World Cup startet heute in Khanty-Mansiysk
Der 10. FIDE World Cup beginnt heute im russischen Khanty-Mansiysk, Ugra, um 12:00 Uhr MEZ mit der ersten Runde. Es ist bereits das fünfte Mal, dass ein World Cup in Ugra ausgetragen wird. 128 Spieler haben sich qualifiziert und spielen im K.O.-System um zwei Plätze für das nächste Kandidatenturnier. Der Modus besteht aus Mini-Matches bestehend aus zwei Partien Standardschach und einem Tie-Break bei Gleichstand. Im Tie-Break werden zuerst zwei Partien Schnellschach mit 25 Minuten plus 10 Sekunden pro Zug gespielt. Wenn notwendig folgen zwei Partien Schnellschach mit 10 Minuten und 10 Sekunden pro Zug bzw. zwei Blitzpartien mit fünf Minuten und drei Sekunden pro Zug. Ist auch dann noch keine Entscheidung gefallen kommt es zu einer Armageddon-Partie, in der Weiß fünf Minuten bekommt und gewinnen muss, während Schwarz vier Minuten Bedenkzeit erhält. Ab dem 60. Zug erhalten die Spieler zudem zwei Sekunden pro Zug zusätzlich. Die Favoriten laut Setzliste sind Ding Liren, Anish Giri und Maxime Vachier-Lagrave. In der ersten Runde spielt die Nummer 1 gegen die Nummer 128, die Nummer 2 gegen die Nummer 127, usw.. Die Top-Stars spielen daher heute gegen krasse Außenseiter, während es in der Mitte des Feldes zu ausgeglichenen Paarungen kommt. Am engsten ist es zwischen Sergei Movsesian (2654) und Grigoriy Oparin (2654). (wk, Foto: Turnierseite)

In St. Louis fand vom 2.-5. September nach dem Rapid/Blitz Event und dem Sinqefield Cup mit dem Showdown der Champions der dritter großer Event in Serie am Programm. Das Format war diesmal Chess 960 bei dem die Grundstellung der Figuren vor der Partie gelost wird. 960, weil es ebensoviele Möglichkeiten gibt die Figuren anzuordnen. Gespielt wurden Matches mit Rapid- und Blitzpartien, wobei es für Rapid doppelte Punkte gab. Der Schlager des Turniers war das Match zwischen Schachlegende Garry Kasparov und Fabiano Caruana, der Nummer Zwei der Weltrangliste. Caruana gewinnt letztlich glatt mit 19:7, alllerdings gestehen die Experten Kasparov zu voll mitgespielt zu haben und nur wegen mangelnder Spielpraxis viele Punkte mit Einzelfehlern verspielt zu haben. Ein fast ebenso glatter Sieg gelang Wesley So mit 18:8 gegen Veselin Topalov, einem zweiten Ex-Weltmeister im Feld. Peter Svidler gewinnt gegen Leinier Dominguez mit 15,5:10,5 und Hikaru Nakamura gegen Levon Aronian mit 14,5:11,5. (wk, Foto: Turnierseite)
Ding Liren besiegt Magnus Carlsen im Stichkampf um den Sieg beim Sinquefield Cup in St. Louis und holt sich damit das erste Preisgeld in Höhe von 82.500 Dollar und die Eintragung in die Siegerliste. Die Punkte für die Grand Chess Tour werden aber geteilt. Ding Liren und Carlsen erhalten je 16,5 Punkte für die Gesamtwertung, in der Carlsen weiter überlegen mit 54,5 Punkten vor Ding Liren (37,8) und Maxime Vachier-Lagrave (36,5) führt. Allerdings ist der Franzose der einzige Spieler mit bereits fünf Turnieren in der Wertung. Er wird daher bein den Rapid/Blitz Events in Bukarest (6.-10. November und im indischen Kolkata (22.-26. November) fehlen und kann nicht mehr punkten. Das Tie-Break in St. Louis geht in die Geschichte ein. Magnus Carlsen verliert erstmals in seiner Karriere ein Tie-Break. Sein bisheriges Score war makellos mit 10:0. Diesmal war der Weltmeister nicht in seiner allerbesten Form, wie schon der Rapid/Blitz Event gezeigt hat, und trifft zudem auf einen groß aufspielenden Chinesen. Die beiden Schnellpartien kann Carlsen mit Mühe noch 1:1 halten, im Blitz setzt sich Ding Liren dann klar mit 2:0 durch, wobei insbesondere die zweite Partie eine Glanzleistung war. Das anerkennt auch Carlsen: "Ding Liren war heute der Bessere und hat den Sieg verdient", war sein Kommentar im Interview. In der Weltrangliste verliert Carlsen sechs Punkte bleibt aber mit Respektabstand vorne. Ding Liren hält nun bei 2811 und verkürzt den Rückstand auf Caruana bis auf einen Punkt. In der Blitzwertung fällt Carlsen auf den vierten Rang zurück. Es führt Nakamura knapp vor Ding Liren und Karjakin. (wk, Foto: ChessBase)
Valentin Dragnev holt beim 17. Schach-Open im italienischen Spilimbergo (9.-15.8.2019) einen Platz am Podest. Am Start waren 120 Teilnehmer aus 27 Nationen, darunter 18 Großmeister. In der Startrangliste ist Dragnev mit 2535 an neunter Stelle. Topgesetzt ist der Deutsche Liviu-Dieter Nisipeanu vor dem kroatischen Europameister Ivan Saric. Dragnev schafft ein Turnier ohne Remis. Zwei Niederlagen gegen die GM´s Bosiocic und Kovalev stehen sieben Siege gegenüber. Am Ende erreicht Dragnev eine Performance von 2665 und landet als einziger Spieler mit sieben Punkten hinter Kovalev und Saric (je 7,5) am dritten Platz. Nisipeanu muss sich mit Rang 12 begnügen. (wk, Foto: Turnierseite)
Dominik Horvath hat vom 16. bis 25. August erfolgreich am 3. BSSZ-Aranytiz GM-Turnier teilgenommen. Die Setzliste wurde von den ungarischen Großmeistern Gergely Aczel und Adam Horvath angeführt, Horvath war an Nummer fünf gesetzt, startet aber mit 2,5 aus 3, darunter ein Sieg gegen GM Farago, gut. Eine Niederlage gegen den Inder Khamparia Akshat verhindert letztlich eine GM-Norm. Horvath holt in den letzten drei Runden aber erneut 2,5/3 und landet mit einer Performance von 2557 hinter dem ungarischen IM Adam Kozak und vor Aczel am hervorragenden zweiten Platz. (wk)