World Cup - Richard Rapport im Viertelfinale
Das Viertelfinale ist perfekt. Fünf Spieler qualizierten sich heute noch über das Tie-Break. Peter Svidler kommt über den Chinesen Xiangzhi Bu sicher mit 2:0 in den Schnellschachpartien weiter. Einen harten Kampf liefern sich Maxime Vachier-Lagrave und Alexander Grischuk. Nach insgesamt vier Remisen gewinnt der Franzose die erste der beiden kürzeren Schnellpartien. In der Zweiten verpasst Grischuk einen Gewinn im Endspiel Turm gegen Läufer und scheidet unglücklich mit 2,5:3,5 aus. Der Amerikaner Wesley So kommt gegen Georgiens Baadur Jobava mit 2,5:1,5 ebenso in die Runde der letzten Acht wie Vladimir Fedoseev gegen Maxim Rodshtein. Der Russe gewinnt im Tie-Break 2:0. Ungarn darf sich über den Aufstieg von Richard Rapport gegen Evjeniy Najer mit einem Gesamtscore von 2,5:1,5 weiter. Die Paarungen im Viertelfinale lauten: Svidler gegen Vachier-Lagrave, Ivanchuk gegen Aronian, So gegen Fedoseev und Rapport gegen Ding. Damit haben nur die Russen noch zwei Spieler im Bewerb. Der World Cup geht morgen um 13:00 Uhr in Batumi weiter. (wk, Foto: Turnierseite)
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Drei der acht Viertelfinalisten stehen beim World Cup in Batumi bereits nach den beiden Partien im Standardschach fest. Als Erster zieht Vassily Ivanchuk in die Runde der letzten Acht ein. Anish Giri war nie in der Nähe das Match noch einmal zu drehen und muss knapp nach der Zeitkontrolle eine Zugwiederholung zulassen. Im Duell der Chinesen setzt sich Liren Ding gegen Hao Wang in der zweiten Partie durch und geht mit 1,5:0,5 ebenso weiter wie Levon Aronian. Der Armenier gewinnt gegen den Russen Daniil Dubov in der längsten Partie des Tages ein Endspiel mit Turm gegen Läufer bei nur einem jeweils verbliebenen Bauern. Dubovs Landsmann Vladimir Fedoseev verpasst aber nach seinem Schwarzsieg vom Vortag den unmittelbaren Aufstieg. Israels Maxim Rodshtein schafft das im Spitzenschach nahezu Unmögliche. In einer "must-win" Situation gelingt ihm mit Schwarz der Match-Ausgleich. Die Beiden gehen somit heute ebenso in ein Tie-Break wie Svidler gegen Bu, Vachier-Lagrave gegen Grischuk, So gegen Jobava und Rapport gegen Najer. Die Stichkämpfe beginnen um 13:00 Uhr. (wk, Foto: Turnierseite)
Die Hälfte der 16 Begnungen der 3. Runde des World Cups musste in das Tie-Break. Fabiano Caruana, einer der großen Favoriten, erlebt hier eine unliebsame Überraschung. Er verliert die zweite Schnellschachpartie mit Weiß gegen Evgeniy Najer und scheidet mit 1,5:2,5 aus. Seine einzige Chance auf das Kandidatenturnier, das vom 10. bis 27. März 2018 in Berlin stattfinden wird, ist nun die Qualifikation über die Elozahl. Dieses Schicksal teilt er mit Kramnik, Anand und Nakamura. Sicher weiter im Tie-Break kam Maxime Vachier-Lagrave gegen Alexsandr Lenderman. MVL gewinnt die erste Partie mit Schwarz und hält die zweite locker Remis. Erst in der vierten Tie-Break Partie kommt Alexander Grischuk gegen David Navara weiter. Zuvor musste er eine Stellung mit zwei Leichtfiguren gegen Dame überstehen. Anish Giri muss gegen S.P. Sethuraman zwar nach einem Auftaktsieg im Tie-Break den Ausgleich hinnehmen, gewinnt dann aber die beiden Schnellpartien mit kürzerer Bedenkzeit überzeugend und ist mit 4:2 weiter. Levon Aronian geht gegen Maxim Matlakov sogar in die Blitzpartien. Diese gewinnt er und ist mit 5:3 weiter. Zuvor konnte Matlakov allerdings nervenstark zweimal einen Rückstand ausgleichen. Die Gastgeber aus Georgien freuen sich über den 2,5:1,5 Sieg von Baadur Jobava gegen Ian Nepomniachtchi. Nach drei Remisen gewinnt Jobava die vierte Partie mit Weiß. Seine Wahl war ein verzögertes c3 gegen die Najdorf-Verteidigung des Russen, der die Partie im 32. Zug einstellt. Sicher weiter kam Richard Rapport gegen Chao Li. Der Ungar gewinnt die erste Schnellschachpartie und gibt die zweite in Gewinnstellung Remis. Es ist nach Yi Wei bereits der zweite Chinese den Rapport ausschaltet. Weiter kam auch noch Liren Ding mit 2,5:1,5 gegen den S.G. Vidit. Damit ist auch der letzte Inder im Bewerb ausgeschieden. In der Runde der letzten 16 sind fünf Russen und drei Chinesen. Der Schlager im Achtelfinale lautet Vachier-Lagrave gegen Grischuk. Zumindest einer von vier Spielern mit einer Elozahl unter 2700 wird weiterkommen, da mit Rapport und Najer zwei davon aufeinandertreffen. (wk, Foto: Turnierseite)
Die Hinpartien des Achtelfinales im Workd Cup bringen zwei Siege und sechs Remisen. In der Partie Vassily Ivanchuk gegen Anish Giri wählt der Holländer die russische Verteidigung, die beim World Cup eine Renaissance erlebt. Es kommt zu heterogenen Rochaden bei ausgeglichener Stellung. Doch dann tauscht Giri im falschen Zeitpunkt die Damen, kann das Turmendspiel nicht halten und steht heute in der Rückrunde unter Siegzwang um nicht vorzeitig auszuscheiden. Der zweite Sieger des Tages ist Vladimir Fedoseev. Der Russe opfert mit Schwarz gegen Maxim Rodshtein einen Bauern in unklarer Stellung, findet sich in den daraus resultierenden Verwicklungen aber besser zurecht und hat nun beste Chancen auf das Viertelfinale. Die Begegnungen zwischen Svidler-Bu, MVL-Grischuk, Dubov-Aronian, So-Jobava, Rapport-Najer und Wang-Ding enden allesamt mit Punkteteilungen. Heute entscheidet sich ab 13:00 Uhr MEZ welche Begegnungen in eine Tie-Break müssen. (wk, Foto: Turnierseite)
Das Favoritensterben in Batumi geht munter weiter. Carlsen, Kramnik und Nakamura scheitern bereits in den Standardpartien der dritten Runde. Vachier-Lagrave, Aronian, Caruana und Grischuk müssen morgen in den Stichkampf. Schwere Zeiten für die Top-10 Elite. Die Sensation ist der 1,5:0,5 Sieg des Chinesen Xianghi Bu gegen Magnus Carlsen. Der Weltmeister zieht in der ersten Partie nach einem Figurenopfer seines Gegners nicht die Notbremse und gerät in einen heftigen Angriff, den er nicht mehr abwehren konnte. In der zweiten Partie war mit Schwarz nichts mehr zu machen. Unmittelbar weiter ins Achtelfinale sind neben Bu noch Peter Svidler, Vassily Ivanchuk - er warf Kramnik raus -, Daniil Dubov, Wesley So, Vladimir Fedoseev - er überraschte gegen Nakamura -, Hao Wang und kamplos mit 2:0 Maxim Rodshtein. Sein Gegner Anton Kovalyov scheiterte um Turnier-Dresscode. Überraschend dabei ist nur, dass seine "Shorts" erst in der dritten Runde auffallen. Der Kanadier fühlte sich im Zuge der Ereignisse vom Veranstalter attackiert und trat nicht mehr an. Acht der sechzehn Begnungen gehen morgen ab 13:00 Uhr ins Tie-Break. Dank eines kleinen Schachwunders ist auch Anish Giri noch dabei. Er überlebt gegen den Inder Sethuraman eine glatte Verluststellung. (wk, Foto: Turnierseite)