Team-EM: Spannung vor den letzten drei Runden
Einen erneuten Führungswechsel gab es im Herren-Bewerb in Runde 6: Kroatien musste eine klare 0,5 : 3,5 Niederlage gegen Ungarn einstecken, das sich damit wieder an die Spitze gespielt hat. Am zweiten Zwischenrang lauern die Russen auf ihre Chance - sie haben sich bislang keinen weiteren Ausrutscher geleistet und sind nur durch die Feinwertung von den führenden Ungarn getrennt. Einen Mannschaftspunkt dahinter befindet sich neben Kroatien auch Aserbaidschan, das nach dem Fehlstart nun drei Begegnungen in Serie gewonnen hat. Doch auch die Mannschaften mit zwei Punkten Rückstand - darunter u.a. Armenien und die Ukraine - können noch in den Kampf um Gold eingreifen. Österreich fiel durch eine 1 : 3 Niederlage gegen Griechenland auf Platz 30 zurück. Beim Stand von 1 : 2 lehnte Valentin Dragnev (im Foto links) mehrfach eine Zugwiederholung ab und kämpfte um den Sieg und den damit verbundenen Mannschaftspunkt - doch die Stellung gab das nicht her und so stand er schließlich selbst auf verlorenem Posten. Das österreichische Damenteam durfte sich hingegen über einen Erfolg freuen: Gegen Belgien gab es einen klaren 3 : 1 Sieg, der den 24. Zwischenrang einbringt. Hier führen nach wie vor die Russinnen - allerdings nach einem 2 : 2 Unentschieden gegen Polen nur mehr mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung auf Georgien. (em, Foto: Turnierseite)
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Nach den beiden Auftaktniederlagen und dem letzten Zwischenrang nach zwei gespielten Runden hat das österreichische Herren-Team bei der Mannschafts-Europameisterschaft in Hersonissos kräftig aufs Gaspedal gedrückt und sich ins Mittelfeld vorgearbeitet. Zuletzt gab es in Runde 5 einen 2,5 : 1,5 Sieg gegen Moldawien. Die Niederlage von Peter Schreiner wurde durch zwei ganze Punkte von Markus Ragger und David Shengelia mehr als wett gemacht und schließlich sicherte Valentin Dragnev mit seinem Remis den Matchsieg ab. Noch nicht richtig Fahrt aufgenommen hat das österreichische Damenteam, das sich gegen das klar eloschwächere Mazedonien zu einem 2 : 2 mühte. Wie schon gegen Finnland gingen beide Schwarzpartien verloren; den einen Mannschaftspunkt retteten Barbara Teuschler und Anna-Lena Schnegg. An der Spitze hat sich im Damenbewerb Russland mit zwei Mannschaftspunkten Vorsprung bereits etwas vom Feld abgesetzt, während bei den Herren sensationell das als Nummer 14 gesetzte Kroatien in Führung liegt. (em, Foto: Turnierseite)
..., aber es sind auch erst zwei Runden gespielt. Österreichs Herren bekamen nach der klaren Niederlage gegen die Ukraine einen sogar noch etwas stärkeren Gegner zugelost - und verloren noch klarer. 0 : 4 hieß es letztendlich gegen Aserbaidschan, wobei das Match zwischendurch - trotz zweier gelungener aserbaidschanischer Eröffnungsüberraschungen an ihren Weißbrettern - nicht so chancenlos aussah. Den einzigen halben Punkt für Österreich holte an diesem Tag Katharina Newrkla, die am Spitzenbrett des Damenteams eine spannende Partie gegen IM Nastassia Ziaziulkina (Weißrussland, Elo 2369) remisierte. In Runde 3 müssen beide österreichischen Teams am letzten Tisch spielen, doch dies sollte nur vorübergehend sein, da dort mit Belgien und Finnland sehr schlagbare Gegner warten. (em)
Vier Runden sind gespielt und die österreichischen Mannschaften haben ihre ersten Erfolge gefeiert. In Runde 3 besiegten Markus Ragger & Co. die klar eloschwächeren Belgier mit 3 : 1 (es gewannen Ragger und Shengelia) und erreichten tags darauf gegen die annähernd gleich starke Slowakei vier Punkteteilungen. Die Damen mussten erst noch eine sehr bittere 1,5 : 2,5 Niederlage gegen das an letzter Stelle gesetzte Finnland hinnehmen, bevor in Runde 4 Montenegro mit 3,5 : 0,5 abgefertigt wurde. Ehe es am 2. November in den Ruhetag geht, wartet auf Österreichs Herren noch Setzlistennachbar Moldawien, während die Damen gegen Mazedonien wieder in der Favoritenrolle sind. Eine faustdicke Überraschung gab es heute an der Spitze: Russlands Herren-Team musste sich gegen das nun führende Ungarn mit 1,5 : 2,5 geschlagen geben und rutschte an die 4. Stelle zurück. Im Damenbewerb konnten die Russinnen hingegen bisher alle Matches für sich entscheiden und liegen alleine in Führung. (em, Foto: Turnierseite)