EM im Blitz- und Schnellschach
Der 16-jährige Pole Jan-Krzystof Duda gewinnt in Warschau die Europameisterschaft im Schnellschach vor dem Ukrainer Andrei Volokitin und seinem Landsmann Grzegorz Gajewski. Im rund 750-köpfigen Teilnehmerfeld holen die ersten vier Spieler jeweils 9,5 Punkte aus 11 Partien. Der Weißrusse Vladislav Kovalev muss sich wegen der schlechtesten Zweitwertung mit Edelmetall begnügen. Im der davor ausgetragenen Blitzschach EM mit 616 Teilnehmern siegt der Tscheche David Navara mit 19 Punkten vor Jan-Krzystof Duda und Ivan Salgado Lopez (ESP), die wie weitere vier Spieler jeweils 17 Punkte erreichen. Markus Ragger holt im Blitzschach mit 14,5 Punkten dne 46. Platz und im Schnellschach mit 8 Punkten den 39. Platz. Warum diese Europameisterschaften in Monsterbewerben ausgetragen werden bleibt ein Rätsel. Insbesondere im Schnellschach sind 11 Runden bei 750 Teilnehmern deutlich zu wenig. (wk, Foto: Turnierseite)
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Magnus Carslen ist in Norwegen ein Superstar. Nachdem die Schach-WM wie schon die Schach-Olympiade live im Fernsehen übertragen wurde und dort tolle Quoten erreicht hat, bekam Carlsen zum Geburtstag sogar eine TV-Show. In der Mittagspause dieser Show lieferte Magnus Carlsen in einem 14-minütigen Video seine persönliche Ansicht zum Weltmeisterschaftskampf gegen Anand. Dieses Video wurde auf Youtube publiziert. (wk, Foto: Video)
Die heutige WM Partie endet erneut mit einem Remis. Carlsen bleibt mit 5,5:4,5 in Führung. Zudem fehlt im nur noch ein Punkt zur Titelverteidigung. Er könnte mit einem Sieg bereits in der 11. Runde alles klar machen. Anand hingegen darf nicht verlieren um im Match zu bleiben. Er benötigt eineinhalb Punkte aus den verbleibenden zwei Partien um noch in einen Stichkampf zu kommen. Carlsen kehrte heute zur Grünfeldverteidigung zurück, mit der er in der ersten Partie einige Schwierigkeiten hatte. Diesmal wählt Anand eine andere Variante, das russische System. Es entsteht eine spannende Stellung, die Carlsen gut verteidigt. Daher wickelt Anand noch vor der ersten Zeitkontrolle in ein völlig ausgeglichenes Turmendspiel ab und schiebt ein Remisangebot hinterher, das Carlsen annimmt. Morgen ist in Sotschi Ruhetag. Die 11. Partie beginnt am Sonntag um 13:00 Uhr MEZ. (wk, Foto: Turnierseite)
Die WM ist vorbei. Magnus Carlsen gewinnt die 11. Partie und bleibt Weltmeister. In einer Berliner Verteidigung wählt Anand diesmal einen anderen Plan und bekommt noch einem sehenswerten Bauernopfer am Damenflügel, das Carlsen nicht annimmt, eine vielversprechende Stellung. Anand entscheidet sich dann zu einem Qualitätsopfer, das Carlsen annimmt und ohne große Mühe widerlegt. Im 45. Zug fügt sich Anand in das Unvermeidliche und gibt auf. Das Match endet 6,5:4,5 für Carlsen, eine 12. Partie wird nicht mehr gespielt. In Summe war Carlsen wieder der Spieler, der weniger Fehler gemacht hat. Der kritische Moment des Matches war in der 6. Partie als Carlsen ein gute Stellung mit einem taktischen Versehen verdirbt, aber Anand dieses "Geschenk" nicht annimmt. Carlsen gewinnt diese Partie noch und geht in Führung. Mit dieser Führung im Rücken kontolliert Carlsen das Match und behält die Schachkrone. (wk, Foto: Turnierseite)
Ein blutleeres Remis liefern sich heute in der 9. Partie der Weltmeisterschaft Magnus Carlsen und Viswanathan Anand. Wo schon in der 7. Partie kommt erneut die Berliner Verteidigung auf das Brett. Carlsen weicht mit 11.Se2 ab, aber Anand zeigt sich davon wenig beeindruckt und folgt mit b6 einem Plan den auch schon Kramnik und Carlsen selbst angewendet haben. Carlsen findet nichts besseres als eine frühe Zugwiederholung zu forcieren und die Partie endet im 20. Zug remis. Ein Remis mit dem Beide leben können. Carlsen verteidigt seinen Vorsprung. Anand hat in den verbleibenden drei Partien noch zweimal Weiss. Der erste der beiden "Weiss-Aufschläge" folgt morgen um 13:00 Uhr MEZ. Man darf gespannt sein welche Verbesserung Anand zur Partie der 8. Runde auspacken wird. (wk, Foto: Turnierseite)