bzw. Zug angesetzt, gespielt wurden 7 Runden im Schweizer System.
  • Jugendförderung: Ein besonderes Augenmerk wurde auf junge Talente gelegt: Im A-Turnier (Jugend/Schüler:innen bis 16 Jahre, bis 1600 Elo) hatten auch Anfänger:innen die Gelegenheit, Turnierluft zu schnuppern.

Diese Kombination aus gebotener Ernsthaftigkeit im Wettkampf und Offenheit für Nachwuchs macht „Schach im Turm“ zu einem inklusiven Erlebnis für Groß und Klein für Einsteiger:innen und Fortgeschrittene. Das Turnier wurde von Bürgermeister Johann Riesenhuber, NÖSV-Vizepräsidentin Mag. Sonja Hohendanner und den Organisatoren Alfred Fürtler und Alexander Spritzendorfer eröffnet.

Livestream & Reichweite

Wie bei früheren Turnieren gab es auch aus Dürnstein eine kommentierte Live-Übertragung der Spitzenbretter auf YouTube, Twitch.tv und Sportlandnoe.tv. Das Turnier wurde von Emanuel Högl, der als Isolani44 erfolgreich einen YouTube-Kanal betreibt, kommentiert. Damit wurde das Turnier auch für jene erlebbar, die nicht selbst vor Ort sein konnten.

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Livestream kommentiert von Isolani44 (Foto: Hans Leitner)

Ergebnisse & Highlight-Partien

Das große B-Turnier war stark besetzt — mit erfahrenen Spielern aus unterschiedlichen Vereinen, Regionen und Ländern. Zu den Favoriten zählten u.a. FM Vladislav Kundianok (ELO 2385), FM Philipp Enöckl (ELO 2306) und IM Harald Schneider-Zinner (ELO 2290). Durchsetzen konnte sich das junge Schachtalent aus St. Petersburg, Vladislav Kundianok, der seit einigen Jahren in Wien lebt. Platz 2 ging an den treuen Schach-im-Turm Teilnehmer FM Philipp Enöckl, Platz 3 sicherte sich Leo Herter aus Deutschland mit einer beeindruckende Elo-Leistung von 2276, vor IM Harald Schneider-Zinner, der in der letzten Runde mit einer Niederlage gegen Heinz Jünger (Platz 5) seine Siegeschancen verspielte.
Das Schachwochenende in Dürnstein stand ganz im Zeichen von FM Vladislav Kundianok, der nach seinem Sieg auf dem Semmering, sowohl das Blitzschach-Turnier am Samstag als auch das Schnellschach-Turnier am Sonntag für sich entscheiden konnte. Er konnte die begehrte Siegestrophäe (eine Smaragdeidechse des Künstlers Fritz Gall) gleich an beiden Tagen mitnehmen.
Auch wenn die Spiele und Duelle voll packender Spannung waren, für viele Teilnehmer:innen war die besondere Atmosphäre, die Herzlichkeit und das Adventmarkt-Angebot im Stiftshof das Highlight des Schachadvents in Dürnstein.
Beste Frau wurde bereits das dritte Mal in Folge WCM Steffie Schirmbeck. Sie gewann ein attraktives und wertvolles Schmuckset von Donau.Stein.Design Almesberger https://donausteindesign.com/ überreicht von Mag. Sonja Hohendanner, Vizepräsidentin des NÖSV.

Atmosphäre & Bedeutung

Was „Schach im Turm“ so besonders macht, ist nicht nur der sportliche Anspruch — sondern das Gesamterlebnis:

  • Der Marmorsaal des Stifts, die Spielatmoshäre im Künstlerzimmer, der Wachauer-Advent im Stiftshof mit den knisternden Feuerschalen und seiner weihnachtlichen Atmosphäre.
  • Der Schachevent verbindet Generationen: Jugendliche die ihre erste Turniererfahrung sammeln, treffen hier auf erfahrene Vereinsspieler, Einsteiger:innen auf Titelträger. Alle gemeinsam erleben hier miteinander Brett an Brett den besonderen Charme des Schachsports.
  • Durch die Live-Übertragung erreicht das Turnier nicht nur Teilnehmer:innen vor Ort, sondern Schachfans im gesamten deutschsprachigen Raum — und leistet damit einen Beitrag zur Popularisierung des Schachs in Österreich und darüber hinaus.

Gerade in einer Zeit, in der viele Veranstaltungen digital stattfinden, zeigt „Schach im Turm“, wie wertvoll das Schach-Erlebnis in reizvoller, realer Umgebung sein kann.

Fazit: Eine gelungene Verbindung von Tradition, Gemeinschaft und sportlichem Anspruch

Das 2025er „Schach im Turm Dürnstein“ war — ganz im Sinne seiner Vision — mehr als ein Turnier: Es war ein Ereignis — ein Treffpunkt für Schachfreunde, Jung und Alt, Einsteiger und Erfahrene — mitten in einer reichen historischen und adventlichen Kulisse.
Für alle, die mitgespielt haben, schauten oder einfach dabei waren: Es dürfte lange in Erinnerung bleiben — und Lust auf ein Wiedersehen in Dürnstein 2026 machen! (Text: Alexander Spritzendorfer, Fotos: Hans Leitner)

Ergebnisse auf chess-results.com
https://s1.chess-results.com/tnr1206758.aspx?lan=0&art=1&rd=7&SNode=S0

Fotos von Hans Leitner (https://www.hans-leitner.com/)
https://apps.scrappbook.de/HJN40cAnlg/

Die Spitzenbretter auf lichess.org:
https://lichess.org/broadcast/schach-im-turm-durnstein-2025/round-1/AxTrnVOu

Die Übertragung auf Sportlandnoe.tv:
https://sportlandnoe.tv/event/66588/schach-im-turm

Interview mit FM Vladislav Kundianok:
https://youtu.be/8cDz9QR5ysw?si=yD-ib7BbdJnrOjnD

Kurier-Artikel über Alfred Fürtler und Schach in Dürnstein:
https://www.pressreader.com/austria/kurier-3402/20251205/281784225407894?srsltid=AfmBOooxNZpVew8WAH4IqA-btZtEnr45eLQ5AUDypEXftUPBZEh3Ice8

2025 12 9 FM Vladislav Kundianok

Turniersieger FM Vladislav Kundianok (Foto: Hans Leitner)

MOKE Rapid Rallye – Zwischenstand und Einladung

Die MOKE Rapid Rallye geht in die nächste Runde! Am Freitag, dem 7. November 2025, wird um 17:00 Uhr auf Lichess.org (Link-> https://lichess.org/team/moke-rapi) wieder um Punkte, Prestige und Spaß gespielt. Das neue Schnellschachformat – bestehend aus OTB und Online-Turnieren - verbindet Spielerinnen und Spieler aus ganz Österreich (und darüber hinaus) zu einer lebendigen Turnierserie, die mit Spielspaß, lockerer Atmosphäre und attraktiven Preisen überzeugt.

Nach sechs Bewerben führt FM Harald Schneider-Zinner (103 Punkte) derzeit souverän die Gesamtwertung an. Dahinter folgen Leonhard Herter (50 Punkte) auf Platz zwei, vor Philipp Enöckl (40 Punkte) vom WSV Voestalpine Krems. In Lauerstellung befinden sich Patrick Fuchs, Julian Jetzl, Vladislav Kundianok und andere bekannte Namen der heimischen Schachszene.

Wer bisher noch nicht dabei war, hat jetzt die perfekte Gelegenheit zum Einstieg: Die Teilnahme ist kostenlos, gespielt wird auf der Plattform [lichess.org](https://lichess.org/team/moke-rapid-rallye), und jeder Bewerb bringt wertvolle Punkte für die Gesamtwertung. Ob ambitionierter Vereinsspieler oder motivierter Hobbyspieler – bei der MOKE Rapid Rallye zählt der Spaß am Spiel!

Die Anmeldefrist wurde noch einmal um ein paar Tage verlängert und endet nun am Donnerstag, den 6. November 2025 um 24 Uhr. Anmeldungen bitte schriftlich unter Angabe der FIDE-ID und des Lichess-Usernamens per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Alexander Spritzendorfer, Vorsitzender der Event-Kommission des Österreichischen Schachbundes, betont die Zielsetzung der Serie: „Wir wollen mit der MOKE Rapid Rallye die Brücke zwischen Online- und Präsenzschach schlagen. Viele Spielerinnen und Spieler sind online sehr aktiv – wir möchten sie ermutigen, auch an OTB-Turnieren teilzunehmen und den Weg in einen Schachverein zu finden.“
Jetzt mitmachen, Punkte sammeln und Teil der MOKE-Community werden! (wk, Text: Alexander Spritzendorfer)

Zwischenstand MOKO Rapid Rallye (pdf)

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Vladislav Kundianok gewinnt Rudolf-Spielmann-Gedenkturnier am Semmering

Am Samstag, dem 25. Oktober 2025, fand im historischen Südbahnhotel am Semmering das Rudolf -Spielmann-Gedenkturnier statt. Unter dem Titel “Schach im Turm” richtete der Schachklub Ottenschlag das Turnier aus. Die Bedenkzeit betrug 10 Minuten plus 5 Sekunden Inkrement pro Zug. Gespielt wurden sieben Runden im Schweizer System.

Das internationale Turnier wurde in drei Gruppen ausgetragen:
Gruppe A (Hauptturnier) für Spielerinnen und Spieler über 1800 ELO.
Gruppe B (Offenes Turnier) bis maximal 2000 ELO.
Gruppe C (Jugendturnier) für Jugendliche bis Jahrgang 2009 und maximal 1600 ELO.

Das Südbahnhotel am Semmering bot den rund 140 TeilnehmerInnen bei herrlichem Herbstwetter eine stimmungsvolle Kulisse. Das Turnier wurde, kommentiert von den Staatsmeistern GM Felix Blohberger und WIM Veronika Exler, live übertragen. https://sportlandnoe.tv/event/63414/schach-im-turm

Prominente Beteiligung & Ehrungen

Mit dabei war IM Georgios Souleidis, der aus Hamburg angereist war, um die einzigartige Turnieratmosphäre im vormals modernsten Hotel der Welt zu erleben. Im Endklassement belegte er mit 4 Punkten Platz 12 in der stark besetzten Gruppe A. Ebenfalls am Start: der österreichische Schachstreamer Emanuel Högl („Isolani44“), der mit 4 Punkten Platz 16 erreichte.

Eine Ehrung für sein langjähriges Engagement im Schachsport als Fotograf erhielt der Oberösterreicher Peter Kranzl. Präsident Mag. Christian Kindl und Organisator Alexander Spritzendorfer verliehen ihm zu Beginn der Siegerehrung das bronzene Ehrenzeichen des NÖ-Schachverbands.

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Im stark besetzten Spielerfeld waren u.a. vertreten: FM Harald Schneider‑Zinner (Präsident der Chesssports Association), FM Anatol Vitouch (Schachkolumnist bei Der Standard), GM Lev Yankelevic und IM Konstantin Peyrer (Gewinner Turnier auf der Schallaburg). Mag. Christian Kindl (Präsident des Niederösterreichischer Schachverbands) und Gerd Mitter (Präsident des Steirischen Schachverbandes), sowie die Semmeringer Gemeinderätin eröffneten jeweils eine Spielrunde.

FM Robert Ernst wird NÖ-Landesmeister im Schnellschach

Im Rahmen des Rudolf-Spielmann-Gedenkturniers wurden auch die NÖ-Landesmeisterschaften im Schnellschach ausgetragen, die der junge FM Robert Ernst mit einem ausgezeichneten Ergebnis für sich entscheiden konnte.

Ergebnisüberblick – Gruppe A
Aus Gruppe A (Hauptturnier) stammen folgende Top-Platzierungen:
1. Platz: FM Vladislav Kundianok (SK Austria Wien) mit 6 aus 7.
2. Platz: IM Jakub Pulpan (CZE) mit 5,5 Punkten.
3. Platz: IM Yevgeniy Roshka (UKR) mit 5,5 Punkten.

Vladislav Kundianok konnte mit seinem Sieg an seine gute Form anknüpfen: beim Schach im Turm Turnier im Dezember 2024 in Dürnstein belegte er, punktegleich mit dem Sieger Roman Pyrih, den zweiten Platz.

Gruppen B & C – Gewinner & Nachwuchs

In der Gruppe B entschied erst die Zweitwertung über Sieg und Niederlage. Milos Modric (ASKÖ Leonding) konnte sich knapp vor Maximilian Harmtodt aus Fürstenfeld und Dr. Wolfgang Monschein vom SK Loosdorf (alle 6 Punkte) das Preisgeld in Höhe von € 500.- für den Sieg im B-Turnier sichern.

Im Jugendturnier, von dem die ersten 4 Bretter live übertragen wurden siegte Erik Gansterer vom SK Favoriten ohne Punkteverlust deutlich vor Robin Götze (Sk Ottakring) und Amirgarsha Malekidoorzadehsarv (SC Polyglott). Der Sieger im Jugendturnier konnte sich über ein großzügiges Preisgeld in Höhe von € 400.- freuen.

Preise wurden auch an den ältesten und jüngsten Turnierteilnehmer vergeben.
https://bsbschach.club/2025/10/26/rudolf-spielmann-gedenkturnier

Fazit & Ausblick

Das Gedenkturnier zu Ehren von Rudolf Spielmann hat sich in der Kulisse des Semmering als hochwertiges Schnellschach-Event präsentiert. Mit starker Besetzung (Titelträger, internationale Gäste), einem attraktiven Rahmenprogramm (Führung durch das legendäre Südbahnhotel, zahlreiche prominente Gäste und TeilnehmerInnen und eine Ehrung) sowie einer gelungenen Verbindung aus sportlichem Wettbewerb und gesellschaftlicher Begegnung.

Der Sieg von Vladislav Kundianok hebt hervor, wie wichtig der Mix aus etablierten Spielern und aufstrebenden Talenten in solchen Turnieren ist. Zugleich zeigte die Beteiligung von Georgios Souleidis und Emanuel Högl, dass auch Online-affine und moderne Formate im klassischen Turnierumfeld vertreten sind. (wk, Bericht: Alexander Spritzendorfer, Beitragsfotos: Peter Kranzl, Hans Leitner)

Links: Turnier auf Sportland NÖ-TVTurnier auf chess.comTurnier auf chess-results.com
Fotos: Peter Kranzl, Hans Leitner

Schwammerlturm-Blitzturnier 2025: Yevgenyi Roshka erneut souveräner Sieger

Bereits zum 23. Mal fand am Nationalfeiertag das traditionelle Schwammerlturm-Blitzturnier in Leoben statt. Im festlichen Saal des Restaurants Gösser-Bräu traten 48 Spielerinnen und Spieler an, um einen wahren „geistigen Fitmarsch“ zu absolvieren und in 13 Runden um den Turniersieg zu kämpfen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Bürgermeister der Stadt Leoben, Kurt Wallner, der die Bedeutung des Vereinslebens sowie die erfolgreichen Leistungen des Leobner Schachklubs in Vergangenheit und Gegenwart hervorhob.

Turnierfavorit Yevgenyi Roshka zeigte sich von Beginn an in beeindruckender Form und dominierte das Feld klar. Mit 13 Punkten aus 13 Partien gelang ihm – wie bereits im Vorjahr – ein perfekter Score. Eine bemerkenswerte Leistung, die seinen Status als Blitzspezialist eindrucksvoll bestätigt.

Spannend blieb das Rennen um die weiteren Podestplätze. Philipp Rosol sicherte sich mit starken 10 Punkten den zweiten Rang. Auf Platz drei landete Ing. Rainer Staberhofer, dem dank eines starken Endspurts 9 Punkte und eine günstige Buchholzwertung den Sprung aufs Podest ermöglichten.

Mit zahlreichen Kategoriepreisen sowie Sachpreisen für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer klang dieses traditionsreiche Turnier in gewohnt angenehmer Atmosphäre aus. Der Schachklub Leoben bedankt sich für die große Beteiligung und freut sich bereits auf die nächste Ausgabe des Schwammerlturm-Blitzturniers. (wk, Info/Foto: Karl-Heinz Schein)

Ergebnisse bei Chess-Results