Mitropa: Österreich noch sieglos
Die österreichischen Teams warten beim Mitropacup in Radenci noch auf einen ersten Sieg. Die Herren spielen gestern gegen Italien erneut 2:2, wobei die Anziehenden jeweils das Brett als Sieger verlassen. Valentin Dragnev und Florian Mesaros gewinnen gegen Andreas Stella bzw. Luca Shytaj. Dominik Horvath gerät gegen Lorenzo Lodice rasch in Nachteil und kann die Partie nicht halten. Den ersten Mannschaftssieg verpasst dann Felix Blohberger. Er verteidigt sich in schlechter und wohl verlorener Stellung hartnäckig und kann ein Springer Endspiel mit zwei gegen einen Bauern am gleichen Flügel erreichen. Gerade als das Remis nahe scheint, verrechnet sich Blohberger beim Übergang ins Bauernendspiel. Die Frauen verlieren gegen Frankreich knapp mit 1,5:2,5. Anna-Christina Ragger, Jasmin-Denise Schloffer und Annika Fröwis remisieren ihre Partien. Leider kann Katharina Newrkla ihren Elovorteil gegen Anaelle Afraoui nicht ausspielen. Ihre Niederlage besiegelt auch jene des Teams. Heute treffen die Frauen auf Gastgeber Slowenien, die Herren spielen gegen Frankreich. (wk, Foto: Turnierseite)
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Markus Ragger gewinnt mit seinem Klub Bischwiller die Top-12 Liga in Frankreich. Das entscheidende Match gewinnt sein Klub in der Vorschlussrunde gegen Hauptkonkurrent Asnieres - le Grand Echiquier mit Maxime Vachier-Lagrave und Pentala Harikrishna knapp mit 2:1, wobei in Frankreich für das Ergebnis nur die Siegpunkte gezählt werden. Bischwiller spielte an den Spitzenbrettern mit Ragger, Fressinet, Naiditsch und Bacrot. Ragger remisierte am ersten Brett gegen Harikrishna. Die Siegpunkte gelangen Naiditsch gegen Cornette und Rodshtein gegen Gozzoli. Bischwiller gelingt heuer sogar eine makellose Saison, alle elf Begegnungen werden gewonnen. Ragger bleibt ungeschlagen und trägt sieben Punkte aus zehn Partien zum Gewinn des Meistertitels bei. Er gewinnt die ersten drei Partien gegen Wagner, Charmeteau und Ribbegren und in der Schlussrunde gegen Sokolov. In der Weltrangliste vom Juni sollte Ragger mit 2684 am 55. Platz aufscheinen. (wk, Foto: Turnierseite)
Österreichs junge Herrenmannschaft beginnt den Mitropacup in Radenci mit einem respektablen 2:2 gegen die Tschechische Republik. Dabei beginnt das Match nicht gut. Tomas Kraus bringt die Tschechen gegen Florian Mesaros rasch in Führung. Felix Blohberger kann am zweiten Brett gegen Jan Vykouk nur remisieren. In der zweiten Weißpartie gelingt Dominik Horvath gegen Jan Meisbauer aber der wichtige Ausgleich. Valentin Dragnev opfert am Spitzenbrett gegen Thai Dai Van Nguyen eine Figur, muss nach einer Ungenauigkeit allerdings lange ums Remis kämpfen. Sein Kampfgeist wird belohnt, die Punkteteilung sichert das 2:2. Weniger gut starten die Frauen mit einem 1:3 gegen Kroatien ins Turnier. Am Spitzenbrett remisiert Anna-Christian Ragger, dahinter verlieren aber Katharina Newrkla und Elisabeth Hapala knapp vor der ersten Zeitkontrolle durch Fehler ihre guten Stellungen. Jasmin-Denise Schloffer gelingt bei ihrem Debüt eine Punkteteilung. Heute spielen ab 15:00 Uhr die Frauen gegen Frankreich, auf die Herren wartet Italien. (wk, Foto: David Shengelia)
Der Mitropacup 2019 findet heuer vom 27. Mai bis 4. Juni in Radenci, Slowenien, statt. Österreichs Herren treten in der Besetzung Valentin Dragnev, David Shengelia, Felix Blohberger, Florian Mesaros und Dominik Horvath an, wobei Bundestrainer Shengelia die Rolle eines Playing-Captains inne hat. Favorit in der "Open Section" ist die Schweiz mit einem Eloschnitt von 2523. Österreich ist mit 2490 hinter Tschechien und Kroation Vierter, allerdings liegen alle Teams eng zusammen. In der "Womens Section" stellt Deutschland kein Team, daher sind nur neun Mannschaften am Start. Österreich spielt mit Anna-Christian Ragger, Katharina Newrkla, Elisabeth Hapala, Jasmin-Denise Schloffer und Annika Fröwis und hat mit 2179 den höchsten Eloschnitt aller Teams. Captain ist Frauen-Bundestrainer Harald Schneider-Zinner. Aber auch bei den Frauen sind die Unterschiede im Eloschnitt heuer nicht so groß wie in den Vorjahren. Zum Auftakt treffen unsere Frauen heute ab 15:00 Uhr auf Kroation, die Herren spielen gegen die Tschechische Republik. Auf der Turnierseite ist eine Live-Übertragung angekündigt. (wk, Foto: Turnierseite)
Die IMSA, das ist der Dachverband der Denksportarten, führt in Hengshui ihre jährliche IMSA World Master Championships durch. Schach ist vom 14. bis 18. Mai mit Rapid und Blitz dabei. Am Start sind je 20 Spieler und Spielerinnen. Im Schnellschach gewann der Ukrainer Anton Korobov überlegen mit 8,5 Punkten aus 11 Partien vor dem Neo-US-Amerikaner Leinier Dominguez und dem Chinesen Le Quang Liem (beide 7). Im Frauenbewerb gibt es mit Alexandra Kosteniuk (8/11) und Valentina Gunina (7) einen russischen Doppelsieg. Dritte wird die Ukrainerin Maryia Muzychuk (6,5). Deutschlands Elisabeth Pähtz wird Achte. Heute ist die Entscheidung im Blitzschach gefallen. Gold gewinnt der Chinese Xiangzhi Bu mit 14,5 Punkten aus 22 Partien vor Anton Korobov (13,5) und dem Ungarn Richard Rapport (13,0). Bei den Frauen gewinnt die Chinesin Tingjie Lei mit 15 Punkten dank besserer Feinwertung vor Alexandra Kosteniuk und ihrer Landsfrau Zhongyi Tan (13,5). (wk, Foto: Turnierseite)