ECC - Ragger trifft heute auf Karjakin
Der Europacup wird spannend. In der zweiten Runde besiegt Raggers Klub AVE Novy Bor den Beer Sheva Chess Club knapp mit 3,5:2,5. Ragger gerät gegen Alexander Huzman leicht in Schwierigkeiten, hält die Stellung dann aber sicher. Als das Match schon stark nach einem 3:3 mit sechs Remisen aussieht gelingt dem Polen Mateusz Bartel doch noch der entscheidende Siegpunkt gegen Alon Greenfeld. Heute trifft Ragger mit seinen "Tschechen" auf den russischen Topfavoriten Globus, der mit einer Weltauswahl unantastbar scheint. Globus spielt heute erstmals in stärkster Aufstellung mit Kramnik, Mamedyarov, Grischuk, Karjakin, Giri und Nepomniachtchi. Alle sechs Spieler sind in den Top 25 der Weltrangliste. Ragger bekommt es am vierten Brett (!!) mit dem letzten WM-Finalisten Sergey Karjakin zu tun. Im Frauenbewerb gelingt dem aserbaidschanischem Klub Odlar Yurdu ein sensationeller 2,5:1,5 Erfolg gegen den topgesetzten Batumi Chess Club. Zeinab Mamedayrova und Khanim Baljayeva gewinnt gegen Nana Dzagnidze und Salome Melia die entscheidenden Punkte. Im Match der russichen Co-Favoriten trennen sich UGRA und SHSM Legacy Squarer mit 2:2. Die dritte Runde beginnt heute um 14:00 Uhr und wird auf chess24 und bei ChessBase live übertragen. (wk, Foto: Turnierseite)
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Die erste Runde des Europäischen Vereinscups in Antalya bringt das übliche Bestschießen der starken der Teams der ersten Hälfte der Setzliste gegen die zweite. Gleich sechs der 18 Begegnungen enden mit 6:0. Zu dieser Gruppe gehört auch das Team AVE Novy Bor von Markus Ragger. Österreichs Aushängeschild musste dabei ausgerechnet gegen jenen Verein spielen, für den er in Norwegen in der Meisterschaft spielt, Valerenga Sjakkklubb. Ragger gewinnt dabei sicher gegen Brede Kfisvik (2296). Heute wird es gegen den Beer Sheva Chess Club aus Israel bereits ungleich schwerer. Ragger trifft am vierten Brett auf Alexander Huzmann (2549). Einige Überraschungen brachte die erste Runde natürlich auch. Der türkische Klub Karman Belediyesi Spor ist das einzige nominell schwächere Team dem eine 3:3 Punkteteilung gelingt. Das Opfer der Türken ist der Schachklub Oslo. Von den Einzelergebnissen überrascht das Remis des Italieners Lorenzo Lodice gegen WM-Kandidat Ding Liren wohl am meisten. Die zweite Runde beginnt heute um 14:00 Uhr und wird auf diversen Plattformen wie
Levon Aronian gewinnt den World Cup in Batumi im Finale gegen Liren Ding mit 4:2 nach dem Tie-Break. Aronian ist damit der erste Spieler der Welt, der den World Cup ein zweites Mal gewinnen konnte. Sein erster Sieg war vor 12 Jahren, 2005, in Khanty-Mansiysk. Das Finale in Batumi dominiert Aronian von Anfang an. Bereits in den vier Standartpartien war er einem vorzeitigen Sieg nahe. In der ersten Schwarzpartie stand er auf Gewinn, verpasst ihn aber in Zeitnot. In der zweiten Schwarzpartie hatte er lange einen Bauern mehr, doch Ding zeigte erneut seine Verteidigungskünste und rettet sich mit einem 2:2 ins Tie-Break. In der ersten Schnellschachpartie ergreift Aronian rasch mit einem Bauernopfer die Initiative. Ding scheint sich aber erneut verteidigen zu können, doch nach einem Fehler bricht Aronian durch und geht im Match mit 3:2 in Führung. In der zweiten Partie setzt Ding alles auf eine Karte und scheint Channcen zu bekommen. Diesmal verteidigt sich Aronian brilliant und kann die Partie im Konter sogar noch gewinnen. Der 4:2 Matchsieg bringt Aronian das erste Preisgeld von 120.000 Euro, Ding darf sich immerhin über 80.000 freuen. Die Qualifikation für das Kandidatenturnier macht das Preisgeld wohl zu einem Nebeneneffekt, wenn auch einem angenehmen... (wk, Foto: Turnierseite)
In Antalya, Türkei, ist alles bereit für den Europacup der Vereine im Schach. Die erste Runde beginnt heute um 14:00 Uhr MEZ. In der offenen Klasse sind 36 Teams am Start. Die üblichen Favoriten kommen mit "Globus" und "Mednyi Vsadnik" aus Russland. Globus spielt mit Kramnik, Mamedyarov, Grischuk und Karjakin an der Spitze, Mednyi Vsadnik mit Svidler, Matklakov und Fedoseev. Zwischen den beiden russischen Favoriten liegt in der Setzliste Alkaloid aus Mazedonien. Topspieler ist hier Ding Liren, heimische Spieler finden sich erst auf den Plätzen sieben und acht der Aufstellung. Aus österreichischer Sicht ist das vierte Top-Team aus Tschechien interessant. Markus Ragger spielt für AVE Novy Bor und darf sich berechtigte Hoffungen machen um die Medaillen zu kämpfen. Vor Ragger spielen mit Radoslaw Wojtaszek, Pentala Harikrishna und David Navara drei 2700-er. Im Frauenbewerb sind insgesamt 12 Mannschaften am Start, davon wie bei den Herren vier aus der Türkei. Klarer Favorit ist der Batumi Chess Club NONA mit Dzagnidze und Harika an den Spitzenbrettern. Die russischen Klubs UGRA (Ushenina, Pogonina) und SHSM Lagacy (Kashlinskaya, Kovalevskaya) sind die ersten Verfolger. Chancen auf eine Medaille haben wohl nur die ersten Sechs der Setzliste, dann fällt der Eloschnitt stark ab. Parallel zum Europacup findet in Antalya auch der FIDE Kongress statt. Österreich ist hier durch ÖSB Vizepräsident Johann Pöcksteiner vertreten. (wk, Foto: Turnierseite)
In der offenen Klasse gewinnt Kroatien den Mitropacup in