Mitropa: 2:2 gegen Tschechien
Österreichs junge Herrenmannschaft beginnt den Mitropacup in Radenci mit einem respektablen 2:2 gegen die Tschechische Republik. Dabei beginnt das Match nicht gut. Tomas Kraus bringt die Tschechen gegen Florian Mesaros rasch in Führung. Felix Blohberger kann am zweiten Brett gegen Jan Vykouk nur remisieren. In der zweiten Weißpartie gelingt Dominik Horvath gegen Jan Meisbauer aber der wichtige Ausgleich. Valentin Dragnev opfert am Spitzenbrett gegen Thai Dai Van Nguyen eine Figur, muss nach einer Ungenauigkeit allerdings lange ums Remis kämpfen. Sein Kampfgeist wird belohnt, die Punkteteilung sichert das 2:2. Weniger gut starten die Frauen mit einem 1:3 gegen Kroatien ins Turnier. Am Spitzenbrett remisiert Anna-Christian Ragger, dahinter verlieren aber Katharina Newrkla und Elisabeth Hapala knapp vor der ersten Zeitkontrolle durch Fehler ihre guten Stellungen. Jasmin-Denise Schloffer gelingt bei ihrem Debüt eine Punkteteilung. Heute spielen ab 15:00 Uhr die Frauen gegen Frankreich, auf die Herren wartet Italien. (wk, Foto: David Shengelia)
Website, Ergebnisse bei Chess-Results

Der Mitropacup 2019 findet heuer vom 27. Mai bis 4. Juni in Radenci, Slowenien, statt. Österreichs Herren treten in der Besetzung Valentin Dragnev, David Shengelia, Felix Blohberger, Florian Mesaros und Dominik Horvath an, wobei Bundestrainer Shengelia die Rolle eines Playing-Captains inne hat. Favorit in der "Open Section" ist die Schweiz mit einem Eloschnitt von 2523. Österreich ist mit 2490 hinter Tschechien und Kroation Vierter, allerdings liegen alle Teams eng zusammen. In der "Womens Section" stellt Deutschland kein Team, daher sind nur neun Mannschaften am Start. Österreich spielt mit Anna-Christian Ragger, Katharina Newrkla, Elisabeth Hapala, Jasmin-Denise Schloffer und Annika Fröwis und hat mit 2179 den höchsten Eloschnitt aller Teams. Captain ist Frauen-Bundestrainer Harald Schneider-Zinner. Aber auch bei den Frauen sind die Unterschiede im Eloschnitt heuer nicht so groß wie in den Vorjahren. Zum Auftakt treffen unsere Frauen heute ab 15:00 Uhr auf Kroation, die Herren spielen gegen die Tschechische Republik. Auf der Turnierseite ist eine Live-Übertragung angekündigt. (wk, Foto: Turnierseite)
Die IMSA, das ist der Dachverband der Denksportarten, führt in Hengshui ihre jährliche IMSA World Master Championships durch. Schach ist vom 14. bis 18. Mai mit Rapid und Blitz dabei. Am Start sind je 20 Spieler und Spielerinnen. Im Schnellschach gewann der Ukrainer Anton Korobov überlegen mit 8,5 Punkten aus 11 Partien vor dem Neo-US-Amerikaner Leinier Dominguez und dem Chinesen Le Quang Liem (beide 7). Im Frauenbewerb gibt es mit Alexandra Kosteniuk (8/11) und Valentina Gunina (7) einen russischen Doppelsieg. Dritte wird die Ukrainerin Maryia Muzychuk (6,5). Deutschlands Elisabeth Pähtz wird Achte. Heute ist die Entscheidung im Blitzschach gefallen. Gold gewinnt der Chinese Xiangzhi Bu mit 14,5 Punkten aus 22 Partien vor Anton Korobov (13,5) und dem Ungarn Richard Rapport (13,0). Bei den Frauen gewinnt die Chinesin Tingjie Lei mit 15 Punkten dank besserer Feinwertung vor Alexandra Kosteniuk und ihrer Landsfrau Zhongyi Tan (13,5). (wk, Foto: Turnierseite)
In Moskau begann gestern die erste Station des von World Chess organisierten FIDE Grand Prix 2019. Weitere Stationen folgen in Jumala (nahe Riga), Hamburg und Tel Aviv. Der Preisfonds beträgt 130.000 Euro pro Turnier und zusätzlich 280.000 Euro für die Serie, die heuer in einem neuen Format im K.O.-System gespielt wird. Die ersten Zwei der Serie qualifizieren sich zudem für das Kandidatenturnier. Am Start sind in Moskau 16 der besten Spieler der Welt. In der Hinrunde der ersten Matches gab es gestern in den acht Begegnungen drei Sieger, wobei mit Aronian, Mamedyarov und So drei potenzielle Sieganwärter stolperten und heute siegen müssen um nicht in der ersten Runde auszuscheiden. Dem Polen Jan Krysztof Duda gelingt gegen Wesley So ebenso ein überzeugender Sieg wie Ian Nepomniachtchi gegen Levon Aronian. Anders verläuft die Partie zwischen Radoslaw Wojtaszek und Shakryiar Mamedyarov. Der Pole gerät zuerst deutlich in Nachteil, Mamedyarov findet aber mit zwei Figuren gegen einen Turm nicht den Weg zum Sieg, verliert dann sogar eine Figur und damit die Partie. Die Rückrunde folgt heute ab 14:00 (MESZ) und wird auf der Turnierseite und allen großen Schach-Portalen live übertragen. (wk, Foto: Turnierseite)
Magnus Carlsen dominiert die erste Station der Grand Chess Tour in Abidjan mit einem Gesamtscore von 26,5 Punkten von 36 möglichen. Den Turniersieg sichert Carlsen beim ersten Antreten eines aktiven Weltmeisters bei einem hochkarätigen Turnier in Afrika bereits zwei Runden vor Schluss mit einem Remis gegen Wesley So und damit ein Preisgeld von 37.500 Dollar und 13 GCT Punkten für die Gesamtwertung. Ganz zufrieden ist er trotzdem nicht, weil er in der Blitzwertung zweimal gegen Maxime-Vachier Lagrave verloren hat und dem Franzosen in der Blitzwertung um einen halben Punkt den Vortritt lassen musste. Zudem ist ihm MVL in der Blitzweltrangliste auf einen Punkt nahe gekommen. Vachier-Lagrave teilt an der Elfenbeinküste den zweiten Platz mit Hikaru Nakamura, weil dieser in der Schlussrunde gegen Carlsen verliert. Beide bekommen ein Preisgeld von je 22.000 Dollar und 9 GCT Punkte. Auf den Plätzen folgen Wesley So (7 GCT Punkte), Ding Liren (6), Wei Yi (5), Ian Nepomniachtichi, Sergey Karjakin (je 3,5), Veselin Topalov (2) und der afrikanische Lokalmatador Bassem Amin (1). Er hatte einen schweren Start wurde aber mit 2,5/3 zum Stolperstein für Nakamura. Der nächste Auftritt der Grand Chess Tour ist ab 26. Juni ein klassischer Event in Zagreb. (wk, Foto: Website)