Chess Classic: Carlsen schlägt auch Svidler
In der vorletzten Runde der Grenke Chess Classic wahrt Fabiano Caruana mit einem Schwarzsieg gegen Lokalmatodor Georg Meier seine Chance auf den Turniersieg. Es bleibt ihm aber nur eine kleine Chance. Denn Magnus Carlsen gelingt gegen Peter Svidler erneut ein überzeugender Sieg. Svidler vermeidet mit 3.Sc3 einen Sweschnikov Sizilianer vermag Carlsen aber keine Probleme zu stellen. Im Gegenteil. Carlsen erlangt mit einem kleinen Trick, den Svidler offenbar übersehen hat, eine überlegene Stellung. Dier siebenfache russische Meister beweist Humor und lässt sich in aussichtsloser Stellung hübsch Matt setzen. Ein Sieg gelang gestern auch Maxime Vachier-Lagrave gegen Vincent Keymar. Er festigt hinter Carlsen (6,5) und Caruana (5,5) mit fünf Punkten den dritten Platz und hat einen Punkt Vorsprung auf Svidler, Anand, Naiditsch und Aronian. Im Duell der Verlierer des Vortags trennten sich Aronian und Anand ebenso mit einem Remis wie Vallejo Pons und Naiditsch. Heute reicht Carlsen bereits ein Remis gegen Vachier-Lagrave zum Turniersieg. Caruana muss gegen Aronian unbedingt gewinnen und auf eine Niederlage des Weltmeisters hoffen. Die Schlussrunde beginnt um 15:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
Turnierseite: GRENKE Chess Classic,Ergebnisse bei Chess-Results

Magnus Carlsen scheint beim Grenke Chess-Classic nicht zu bremsen zu sein. In der siebenten Runde gewinnt der Weltmeister gegen Levon Aronian seine vierte Partie in beeindruckendem Stil. In der Eröffnung gleicht Aronian zwar aus, aber seine Stellung ist schwerer zu spielen. Er verbraucht viel Zeit, findet aber keinen guten Plan. Carlsen kann als Erster der Runde die Partie siegreich beenden. Aus der Gruppe der sechs punktegleichen Verfolger gelingt nur Fabiano Caruana gegen Arkadij Naiditsch in 33 Zügen ein Sieg und mit einem Punkt Rückstand wahrt er seine Chance auf den Turniersieg. Die Überraschung der Runde ist der Schwarzsieg von Georg Meier gegen Vishy Anand. Anand war nach der Papierform der klare Favorit, findet aber gegen die Rubinstein-Verteidigung des Deutschen kein Rezept. Immerhin gelingt es ihm eine schwierige Stellung zu stabilisieren, aber genau da passiert Anand ein Versehen, das die Partie doch noch verliert. Ein schöner Erfolg ist auch die Punkteteilung für Vincent Keymar gegen Peter Svidler. Eine Teilung der Punkte gibt es auch zwischen Maxime Vachier-Lagrave und Francisco Vallejo Pons. Heute kommt es im Fernduell um den Titel ab 15:00 Uhr zu den Partien Meier-Caruana und Svidler-Carlsen. (wk, Foto: Turnierseite)
Magnus Carlsen ist beim Grenke Chess Classic, das seit heute nach einem Ruhetag in Baden-Baden fortgesetzt wird, auf dem Weg zu seinem dritten Turniersieg 2019 nach Wijk aan Zee und dem Gashimov Memorial in Shamkir. Carlsen gewinnt gegen Georg Meier mit Schwarz seine dritte Partie und hält nach sechs Runden bei viereinhalb Punkten. Da Vishy Anand gegen Arkadij Naiditsch strauchelt, hat Carlsen drei Runden vor Schluss einen ganzen Punkt Vorsprung auf Anand und Caruana. Allerdings ist sein Restprogramm mit Aronian, Svidler und Vachier-Lagrave alles andere als leicht. Darin liegt die Chance für die Verfolger, dazu gehören neben Anand und Caruana auch Svidler, Naiditsch, Vachier-Lagrave und Aronian, noch aufzuschließen. Erste Erfolge gibt es für Deutschlands vierzehnjährigen Vincent Keymar. In der fünfte Runde gewinnt er das deutsche Duell gegen Georg Meier und in der sechsten knöpft er mit Levon Aronian einen halben Punkt ab. Die siebente Runde folgt morgen, Samstag, um 15:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
Die vierte Runde der Grenke Chess Classic brachte den großen Schlager zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana. Die Beiden spielten erstmals seit der WM im November 2018 gegeneinander und setzten ihre damalige Diskussion in der Sweschnikov-Variante fort. Caruana schien besser aus der Eröffnung zu kommen, bald wendete sich das Blatt aber zugunsten Carlsens. Caruana verteidigt sich genau und rettet den halben Punkt. Der erste Sieg der Runde gelang Levon Aronian gegen Peter Svidler, der einfach einen schlechten Tag erwischt. Ein feiner Sieg in einer Caro-Kann Verteidigung geht an Vishy Anand gegen Francisco Vallejo-Pons. Der Inder schließt in der Tabelle zu Carlsen auf. Arkadij Naiditsch besiegt Vincent Keymer in einem deutschen Duell im Königsangriff. Die deutsche Hoffnung zahlt mit ihrer vierten Niederlage in Folge einiges an Lehrgeld und muss weiter auf ein erstes Erfolgserlebnis warten. Die längste Partie der Runde spielen Georg Meier und Maxime Vachier-Lagrave. Der Franzose gewinnt um den 50 Zug einen Bauern und presst danach in 96 Zügen den Gewinn aus der Stellung. In der Tabelle haben Svidler, MVL, Caruana und Aronian einen halben Punkte Rückstand auf das neue Führungs-Duo. Heute spielen ab 15:00 Uhr Anand-Caruana, MVL-Aronian und Carlsen-Naiditsch. (wk, Foto: Turnierseite)
Deutschland feiert mit Daniel Fridman einen Heimsieg beim Grenke Chess Open 2019 in Karlsruhe. Nach harten neun Runden Schweizer System in fünf Tagen teilen acht Spieler der 904 Teilnehmer des A-Opens mit je 7,5 Punkten die Spitze. Nach Feinwertung siegt Fridman vor Korobov (UKR) und Heimann (GER). Auf den Plätzen landen Ter Sahakyan (ARM), Gukesh (IND), Bluebaum (GER), Donchenko (GER) und Banusz (HUN). Von den Österreichern erreichen Valentin Dragnev und Christoph Menezes mit Eloleistungen von fast 2500 jeweils 6,5 Punkte. Sechs Punkte erkämpfen Florian Mesaros, Georg Fröwis, Georg Kilgus und Florian Schwabeneder. Anna-Christian Ragger erreicht wie Emanuel Frank fünf Punkte und bleibt dabei mit fünf Siegen und vier Niederlagen ohne Punkteteilung.