Santosh Vidit siegt im Biel-"Triathlon"
Santosh Vidit gewinnt einen "Schach-Triathlon" beim Schach Festival in Biel vor Sam Shankland und Peter Leko. Der "Triathlon" bestand aus je sieben Standard- und Rapidpartien sowie achtzehn im Blitz, wobei es im Rapid zwei Punkte für einen Sieg und einen für ein Remis und im Standard drei für einen Sieg und einen für ein Remis gab. Blitz wurde wie üblich bewertet. Vidit verdankt seinen Gesamtsieg einem phantastischen Ergebnis mit 15 Punkten in den klassischen Partien. Nodirbek Abdusattorov holt 10, Shankland und Leko je 9. Ungarns Peter Leko war im Rapid mit 10 Punkten der Beste, knapp gefolgt von Shankland (9) und Vidit sowie Parham Maghsoodloo (je 7). Im Blitz hatte wieder Vidit mit 11 Punkten die Nase vor Shankland (10) und Maghsoodloo (9,5). Leko ist hier mit 6,5 abgefallen. In der Gesamtwertung holte Vidit daher mit 34 Punkten überlegen den Sieg vor Shankland (28). Das Open gewinnt der Iraner Mamin Tabatabaei mit sieben Punkten vor Gata Kamski (USA), Alexander Donchenko (GER) und weiteren acht Spielern mit je sechseinhalb Punkten, darunter mit Jeffery Xiong auch der Elofavorit. Deutschlands Nachwuchshoffnung Vincent Keymer ladet mit sechs Punkten am 15. Platz, das ist 16 Plätze besser als seine Einstufung. Einziger Österreicher im Feld ist Gunnar Schnepp mit vier Punkten am 78. Platz. (wk, Foto: ChessBase)
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Die Grand Chess Tour weilt mit ihrer dritten Station 2019 gerade in Paris. Am Programm stehen in einem Rapid/Blitz Event neun Runden Schnellschach an drei Tagen sowie nach einem Ruhetag 18 Runden Blitz an zwei Tagen. Heute folgt ab 15:00 MEZ bereits der dritte Spieltag. Nach sechs von neun Runden Schnellschach führt Maxime Vachier-Lagrave mit 9 Punkten von 12 möglichen (im Schnellschach zählen die Punkte doppelt). Gefährlich können ihm heute vor allem Vishy Anand und Ian-Krzsysztof Duda (beide 8) sowie Alexander Grischuk (7) werden. Caruana, Nepomniachtchi und Nakmarua folgen mit je sechs Punkte. Am Ende liegen Mamedyarov (5), Dubov (3) und Giri (2). (wk, Foto: Veranstalter)
Shakriyar Mamedyarov gewinnt das Grand Prix Turnier der FIDE in Riga mit einem Finalsieg gegen Maxime Vachier-Lagrave. Das Finale bleibt aber bis zum Schluss spannend. Mamedyarov kann in der ersten klassischen Partie in Führung geheh, allerdings gelingt dem Franzosen in einer "must win situation" in der zweiten der Ausgleich. Ein Tie-Break musste daher entscheiden. Die ersten beiden Schnellschachpartien enden ebenso remis wie die nächsten beiden mit kürzerer Bedenkzeit. In den anschließenden Blitzpartien ist jeder der beiden Spieler einmal erfolgreich. Am Ende entscheidet daher eine Armageddon Partie über den Turniersieg. Mamedyarov bekommt die schwarzen Steine zugelost, Vachier-Lagrave muss daher gewinnen. Das gelingt ihm letztlich nicht. Am Ende überschreitet er die Zeit und Mamedyarov bekommt zehn Punkte für die Grand-Prix-Gesamtwertung. Er führt gemeinsam mit Grischuk, der allerdings bereits zwei Turnier gespielt hat. Aussichtsreich im Kampf um die beiden Plätze für das Kandidatenturnier liegen zudem Ian Neopomniachtchi (9 Punkte) und Maxime Vachier-Lagrave (8). Es folgen noch die Turniere in Hamburg und Tel-Aviv. (wk, Logo: FIDE)
Im Finale des Grand Prix Turniers in Riga werden Shakriyar Mamedyarov und Maxime Vachier-Lagrave um den Sieg kämpfen. Mamedyarov schafft den Aufstieg in das Finale mit 1,5:0,5 gegen Wesley So. Nach seinem Sieg in der ersten Partie wählt Mamedyarov in der zweiten das angenommene Damengambit. So bemüht sich in einer technischen Stellung um den Ausgleich, aber Mamedyarov lässt keine Schwächen zu und hält die Partie stets im Gleichgewicht. Im zweiten Semifinale versucht Alexander Grischuk mit 3.h4 eine außergewöhnliche Anti-Grünfeld-Idee gegen die Lieblingswaffe seines Gegners Maxime Vachier-Lagrave. Der Franzose kontert aber geschickt mit einem Wolga-Gambit, in dem h4 nicht zum üblichen Setup des Anziehenden gehört. Bald muss Grischuk in schlechterer Stellung um Ausgleich kämpfen. Nach der ersten Zeitkontrolle verliert er dann engültig die Kontrolle über die Stellung und der Franzose ist mit 1,5:0,5 weiter. Das Finale beginnt morgen, Montag, um 14:00 Uhr MEZ. (wk, Logo: FIDE)
Shakriyar Mamedyarov ist beim zweiten Grand Prix Turnier 2019 in Riga am besten Weg in das Finale. In der heutigen Hinrunde gewinnt Aserbeidschans Vorkämpfer mit Weiß gegen Wesley So. Der Amerikaner wird offenbar von einer Neuerung überrascht und wählt kurz darauf ein zweifelhaftes Figurenopfer, obwohl er drei andere gute Züge zur Auswahl hatte. Vermutlich ist So dabei ein Rechenfehler unterlaufen, denn kurz darauf war seine Stellung verloren. Er kämpfte zwar noch einige Züge weiter, aber ohne Aussicht auf Erfolg. Im zweiten Semifinale trennen sich Maxime Vachier-Lagrave und Alexander Grischuk mit einem Remis. Grischuk wählt die solide Berliner Verteidigung und hat keine Probleme die Stellung im Gleichgewicht zu halten. Nach etlichen Vereinfachungen einigen sich die Kontrahenten im 33. Zug mit einer Punkteteilung. Die Rückrunde beginnt morgen, Freitag, um 14:00 Uhr MEZ. Sollte es nach den beiden klassischen Partien 1:1 stehen, folgt am Samstag ein Tie-Break. Vor dem abschließenden Finale ist am Sonntag noch ein Ruhetag angesetzt. (wk, Logo: FIDE)