Grand Prix in Riga geht ins Semifinale
Alexander Grischuk, Shakriyar Mamedyarov und Wesley So folgten heute mit Siegen im Tie-Break dem Franzosen Maxime Vachker-Lagrave ins Semifinale des Grand Prix in Riga. Jan-Krzysztof Duda verpasst in der ersten Schnellpartie eine gute Stellung und zahlt in der Zweiten den Preis dafür. Seine g4 Attacke wird von Mamedyarov eiskalt gekontert und wirft den Polen aus dem Bewerb. Alexander Grischuk spielt gegen Yu Yangyi seine bekannte Stärke im Rapid voll aus. Er gewinnt gleich die ersten Partie überzeugend und remisiert die Zweite nahezu problemlos. Eine enge Entscheidung brachte das Match zwischen Wesley So und Sergey Karjakin. Die Beiden neutralisierten sich bis zu den Blitzpartien, teils auch in Kurzpartien. Im Blitz opfert der Amerikaner in schlechter Stellung die Dame für zwei Figuren und zwei Bauern, hat aber den Vorteil der leichter spielbaren Stellung. Im Finish der Partie passiert Karjakin ein entscheidender Patzer. In der zweiten Blitzpartie scheint Karjakin nochmals ausgleichen zu können, doch dann übersieht der Russe ein Dauerschach und So ist mit 4,5:3,5 weiter. Im Semifinale trifft morgen ab 14:00 Uhr Vachier-Lagrave auf Grischuk und So auf Mamedyarov. (wk, Logo: FIDE)
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Sechs der acht Begegnungen der ersten Runde des FIDE Grand Prix in Riga wurden erst im Tie-Break entschieden, nur Maxime Vachier-Lagrave und Shakriyar Mamedyarov waren bereits in den klassischen Partien weitergekommen. Im Tie-Break machte Alexander Grischuk mit Nikita Vitiugov kurzen Prozess und siegt bereits in den ersten beiden Schnellpartien mit 2:0. In der Begegnung zwischen Veselin Topalov und Hikaru Nakamura kam es zur ersten großen Überraschung. Topalov, dem man keine besondere Stärke in den schnelleren Disziplinen nachsagt, setzt sich ausgerechnet gegen den "Rapid/Blitz Spezialisten" Hikaru Nakamura mit 1,5:0,5 durch. In der zweiten Schnellpartie erreicht der bulgarische Ex-Weltmeister eine Stellung nach seinem Geschmack, in schwieriger Stellung stellt der Amerikaner eine Figur und die Partie ein. Ebenfalls 1,5:0,5 gewinnen Wesley So gegen Pentala Harikrishna und Jan-Krzysztof Duda gegen Peter Svidler. Dramatisch verlaufen die Begegnungen zwischen Sergey Karjakin gegen Anish Giri und yu Yangyi gegen Levon Aronian. Karjakin gewinnt die erste Schnellpartie, Giri kann in der zweiten zurückschlagen. Nach Remisen in zwei Schnellpartien mit verkürzter Bedenkzeit und zwei weiteren Blitzpartien muss die Entscheidung in der Armageddon Partie fallen. Karjakin gewinnt mit Weiß und steigt auf. Eine Armageddon Entscheidung gibt es auch zwischen Yu und Aronian. Jeder der beiden gewinnt nach vorangegangenen vier Remisen in den Schnellpartien, eine der Blitzpartien. Die Armageddon Partie endet mit Remis, der Chinese ist weiter weil er Schwarz hatte. Das Viertelfinale beginnt heute um 14:00 Uhr MEZ mit den Paarungen Karjakin-So, Duda-Mamedyarov, Grischuk-Yu und Topalov-MVL. (wk, Logo: FIDE)
Die erste Runde mit 16 Spielern bringt beim FIDE Grand Prix in Riga nach den beiden Standardpartien nur zwei Entscheidungen. Maxime-Vachier Lagrave kann nach seinem gestrigen Sieg die zweite Partie gegen David Navara mit einem Bauernopfer in den Remishafen lenken und in die zweite Runde aufsteigen. Er trifft dort auf den Sieger aus Nakamura gegen Topalov. Die Beiden müssen nach zwei Remisen morgen ebenso in den Stichkampf wie Aronian-Yu, Grischuk-Vitiugov, Svidler-Duda, So-Harikrishna und Karjakin-Giri. Den direkten Aufstieg hat neben MVL heute noch Shakriyar Mamedyarov mit einem Schwarzsieg gegen Daniil Dubov geschafft. Er wartet auf den Sieger aus Svidler gegen Duda. Die Stichkämpfe beginnen morgen, Sonntag, im 14:00 Uhr MEZ. (wk, Logo: FIDE)
In Riga, Lettland, begann heute das zweite Turnier der Grand Prix Serie 2019 mit einem Blitzsieg von Maxime Vacher-Lagrave gegen David Navara. Alle anderen ersten Partien der ersten Runde endeten mit Remisen. Die Match-Paarungen lauten:
Magnus Carlsen spielt in der Form seines Lebens wie ein eindrucksvoller Turniersieg bei der Grand Chess Tour in Zagreb unter Beweis stellt. Carlsen besiegt in der Schlussrunde Maxime Vachier-Lagrave scheinbar mühelos, gewinnt damit seine fünfte Partie und das Turnier überlegen mit acht Punkten aus elf Partien. Zudem wird Carlsen in der Weltrangliste im August mit 2882 seine bisherige Höchstzahl vom Mai 2014 einstellen. Kein Wunder, dass der Weltmeister im Interview meinte: "Es macht einfach Spaß". In der Gesamtwertung der Grand Chess Tour führt Carlsen nach zwei Turnieren mit 33 Punkte vor Wesley So (22) und Ding Liren (13). Wesley So verdankt diesen zweiten Platz seinen 15 Punkten, die er in Zagreb gewonnen hat. So bleibt in Zagreb ungeschlagen, holt sieben Punkte und sichert in der Schlussrunde mit einem Remis gegen Levon Aronian den ungeteilten zweiten Platz. Caruana und Aronian teilen einen Punkt dahinter Rang drei vor dem Trio Ding Liren, Anish Giri und Ian Nepomniachtchi (alle 5,5). Dahinter fogen Karjakin (5), Vachier-Lagrave, Mamedyarov und Anand (alle 4,5). Schlusslicht ist ein enttäuschter Hikaru Nakamura. Er kann wie Anand, Vachier-Lagrave und Karjakin keine Partie gewinnen, muss aber drei Niederlagen verkraften. Weiter geht es in der Grand Chess Tour Ende Juli mit Rapid/Blitz in Paris. Dort ist der Weg frei für einen neuen Sieger. Carlsen wird erst wieder im August in St. Louis antreten. (wk, Foto: Turnierseite)