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Dzagnidze gewinnt in Lausanne vor Goryachkina

Das Duell zwischen den beiden Führenden Nana Dzagnidze und Aleksandra Goryachkina in der letzten Runde des FIDE Frauen Grand Prix in Lausanne endet unentschieden. Das sichert der Georgierin dank besserer Zweitwertung den Sieg vor der punktegleichen russischen WM-Finalistin. Zhansaya Abdumalik, der Nachwuchsstar aus Kasachstan ist erst kurz vor Beginn für eine Chinesin nachnominiert worden, belegt einen beeindruckenden dritten Platz.

Alle sechs Partien der letzten Runde endeten mit Remisen. Nana Dzagnidze weigerte sich ein Risiko einzugehen und wählte die Abtauschvariante gegen Aleksandra Goryachkinas slawische Verteidigung. Keine Seite konnte einen Vorteil erzielen und die Spielerinnen wiederholen ziemlich früh die Züge. Beide teilen sich mit 7 Punkten den ersten Platz, aber die Georgierin gewinnt den Pokal dank ihrer höheren Anzahl an Siegen im Turnier. Zhansaya Abdumalik hätte sie im Falle eines Sieges noch abfangen können, aber auch sie war bereit mit Schwarz gegen Marie Sebag rasch eine Zugwiederholung zuzulassen. Der Platz am Podium war ihr damit sicher und ist der größte Erfolg ihrer noch jungen Karriere.

Dank ihres Sieges in Lausanne machte Nana Dzagnidze einen großen Sprung in der Gesamtwertung der Grand Prix-Serie. Sie hält jetzt wie Lagno und Dronavalli bei 180 Punkten aus zwei Turnieren. An die Spitze gesetzt hat sich Aleksandra Goryachkina mit 398 Punkten aus drei Turnieren vor Humpy Koneru (293/2) und Alexandra Kosteniuk (193/3). Da Goryachkina als WM-Finalistin bereits für das Kandidatenturnier qualifiziert ist scheint einer der beiden zu vergebenden Plätze so gut wie fix an Koneru vergeben. Dzagnidze, Lagno und Anna Muzychuk werden wohl den zweiten unter sich ausmachen. Ob das vierte Turnier der Serie im Mai in Sardinien ausgetragen werden kann ist aus heutiger Sicht fraglich. (wk, Foto: Turnierseite)

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Russische Doppelführung beim Frauen Grand Prix in Lausanne

Die Russinnen Aleksandra Goryachkina und Alina Kashlinskaya führen nach sechs von elf Runden beim Frauen Grand Prix in Lausanne mit vier Punkten vor Abdumalik, Dzagnidze und Harika (alle 3,5). Schlecht läuft es hingegen für Weltmeisterin Wenjun Ju, sie konnte noch keine Partie gewinnen und hat gegen Harika verloren, sowie für die Ex-Weltmeisterinnen Alexandra Kosteniuk und Antoanete Stefanova, die gemeinsam mit Marie Sebag mit je zwei Punkten nur am Tabellenende zu finden sind.

In der gestrigen sechsten Runde gab es drei Siege für die Anziehenden. Kashlinskaya kommt in einem Sizilianer zu einem überzeugenden Angriffssieg gegen Sebag und kann damit zu Goryachkina aufschließen, die gegen Anna Muzychuk über ein Remis nicht hinauskommt. Zhansaya Abdumalik überrascht Stefanova in einer schottischen Partie schon im fünften Zug und kriegt nach einem Fehler ihrer Gegnerin die überlegene Stellung, wonach sie sich den Sieg nicht mehr nehmen lässt. Schließlich überspielt Kosteniuk noch die Inderin Dronavalli Harika und holt sie von der Tabellenspitze.

Heute ist in Lausanne ein Ruhetag, die sechste Runde beginnt morgen, Montag, um 15:00. Die Partien werden live übertragen und kommentiert. (wk, Foto: Turnierseite)

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